Grafik - Fotografien

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Peter Fehr, Trauerportal von Eosander de Göthe

”Portall aufwendig, für dem Duhm [meint: Dom], bei der Königin von Preußen Begräbnus Ao. 1705”, im Zuge barocker Trauerinszenierung von gekrönten Häuptern war es üblich, aufwendige, temporäre Funeralarchitekturen (Castrum Doloris [dt. Trauerburg]) zu errichten, vorliegend die vom preußischen Hofbaumeister Johann Friedrich Nilsson Eosander Freiherr von Göthe, genannt Eosander de Göthe (1669–1728) und Baumeister von Schloss Charlottenburg, im Jahre 1705 errichtete Trauerpforte am Berliner Dom anlässlich des Todes der Königin Sophie Charlotte von Preußen (1668–1705), Kupferstich auf Bütten, 1718, rechts unten in der Darstellung bezeichnet ”Eosander de Göthe invent.” und rechts unter der Darstellung signiert ”P. Fehr fecit”, geringe Annotationen zum Blatt in Blei, ungerahmt, Plattenmaße ca. 39,5 x 30,5 cm, Blattmaß ca. 42 x 34,5 cm. Künstlerinfo: auch Pieter Fehr, dt. Kupferstecher (1681 Frankfurt am Main bis 1740 Frankfurt am Main), tätig für Verleger in Frankfurt am Main, Quelle: Thieme-Becker, Nagler und Internet.

Katalog-Nr.: 3900
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 20,00 €

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Valentine Green, ”Antiochus und Stratonica”

Szene aus der 1708 uraufgeführten Barockoper ”L’Amore Ammalato” von Christoph Graupner, nach einem Libretto von Barthold Feind, die Geschichte erzählt von den Wirren der Liebe und insbesondere von der unerfüllten, krank machenden Liebe des Antiochus zu seiner Stiefmutter Stratonica, der zweiten Ehefrau seines Vaters, des assyrischen Königs Seleucus, in der vorliegenden Szene des 3. Aktes, im Schlafzimmer des liebeskranken Antiochus, bereitet dieser sich, umgeben von seiner Familie, in den Armen seines Vaters zum Sterben, lediglich der Leibarzt seines Vaters Erasistratos erkennt den wahren Grund der Leiden und führt mit Weisheit zum guten Ende, unter der Darstellung englisch betitelt ”Erasistratus the Physician, discovers the Love of Antiochus for Stratonice (dt.: ”Der Arzt Erasistratus entdeckt die Liebe des Antiochus zu Stratonica)”, Mezzotintoradierung nach einem Gemälde von Benjamin West (1738–1820), herausgegeben von John Boydell in London 1776, rechts unten in der Platte signiert ”Engraved by Val. Green ...”, stärkere Erhaltungsmängel, hinter Glas gerahmt, Plattenmaß ca. 50,5 x 65,5 cm. Künstlerinfo: engl. Graphiker in Mezzotinto und Kupferstich, Zeichner und Herausgeber (1739 Salford bei Evesham bis 1813 London), zunächst Rechtspraktikant in Evesham, 1760–65 Lehre in Kupferstich und Schabkunst bei Robert Hancock in Worcester, ab 1965 in London als Schabkünstler tätig, beschickte ab 1766 die Ausstellungen der Londoner Society of Artists, deren Mitglied er 1767 wurde, 1773 zum Hofschabkünstler von König Georg III. berufen, ab 1774 Mitglied der Königlichen Akademie, 1775 Reise durch die Niederlande und die Rheinlande, Ernennung zum Hofschabkünstler von Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz, 1781 Studienaufenthalt in Paris, tätig in London, Quelle: Thieme-Becker, Singer, Bénézit und Internet.

Katalog-Nr.: 3901
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 20,00 €

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Franz Xaver Andreas Jungwirth, Paar Kupferstiche

die Heiligen Thomas und Philipp zeigend, unter den Darstellungen lateinisch bezeichnet, undatiert, um 1770, signiert ”F. X. Iungwierth Sc.”, nach Johann Baptista Piazzetta ”I. B. Piazzetta delin.”, gedruckt bei ”Iohann Christian Leopold” in Augsburg (”excud. Aug. Vind.”), sichtbare Altersspuren, beschnitten, hinter Glas gerahmt, Blattmaße je ca. 14,5 x 9 cm.

