weite Sommerlandschaft mit ankerndem Kahn am Ufer des Altrheins, gering pastose, kontemplative Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1920, links unten signiert "A. Rasenberger", rückseitig auf der Leinwand Info und Foto zum Künstler, geringe Altersspuren, jünger gerahmt, Falzmaße ca. 40,5 x 60,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1885 Düsseldorf bis 1949 Düsseldorf), studierte 1908–20 an der Akademie Düsseldorf bei Ernst Roeber, anschließend Meisterschüler von Willy Spatz und Eugen Gustav Dücker, ab 1916 Meisterschüler von Max Clarenbach in Düsseldorf, anschließend freischaffend in Düsseldorf, unternahm Studienreisen an den Niederrhein, in den Westerwald, ins Sauerland und in die Eifel sowie nach Rees, Xanten und Birten, 1920–40 Aufenthalte in den Niederlanden, 1921–49 Mitglied und Vorstand des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", tätig in Düsseldorf, Quelle: Dressler, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule" und Wikipedia.
Lot-No.: 4375
Limit: 120.00 €
Blick in üppig blühenden Bauerngarten, mit farbenfrohen Stauden vorm Fachwerkhaus, im hellen Sonnenlicht, gering pastose impressionistische Malerei, Öl auf Leinwand, um 2000, rechts unten undeutlich signiert "v. Bredow", im älteren Rahmen in Zweitverwendung gefasst, Falzmaße ca. 50 x 70 cm.
Lot-No.: 4376
Limit: 150.00 €
Hirschwild, auf einer sommerlichen Waldlichtung äsend, lasierende, partiell gering pastose Tiermalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Hartfaserplatte, Mitte 20. Jh., rechts unten signiert "Friedrich Reimann", Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 100 x 151 cm. Künstlerinfo: dt. Porzellan-, Tier- und Landschaftsmaler (1896 Mariaschein/Böhmen bis 1991 Zeulenroda), ab 1908 in Zeulenroda ansässig, Porzellanmalerausbildung in der Porzellanfabrik Schilde in Roschütz bei Gera, 1912–15 Dekorationsmalerlehre beim Hofmalermeister Fritz Carol in Zeulenroda, 1915–17 Abendschule bei Prof. Hugo Händler in Berlin, 1917–18 Kriegsteilnahme am 1. Weltkrieg in der II. Matrosendivision, 1919 erste Kunstausstellung in Zeulenroda, 1920–22 Studium an der Kunstgewerbeakademie Dresden bei Carl Rade und P. Erich Zschiesche, ab 1922 freischaffend, ab 1935 regelmäßige Jagd- und Studienaufenthalte bei Graf Arnim-Boitzenburg in der Uckermark, beschickte 1938–44 die Große deutsche Kunstausstellung im Haus der deutschen Kunst München, 1942–46 Kriegsdienst und -gefangenschaft, illustrierte in den 1960er Jahren unter anderem Grzimeks Tierleben, tätig in Zeulenroda, Quelle: Frank Weiß "Malerei im Vogtland", Schamscha-Küpper und Wikipedia.
Lot-No.: 4377
Limit: 180.00 €
am Strand angelandetes Segelboot mit Fischersfrauen, beim Übernehmen des Fangs, gering pastose Genremalerei, Öl auf Hartfaserplatte, Mitte 20. Jh., links unten signiert "W. Reinert", rückseitig Kunsthandelsetikett Neuss, Retuschen, im schönen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 70 x 80 cm.
Lot-No.: 4378
Limit: 80.00 €
mythologische Szene, aus Strafe dafür, dass er den Menschen das Feuer des Blitzes brachte, ließ Göttervater Zeus den Titanen Prometheus an einen Felsen im Kaukasus ketten, hier fraß der Überlieferung nach ein Adler von des Gepeinigten Leber, die sich auf wundervolle Weise immer wieder erneuerte, gering pastose Studie, Öl auf Leinwand und Karton, rechts unten signiert "Castor Ressel", rückseitig nochmals signiert, datiert und ortsbezeichnet "Castor Ressel 1910 – Wiesbaden, Berlin, New York", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 31 x 25 cm.
Lot-No.: 4379
Limit: 120.00 €
sommerlicher Blick, über Weiden und reifende Kornfelder, zum alpinen Bauernanwesen vor der sonnenbeschienenen imposanten Silhouette des Untersbergs bei Berchtesgaden, pastose impressionistische Landschaftsmalerei, partiell in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, um 1940, links unten signiert "E.C.W. Retzlaff", rückseitig auf der Leinwand betitelt "Der Untersberg bei Berchtesgaden", original gerahmt, Falzmaße ca. 50,5 x 40 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1898 Berlin bis 1976 Detmold oder Tutzing), Quelle: Internet.
