Kopfbildnis eines älteren rotbärtigen Mannes mit weißem Kopftuch, sinnend vor sich hin blickend, lasierende, partiell gering pastose Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, links oben signiert "Kunz-Meyer", rückseitig diverse Zahlenannotationen, geringe Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 45 x 36 cm. Künstlerinfo: eigentlich Conradin Karl Ferdinand Meyer, nannte sich Kunz-Meyer und signierte ab 1914 als "Meyer-Waldeck", baltendeutscher Maler, Illustrator, Bildhauer und Pädagoge (1859 Mitau/Kurland bis 1953 auf Schloss Neuburg/Inn), Kindheit in St. Petersburg, 1874 Übersiedlung nach Heidelberg, später bis 1879 Schüler am Gymnasium Gotha, studierte 1879–87 an der Akademie München bei Alexander Strähuber, Johann Leonhard Raab und Meisterschüler bei Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren, unternahm 1885–86 Studienreise durch Italien, ab 1888 freischaffend in München, 1891–92 in Bremen tätig, in den 1890er Jahren Aufenthalt in Portugal, 1908–10 Leiter der Kunstschule der Texas Art League in Dallas, 1910 Rückkehr nach Deutschland und Ernennung zum königlichen Professor, beschickte die Weltausstellungen in Amsterdam und St. Louis sowie 1888–1931 die Ausstellungen im Münchner Glaspalast und 1937 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, erhielt diverse Ehrungen wie 1895 die Goldmedaille München, 1904 die Bronzemedaille der Weltausstellung in St. Louis, den Bayerischen St. Michaelsorden 4. Klasse, das Ritterkreuz 1. Klasse des Sächsischen Albrechtsordens, das Ritterkreuz des Ordens Oranien-Nassau und 1917 die Große Goldene Staatsmedaille Salzburg, Mitglied der Luitpold-Gruppe und der Münchner Künstlergenossenschaft, tätig in München, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Boetticher, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Saur und Internet.
Lot-No.: 4350
Limit: 120.00 €
junger Mann in typischer Fischertracht, auf seinem Boot mit eingerolltem Segel stakend, im Hintergrund eine felsige Küstenlandschaft, Öl auf Sperrholzplatte, links unten signiert rechts unten bezeichnet OP (19)50, im üppigen Stuckrahmen der Zeit gerahmt, rechts oben im Bild ein kleiner Ausbruch, Falzmaße ca. 51 x 33 cm. Künstlerinfo: eigentlich Conradin Karl Ferdinand Meyer, nannte sich Kunz-Meyer und signierte ab 1914 als "Meyer-Waldeck", baltendeutscher Maler, Illustrator, Bildhauer und Pädagoge (1859 Mitau/Kurland bis 1953 auf Schloss Neuburg/Inn), Kindheit in St. Petersburg, 1874 Übersiedlung nach Heidelberg, später bis 1879 Schüler am Gymnasium Gotha, studierte 1879–87 an der Akademie München bei Alexander Strähuber, Johann Leonhard Raab und Meisterschüler bei Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren, unternahm 1885–86 Studienreise durch Italien, ab 1888 freischaffend in München, 1891–92 in Bremen tätig, in den 1890er Jahren Aufenthalt in Portugal, 1908–10 Leiter der Kunstschule der Texas Art League in Dallas, 1910 Rückkehr nach Deutschland und Ernennung zum königlichen Professor, beschickte die Weltausstellungen in Amsterdam und St. Louis sowie 1888–1931 die Ausstellungen im Münchner Glaspalast und 1937 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, erhielt diverse Ehrungen wie 1895 Goldmedaille München, 1904 Bronzemedaille der Weltausstellung in St. Louis, den Bayerischen St. Michaelsorden 4. Klasse, Ritterkreuz 1. Klasse des Sächsischen Albrechtsordens, Ritterkreuz des Ordens Oranien-Nassau und 1917 die Große Goldene Staatsmedaille Salzburg, Mitglied der Luitpold-Gruppe und der Münchner Künstlergenossenschaft, tätig in München, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Boetticher, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Saur und Internet.