Katalog-Nr.: 3902
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 20,00 €

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Jacques Philippe Lebas, ”Vue de Skervin”

Küstenszene mit Figuren am Strand und der ”Oude Kerk [dt.: Alten Kirche]” von Scheveningen im Hintergrund, unter der Darstellung mittig frz. betitelt ”Vue de Skervin – promenade a un quart lieue de la Haye [dt.: Ansicht von Scheveningen – eine Viertelstunde von Den Haag entfernt]” und weiterer frz. Text, Kaltnadelradierung auf Bütten, nach einem Gemälde von Ruysdael, links unter der Abbildung bezeichnet ”Ruisdail pinx.” (meint wohl Salomon van Ruysdael, 1600 Naarden bis 1670 Haarlem) und rechts in der Platte signiert ”Jac. Ph. Le Bas Sculp.”, unten mittig Verlagsangabe ”A Paris chez Jac. Ph. Le Bas Graveur du Cabinet du Roy rue de la Harpe”, auf Karton aufgeklebt, partiell gebräunt, hinter Glas in Berliner Leiste (Erhaltungsmängel) gerahmt, Abbildung ca. 32,5 x 47 cm. Künstlerinfo: auch Le Bas, frz. Kupferstecher und Verleger (1707 Paris bis 1783 Paris), Schüler von Antoine Hérisset in Paris, später bei Nicolas Tardieu, gefördert von Crozat, 1743 Mitglied der Pariser Akademie, 1744 zum königlichen Hofkupferstecher ernannt, gilt als bedeutender Lehrer der besten französischen Kupferstecher der 2. Hälfte des 18. Jh., tätig in Paris, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia

Katalog-Nr.: 3903
Limit: 50,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Johann Georg Pinz, Schloss Favorite

Blick in die Galerie des barocken Lustschlosses Favorite bei Mainz, nach einer Zeichnung von Salomon Kleiner, Blick entlang der Längsachse der Galerie (Rheinschlösschen), in der sich ein buntes Treiben des höfischen Lebens zeigt, Pagen, Torten, adlige Paare und Gruppen von Hofdamen befinden sich in Unterhaltung, teilweise führt man Hunde bei sich, unter der Darstellung sowohl in Französisch als auch in Deutsch bezeichnet ”Veue du dedans de la Gallerie la maison de plaisance/Prospect der innwendigen Galerie des Garten Gebaues”, Kupferstich aus Salomon Kleiners Werk ”Representation naturelle et exacte de la Favorite de Son Altesse Electorale de Mayence, en quatorze differentes Vues et autant de plans” (Augsbourg 1726), unten rechts signiert ”Iohann Georg Pinz Norimb. sculps. Aug. Vind.”, unten links ”Salomon Kleiner, Ingenieur Electoris Moguntice deliniavit”, rechts unten bis knapp in die Darstellung eingerissen, hinter Passepartout und Glas gerahmt, Darstellungsmaß ca. 24,5 x 34,5 cm.

Katalog-Nr.: 3904
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 20,00 €

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Johann Elias Ridinger, ”Das Pferd und der Löwe”

Blatt 1 von 8 aus der ca. 1760 erschienenen Folge ”Kämpfe reissender Thiere”, welche je mit prosaischen Gedichten des Hamburger Dichters und Schriftstellers Barthold Heinrich Brockes (1680–1747) versehen sind, Radierung auf Bütten, rechts unten in der Platte signiert ”J. El. Ridinger del., sculps. et excud. A.V.”, geringe Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Plattenmaß ca. 38 x 29,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Graphiker und Verleger (1698 Ulm bis 1767 Augsburg), Schüler seines Vaters Johann Ridinger, ab ca. 1711 Schüler des Malers Christoph Resch in Ulm, ab 1713–14 bei Johann Falch in Augsburg, durch Vermittlung von Gabriel Spitzel drei Jahre im Diensten Graf Metternichs in Regensburg, ab ca. 1718 Schüler der Augsburger Stadtakademie bei Georg Philipp Rugendas dem Älteren, hier 1757 zum “Assesor des evangelischen Ehegerichts” und 1759 zum Direktor der Stadtakademie ernannt, wurde durch Tier- und Jagddarstellungen berühmt, die einen Hauptteil seines Schaffens ausmachten, Quelle: Thieme-Becker, Wikipedia und Internet.