Lot-No.: 4380
Limit: 100.00 €
sommerlicher Blick von einer Almwiese über ein Tal, auf die Bergspitzen des Rosengartens, Öl auf Leinwand, signiert und datiert 1921, auf Keilrahmen gerahmt, größere Farbfehlstellen, Maße ca. 110 x 84 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1875 Gardelegen bis 1947 Altenberg), 1895–99 Studium der Malerei an der Kunstakademie in Dresden bei Friedrich Preller, lebte ab 1908 in Altenberg – hier fand er seine Themen wie Handwerk, Bergbau, Wiesen und Wälder, Studienreisen in die Alpen, Tirol und Dolomiten, 1922 Illustration des Märchenbuchs Vom guten König Quirlequitsch und anderen lustigen Gesellen von Gertrud Reinhold, Quelle: Wikipedia.
Lot-No.: 4381
Limit: 100.00 €
idyllische Szene mit Bauernpaar vorm Bauernhaus, beim Wiese mähen am Seeufer und Fernblick auf imposante schneebedeckte Hochgebirgsgipfel, pastose Landschaftsmalerei mit breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert und datiert "Anton Richter 1943", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 60,5 x 83,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Zeichner (1900 Schwarzenbach/Saale bis 1962 Schwarzenbach), zunächst Konditorlehre, 1920-23 tätig in der elterlichen Färberei, künstlerisch zunächst Autodidakt, studierte 1938-41 an der Akademie in München, ab 1939 Schüler von Adolf Schinnerer, ab 1949 regelmäßige Teilnahme an der jährlichen großen deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München, Mitglied des Fränkischen Künstlerbundes, der freien Gruppe Bayreuth und der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, 1958 Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg, tätig in Schwarzenbach/Saale, Quelle: Vollmer und Internetseite des Künstlers.
Lot-No.: 4382
Limit: 90.00 €
zwei elegant gekleidete Bauern unterschiedlichen Alters, forschen Schritts auf frühlingshafter Landstraße, gering pastose neusachliche, expressive Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, typisches Motiv der "Blut- und Bodenmalerei" der 1930er Jahre, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, Mitte 1930er Jahre, links unten signiert und ortsbezeichnet "R. Rieder Nürnberg", rückseitig auf der Leinwand betitelt "Erbhofbauern", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 101 x 69,5 cm.
Lot-No.: 4383
Limit: 240.00 €
bewegte See mit schaumbekrönten Meereswogen, welche sich am Strand brechen, am Horizont Segelboote, unter stürmisch bewölktem Himmel, wohl Darstellung der Ostsee auf der Insel Rügen, pastose Malweise mit kräftigem Duktus, Öl auf Leinwand, Ende 19./Anfang 20. Jh., unten links signiert "H. Ritzau", rückseitig nummeriert "4/382", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 30,5 x 53,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1866 Wolsdorf bis 1922 Helmstedt), 1883–84 Studium der Malerei an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar, 1884–93 an der Kunstakademie Düsseldorf, u.a. bei Eugen Dücker, später Zeichenlehrer am Gymnasium in Helmstedt.
Lot-No.: 4384
Limit: 240.00 €
Blick über einen Bachlauf an einem steinigen Ufer, auf die idyllisch gelegene Mühle, Öl auf Malkarton, schauseitig monogrammiert, rückseitig handschriftlich bezeichnet und betitelt, gemalte Nummer 4/382, in schlichter Waschgoldleiste gerahmt, diese etwas berieben, Bild gering reinigungsbedürftig, Falzmaße ca. 32 x 52 cm. Künstlerinfo: Hermann Ritzau (1866 Wolsdorf bis 1922 Helmstedt), deutscher Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule. Quelle: Internet.
Lot-No.: 4385
Limit: 180.00 €
auf einem Diwan schlummernde, asiatisch anmutende nackte Schönheit mit schwarzem Haar, mit roter Blüte geschmückt, das hier gezeigte Modell erscheint wiederholt im Werk der Künstlerin, von der berichtet wurde, dass ihr selbst die berühmte russisch-französische Malerin Sinaida Jewgenjewna Serebrjakowa [Зинаи́да Евге́ньевна Серебряко́ва] mehrfach Modell gestanden hätte, subtil-erotische, gering pastose Malerei mit charaktervollem, impressionistisch flirrenden Pinselduktus und effektvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unten signiert "Vera Rockline" , Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 65 cm. Künstlerinfo: geborene Véra Nikolaevna Shlezinger [oder: Schlesinger], russisch Вера Николаевна Шлезингер, verehelichte Rockline [Рохлина], nannte sich französisch "Vera