Gemälde

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Philipp Peter Roos, attr., Hirte mit Vieh

älterer Hirte, umgeben von Schafen und Ziegen, neben einem Baum in hügeliger Landschaft, unter locker bewölktem Himmel, zur Malerei von Philipp Peter Roos schreibt Thieme-Becker: "... Die Gemälde des Roos stellen ohne Ausnahme Hornvieh, Pferde, Schafe und Ziegen in der römischen Champagne dar, und zwar füllen die Tiere meist den größten Teil der Bildfläche, wogegen die Landschaft zurücktritt.“, leicht pastose Tiermalerei, Öl auf Leinwand, Ende 17. Jh., doubliert, im Randbereich Retuschen, reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 77 x 103,5 cm. Künstlerinfo: genannt Rosa da Tivoli auch Filippo Rosa, dt. Tier- und Landschaftsmaler sowie Radierer (1657? Frankfurt am Main bis 1706 Rom), Schüler seines Vaters Johann Heinrich Roos, ab 1677 mit Pension des Landgrafen von Hessen-Cassel Weiterbildung in Rom bei Giacinto Brandi, 1681 Hochzeit mit dessen Tochter und Übertritt zum katholischen Glauben, gelangte anschließend schnell zu großem Ansehen und wurde in die Malerbent Roms aufgenommen, erhielt hier wegen seinen Geschäftstüchtigkeit und Schnellmalerei den Spitznamen "Mercurius", um 1685 Erwerb eines Hauses in Tivoli, lebte fortan in in Rom und Tivoli, Quelle: Thieme-Becker, Allgemeine Deutsche Biographie, Bénézit und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4100
Limit: 2200,00 €

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Franz X. Wagenschön, attr., "Mariae Heimsuchung"

die Mutter Gottes besucht mit Josef ihre Eltern Anna und Joachim, minimal pastose Malerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 18. Jh., rückseitig Klebeetikett und hierauf bezeichnet "Franz Xaver Wagenschön Littisch ... 1790 Wien Mariae Heimsuchung Öl auf Leinwand", geringe Retuschen, gerahmt, Sichtmaße ca. 34,5 x 26 cm. Künstlerinfo: österr. Maler (1726 Littisch bis 1790 Wien), ging 1747 nach Wien, ab 1751 Studium an der Akademie in Wien und hier Schüler von Paul Troger, ab 1770 Mitglied der Wiener Akademie, Ende der 1760er Jahre portraitierte er die Kinder Maria Theresias, wandte sich später religiösen Themen zu, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4101
Limit: 1200,00 €

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Barocke Allegorie des Herbstes

stimmungsvolles Arrangement mit Weintrauben, Äpfeln, Pfirsichen, Birnen neben Korb mit Gemüse wie Blumenkohl, Weißkohl, Kürbissen und Artischocken nebst zweier Jagdhunde vor weiter gebirgiger Herbstlandschaft mit Fluss, gering pastose, Malerei mit schönem Licht, Öl auf Leinwand, 17./18. Jh., unsigniert, Craquelure, doubliert, restauriert, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 33,5 x 55,5 cm.

Katalog-Nr.: 4102
Limit: 1800,00 €

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Allegorie auf den Sommer

thronende römische Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus Ceres mit Getreidebündeln vor sommerlicher Landschaft von Putti umgeben, pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, wohl 17./18. Jh., unsigniert, alt doubliert und restauriert, rückseitig altes biedermeierliches Etikett "... Paris", restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 58 x 47 cm.