Katalog-Nr.: 3905
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 30,00 €

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Martin Elias Ridinger, Hirsche im Boskett

Abbildungen zweier Hirsche, die in den Jahren 1739 in der Kirchbergischen Wild-Flur zu Tierberg und 1755 in der Grafschaft Erbach geschossen wurden, Kupferstich, 1765, gestochen von Martin Elias Ridinger, entworfen von Johann Elias Ridinger, normale Altersspuren, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaß ca. 33 x 23,5 cm. Künstlerinfo: dt. Kupferstecher und Verleger (um 1730 Augsburg bis 1780 Augsburg), Sohn und Nachfolger im Verlag des Johann Elias Ridinger, Schüler seines Vaters und bei J. J. Preißler in Nürnberg, tätig in Augsburg, Quelle: Thieme-Becker.

Katalog-Nr.: 3906
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 80,00 €

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Pieter Claesz Soutman, ”Bacchanal”

Darstellung des trunkenen Gottes des Weins und Rausches Bacchus unter einem von Weinreben durchsetzten Eichenbaum, umgeben von Faunen und Mänaden in arkadischer Landschaft, um 1616 malte Peter Paul Rubens sein Gemälde ”Bacchanal”, welches sich heute im Moskauer Puschkinmuseum befindet, bereits als Schüler und Mitarbeiter Rubens fertigte Soutman Radierungen nach Werken seines Lehrmeisters und Wessely vermerkt in der ”Allgemeine Deutsche Biographie”: ”Da Soutman ein vorzüglicher Zeichner war, der in dieser Weise die Gedanken seines Lehrers trefflich zu interpretiren verstand, so beredete ihn dieser, zur Radirnadel und zum Grabstichel zu greifen. ... und so gehört Soutman als der genialste Stecher der Rubensschule an. Daß er von Anbeginn kein Stecher von Profession war und also mehr als ein Malerradirer anzusehen ist, kann man leicht daraus schließen, daß er sich bei seinen Stichen nicht an die gewöhnliche kupferstecherische Technik hielt, sondern zufrieden war, mit Radirnadel und Grabstichel nur die gewünschte Wirkung, den malerischen Charakter der Vorlage zu erreichen. Dies war ihm um so leichter zu erreichen, als er gewohnt war, nicht unmittelbar nach den Gemälden des Rubens zu stechen, sondern nach Zeichnungen oder Copien, die er sich früher nach diesen machte. Sein Lehrer war auch sehr mit seinen Arbeiten zufrieden.”, Radierung auf Bütten, unter der Darstellung lateinisch betitelt ”Silenum Patrem Bacchi nutritium, Ventricosum temulentum, inter Satyras libidines spumantem, tabella haec exhibet”, links unten bezeichnet ”P.P. Rubens pinxit” und rechts signiert und datiert ”P. Soutman Effigiauit Cum Priuil Ao. 1642”, geringe Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 45 x 49 cm. Künstlerinfo: eigentlich Pieter Claeszoon Soutman, niederländischer Maler, Zeichner, Kupferstecher und Verleger (um 1580 Haarlem bis 1657 Haarlem), als Radierer wohl Schüler von Jakob Matham (1571–1631), dann Schüler und bis ca. 1624 Mitarbeiter von Peter Paul Rubens (1577–1640) in Antwerpen, stand zeitweise im Dienste der Kurfürsten von Brandenburg, 1624–28 Hofmaler des polnischen Königs Sigismund III. Wasa, 1628 Rückkehr nach Haarlem, betrieb hier eine Werkstatt für Kupferstich und fertigte vor allem Reproduktionsstiche nach Rubens, als Maler beeinflusst von Frans Hals (1580–1666), tätig in Haarlem, wo er einen Verlag und eine Kupferstecherschule betrieb, Quelle: Thieme-Becker, Saur ”Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon”, Allgemeine Deutsche Biographie, Nagler, Wurzbach, Müller-Singer, Müller-Klunzinger, Seubert und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3907
Limit: 60,00 €, Zuschlag: 360,00 €