Lot-No.: 4351
Limit: 120.00 €
im Vordergrund der rechten Bildhälfte ein Schäfer, welcher seine Herde in Richtung der Heu wendenden Erntehelfer führt, rechts ein Reiter mit Hund, am Horizont erkennt man bereits aufgeschichtete Puppen, Mühlig, einer der bedeutendsten Vertreter der späten Düsseldorfer Schule, ist bekannt für seine Erntebilder, er war fasziniert von der mühseligen Erntearbeit, die sich trotz der industriellen Revolution zu seinen Lebzeiten zunächst kaum veränderte, mit Liebe zum Detail und doch impressionistisch-reduktionistischem Duktus spürt Mühlig in dieser Studie der Arbeit des Landvolks nach, mit lockeren, flott gesetzten Pinselakzenten schafft er es immer wieder, plastische Bildwirkung zu erzielen, der Betrachter kann zunächst die Wärme des Sommerabends spüren, aber nicht bei dem wohligen Gefühl verweilen, denn er sieht gleichsam, wie mühsam die Erntehelfer den ganzen Tag in der Sonne geschafft haben, erst langsam kommen, gleichsam mit dem herannahenden Schäfer, Schatten und der Feierabend in Sicht, Öl auf Holz, um 1920, rechts unten signiert "Hugo Mühlig", rückseitig unleserliche handschriftliche Annotationen, leichte Altersspuren, in Goldstuckrahmen, Falzmaß ca. 23 x 40 cm. Künstlerinfo: eigentlich Hugo Theodor Mühlig, dt. Landschafts- und Genremaler (1854 Dresden bis 1929 Düsseldorf), Sohn des Meno Mühlig und Neffe des Bernhard Mühlig, 1872–73 Schüler seines Vaters, studierte 1871–73 an der Akademie Dresden, hier 1877–80 Meisterschüler von Viktor Paul Mohn, ab 1881 in Düsseldorf ansässig, 1883–91 regelmäßige Sommeraufenthalte in der Künstlerkolonie Willingshausen und ab 1908 in Röllshausen in der Schwalm, 1887–1929 Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten" und ab 1891 der Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Bantzer "Hessen in der deutschen Malerei", Wollmann, Müller-Singer, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Friedrich "Ludwig Richter und sein Schülerkreis", Dressler, Boetticher und Wikipedia
Lot-No.: 4352
Limit: 700.00 €
humorvoll dargestellter Wichtel oder Zwerg mit roter Mütze und weißem Bart, gemütlich auf einer Schnecke durch die Landschaft reitend, Öl auf Holz, signiert H. Rösch, rückseitig bezeichnet "Der lieben Familie Ludwig Weihnachten 1929 Hans Rösch", in Münchner Leiste gerahmt, alles mit geringsten Gebrauchs- und Altersspuren, Falzmaße ca. 12 x 12 cm.
Lot-No.: 4353
Limit: 100.00 €
balzender, auf einem Ast sitzender Auerhahn im winterlichen Abendrot, rechts unten signiert und datiert 1910, fein mit spitzem Pinsel erfasste Tiermalerei, Öl auf Leinwand, auf Keilrahmen gerahmt, etwas reinigungsbedürftig, ungerahmt, Maße 40 x 28 cm. Künstlerinfo: genannt Moritz Müller der Jüngere (II.) oder "M. Müller Junior" bzw. "M. Müller-München", dt. Tier- und Jagdmaler (1869 München bis 1934 Dresden-Lausa), Schüler seines Vaters Moritz Gustav Müller (1841–1899), schuf zahlreiche Vorlagen für populäre jagdliche Künstlerpostkarten, tätig in München, später in Bad Weixdorf-Klotzsche/Dresden in Sachsen, Quelle: Boetticher, Künstlerstempel auf Gemälderückseite und Wikipedia.