Katalog-Nr.: 4103
Limit: 600,00 €

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Die verlassene Ariadne" nach Angelika Kauffmann

die Szene erzählt die mythische Geschichte der Tochter des kretischen Königs Minos, dessen Sohn Androgeos soll von Athenern getötet worden sein, als Rache unterwarf Minos Athen und forderte alle neun Jahre sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen als Menschenopfer für den von ihm in einem Labyrinth auf Kreta gefangenen Minotauros, als erneut ein Opfer fällig war, reihte sich der athenische Königssohn Theseus unter die Verdammten, um den Minotauros zu besiegen, auf Kreta angelangt, verliebte sich Ariadne in Theseus und half ihm Minotauros zu töten, anschließend flüchtete sie mit ihrem Geliebten auf die Insel Naxos, hier verließ Theseus Ariadne heimlich, im vorliegenden Gemälde sieht man nun die gerade erwachte Ariadne trauernd und entsetzt hinter dem davonsegelnden Schiff des Theseus hinterherblickend, fein lasierende, freie Kopie nach dem vor 1782 entstandenen Gemälde von Angelika Kauffmann (1741–1807) als hochovales Motiv mit passepartoutartig gemalten Ecken ausgeführt, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, Craquelure, geringe Altersspuren, in Berliner Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 90,5 x 70,5 cm.

Katalog-Nr.: 4104
Limit: 850,00 €

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Tod des Adonis, Barock

die griechische Mythologie berichtet von Adonis, dem Gott der Vegetation und der Schönheit, als einem ungewöhnlich schönen als auch stolzen Jüngling, welcher der Jagdleidenschaft frönte, er wuchs in der Obhut der Göttinnen Persephone und Aphrodite auf, die beide dem Knaben verfallen waren und ihn zum Liebhaber begehrten, Gottvater Zeus entschied, dass Adonis je ein Drittel seiner Zeit den Göttinnen widmen solle und ein Drittel zur freien Verfügung habe, Adonis entschied sich für Aphrodite, die durch einen Pfeil ihres Sohnes Eros heftig in Liebe und Sorge um Adonis entbrannt war, sie warnte den Heißsporn vor gefährlicher Jagd auf wilde Tiere, ungeachtet dieser Warnung setzte der Jüngling einem wilden Eber in seiner Höhle nach, um ihn zu erlegen – nicht ahnend, dass sich in Gestalt des Ebers der Gott des Krieges und des Massakers – Ares – verbarg, welcher Aphrodite ebenfalls begehrte, Ares verletzte Adonis tödlich, Aphrodite vernahm die Klagelaute Adonis´ und eilte den Sterbenden zu Hilfe, im Vordergrund trauert die spärlich bekleidete Aphrodite um den tot in ihrem Schoß liegenden Jüngling, der von seinen Jagdhunden umringt wird, das Jagdhorn und die Saufeder liegen am Boden, im Hintergrund rächen sich die Eroten jedoch am wütenden Eber, links im Hintergrund weidet ein Hirte seine Herde und spielt damit auf das Verhältnis – die Schäferstündchen – von Aphrodite und Adonis an, lasierende allegorische Genremalerei, Öl auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, Craquelure, doubliert, etwas restauriert, schön im neuen Plattenrahmen im Renaissancestil gerahmt, Falzmaße ca. 97 x 115 cm.

Katalog-Nr.: 4105
Limit: 2800,00 €

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Anna selbdritt

Anna, Maria und das Jesuskind unter einem Baldachin thronend und über ihnen der Heilige Geist in Form einer weißen Taube schwebend, im Hintergrund gotische Maßwerkbrüstung und Vegetation, Öl auf Holztafel, Mitte 16. Jh., rückseitig altes Klebeetikett handschriftlich bezeichnet "No. 516", an den beiden Längsseiten Spuren alter Rahmung, allseitig beschnitten, Craquelure, restaurierungsbedürftig, Maße ca. 24 x 18 cm.