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Guckkastenblatt, Liebfrauenberg in Frankfurt/Main

spiegelverkehrte Ansicht des winterlichen Liebfrauenberges Richtung Westen, eines der bedeutendsten mittelalterlichen Plätze der Frankfurter Altstadt, mit der Liebfrauenkirche und dem Ende des 15. Jh. errichteten und 1594 zum Springbrunnen umgebauten Brunnen in winterlicher Verhausung, von Pferdeschlitten und sich vergnügenden Bürgern umkreist, über der Darstellung spiegelverkehrt frz. betitelt ”Vue du Frauen Berg a Francfort [dt.: Ansicht des Frauenbergs in Frankfurt]”, unter der Darstellung frz. bezeichnet ”Vue perspective du mont de la St. Vierge dit Fauen Berg a Francfort sur le Mein ou l'on voit l'Eglise Metropolitaine. [dt.: Perspektivische Ansicht des Mount St. Virgin, genannt der Fauen Berg in Frankfurt am Main, wo wir die Diözesankirche sehen.]”, darunter gewidmet ”Dédiée en son Honneur [Ehrenvoll gewidmet]” und Verlagsangabe ”A Paris che Basset, rue S. Jacques a St. Genevieve”, kolor. Kupferstich, um 1730, lichtrandig und gebräunt, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Darstellung ca. 23,5 x 40 cm.

Katalog-Nr.: 3908
Limit: 50,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Paar astrologische Kupferstiche

Darstellung des Merkur, in von Hähnen gezogenem Wagen sowie des Sol in seinem Streitwagen, Kupferstiche, undatiert, 18. Jh., unsigniert, mäßige Erhaltungsmängel, hinter Passepartout und Glas gerahmt, Darstellungsmaße je ca. 27,5 x 36 cm.

Katalog-Nr.: 3909
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 200,00 €

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Der Flötenspieler nach Rembrandt

wohl zeitgenössische, spiegelverkehrte Kopie nach einer Radierung Rembrandt van Rijns aus dem Jahr 1642, arkadische Szene, der Blick eines Flöte spielenden Hirten, als auch seine Flöte zielen unter den Rock der Schäferin, die gerade einen Kranz knüpft, sichtbare Erhaltungsmängel, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaß ca. 11,3 x 14,1 cm.

Katalog-Nr.: 3910
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 140,00 €

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Georg Daniel Heumann, ”Stern-Gucker”

Kupferstich aus einer Bibel V. Buch Mosis Cap. XVIII., um 1750, orientalische nächtliche Szenerie dreier Gelehrter gerahmt von den zwölf Sternzeichen, ungerahmt, lose in ein Passepartout eingelegt, verso Anklebereste, Blattmaß 38 x 22,5 cm. Künstlerinfo: deutscher Zeichner und Kupferstecher (1691 Nürnberg - 1759 ebenda), war von 1731 bis 1753 einer der wichtigsten Kupferstecherfür Johann Jacob Scheuchzers, arbeitete nach Werken von Salomon Kleiner, bildete von 1735 - 1740 den späteren Nürnberger Kupferstecher Johann Adam Schweickart aus, bis 1753 war er einer der ersten „göttingisch-akademischer” Kupferstecher der 1737 eröffneten Universität in Göttingen, sowie kurfürstlich-hannoverscher und königlich englischer Hofkupferstecher in Göttingen tätig, stach unter anderem nach Vorlagen des kurfürstlich hannoverschen und königlich englischen Hofmalers Gottfried Boy, er wurde in England, Deutschland und Frankreich veröffentlicht und erlangte somit in ganz Europa Bekanntheit, kehrte 1753 nach Nürnberg zurück und bildete bis 1754 Christian Mechel aus, war Mitglied der Nürnberger Malerakademie und arbeitet für mehrere süddeutsche Verlage. Quelle: Internet.

Katalog-Nr.: 3911
Limit: 60,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Paar frühneuzeitliche Jagdszenen

Kupferstiche, undatiert, 17. Jh., rückseitig Matthäus Merian zugeschrieben, Erhaltungsmängel, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße je ca. 9 x 20,5 cm.

Katalog-Nr.: 3912
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Tafel aus Hamiltons Campi Phlegraei

Blick vom Gipfel des Monte Gauro oder des Barbaro über die Campi Phlegraei zum Mittelmeer, Personenstaffage im Vordergrund, Tafel XXVIII aus ”Campi Phlegraei, Observations on the volcanos of the Two Siciles” (1776), kolorierte Radierung, Altersspuren, Nummerierung der topographischen Details teilweise ausgeschabt, hinter Passepartout und Glas gerahmt, Abbildungsmaße ca. 21 x 39 cm.