Lot-No.: 4354
Limit: 180.00 €
junger Reiter mit zwei Pferden in den sanften Dünnen und im Hintergrund das weite Meer, für den Künstler typisches Sujet, mit breitem Pinsel ausgeführte Malerei in abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1920, links unten signiert "Müller-Münster", rückseitig auf Keilrahmen Stempel "Künstler-Magazin/Fritz Bergmann/Steglitz..."leichte Altersspuren, Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 33 x 49 cm. Künstlerinfo: eigentlich Franz Müller, verwandte als Künstlernamen "Franz Müller-Münster", dt. Illustrator, Graphiker, Historien- und Genremaler (1867 Münster/Westfalen bis 1936 Hohenwiese/Riesengebirge), studierte 1886–94 an der Akademie Berlin bei Hugo Vogel, Friedrich Bokelmann und Waldemar Friedrich, beschickte 1904 die Weltausstellung in St. Louis, illustrierte mehr als 60 Kinderbücher, befreundet mit Franz Stassen, mit dem er zusammen Studienreisen nach Frankreich und Italien unternahm, Mitarbeiter der Zeitschrift „Die Schönheit“, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler, im Verein Berliner Künstler, im Verein Deutscher Illustratoren, im Bund deutsch-österreichischer Künstlerinnen-Vereine [GEDOK] und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, tätig in Berlin-Steglitz, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Müller-Singer, Ries, Jansa und Internet.
Lot-No.: 4355
Limit: 300.00 €
der zwischen steilen, bewaldeten Berghängen gelegene Eibsee und im Hintergrund das von der Sonne angestrahlten Zugspitzmassiv, pastose, teils gespachtelte Landschaftsmalerei in freundlicher Farbigkeit, rechts unten signiert und datiert "Hans Münnich 1938, rückseitig auf Etikett maschinenschriftlich betitelt und datiert "Eibsee mit Zugspitze 1938", geringe Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 33,5 x 39 cm. Künstlerinfo: genannt „Hans Ahlbeck“ oder "Münnich Senior", dt. Landschaftsmaler (1892 Chemnitz bis 1970 Karl-Marx-Stadt/Chemnitz), Vater des Malers Heinz Münnich Junior, tätig in Chemnitz/Karl-Marx-Stadt und in Ahlbeck auf Usedom, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4356
Limit: 80.00 €
Blick über den See auf die mächtigen Bergmassive im Hintergrund, rückseitig gestempelt, handschriftlich bezeichnet und mit maschinenbeschriebenem Klebeetikett "nach Prof. Bauriedl Kunstakademie München", Öl auf Malkarton, stark pastose Malweise, links unten signiert, in schlichter Goldstuckleiste gerahmt, geringe Abplatzer und Altersspuren, beigegeben Kopie der originalen Kaufquittung auf einer Visitenkarte Heinz Münnichs, Falzmaße ca. 40 x 32 cm. Künstlerinfo: auch Münnich Junior, dt. Maler und Graphiker (1921 Chemnitz bis 1977 Starnberg), Sohn des Chemnitzer Kunstmalers Hans Münnich (1892 Chemnitz bis 1970 Chemnitz), erste Ausbildung beim Vater, weitergebildet in Dresden und in Luxemburg, unternahm Studienreisen nach Frankreich, Italien, der Schweiz, Griechenland, Österreich, Sizilien, Kanada und den USA, ab 1944 freischaffend, beschickte die Ausstellungen des „Hauses der Kunst“ in München, ab 1944 tätig in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt), später in Ingolstadt an der Donau, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4357
Limit: 120.00 €
Bauern auf dem Feld bei der Getreideernte, auf einer Anhöhe überm Dorf mit Kirche und Fernblick über einen See, auf imposante Hochgebirgslandschaft, wohl Landschaft des Salzkammergutes mit Blick auf die Kirche Sankt Wolfgang am Wolfgangsee, pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1960, links unten signiert "Heinz Münnich", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 100 x 70 cm. Künstlerinfo: auch Münnich Junior, dt. Maler und Graphiker (1921 Chemnitz bis 1977 Starnberg), Sohn des Chemnitzer Kunstmalers Hans Münnich (1892 Chemnitz bis 1970 Chemnitz), erste Ausbildung beim Vater, weitergebildet in Dresden und in Luxemburg, unternahm Studienreisen nach Frankreich, Italien, der Schweiz, Griechenland, Österreich, Sizilien, Kanada und den USA, ab 1944 freischaffend, beschickte die Ausstellungen des „Hauses der Kunst“ in München, ab 1944 tätig in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt), später in Ingolstadt an der Donau, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4358