Katalog-Nr.: 4106
Limit: 200,00 €

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"Noli me Tangere"

biblische Szene des Johannesevangeliums des Neuen Testaments, Maria Magdalena wollte nach dem Grab Jesu schauen und fand es leer, als sie einen Mann, den sie in der Nähe des Grabes sah und den sie für einen Gärtner hielt nach den Verbleib des Leichnams Jesu fragte, gab sich dieser als der auferstandene Jesus zu erkennen, Maria eilte sich Jesu zu umarmen – dieser forderte sie jedoch auf "Noli me Tangere [dt.: Rühre mich nicht an]", im griechischen Urtext der Bibel steht hier sinngemäß "Halte mich nicht fest", da Jesu erst noch zum himmlischen Vater auffahren wollte, in der Darstellung ist links, hinter einem Baum verborgen, das offene Grab sichtbar, Maria Magdalena im roten Gewand – erkennbar am Salbgefäß vor ihr – kniet vor dem nur spärlich bekleideten Jesus Christus – erkennbar an seinen Stigmata – der einen Spaten in seiner linken Hand hält und mit der rechten aufs leere Grab und gleichsam Maria von sich weist, fein lasierende, barocke religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, doubliert, restauriert, im niederländischen Flammleistenrahmen (etwas restaurierungsbedürftig) gerahmt, Falzmaße ca. 57 x 70 cm.

Katalog-Nr.: 4107
Limit: 2400,00 €

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Mönch im Gebet

Eremit in Mönchskutte, an einem Höhlenausgang, vertieft in das Betrachten eines Kruzifixes in seinen Händen, mit spitzem Pinsel ausgeführte religiöse Malerei, Öl auf Kupfer, wohl 17./18. Jh., Retuschen, gerahmt, Tafelmaße ca. 19,5 x 15,4 cm.

Katalog-Nr.: 4108
Limit: 250,00 €

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Bauernhofszene

abendliche Idylle auf sommerlichem Bauernhof, mit einer eine Kuh melkenden Bäuerin, Pferd an der Tränke, ruhendem Hund und Huhn bei der Nahrungssuche, im warmen Licht der späten Sonne, dünn lasierende, brauntonige Malerei in der Art der alten niederländischen Meister des 17. Jh., Öl auf Platte, unsigniert, rückseitig alte Rechnung zum Gemälde und neuzeitliches Messingschild "Paulus Potter d. Ä.", kleinere Retuschen, im Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 37,5 cm.

Katalog-Nr.: 4109
Limit: 500,00 €

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Barocke Szene "Tanz"

18. Jh., bäuerlicher Tanzreigen mit Geigenspieler und Passanten vor einer Wirtschaft mit Baum, unsigniert, doubliert, alt restauriert, Farbverluste, in schwarzer Lackleiste mit goldener Innenleiste gerahmt, Falzmaß 56 x 45 cm.

Katalog-Nr.: 4110
Limit: 400,00 €

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Festzug um 1500

höfische Szene mit edel gekleideten Patrizierfrauen, mit Zylinderhauben bzw. Kugelhauben in Hermelinmänteln, mit üppigem Perlenschmuck, in Begleitung zweier Edelmänner und zweier Zofen, am Palast mit Musikern ankommend, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, wohl 16. Jh., unsigniert, doubliert, alt restauriert, Fehlstelle in der Leinwand, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 73 x 235 cm.

Katalog-Nr.: 4111
Limit: 1200,00 €

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Paar Gemälde mit Schiffen

je abendliche Küstenszenen mit Booten in der Dämmerung, gering pastose Genremalerei in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, sekundär auf Holzplatte aufgezogen, etwas restaurierungsbedürftig, als Pendants (bestoßen) gerahmt, Falzmaße je ca. 62 x 83 cm.

Katalog-Nr.: 4112
Limit: 950,00 €

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Im Gefecht

gegeneinander zu Pferd kämpfende Soldaten während der Türkenkriege, in hügeliger Landschaft, fein lasierende Malerei, Öl auf Holztafel, 18. Jh., gerahmt, Falzmaße ca. 12,5 x 17 cm.

Katalog-Nr.: 4113
Limit: 380,00 €

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Trauriges Geschwisterpärchen

vorm Haus kniendes Mädchen mit Jungen im abendlichen Licht, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, unsigniert, Craquelure, Leinwand etwas wellig, gering restaurierungsbedürftig, in wuchtiger, ca. 24 cm breiter schwarzer Holzleiste gerahmt, Falzmaße ca. 113 x 86 cm.