Katalog-Nr.: 3913
Limit: 60,00 €, Zuschlag: 80,00 €

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Gesellschaft in antiken Ruinen

mediterrane Landschaft, mit antiken Ruinen am Fluss, Kupferstich auf Bütten, 18. Jh., unsigniert, Erhaltungsmängel, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 37,5 x 50,5 cm.

Katalog-Nr.: 3914
Limit: 60,00 €, Zuschlag: 60,00 €

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Ansicht Jerusalem um 1650

Blick auf Jerusalem von Gethsemane aus, oben mittig betitelt ”Ierusalem”, links und rechts oben sowie unten in der Darstellung Legende mit Bezeichnung von Gebäuden und Topographie der Stadt, kolorierter Kupferstich auf original aus mehreren Teilen gefügtem Büttenbogen, links oben, vom Passepartout verdeckt, wohl signiert, gefaltet gewesen, gebräunt und geblichen, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 29 x 70,5 cm.

Katalog-Nr.: 3915
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 200,00 €

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Prof. Sebastian Münster, Ansicht Heidelberg

ältestes Panorama der Stadt Heidelberg aus der Münsterschen ”Cosmographia”, Blick über den Neckar, mit der Alten Brücke, auf die Stadt mit der Heiliggeistkirche und dem noch unzerstörten Schloss am Nordhang des Königstuhls, neben mehreren kleinen Stadtansichten Heidelbergs in der ”Cosmographia” besticht dieses Panorama durch seine ungewöhnliche Größe, Sebastian Münster setzte mit vorliegendem Blatt seinem langjährigen Wirkungsort ein Denkmal, nachdem er 1506–07 die Klosterschule des Heidelberger Franziskanerklosters (als ”Barfuss” in der Abbildung bezeichnet) besuchte, an welcher er 1521–29 als Lehrer und Universitätsdozent unterrichtete, die wichtigsten Gebäude der Stadt werden in der Darstellung beschriftet, kolorierter Holzschnitt auf Bütten, um 1550, mehrfach gefaltet gewesene, original aus 2 Büttenbogen gefügte Buchseite, Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 27 x 72 cm. Info: Sebastian Münster, dt.-schweizerischer Kosmograph, Humanist und Sprachkundler (1488 Nieder-Ingelheim bis 1552 Basel), studierte an der Ordensschule der Franziskaner in Heidelberg, 1505 Beitritt zum Franziskanerorden, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Löwen, Freiburg/Breisgau, Rouffach und Basel, 1512 Priesterweihe in Pforzheim, 1514–18 Lektor an der Ordensschule der Franziskaner in Tübingen, ab 1518 in Basel, 1524 Berufung als Professor an die Universität Heidelberg, 1529 Austritt aus dem Orden und als Professor in Basel tätig, hier ursprünglicher Herausgeber der erstmals 1544 erschienenen und bis 1628 in 46 weiter vervollkommneten Auflagen in verschiedenen Sprachen erschienenen ”Cosmographie (Weltbeschreibung)“, Quelle: Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3916
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 200,00 €

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Matthäus Merian, attr., Ansicht Lautenthal im Harz

Blick auf die Bergstadt mit ihren bergmännischen Anlagen, diese mittels Legende bezeichnet, Kupferstich, unsigniert und undatiert, um 1650, sichtbare Altersspuren, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaß ca. 14,5 x 38,5 cm.

Katalog-Nr.: 3917
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Nathaniel Buck, Tower von London

Blick über die Themse, mit zahlreichen Schiffen und Fischerbooten, betitelt ”The South View of the Tower of London”, erklärender Text unterhalb, Kupferstich datiert 1737, signiert ” Saml. & Nathl. Buck del. & sculp.”, normale Altersspuren, hinter Passepartout und Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 20 x 37,5 cm.

Katalog-Nr.: 3918
Limit: 50,00 €, Zuschlag: 50,00 €

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Philipp Andreas Kilian, Ansicht des Annakollegs in Augsburg

mit dem Verbot der protestantischen Religionsausübung im Jahr 1629 mussten sich die Protestanten zum Gottesdienst im Collegium Novum St. Annae Augustanum versammeln, dieses zeigt die Szene, oberhalb in einzelnen, von Putten getragenen, Vignetten kleine Darstellungen von sechs Ausgburger Kirchen: St. Anna-Kirche, St. Jacob, Barfüßerkirche, St. Ulrich, Heilig-Kreuz-Kirche, Heilig-Geist-Kapelle, darüber im Spruchband Psalm 100,4 ”Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen”, Kupferstich, undatiert, um 1750, unten rechts signiert ”Philipp Andreas Kilian sculpsit”, nach Gottfried Rogg, normale Altersspuren, hinter Passepartout und Glas gerahmt, Darstellungsmaß ca. 23,5 x 31,5 cm.