Limit: 240.00 €
vogtländische Hügellandschaft in bewegtem herbstlichen Farbenspiel, mit breitem Pinsel festgehaltene Landschaftsstudie von pastelliger Tonigkeit, links unten signiert und datiert 1919, Öl auf Malkarton, in später farblich passend übermaltem Rahmen gerahmt, dieser trocknungsrissig, Bild gering reinigungsbedürftig, Falzmaße ca. 57 x 70 cm. Künstlerinfo: eigentlich Paul Gustav Neidhardt, dt. Porzellanmaler, Maler und Graphiker (1873 Gera bis 1951 ebenda), 1887–90 Lehre als Porzellanmaler in Gera, 1890–94 Schüler der Kunstgewerbeschule in Nürnberg, studierte 1894–1904 an der Akademie München bei Karl Raupp, 1904 Rückkehr nach Gera, Lehrer an der Baugewerkschule Gera und der höheren Gärtnerlehranstalt Köstritz, betrieb 1912–44 eine private Mal- und Zeichenschule in Gera, Mitglied der spätdadaistische Vereinigung "pro pro bru (produktive-prominente-brummochsen)", Ehrenmitglied und 1. Vorsitzender des Künstlerbundes Ostthüringen, tätig in Gera, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Matrikel der Münchner Akademie und Internet.
Lot-No.: 4359
Limit: 100.00 €
Blick in weite ebene Sommerlandschaft unter effektvoll bewölktem Himmel und weidenden Rindern vorm Bauernhof, hierzu bemerkt Bruckmann "Münchner Maler 19./20. Jh." (sinngemäß): "... Landschaftsmaler, der seine Gemälde mit Personen- und Tierstaffage vervollständigte, bevorzugte dramatische Wolkensituationen. ...", gering pastose, miniaturhafte Malerei, Öl auf Karton, um 1910, rechts unten signiert "H. Neppel", rückseitig aufgeklebtes Etikett "Sommerlandschaft mit weidendem Vieh und Haus unter Bäumen – Oel auf P. 14,5 x 27 cm. Bez. H. Neppel", Erhaltungsmängel", schön gerahmt, Falzmaße ca. 14,5 x 27,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1874 München bis 1936 München), Bruder der Künstler Carl und Hermann Neppel, Schüler einer Münchner Kunstschule, tätig in München, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, Quelle: Saur, Bruckmann, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4360
Limit: 80.00 €
Rinder im Fluss, in weiter, ebener herbstlicher Landschaft unter dramatisch bewölktem Himmel, pastose Landschaftsmalerei mit breitem Pinselduktus in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unten signiert "H. Neppel", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 55 x 74,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1874 München bis 1936 München), Bruder der Künstler Carl und Hermann Neppel, Schüler einer Münchner Kunstschule, tätig in München, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, Quelle: Saur, Bruckmann, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4361
Limit: 100.00 €
junge Frau im spitzenverzierten altrosa Kleid, bei Gießen ihrer Blumentöpfe am Fenster, eindringliche Genredarstellung in ausgewogener Farbigkeit, Öl auf Holztafel, rechts unten signiert und datiert "Otto Nowak 1916", auf der Rückseite Ausstellungsetikett mit der Jahreszahl "1916" und der Nummer "1013", Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 32 x 27,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Otto Robert Nowak, österreichischer Historien-, Genre- und Bildnismaler sowie Restaurator (1874 Wien bis 1945 Senftenberg bei Krems), Schüler der Allgemeinen Zeichenschule in Wien, 1891 Gasthörer an der Wiener Akademie, ab 1893 Studium an der Allgemeinen Malerschule in Wien, hier Schüler von Julius Berger, später Schüler der Meisterschule für Historienmalerei bei Siegmund L’Allemand und Franz Rumpler, ab 1899 als Maler und Mallehrer freischaffend, regelmäßige Sommeraufenthalte in Weidlingau bei Wien, Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens (Wiener Künstlerhaus), tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Fuchs, Wikipedia, Biographie von Gustav Szekely und Dressler.