Rockline", in Russland geborene deutsch-französische jüdische Figuren-, Akt- und Stilllebenmalerin (1896 Moskau bis 1934 Paris), zunächst Privatschülerin bei Ilja Maschkow in Moskau, danach Schülerin von Alexandra Alexandrowna Exter [auch: Ekster, russisch: Алекса́ндра Алекса́ндровна Эксте́р, ukrainisch: Олександра Олександрівна Екстер] in Kiew, 1918 Eheschließung mit dem Tifliser Anwaltssohn und Philatelisten sowie späterem Inhaber des Pariser Briefmarkenhandelshauses „Maison Romeko Paris", Sergei Z. Rocklin, lebte 1919–20 in Tiflis, hier Mitglied der Jüdischen Gesellschaft zur Förderung der Künste, beschickte ab 1919 unter ihrem Mädchennamen Véra Shlezinger die Abteilung "jüdische Maler und Bildhauer" des Russischen Künstlerverbandes, im Frühjahr 1920 illegale Ausreise übers Schwarze Meer, mit Station in Konstantinopel, nach Frankreich, zunächst im Heimatort ihrer frz. Mutter in Rèsé-sur-Ours in Burgund lebend, 1921 Umzug nach Paris und Trennung von ihrem Mann, wirkte im Künstlerviertel Montparnasse, zunächst vom Kubismus beeinflusst, näherte sie sich schließlich in der Malweise der impressionistischen Auffassung von Paul Cézanne, beschickte ab 1922 unter dem Namen "Vera Rockline" den Salon des Indépendants, den Salon d´Automne sowie den Salon des Tuileries in Paris, ab 1933 Mitglied der Kunstsektion des Verbandes Russischer Künstler in Frankreich, tätig in Paris, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Nachruf von Alexander Nikolajewitsch Benois (1870 St. Petersburg bis 1960 Paris) in der Zeitung "Последние новости (Neueste Nachrichten]" Nr. 4979 vom 10. November 1934 und Internet. Weiter führende Info zur Künstlerin: Nachruf von Alexander Nikolajewitsch Benois (1870 St. Petersburg bis 1960 Paris), in der Zeitung "Последние новости (Neueste Nachrichten]", Nr. 4979 vom 10. November 1934 widmete der bekannte Maler der früh verstorbenen Künstlerin einen rührenden Nachruf: "Verstorbene – Vera Rockline – ich kann mir nicht verzeihen, dass ich diese bemerkenswerte Künstlerin zu Lebzeiten nicht gewürdigt und ihr nicht die gebührende Ehre erwiesen habe. Vielleicht hätte mir dies Genugtuung verschafft, insbesondere da ich sie genau für das gelobt hätte, was andere ihr wohl vorgeworfen haben: dass sie, nachdem sie zunächst allerlei "obligatorische Neuerungen" übernommen hatte, sich plötzlich von ihnen abwandte und einen wahrhaft neuen Weg suchte, ihren eigenen, und diesen in einem immer aufmerksameren Studium der Natur fand. Allerdings muss gesagt werden, dass genau dieser Weg erst jetzt, da ihr so abrupt unterbrochenes künstlerisches Werk in seiner Gesamtheit vor uns liegt, vollständig sichtbar geworden ist. Obwohl ich Rocklines Gemälde Jahr für Jahr auf Ausstellungen wahrgenommen habe, gingen sie doch im geschäftigen Treiben des Pariser Kunstlebens irgendwie unter und es schien mir nicht nötig, sie hervorzuheben. – Sie verdient es zweifellos besonders hervorgehoben zu werden. Rocklines Kunst verdient es, wahrhaftig in Erinnerung zu bleiben und für die Nachwelt bewahrt zu werden. Vera Rockline konnte ihr letztes, entscheidendes Wort nie sprechen; ihr fehlte die Zeit, ihr Meisterwerk zu vollenden. Alles, was die letzte Phase ihres Schaffens ab etwa 1930 ausmacht, kann als eine Vorbereitung auf etwas Größeres, etwas wovon sie träumte, betrachtet werden. Doch schon dieser Annäherungsprozess selbst besteht aus ungewöhnlichen Erfolgen: Man kann nicht anders, als jeden einzelnen zu bewundern, jede Freude und Begeisterung, und im Großen und Ganzen fügen sie sich zu einem einzigen, originellen Werk zusammen, durchdrungen von einer Art edler Sinnlichkeit, einer beständigen, aber auch beglückenden Leidenschaft. Und seltsamerweise wird in diesen Werken mit dem Pinsel einer Frau ein Frauentyp verherrlicht, wie ihn vielleicht keine andere Künstlerin unserer Zeit besungen hat. Gleichzeitig ist die gesamte Venustas [Anmut und Schönheit] von einer charmanten und stets rein weiblichen Bescheidenheit umhüllt. Dem heute so verbreiteten Zynismus, jenem vulgär-erotischen Prinzip, das oft von höchst begabter Kreativität verzerrt wird, wird man hier nicht finden. Sucht man nach Phänomenen, die der letzten Schaffensphase Vera Rocklines nahekommen, dann erinnert man sich unwillkürlich an die Kunst Sinaida Serebrjakowas. Im Wesentlichen, in der Form, in einer gewissen