Katalog-Nr.: 4114
Limit: 150,00 €

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Barocke Portraitpendants

Brustbildnis eines jüngeren Mannes im roten Justaucorps mit weißer Perücke und Gegenstück Brustbildnis einer jüngeren Frau in herrschaftlicher Robe aus geblümtem, eng tailliertem Kleid mit üppigem Spitzenbesatz, je vor dunklem Grund, pastose Malerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, je auf Platte aufgezogen, Erhaltungsmängel, schön als Pendants in neuzeitlichen Goldleisten gerahmt, Falzmaße je ca. 70 x 57 cm.

Katalog-Nr.: 4115
Limit: 600,00 €

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Bildnis eines Edelmanns

Brustportrait eines Mannes im mittleren Alter mit Bart, in dunkler spanischer Amtstracht mit Mühlsteinkragen, im Halbprofil, vor dunklem Grund, lasierende, teils gering pastose Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem Rahmen bezeichnet "NK 49", geringe Craquelure, restauriert, Malerei alt verputzt, etwas restaurierungsbedürftig, im schönen biedermeierlichen Goldstuckrahmen (bestoßen) gerahmt, Falzmaße ca. 58 x 45,5 cm.

Katalog-Nr.: 4116
Limit: 480,00 €

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Kopie nach Rubens, Nessos und Deianeira

Darstellung der Entführung durch den Kentaur, welcher von Herakles mit einem Pfeil getötet wird, Öl auf Leinwand, rechts unten unleserlich signiert, um 1920, geringe Farbabplatzer, in schwarzer gekehlter Lackleiste gerahmt, Falzmaße 97 x 73 cm.

Katalog-Nr.: 4117
Limit: 180,00 €

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Feuer am Haus

zwei sich an einem vorm einsamen Haus entzündeten Feuer wärmende Männer, im Dämmerlicht des zur Neige gehenden Tages, Öl auf Leinwand und auf alter Eichenplatte in Zweitverwendung doubliert, Ende 19. Jh., im Bereich des Rahmenfalzes Abriebspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 15 x 14,5 cm.

Katalog-Nr.: 4118
Limit: 150,00 €

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Mediterrane Sommerlandschaft

drei rastende Frauen mit Hund am Waldesrand, mit Fernblick auf mediterrane Gebäude, Ruinen und imposante Gebirgslandschaft, pastose spätbarocke Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand und ovalen Keilrahmen, 18. Jh., unsigniert, Craquelure, alt doubliert und restauriert, ungerahmt, Maße ca. 66 x 82 cm.

Katalog-Nr.: 4119
Limit: 1800,00 €

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Oswald Achenbach, Nächtlicher Blick auf den Vesuv