Lot-No.: 4362
Limit: 160.00 €
sommerlicher Blick aus Richtung Schießhaushölzchen, vorbei an blühenden Bäumen, über die Ilm auf die Weimarer Altstadt mit links dem Schlossturm und mittig der imposanten, "Herderkirche" genannten Stadtkirche St. Peter und Paul, pastose, impressionistische Malerei mit lockerem Pinselduktus, Öl auf Leinwand und Hartfaserplatte, links unten signiert, ortsbezeichnet und datiert "Oehler Wmr. [Weimar] 1913", Altersspuren, schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 54 x 66,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler, Graphiker und Entwerfer (1881 Eisenach bis 1943 Weimar), Schüler der Gewerbe- und Zeichenschule Eisenach bei Prof. Kugel und Hertel, später Studienaufenthalt in München und Schüler bei Prof. Brunner in Kassel, schließlich ab 1901 weitergebildet an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar bei Hans Olde, ab 1907 freischaffend im eigenen Atelier in Weimar, Quelle: Jens-Michael Plaul “Max Oehler” und Wikipedia.
Lot-No.: 4363
Limit: 750.00 €
spärlich bekleideter Jüngling, in sommerlicher Landschaft vor der Kulisse Dachaus lagernd, beim Schweine hüten, der vor allem religiöse Sujets schaffende Maler erzählt hier wohl die biblische Geschichte vom "Verlorenen Sohn" vor heimatlicher Dachauer Kulisse, 1920 beteiligte sich Orth mit einem Ölgemälde "Der verlorene Sohn" an der Ausstellung im Münchner Glaspalast (Kopie der Katalogseite beigegeben), eventuell handelt es sich bei vorliegendem Gemälde um jenes der Münchner Ausstellung, pastose, partiell lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "W. Orth Dachau", Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 62 x 73 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Wilhelm Orth, laut Grieb auch Johann Michael Orth, nannte sich in den USA John William Orth, dt.-amerikanischer Maler, Zeichner, Illustrator und Graphiker (1889 Marktsteft in Unterfranken bis 1957 München oder 1976 Santa Ana/Kalifornien), Kindheit in Nürnberg, ab 1905 Schüler der Nürnberger Kunstgewerbeschule, studierte ab 1907 an der Akademie München bei Gabriel von Hackl, Schüler von Hugo von Habermann in München, weitergebildet in Paris, unternahm Studienreisen durch Europa, um 1913–14 in Nürnberg tätig erwähnt, 1906 erster kurzer Aufenthalt in Dachau, 1914–1924 in Dachau lebend, ab 1919 Mitglied der Dachauer Künstlergruppe, beteiligte sich 1920–24 an den Ausstellungen im Münchner Glaspalast, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, ca. 1924 Auswanderung in die USA und in Kansas City und Holly tätig, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", "Who‘s Who in American Art" 1936/37, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Falk, Ries, Thiemann-Stoedtner-Hanke "Dachauer Maler", Reitmeier "Dachau ein Kunst-Bilder-Buch", Glaspalastkataloge und Internet.
Lot-No.: 4364
Limit: 650.00 €
sommerliche mediterrane Landschaft der Toskana, mit Booten und Fischerhütten am Fluss, im abendlichen Licht, pastose, impressionistische Landschaftsmalerei, Öl auf Karton, um 2000, rechts unten signiert "Pallini", rückseitig italienisches Echtheitszertifikat der Galerie "Modì Arte ... Livorno", hier auch italienisch betitelt "Tramonto sul fiume – Toscana [Sonnenuntergang am Fluss – Toskana]", gerahmt, Falzmaße ca. 20 x 30 cm. Künstlerinfo: italienischer Landschaftsmaler (1943 geboren in Livorno), künstlerisch Autodidakt, gefördert von Francesco Maria Pieri (1941 Castagneto Carducci bis 1989 Livorno), tätig in Livorno, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4365
Limit: 80.00 €
vier Äpfel auf weißem Tischtuch, gering pastose naturalistische Stilllebenmalerei, Öl auf Karton, um 1900, rechts unten, teils vom Falz verdeckt signiert "Lilly Palm", Altersspuren, im etwas zu großen Rahmen gefasst, Bildmaße ca. 16,5 x 24 cm.