Stimmung und letztlich sogar in der Technik besteht eine große Ähnlichkeit. Wir wissen jedoch nicht, ob es hier einen tatsächlichen Einfluss gab, ob Rockline ihre begabte Landsfrau bereits hier in Paris "entdeckte", oder ob sie einen ganz eigenen Weg beschritt und dieser nur auf Grund gewisser Sympathien (ihre halbfranzösische Herkunft sei hier für diejenigen erwähnt, die Wert auf ethnische Merkmale legen) zu etwas führte, das der Kunst Serebrjakowas sehr nahe kam. Jedenfalls ließ Vera Rockline, die als sehr junge, aus dem fortschrittlichen Moskau stammende Frau nach Paris kam, in ihren ersten Jahren nichts erkennen, was darauf schließen ließ, dass sie mit Serebrjakowas Werk überhaupt vertraut war. Gerade diese ersten Pariser Experimente begannen die Pariser Kritiker zu loben. Über mehrere Jahre hinweg betrachtete Rockline es als ihre Pflicht, Formen in schillernde Prismen zu zerbröseln und sie mit farbigen Strahlen zu durchdringen. Genau dafür wurde ihr der Aval-Preis verliehen, obwohl die Naivität einer solch rein formellen Anwendung einer fremden Manier offensichtlich ist. Sie genoss weiterhin Anerkennung, selbst als sie sich im Geiste des späten Renoir einem übertriebenen Kolorismus zuwandte – waren es doch die Werke dieser zweiten Periode, die schließlich in öffentlichen Museen landeten. Doch offenbar blieb die Künstlerin selbst dieser Anerkennung gegenüber gleichgültig und mit ihrem feinfühligen und schafsinnigen Geist (des "Geistes einer Künstlerin") wurde ihr offenbar, dass dieser eingeschlagene Weg sie nirgendwohin führen würde und dass sie sich nach etwas völlig anderem umsehen musste. – Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Vera Rockline überhaupt nach etwas gesucht hat; alles was sie in den letzten drei oder vier Jahren geschaffen hat, strahlt Selbstbewusstsein und Spontanität aus. Man könnte ihre Werke als "heiter" bezeichnen – und obwohl dieses Wort mittlerweile aus vielerlei Gründen inflationär und völlig unberechtigt verwendet wird, trifft es in diesem Fall vollkommen zu. In den jüngsten Arbeiten der Künstlerin findet sich keinerlei Hektik und nichts Beunruhigendes. Landschaften, Portraits und Akte – sie alle sind von einer tiefen Ruhe erfüllt. Das bedeutet aber nicht, dass sie kalt oder gleichgültig wären. Im Gegenteil – überall bricht eine große, innige, rein künstlerische Begeisterung hervor, die sich jedoch in Formen von gänzlich klassischer Souveränität äußert. ..."
Lot-No.: 4386
Limit: 1800.00 €
historisches Panorama von Dresden, gesehen über die Elbe auf Augustusbrücke, Katholische Hofkirche und Frauenkirche im warmen Abendlicht, Öl auf Sperrholz, um 1930, links unten signiert, in schlichter Eichenleiste mit vergoldetem Innenband verziert, rückseitig Galerieetikett, normale Alters- und Gebrauchsspuren, Falzmaße ca. 36 x 47 cm. Künstlerinfo: eigentlich Anna Emilie Clara Rogge, auch Emmy Rogge, dt. Malerin, Radiererin und Kopistin (1866 Hof Picksburg bei Schweewarden (heute zu Nordenham) bis 1959 Worpswede), Kindheit in Picksburg und später in Atens, 1887 Umzug nach Münster, künstlerisch gefördert von der kunstsinnigen Mutter Julie Caroline Clara Rogge, erster Zeichenunterricht in der Privatschule in Atens, 1891 Übersiedlung zum Onkel, den Bildhauer Oskar Rassau, nach Dresden und Schülerin der Blumenmalerin Carolin Friedrich (1828–1914), 1892 Umzug nach Oldenburg, Schülerin der privaten Malschule "St. Lucas" von Paul Müller-Kaempff (1861–1941) in Ahrenshoop auf dem Darß und der privaten Malschule von Georg Müller vom Siel (1865–1939) in der Künstlerkolonie Dötlingen sowie Schülerin von Gerhard Bakenhus (1860–1939) in Kreyenbrück, mit ihren Lehrern 1904 Gründungsmitglied des Oldenburger Künstlerbundes, Mitglied im "Verein der Berliner Künstlerinnen", Mitglied des Berliner Lyceum-Clubs, Mitglied des Frauenkunstverbandes und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, 1902–22 als Kopistin am "Kaiser-Friedrich-Museum (heute: Bodemuseum)" angestellt, lebte in Berlin-Charlottenburg, 1922 Übersiedlung nach Worpswede, 1922 Gründung einer Radierwerkstatt mit Verlag in Worphausen, zusammen mit ihrem Bruder Cornelius Rogge, beschickte ab 1895 Ausstellungen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Wietek "200 Jahre Malerei im Oldenburger Land", Busse, Recherche von Dieter Auffarth zur Künstlerin und Internet.