Katalog-Nr.: 3919
Limit: 40,00 €, Zuschlag: 40,00 €

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Covens & Mortier, Karte Herzogtum Gelderland

links unten barocke figürliche Kartusche mit dem Wappen der Provinz Gelderland und dem Wappen von Zutphen, nebst allegorischer Gestalten wie der Göttin der Jagd Diana und der Göttin der Weisheit Pallas Athene, hier lateinisch betitelt und signiert ”Ducatus Geldriae et comitatus Zutphaniae nova tabula in tetrarchias Noviomagi, Arnhemii, Ruremondae et Zutphaniae distincta et edita a Covéns et Mortier Amstelodami”, kolorierter Kupferstich auf Bütten, um 1760, Erhaltungsmängel, im provisorischen Bilderträger, Plattenmaße ca. 59,5 x 51 cm. Info: niederländisches Verlagshaus ”Covens & Mortier” (1721–1778), 1685 gründete Pierre Mortier in Amsterdam ein Verlagshaus, welches nach dessen Tod 1711 zunächst auf seine Witwe und nach deren Tod 1719 auf ihren Sohn Corneille (Cornelius) Mortier (1699–1783) und dessen Schwager Jean (Jan oder Johannes) Covens (1697–1774) überging, welche 1721 ihre Zusammenarbeit besiegelten, der Verlag firmierte in der Folge unter ”Covens & Mortier”, 1721 übernahm Covens & Mortier den Verlag von Frederik de Wit und verlegte mit dessen Plattenfundus Werke von Nicolas Sanson (1600–1667), Guillaume de l´Isle (1675–1726), Hugo Allard (1620–1684), Frederik de Wit (1610–1698) und Alexis Hubert Jaillot (1632–1712), tätig in Amsterdam, Quelle: Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3920
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 40,00 €

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Homann, Johann Baptist Erben ”Curioser Meilenzeiger”

”Neu vermehrter Curioser Meilen-Zeiger der vornehmsten Staedte in Europa besonders in Teutschland ... zu wißen wie viel Meilen von Nürnberg nach Hambuerg entfernt...”, colorierter Kupferstich datiert 1731, rechts oben eine große figürliche Kartusche mit Hermes als Liebesbote und Engeln, Knickstellen, Randblessuren, ungerahmt, Blattmaß 250 x 58 cm. Künstlerinfo: dt. Kupferstecher, Verleger und Jesuit (1664 Kambach bis 1724 Nürnberg), vermutlich Schüler von David Funck, gründete um 1702 den eigenen Verlag ”Homännisches Landkarten-Offizin”, 1715 Mitglied der königlich preußischen Societät der Wissenschaften, Kaiser Karl VI. verlieh ihm den Titel eines ”Kayserlichen Geographen” und der russische Zar Peter der Große ernannte Homann zum ”Kayserlich russischen Agenten”, tätig unter anderem in Wien, Leipzig und Nürnberg, Quelle: Thieme-Becker und Internet.

Katalog-Nr.: 3921
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 50,00 €

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Hubert Jaillot, Karte Spanisch Gelderland

rechts oben barocke Titelkartusche mit Putti, das Wappen der Provinz Gelderland tragend, hier frz. betitelt und signiert ”Gueldre Espagnole ou Quartier de Ruremonde dans le Duché de Gueldere ... Par le Sr. Sanson Geographe ordinäire du Roy, A Paris chez H. Iaillot joignant les grands Augustins aux deux Globes avec Privilege du Roy pour vingt Ans. [dt.: Spanisch-Gelderland oder Roermond Bezirk im Herzogtum Gueldere ... Von Sr. Sanson, gewöhnlicher Geograph des Königs, In Paris bei H. Iaillot, Mitglied der großen Augustiner zu den beiden Globen, seit 20 Jahren mit königlichem Privileg]”, kolorierter Kupferstich auf Bütten, um 1700, nach einer Zeichnung des frz. Kartographen Nicolas Sanson des Älteren (1600–1667), geringe Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Plattenmaß ca. 44 x 56,5 cm. Künstlerinfo: auch Alexis Humbert Jailloteau oder Iaillot, frz. Kartenstecher und Elfenbeinschnitzer (ca. 1632 Avignon bei St.-Claude bis 1712 Paris), Bruder und Schüler des Pierre Simon Jaillot, ab 1657 mit diesem in Paris, 1664 Schüler der Académie de St.-Luc, heiratete 1665 als “sculpteur du roi (königlicher Kupferstecher)” die Tochter eines Kupferstichkartenhändlers und betätigte sich fortan als Kartenstecher, führt ab 1678 den Titel “sclpteur et géographe ordinaire du Roi (Kupferstecher und einfacher Geograph des Königs)” und ab 1697 ein eigenes Wappen, tätig in Paris, Quelle: Thieme-Becker und Internet.