Lot-No.: 4366
Limit: 20.00 €
wartende Menschen und vier gelb gekleidete Shintō-Priester an der durch ein Tor durchbrochenen Mauer eines asiatischen Shinshoku-Heiligtums, pastose naive Malerei, Öl auf Karton, rechts unten monogrammiert und datiert "P. [19]58", rückseitig in Bleistift bezeichnet "Maler Paps 1958 »Shintōpriester im Schnee«", minimale Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 21 x 29,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Dr. Waldemar Rusche, dt. Augenarzt und Malerautodidakt, verwandte als Maler das Pseudonym "Paps" (1882 Naumburg bis 1965 Lilienthal), der gelernte Augenarzt Dr. Waldemar Rusche war als Chefarzt an einem Bremer Klinikum tätig, mit seiner Pensionierung 1952 wandte er sich der naiven Malerei zu, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Gorenflo, Schweers, Susanne Grimm "Authentische Naive. Das Erlebnis des Unmittelbaren" und Internet.
Lot-No.: 4367
Limit: 80.00 €
sommerliche Ansicht einer alpinen Alm mit Bauernhof vor imposanter Bergkulisse, pastose Malerei mit teils breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, partiell in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 20. Jh., links unten signiert "Pawlitschek", Altersspuren, original gerahmt Falzmaße ca. 70 x 100,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler (1909 bis 1972 Wien), tätig erwähnt in Wien, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4368
Limit: 80.00 €
baumbewachsene malerische Ecke in der ligurischen Küstenstadt, stark pastose Landschaftsmalerei mit gekonnt gesetzten Lichtern, Öl auf Leinwand, Anfang 20. Jh., rechts unten signiert "A. Pełczyński" und betitelt "Rapallo", Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 82 x 61 cm. Künstlerinfo: polnisch-deutscher Maler (1865 Polen bis 1928 München), Studium an der Akademie in Krakau bei Feliks Szynalewski, Studium an der Akademie in Wien und in München an der privaten Malschule von Anton Ažbés, Quelle: AKL und Wikipedia.
Lot-No.: 4369
Limit: 180.00 €
typisch alpenländisches, Südtiroler Bauernanwesen vor imposanter Hochgebirgskulisse der Stubaier Alpen, Blick von Südosten auf den Breiten Grieskogel (3287) östlich des Ötztales in Tirol, pastose Malerei in breiter Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, um 1940, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "Pfund Tyrol München", Erhaltungsmängel, original gerahmt, hier rückseitig schwer lesbar betitelt "Breiter Grieskogel Oetztal Tyrol [sic.]", Falzmaße ca. 80,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Alois Pfund, verwandte als Künstler den Namen "Pfund-Tyrol", österreichischer Landschaftsmaler (1876 Schwaz in Tirol bis 1946 Hall in Tirol), zunächst Schüler der Gewerbeschule Innsbruck und Ausbildung zum Kirchen- und Dekorationsmaler, anschließend Schüler der Städtischen Malschule München, studierte ab 1911 an der Akademie München bei Martin Feuerstein, ab 1916 in München ansässig, schuf Kirchenmalereien in München, Mainz und im Elsass, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, im Tiroler Künstlerbund, im Künstlerverein "Die Unabhängigen" und in der Münchner Künstlervereinigung "Der Bund", beschickte 1940–42 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Matrikel der Münchner Akademie, Österreichisches Biographisches Lexikon, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Bénézit, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Dressler.