Lot-No.: 4387
Limit: 180.00 €
im Vordergrund umgrabender Bauer mit säender Bäuerin, seitlich eine Karre und weitere arbeitende Bauern, flott erfasste studienhafte Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, auf Keilrahmen gerahmt, normale Altersspuren, Maße ca. 69 x 89 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Grafiker und Hochschullehrer (1899 Wachwitz bei Dresden bis 1973 Tunesien), 1938 Erhalt eines Lehrauftrags für Malerei an der Kunstakademie Krakau, nach dem 2. Weltkrieg als Professor an der Kunstgewerbeschule Pforzheim (spätere Fachhochschule für Gestaltung) tätig, unternahm diverse Studienreisen, u. a. nach Nordafrika, war verheiratet mit der Künstlerin Lore Rothe (geb. Silbereisen, 1907–1956) sowie ab 1958 in zweiter Ehe mit seiner ehemaligen Studentin, der später international bekannten Mezzotinto-Grafikerin Gatja Helgart Rothe (1935–2002), Mitglied im Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen, trat parallel für politisch Verfolgte ein (u. a. Einsatz für den Chemnitzer Pfarrer Ludwig Kirsch), vertreten in zeitgeschichtlichen Datenbanken und Archiven (u. a. Hauptstaatsarchiv Stuttgart). Quelle: Mehlis Künstlerverzeichnis, Proveana und Deutsche Digitale Bibliothek.
Lot-No.: 4388
Limit: 80.00 €
knorriger Laubbaum in abendlicher Herbstlandschaft am Teich, pastose impressionistische Landschaftsmalerei mit breitem Pinselduktus, hierzu schreibt die polnische Wikipedia: "... Verbindet in seinen farbensatten, breit und pastos gemalten Bildern aufs glücklichste koloristische Freilichteffekte und neuromantische Stimmungskunst. Unermüdlicher Schilderer der Schönheit der polnischen Landschaft ...", Öl auf Leinwand, um 1900, links unten teils undeutlich bezeichnet "F. Ruszczyz Bohdanow ...", rückseitig auf dem Keilrahmen Annotation "Halpern", Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 103 x 77,5 cm. Künstlerinfo: auch Ferdinandas Ruščicas, Фердинанд Рущиц, polnischer Maler, Graphiker, Illustrator, Buchkünstler, Bühnen- und Kostümbildner, Gebrauchsgraphiker, Kunstschriftsteller und Pädagoge (1870 Bohdanów [Багданава, Богданово oder Bogdanovo] ehemals Polen, jetzt Weißrussland bis 1936 Bohdanów), zunächst Privatunterricht auf dem elterlichen Gut Bohdanów, 1883–90 Gymnasialbesuch in Minsk, nahm parallel Unterricht im Zeichnen, ab 1890 Jurastudium an der Universität St. Petersburg, parallel Gaststudent an der Petersburger Kunstakademie, 1892 Abbruch des Jurastudiums und bis 1897 Studium an der Akademie St. Petersburg bei Arkhip Kuindzhi und Iwan Schischkin, unternahm Studienreisen auf die Krim, nach Italien, Deutschland (u. a. Rügen), Frankreich, Dänemark (u.a. Bornholm) und Schweden, beschickte 1897–1900 die St. Petersburger Akademieausstellung, ab 1898 wieder in Bohdanów tätig, 1898–1902 Studienreisen nach Berlin, Dresden, München, Prag, Basel, Köln, Brüssel, Mailand und Venedig, 1899–1902 Beteiligung an den Ausstellungen der Künstlergruppe "Mir Isskustwa [Мир искусства, dt.: Welt der Kunst]", ab 1900 Mitglied der polnischen Künstlervereinigung "Sztuka", 1904–07 Professor an der Kunsthochschule Warschau, ab 1907–08 Professor und Leiter der Klasse für Landschaftsmalerei an der Akademie Krakau, 1908 Aufgabe der Malerei, 1908 kurzzeitig in Wien, 1908–19 tätig als Bühnen- und Kostümbildner für die Theater in Wilna und Warschau und wechselnde Aufenthalte in Vilnius und Bohdanów, ab 1919 Mitbegründer und mehrmals Dekan der Fakultät für Bildende Künste an der Stefan-Batory-Universität Vilnius, hier 1935 zum Ehrenprofessor ernannt, 1935 Rückkehr nach Bohdanów, erhielt diverse Ehrungen wie 1921 Ritter und später Offizier der französischen Ehrenlegion, 1923 das Kommandeurkreuz des Ordens Polonia Restituta, 1928 das Goldene Verdienstkreuz, 1932 den spanischen Orden Isabellas der Katholischen und Ehrung als Kommandeur des portugiesischen Ordens vom Heiligen Jakobus vom Schwert, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Internet.