Blick von der Festung Sant’Elmo über eine hoch über dem Meer gelegene Terrasse, mit im Gespräch versunkenen Personen im Mondenschein, das Gemälde wird dominiert von einer mächtigen Akazie, welche den Blick auf den hell leuchtenden Mond verwehrt und dennoch das fahle Mondlicht durch ihre feingliedrigen Zweige brechen lässt, der Blick schweift in die Ferne, vorbei an den Lichtern Neapels über den vom Mondlicht illuminierten Golf von Neapel mit dem Castel dell’Ovo, hin zur imposanten Silhouette des Vesuvs, aus dessen Krater gemächlich Rauch zum Himmel aufsteigt, die gedämpften Farben und die wenigen gekonnt gesetzten Lichter verleihen dem Gemälde eine kontemplative Ausstrahlung, das Motiv unseres Gemäldes findet sich im Werk von Prof. Oswald Achenbach mehrmals, so wurde eine Fassung im Querformat und bei Tagesanbruch aus dem Jahre 1884 im November 2018 bei Ketterer versteigert und eine Fassung mit nahezu gleichem Bildausschnitt bei Tage aus dem Jahre 1880 im November 2012 bei Van Ham veräußert, lasierende Landschaftsmalerei mit minimalen pastosen Akzenten, Öl auf Leinwand, links unten signiert und nicht ganz eindeutig datiert „Osw. Achenbach 1880“, rückseitig auf Leinwand Nummer „X26561“ und auf Keilrahmen „(15278)“, Retuschen und kleines verschlossenes Loch, ansprechend gerahmt, Falzmaße ca. 61,4 x 52,4 cm. Künstlerinfo: bedeutender dt. Landschafts- und Genremaler, Zeichner, Graphiker sowie Schauspieler, Regisseur und Bühnenmaler (1827 Düsseldorf bis 1905 Düsseldorf), 1829 in München, 1830 wieder in Düsseldorf und bereits mit 8 Jahren Studium an der Düsseldorfer Akademie, studierte hier 1835-42 bei Josef Wintergerst und Rudolf Wiegmann, parallel Schüler seines älteren Bruders Andreas Achenbach (1815-1910), 1843 Reise nach Oberbayern und Nordtirol, ab 1844 Mitglied im Verein Düsseldorfer Künstler, 1845 Reise mit Albert Flamm nach Oberitalien, 1848-1905 Gründungsmitglied der Düsseldorfer Künstlervereinigung "Malkasten", beschickte ab 1850 Ausstellungen in Düsseldorf und unterhielt ein Schüleratelier, 1850 Italienreise mit Albert Flamm und Aufenthalte in Nizza, Genua, Rom und Olevano in den Albaner Bergen, hier Bekanntschaft mit Arnold Böcklin, Heinrich Dreber und Ludwig Thiersch, ab 1852 Ehrenmitglied der Akademie Amsterdam, ab 1853 Mitarbeiter der "Düsseldorfer Monatshefte" und des "Düsseldorfer Künstleralbums", beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung und 1859-68 den Pariser Salon, 1861 Ehrenmitglied der Akademie St. Petersburg und 1862 der Akademie Rotterdam, 1862-71 Professur an der Düsseldorfer Akademie, 1863 Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion durch Napoleon III., erhielt weitere Ehrungen wie 1866 den Guadeloupe-Orden durch Kaiser Maximilian von Mexiko und 1869 das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens vom hl. Michael, unternahm weitere Studienreisen in den Teutoburger Wald, Belgien, Holland und nach der Schweiz, 1871 neunmonatiger Italienaufenthalt (Capri, Ischia, Amalfi, Sorrent, Castellammare di Stabia) und Ehrenmitglied der Münchner Akademie, schuf Sammelbilder für den Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck, 1882 erneut in Italien (Florenz, Rom, Neapel, Sorrent), 1884 Ehrenmitglied der Akademie Stockholm, 1885 und 1895 in Oberitalien, 1890 Kronenorden 2. Klasse,1897 Ernennung zum Ehrenbürger von Düsseldorf und 1898 Roter Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Bénezit, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4120
Limit: 17000,00 €

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Prof. Franz Adam, attr., Herrenreiter vorm Schloss