Lot-No.: 4370
Limit: 180.00 €
stehender Jüngling mit Federhut, eine tote Gans in der linken Hand haltend, den Blick in unschuldiger Manier nach oben gerichtet, im Hintergrund weitere Person, leicht pastose Malweise mit kräftigem Duktus, Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, Anfang 20. Jh., rückseitig von fremder Hand bezeichnet "Prof. Theod. Poeckh" und betitelt "Der Gänsedieb", leichte Altersspuren, im goldfarbenen gekehlten Profilrahmen, Falzmaße ca. 30 x 19,5 cm. Künstlerinfo: Prof. Theodor Poeckh (1839 Braunschweig bis 1921 Karlsruhe), dt. Maler, 1853 und 1855 Studium der Theatermalerei in München, 1860–61 Kunstakademie Düsseldorf und Kunstakademie München, u.a. Schüler von Carl Theodor Piloty, 1878 bis 1892 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Lot-No.: 4371
Limit: 120.00 €
Bauernpaar in tief verschneiter Hochgebirgslandschaft, in rasanter Talfahrt im Pferdeschlitten, pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unten undeutlich signiert "G. Prucha", rückseitig auf dem Keilrahmen Messingplakette einer Malutensilienhandlung "A. Ebeseder Wien" und auf der Leinwandrückseite rundes frz. Ausstellungsetikett, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 69 cm. Künstlerinfo: auch Gustav Prucher, österreichischer Maler (1875 Wien bis 1952 Wien), Schüler von Joseph Eugen Hörwarter (1854–1925), Weiterbildung an der Akademie Prag, Ehrung mit einer Goldmedaille des Segantinibundes, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Kosel "Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon" und Internet.
Lot-No.: 4372
Limit: 800.00 €
poesievoller Winkel im bäuerlichen Flur in Brabant mit altertümlicher Wasserpumpe mit Ausgussbecken und Waschutensilien, pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1960, rechts oben signiert "R. Pynenburg", geringe Altersspuren, gerahmt (bestoßen), Falzmaße ca. 60,5 x 50,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Reinier Marinus Pijnenburg, niederländischer Maler (1884 Vught bis 1968 Den Bosch [’s-Hertogenbosch]), ab 1899 Schüler von Frans Kops und Studium an der Königlichen Kunstschule ’s-Hertogenbosch, parallel Abendschüler von Piet Slager Senior, Bekanntschaft und lebenslange Freundschaft mit Arnold van de Laar, 1903–04 Schüler von Jan Dunselman in Amsterdam, 1905–06 weitergebildet an der Akademie Antwerpen, 1906–15 Aufenthalt in Paris, hier 1906–08 Atelierschüler bei Fernand Sabatté, parallel autodidaktische Studien im Louvre und in Versailles, beschickte 1908–14 den Pariser Salon des Independants, 1915 Eheschließung mit der Malerin Gertrude Frieda Pfeifer, mit der er 1915–20 Spanien (Barcelona, Cordoba) und Marokko (Tanger) bereist, ab 1920 tätig auf Landgut Bleijendijk in Vught bei ’s-Hertogenbosch und zeitweise Aufenthalte auf Marken sowie in Volendam und Staphorst, unternahm später Studienreisen nach Marokko, Spanien und der Bretagne, Mitglied der Künstlervereinigungen Arti et Amicitiae in Amsterdam, der Vereeniging Sint Lucas Amsterdam und der Teekengenootschap Pictura in Dordrecht, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Scheen, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Veronica Dénis-van Sleeuwen "Reinier Pijnenburg – kunstschilder – bon vivant 1884–1968", Ráfols und Internet.
Lot-No.: 4373
Limit: 120.00 €
üppig blühender Rosenstock mit rosa Rosen, lasierende, teils gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 20. Jh., rechts unten undeutlich signiert "Oskar Ramos", beigegeben Quittung der Kunsthandlung Zech Ingolstadt "... Ölbild mit Rahmen "Ramos" DM. 4000,–" hier falsche Annotation von anderer Hand "Carsten Ramos", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 70 x 80 cm. Künstlerinfo: philippinischer Maler (geboren 1948 in Manila/Philippinen), zunächst Architekturstudium und Tätigkeit im erlernten Beruf, später Hinwendung zur Malerei, unternahm Studienreisen nach Frankreich, Deutschland und der Schweiz, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4374
Limit: 650.00 €