Lot-No.: 4389
Limit: 1000.00 €
Brustbildnis eines skeptisch mit eindrucksvollem Blick zum Betrachter des Bildes schauenden jungen Mannes, wohl Portrait Dante Alighieris, mit dessen Physiognomie er sich wiederholt auseinandersetzte, die flott in Brauntönen angelegte Bildnis-Studie mit aufs Wichtigste beschränkten Details zeigt noch eindrucksvoll den Einfluss Franz von Lenbachs, von dem sich der Künstler später löste, Samberger bemerkt zu seiner Arbeitsweise "... Den Malerkollegen Huber-Feldkirch habe ich an einem Nachmittag als fertiges Porträt gemalt. Dies liegt mir bei meinem Temperament doch wohl am meisten. Das Ausarbeiten nämlich in die feinen Details ist nicht meine Sache. Mich drängt irgendwie das kühne Vorstoßen. ..." und Bruckmann konkretisiert "... Stärker noch als bei Franz von Lenbach, von dem er Impulse erhielt, ist bei Leo Samberger das stenogrammartige Erfassen des mimischen Ausdrucks ausgeprägt. Mit der schnellen Pinselschrift, die sich auf das Wesentliche des Gesichts konzentriert und den Körper weitgehend vernachlässigt, wird manchmal die Grenze zur Karikatur überschritten. ...", Öl auf Karton, um 1900, links oben signiert "LeoS", rückseitig undeutlich nummeriert und bezeichnet "Leo Samberger" und "Ersteigert bei Ruef München Nov. 1972", geringe Altersspuren, in Goldleiste gefasst, Falzmaße ca. 68 x 58,5 cm. Künstlerinfo: signierte auch "LeoS", dt. Maler, Zeichner, Karikaturist und Portraitist der Münchner High Society (1861 Ingolstadt bis 1949 München-Schwabing), Kindheit in Bamberg, studierte 1880–87 an der Münchner Akademie bei Gyula (Julius) Benczúr und 1883–87 Meisterschüler bei Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren, zunächst stark beeinflusst von Franz von Lenbach, unternahm Studienreise nach Italien, ab 1888 in wechselnden Münchner Ateliers freischaffend, 1892 Gründungsmitglied der Münchner Secession, beschickte 1904 die erste Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes, lieferte Beiträge für die Münchner Zeitschrift "Jugend", Mitglied des Reichsverbandes bildender Künstler Deutschlands und ab 1933 der Reichskammer der bildenden Künste, beschickte unter anderem den Kunstpalast Düsseldorf, den Münchner Glaspalast und 1937–43 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, 1943 Flucht nach der Zerstörung seines Ateliers in München nach Geitau (heute zur Gemeinde Bayrischzell in Oberbayern gehörig), ab 1900 Professorentitel und Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste München, 1900 vertreten auf der Weltausstellung in Paris, wo er eine Goldmedaille erhielt, Ehrung mit dem Michaelsorden IV. und III. Klasse, 1910 Ritter des Bayerischen Maximiliansorden, 1941 Goethe-Medaille, 1944 Aufnahme in die "Gottbegnadeten-Liste", um 1945 auch in Ebenhausen, 1948 Rückkehr nach München und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Davidson, Jansa, Villa Stuck "Secession 1892–1914", Dressler und Internet.
Lot-No.: 4390
Limit: 240.00 €
Bildnis eines auf einem Teppich sitzenden chinesischen Palasthündchens vor grünem Grund, gering pastose Tiermalerei, teils in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, links oben signiert, ortsbezeichnet und datiert "F. Schebek – Berlin [19]33", rückseitig auf der Leinwand und dem Keilrahmen mehrfach unleserlicher roter Stempel, auf dem Keilrahmen in Bleistift nummeriert "947" und wohl undeutlich betitelt "Bumi – Pekinese", geringe Altersspuren, im breiten Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 58,5 x 73,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Illustrator und Graphiker (1875 Wien bis 1949 Wien), studierte an der Wiener Akademie, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, beschickte 1939–40 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Busse, Bénézit, Dressler, Fuchs und Internet.
Lot-No.: 4391
Limit: 1500.00 €
vier Graureiher im Geäst eines Laubbaums am Weiher, im hellen Sonnenlicht, pastose Malerei mit teils breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1930, rechts unten signiert "F.F. Schebek [sic.]" neben unleserliche Resten einer weiteren Bezeichnung, rückseitig auf dem Keilrahmen nachträgliche Annotation "Fischreiher", Erhaltungsmängel, ungerahmt, Maße ca. 63,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Illustrator und Graphiker (1875 Wien bis 1949 Wien), studierte an der Wiener Akademie, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, beschickte 1939–40 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Busse, Bénézit, Dressler, Fuchs und Internet.