Katalog-Nr.: 3922
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 30,00 €

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Tobias Conrad Lotter, Karte Brandenburg-Kulmbach

grenzkolorierter Kupferstich um 1750, rechts unten figürliches Wappen mit vier Gottheiten und bekröntem Adler, in Lateinisch beschriftet: Tabulae Principatus Brandenburgico-Culmbacensis... I.A. Riediger ... Tob, Conrad Lotter Geogr. Aug. Vindel, ungerahmt, minimal fleckig und knickrandig, Blattmaß 67 x 55 cm. Künstlerinfo: dt. Landkartenstecher Kartograph und Verleger (1717 Augsburg bis 1777 Augsburg), ab 1740 Schwiegersohn und produktivster Mitarbeiter des Karthographen und Verlegers Matthäus Seutter, 1740-44 schuf er eigenverantwortlich unter Seutter den 'Atlas Minor', nach dem Tode von Seutter (1757) führten sein Sohn Albrecht Karl (1722-1762) und sein Schwiegersohn Lotter sowie G. B. Probst die Firma weiter, 1757/58 wurde Lotter alleiniger Eigentümer des Verlages, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3923
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 100,00 €

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Franz Johann Joseph von Reilly, Vier Karten

Altmark und Brandenburg, dabei ”Der Mittelmark oder des Südlichen Theiles von Brandenburg Ober-Barnimscher, Nieder-Barnimscher und Lebusischer Kreis. Nro. 340”, ”Der Altmark oder des Westlichen Theiles von Brandenburg Arneburgischer, Seehausenscher, Arendseeischer und Stendalischer Kreis mit dem nördlichen Theile des Salzwedelschen Kreises Nro. 346”, ”Der Altmarkt oder des Westlichen Theiles von Brandenburg tangermündischer Kreis mit dem Südlichen Theile des Salzwedelschen Kreises Nro. 347” und ”Der Neumark oder des Östlichen Theiles von Brandenburg Schiefelbeinscher, Dramburgscher und Arenswaldischer Kreis. Nro. 350”, Kupferstiche auf kräftigem Bütten, rot grenzkoloriert, um 1795, je in klassizistischer Kartusche betitelt, minimale Annotationen in Blei, geringe Altersspuren, ungerahmt, Plattenmaße max. ca. 26 x 35 cm, Blattmaße je ca. 30 x 47,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Verleger, Kartograf, Buchhändler und Schriftsteller (1766 Wien bis 1820 Wien), Sohn des aus Russland stammenden Hofmeisters Johann Reilly, zunächst für drei Jahre unbezahlt tätig im österreichischen Staatsdienst, 1789 mit väterlichem Erbteil Hinwendung zur Geographie und Gründung des ”Landkarten- und Kunstwerke-Verschleiß-Komptoir“, brachte in Folge zahlreiche wegweisende Atlaswerke heraus, wie 1789–1806 ”Schauplatz der fünf Theile der Welt”, 1791–92 den ”Schul Atlas”, 1792–93 die ”Allgemeinen Erdbeschreibung”, 1794–96 den ”Grossen deutschen Atlas” und 1799 den ”Allgemeinen Post Atlas von der ganzen Welt”, anschließend wandte er sich der Schriftstellerei zu und veröffentlichte zahlreiche Werke, tätig in Wien, Quelle: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, Österreichisches Biographisches Lexikon, Deutsche Biographie und Internet.

Katalog-Nr.: 3924
Limit: 40,00 €, Zuschlag: 40,00 €

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