elegant gekleideter Herr mit Reitdecke, ein Pferd am Zaumzeug vor der Kulisse eines herrschaftlichen Anwesens durch sommerliche Landschaft führend, das Thema schien Adam wiederholt zu bearbeiten, so schreibt Hyacinth Holland in "Allgemeine Deutsche Biographie (1900)" zu einem ähnlichen Gemälde "... Ein anderes Stimmungsbild war »Vor dem Ausritt« betitelt. Die Architektur des Schlosses im Hintergrunde verspricht unserer Phantasie eine schöne Reiterin und einen solchen Begleiter, auf welche die edlen Rosse an der Hand des Dieners unzweifelhaft harren. Es ist Stilllebenmalerei und die Hinweisung auf einen kommenden, hinter der Scene sich vorbereitenden Vorgang: Darin liegt der wahre poetische Reiz ...", fein lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, um 1860, unsigniert, rückseitig auf der Leinwand Stempel einer Münchner Malutensilienhandlung, Craquelure, alte Retuschen, restaurierungsbedürftig, original im ca. 10 cm breiten Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 56 x 70 cm. Künstlerinfo: dt. Schlachten- und Pferdemaler sowie Lithograph (1815 Mailand bis 1886 München), Kindheit in München, ab 1828 mit dem Vater in Stuttgart, ab 1830 Schüler und Mitarbeiter seines Vaters, des Schlachten-, Portrait- und Pferdemalers Albrecht Adam (1786-1862), ab 1837 im Dienste des Herzogs von Schleswig-Holstein auf Schloss Augustenburg auf der Insel Alsen, ab 1848 in Oberitalien, 1849 Teilnahme am Oberitalienfeldzug, 1850 im Auftrag Kaiser Franz Josephs Maler auf den Schlachtfeldern in Ungarn und 1851 sowie 1858 in Wien, 1859 Teilnahme am Sardinischen Krieg, anschließend in München freischaffend, ab 1867 Mitglied der Münchner Akademie und zum Professor ernannt, Mitglied der Wiener Akademie, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Müller-Klunzinger, Seubert, Boetticher und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4121
Limit: 650,00 €

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Prof. Julius Adam II, Drei Katzen im Stroh

drei junge Kätzchen, beim Spielen im Stroh eines Speichers, poesievolle, fein mit spitzem Pinsel detailreich erfasste Tiermalerei, hierzu bemerkt Bruckmann in "Münchner Maler des 19./20. Jh." "... Mitte der achziger Jahre trat er mit einem Katzenbild im Münchner Kunstverein so erfolgreich hervor, daß er sich in seiner weiteren künstlerischen Produktion fast ausschließlich der Katzenmalerei zuwandte. In die zeitgenössische Literatur ging er als "Katzenadam" oder auch als "Katzenraffael" ein. ..." Bruckmann bescheinigt dem Künstler einen feinnervigen Kolorismus der Diez-Schule in Verbindung mit tierpsychologischem Einfühlungsvermögen und schreibt weiter "... Unter den Münchner Tiermalern der Gründerzeit nimmt J. Adam eine bedeutende Stellung ein.", Öl auf Mahagoniholzplatte, links oben signiert und datiert "Julius Adam 1887", rückseitig Etikett einer Münchner Malutensilienhandlung, schön im qualitätvollen Goldstuck-Conzen-Rahmen gerahmt, Falzmaße ca. 20 x 15 cm. Künstlerinfo: eigentlich Julius Anton Adam, genannt "Katzen-Adam" bzw. "Katzenraffael", dt. Genre- und Tiermaler sowie Lithograph und Fotograf (1852 München bis 1913 München), Mitglied der Münchner Malerfamilie Adam, Sohn und Schüler des Fotografen und Lithographen Julius Adam des Älteren (1821–1874), zunächst Ausbildung zum Landschaftsfotografen und Eintritt ins väterliche Fotoatelier, 1866–72 als Fotograf und Fotoretuscheur in Rio de Janeiro, ab 1872 Schüler an der Münchner Kunstgewerbeschule bei Michael Echter, 1873–82 Studium an der Akademie in München bei Johann Leonhard Raab und Meisterschüler bei Wilhelm von Diez, nachfolgend intensive Beschäftigung mit der Tiermalerei und hier besonders der Darstellung von Katzen, 1904 Silbermedaille auf der Weltausstellung St. Louis, 1905 erhielt er für seine Katzenbilder auf der Internationalen Kunstausstellung in München die Goldmedaille, zum Professor ernannt, beschickte Ausstellungen in Berlin und München, tätig in München-Gern, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bötticher "Malerwerke des 19. Jh.", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, Müller-Singer und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4122
Limit: 4000,00 €