Lot-No.: 4392
Limit: 900.00 €
Brustbildnis eines Mannes in mittleren Jahren mit breitkrempigem Hut und roter Jacke, sinnend seinen Kopf in die linke Hand stützend, pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Karton, rechts unten unleserlich signiert und datiert "Scheil [19]29", geringe Altersspuren, in schwarzer Lackleiste gerahmt, Falzmaße ca. 38 x 32,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Gebrauchsgraphiker und Kunsterzieher (1896 Metz bis 1988 Frankfurt am Main), 1912–14 Schüler der Kunstgewerbeschule Straßburg [Strasbourg] im Elsass, 1920–26 Studium an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Hermann Lismann, 1927–30 weitergebildet an der privaten Kunstakademie von André Lhote in Paris, stark von Paul Cézanne beeinflusst, unternahm Studienreisen nach den Niederlanden, Spanien, Frankreich, Italien, Jugoslawien und auf den Balkan, 1937 Beschlagnahmung einer Arbeit in der Aktion "entartete Kunst", arbeitete nach 1945 als Kunsterzieher unter anderem in Bornheim/Rheinhessen, parallel als Pressezeichner für Frankfurter Zeitungen tätig, Mitglied im Bund Deutscher Gebrauchsgraphiker, später Mitglied im Frankfurter Künstlerbund und im Berufsverband Bildender Künstler Frankfurt am Main, tätig in Frankfurt am Main, Quelle: AKL, Dressler 1930, Info Städelmuseum Frankfurt am Main, Lotz "Die Bildenden Künstler in Frankfurt am Main" und Internet.
Lot-No.: 4393
Limit: 100.00 €
zwei ruhende Frau in hügeliger, sonnendurchfluteter Landschaft, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei in heller Farbigkeit, um 1920–30, Öl auf Leinwand und auf Sperrholz doubliert, links unten signiert "K. Schlageter", minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße 24,5 x 19,5 cm. Provenienz: Pos. 313, Auktionshaus Leo Spik, Auktion 531, 12/1984, Katalog beigegeben. Künstlerinfo: schweizerischer Bildnis-, Akt- und Landschaftsmaler (1894 Luzern bis 1990 Zürich), ab 1913 Studium an der Akademie in München bei Angelo Jank, zeitweise Aufenthalt in Wien, Rom, Paris und München, 1928–32 Präsident des Deutschen Künstlerverbandes, ab 1932 in Berlin, ab 1944 in Zürich ansässig, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands und im Ausstellungsverband Münchner Künstler, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Sikart, Matrikel der Münchner Akademie, Bénézit, Achiv der Reichskammer der Bildenden Künste Berlin und Internet.
Lot-No.: 4394
Limit: 390.00 €
zwei junge blonde Frauen in leichten Sommerkleidern, beim Blumen pflücken in sonniger Sommerlandschaft mit dem Ammersee im Hintergrund, fein mit spitzem Pinsel detailreich festgehaltene, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1940, links unten ligiert monogrammiert "HR S", rückseitig auf der Leinwand nummeriert, signiert und ortsbezeichnet "1200. Herbert Rolf Schlegel – Schondorf a. Ammersee" sowie auf dem Keilrahmen Stempel einer Münchner Malutensilienhandlung, Altersspuren, neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 120,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler der Neuen Sachlichkeit (1889 Breslau bis 1972 Landsberg am Lech), kaufmännische Lehre, 1909–10 Besuch der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, 1910–11 Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar, 1913–21, mit Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg, Studium an der Königlichen Kunstakademie in Kassel und parallel Lehramtsstudium, 1921–23 als Kunstmaler in Kassel ansässig, ab 1924 in St. Georgen am Ammersee tätig, 1932–40 Übernahme der Töpferei in Schondorf, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer und Wikipedia.
Lot-No.: 4395
Limit: 2000.00 €
kniend und durchbohrt von Pfeilen, mit Heiligenschein in Waldlandschaft, dramatische Darstellung in expressiver Auffassung, Öl auf Leinwand, um 1920, rechts unten monogrammiert "S.", rückseitig in Graphit handschriftlich bezeichnet "Sebastian Georg Schmidt Mch.", ungerahmt, Farbfehlstellen an den Rändern, Maße 52 x 42 cm. Künstlerinfo: Johann Georg Theodor Schmidt (1847 Nürnberg bis 1922 Nürnberg), deutscher Maler und späterer Bildhauer, absolvierte eine Ausbildung zum Zeichner und Bildhauer an der Nürnberger Kunstgewerbeschule bei August von Kreling und studierte anschließend Malerei in Dresden und München bei Prof. Romberg, schuf Aquarelle, für die er sehr bekannt wurde, stellte in Nürnberg in verschiedenen Ausstellungen aus, wechselte zwischen künstlerischen Disziplinen, bekannt für Impressionen von Nürnberg und Tierdarstellungen.
Lot-No.: 4396
Limit: 80.00 €
Rückenansicht eines braunen Arbeitspferdes mit Geschirr, Öl auf Leinwand, rechts unten in Schwarz signiert, rückseitig handschriftliche Eigentumsverweise von Prof. R. und Leonie Schmidt, alt restauriert, doubliert und gefirnisst, in neuerer schlichter Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 35 x 36 cm. Künstlerinfo: deutscher Landschafts-, Tier- und Genremaler des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ansässig in Thüringen (Weimar/Erfurt), widmete sich in seinem Schaffen vorrangig der ländlichen Motivwelt und erlangte insbesondere durch seine charakterstarken, anatomisch präzisen Tierstudien und Darstellungen von Nutztieren in der landwirtschaftlichen Arbeit regionale Bekanntheit, später auch als erfolgreicher Gebrauchsgrafiker und Entwerfer tätig. Quelle: Thieme-Becker, Internet.
Lot-No.: 4397
Limit: 20.00 €
Strandszene mit angelandeten Fischerbooten, neben Stangen zum Trocknen der Netze und Markierungsbojen, unter gewittrig bewölktem Himmel, pastose Malerei in silbrig-grauer Farbigkeit mit breitem Pinselduktus, partiell in Spachteltechnik, Öl auf Holzplatte, links unten signiert und datiert "Schmied [19]54", rückseitig originales Einlieferungsetikett der Ausstellung "Deutsche Landschaft 1956 – Halle a. d. S., Staatl. Galerie Moritzburg" hier maschinen- bzw. handschriftliche Info zum Gemälde und Künstler "Name: Schmied, Vorname: Wilhelm, Titel des Werkes: »Fischerboote in Ahrenshoop«, Technik: Öl, Größe: 65 x 55 cm, Genaue Anschrift: W. Schmied, Sangerhausen, Fr. Schmidtstr., Bezirk: Halle/Saale, Verkaufspreis oder Versicherungswert: DM 550,–." hier auch handschriftlich datiert "1954", weiterhin neuzeitliche Kopien aus Eisold "Künstler in der DDR" zum Künstler, geringe Altersspuren, alt gerahmt, Falzmaße ca. 55 x 65 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Illustrator, Graphiker, Innenraumgestalter, Sgraffito- und Mosaikkünstler (1910 Dresden bis 1984 Sangerhausen), Vertreter des "Sozialistischen Realismus" und des "Bitterfelder Weges", Jugend in Riesa, hier 1913–24 Besuch der Volksschule, 1924–27 Lehre zum Dekorationsmaler und Lackierer, ab 1927 Tätigkeit im erlernten Beruf, 1928–34 Malergeselle in Nürnberg, Staffelstein und Schkeuditz, 1930 kurzzeitig Schüler der Nürnberger Kunstgewerbeschule, später Weiterbildung an der Staatlich-städtischen Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein bei Charles Crodel, 1934 Meisterprüfung als Malermeister in Halle, betrieb bis 1940 ein Malergeschäft in Sangerhausen, 1940–46 Kriegsdienst und -gefangenschaft im 2. Weltkrieg, Anfang 1946 Rückkehr nach Sangerhausen und tätig als Malermeister, parallel Weiterbildung als Kunstmaler und Graphiker, ab 1948 als Künstler freischaffend in Sangerhausen, 1948 Mitglied der Kunstkammer Sachsen-Anhalt, ab 1949 Betriebskünstler für das Mansfeld-Kombinat, 1951 Innenraumgestaltung des Maxim-Gorki-Theaters in Magdeburg, 1952 Fenstergestaltung für die Jacobikirche in Sangerhausen, ab 1954 Zirkelleiter des Mal- und Zeichenzirkel des „Thomas-Müntzer-Schachtes für Bildnerisches Volksschaffen“, unternahm in den 1960er und 1970er Jahren Studienreisen in sozialistische Länder und nach Ägypten, 1964 Teilnehmer der zweiten Bitterfelder Konferenz, 1959–73 Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR im Bezirk Halle, ab 1970 außerordentliches und ab 19974 ordentliches Mitglied der Akademie der Bildenden Künste der DDR, schuf Gemälde für den Konferenzraum des "Palastes der Republik" in Berlin, beschickte unter anderem die Kunstausstellungen der DDR in Dresden, tätig in Sangerhausen, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Wolfgang Hütt "Künstler in Halle – Welt der Kunst" und "Das Werdende sichtbar gemacht. Zu neuen Werken Wilhelm Schmieds", Schweers und Internet.
Lot-No.: 4398
Limit: 600.00 €
der Legende nach heiratete der jüdische Herrscher Herodes Antipas seine Schwägerin Herodias, Frau seines Halbbruders Herodes Boethos und verstieß daraufhin seine erste Frau Phasaelis, was die Kritik Johannes des Täufers nach sich zog, Johannes wurde daraufhin gefangengenommen, auf seiner Geburtstagsfeier versprach Herodes seiner Stieftochter Salomé jeden Wunsch zu erfüllen, wenn sie nur für ihn tanze, nach Anstiftung durch ihre Mutter Herodias verlangte Salomé nach ihrem Tanz, aus Rache für seine Kritik, den Kopf Johannes des Täufers, im Gemälde dargestellt die verführerisch schöne, spärlich bekleidete Salomé im orientalisch anmutenden Gewand vor der Schale mit dem Haupt des Johannes, das Motiv stammt vom Maler Leopold Schmutzler (1864–1940), welcher als Modell die Schauspielerin Lili Marberg (1876–1962) als Salomé im Gemälde verewigte, gering pastose Kopie nach dem um 1905 entstandenen und heute in der Sammlung Jack Daulton in den USA verwahrten Original, Öl auf Leinwand, um 1930, unsigniert, geringe Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 88,5 x 69 cm.
Lot-No.: 4399
Limit: 480.00 €