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Prof. Eduard Robert Bary, attr., Laban verspricht Jakob Rachel

die biblische Szene zeigt eine Geschichte der Genesis, in welcher Jakob von seinem Onkel Laban seine jüngere Tochter Rachel (auch Rahel) zur Frau versprochen wurde, wenn er ihm sieben Jahre als Hirte diene, Laban vermählte ihn aber schließlich mit der hier sitzend dargestellten älteren Tochter Lea und forderte von Jakob sieben Jahre weiteren Dienst, um schließlich Rebecca als Zweitfrau zu bekommen (Gen 29,15–30), Rachel wurde später eine der vier Stammmütter der Stämme Israels und Jakob einer der Erzväter der Israeliten, pastose Genremalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf grober Leinwand, um 1860, unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen altes Etikett mit Zuschreibung "Eduard Robert Bary, geb. 2.12.1813 zu Dresden, 1840–1843 als Stipendiat in Italien, seit 1843 Professor an der Dresdner Akademie, starb in Dresden am 28.6.1875" und figürliche Vorstudie auf der Leinwand, Craquelure, farbschwundrissig und runzelig, hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, alt restauriert, etwas restaurierungsbedürftig, original im prächtigen, ca. 12 cm breiten Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 128,5 x 171,5 cm. Künstlerinfo: dt. Portrait-, Blumen-, Miniatur- und Historienmaler sowie Entwerfer für Buntglasfenster (1913 Dresden bis 1875 Dresden), Kreuzschüler in Dresden, studierte nach einer kaufmännischen Lehre 1830–32 an der Dresdner Akademie bei Carl Gottlieb Peschel, unternahm anschließend Studienreisen durch Sachsen, nach Weimar, hier Schüler von Friedrich Preller dem Älteren, weiter über Stationen wie Erfurt, die Wartburg und Hessen nach Düsseldorf, 1837–40 Studium an der Akademie Düsseldorf bei Karl Ferdinand Sohn, mit sächsischem Stipendium 1840–43 Reise nach Italien und länger in Rom ansässig, hier Mitglied der deutschen Künstlerkolonie, 1843 Rückkehr nach Dresden, freundschaftlich mit Ludwig Richter, Carl Gottlieb Peschel und dem Bildhauer Julius Hähnel verbunden, ab 1849 Lehrer und ab 1853 Professor an der Dresdner Akademie, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Dresdner und der Düsseldorfer Akademie, Müller-Singer, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Boetticher, Bénézit, Biographie des Schwiegersohnes Ludwig von Jordan und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4123
Limit: 1800,00 €

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Hermine Biedermann-Arendts, Die Katzenwäsche

kleines Mädchen beim Versuch, eine Katze mit einem Schwamm zu waschen, währenddessen eine weitere Katze das Treiben beobachtet, partiell pastose Genremalerei, um 1900, Öl auf Holz, links unten signiert „Biedermann-Arendts“, Loch in Malträger und partielle Verluste der Malschicht, restaurierungsbedürftig, Maße ca. 67 x 57 cm. Künstlerinfo: geborene Hermine Arendts, auch Arndts, ab 1874 Biedermann-Arendts, dt. Tiermalerin (1855 München bis 1916 Garmisch), begann auf Anregung des Historienmalers August von Heckel 1870 zu malen, zunächst Autodidaktin in Freising, heiratete 1874 den Gymnasialprofessor Dr. Biedermann und nannte sich Biedermann-Arendts, ab 1875 Privatunterricht bei Heinrich von Zügel in Dachau und München, unterhielt später eine Malschule für Frauen, beschickte Ausstellungen in Berlin, London, Nürnberg und den Münchner Glaspalast, 1878 Ehrung mit der Silbermedaille des Londoner Crystal Palace, zu ihren Käufern gehörten Kaiserin Elisabeth ("Sissi") von Österreich, Prinzregent Luitpold und Prinz Leopold von Bayern, 1898 Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und des Münchner Kunstvereins, tätig in Freising, ab 1901 in Landshut, später in Traunstein und letztendlich in Garmisch-Partenkirchen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Bénézit, Boetticher, Müller-Singer, "Käthe, Paula und der ganze Rest", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Dressler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4124
Limit: 340,00 €

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