herbstliche Schilfuferlandschaft, mit entlaubten Birken und auffliegenden Enten, im morgendlichen Dunst, hierzu bemerkt Petra Kern "... findet Manfred Schatz Anfang der 50er Jahre endlich zu seiner wahren Bestimmung: das augenblickliche Erfassen der sich in ihrer natürlichen Umgebung bewegenden Tiere. Er geht nie zur Jagd, außer mit Pinsel und Palette. Für ihn sind Fotoapparat und Filmkamera tabu, sein einziges Hilfsmittel ist das Fernglas. Auf zahlreichen Reisen kehrt er immer wieder in die ihm so vertrauten Landschaften von Skandinavien, insbesondere Schweden, zurück. Erst in den 80erJahren besucht er nach langer Zeit seine Heimat, das im Krieg abgebrannte Pommerland am Stettiner Haff, um die Natur, die er schon als Kind geliebt hat, wieder zu erleben und in seiner Sichtweise auf der Leinwand umzusetzen. In Anlehnung an die Plein-air-Malerei der Impressionisten fertigt der Künstler in freier Natur Tierzeichnungen in Kohle und Landschaftsstudien in Öl. Aus diesen entwickelt er später im Atelier großartige, bewegende Ölgemälde. In seinen Bildern erleben wir Wildtiere in Augenblicken ihres Daseins, wie sie nur ein Manfred Schatz in seiner Art der impressionistisch überhöhten Darstellung zu zeigen verstand. ...", stimmungsvolle, gering pastose Malerei in zurückhaltender silbriggrauer Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1980, links unten undeutlich signiert "M. Schatz", gering farbschwundrissig, original gerahmt, Falzmaße ca. 60,5 x 90,5 cm. Künstlerinfo: dt. Tier-, Jagd- und Landschaftsmaler (1925 Bad Stepenitz [polnisch: Stepnica] am Stettiner Haff bis 2004 Meerbusch), studierte 1940-43 an der Kunstgewerbeschule Stettin und weitergebildet an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg bei Prof. Ulrich, anschließend Arbeitsdienst und bis 1949 Kriegsdienst und -gefangenschaft in der Sowjetunion, unternahm Studienreisen nach Skandinavien, beschickte unter anderem Ausstellungen in Düsseldorf, Florenz und Nürnberg, 1987 in Davenport/USA Ernennung zum Professor, tätig in Meerbusch/Ortsteil Osterath in Nordrhein-Westfalen, Quelle: Bütow "Europäisches Künstlerlexikon - Deutschland", Info Petra Kern und Wikipedia.
Lot-No.: 4225
Limit: 290.00 €, Acceptance: 480.00 €
aus dem Dickicht eines winterlichen Waldes unter abendlichem Himmel hervorbrechende Wildschweine, zum Teil mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei, Öl auf Platte, Anfang 20. Jh., rechts unten signiert "Otto Scheuerer M[ün]ch[e]n", rückseitig Lexikoneintrag zum Künstler aus Thieme-Becker, in schmaler Leiste, Falzmaße ca. 20,5 x 26,5 cm. Künstlerinfo: dt. Tiermaler (1862 München bis 1934 München), weitestgehend Autodidakt, wohl Schüler seines Bruders, des Tiermalers Julius Scheuerer (1859-1913), anschließend Privatschüler von Karl Raupp, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Dressler.
Lot-No.: 4226
Limit: 80.00 €, Acceptance: 100.00 €
Darstellung der auf Wellen ruhenden Göttin der Liebe Venus, in Gestalt einer nackten, erotischen rothaarigen Frau, vereinfachte um die Putti reduzierte Kopie nach dem 1863 entstandenen und heute im Pariser Musée d'Orsay verwahrten Gemälde "Geburt der Venus" von Alexandre Cabanel (1823 Montpellier bis 1889 Paris), pastose Malerei mit charaktervollem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1940, rechts unten signiert "G. Schilling", rückseitig auf dem Keilrahmen bezeichnet "»Die Welle« nach einer Zeichnung von Cabanel – Gg. Schilling", gering reinigungsbedürftig, im Goldstuckrahmen (einige lose Teile beigegeben, rest.bed.), Falzmaße ca. 53 x 112,5 cm. Künstlerinfo: dt. Tier-, Landschafts- und Genremaler sowie Kopist (1899 Fürth bis 1963 Fürth), tätig in Fürth, Quelle: Hans Pflug-Franken "Ein vergessener Fürther Maler" und Internet.
Lot-No.: 4227
Limit: 20.00 €, Acceptance: 50.00 €
kleine nackte Kinder auf sommerlicher Wiese, im Schatten eines Baumes tanzend und musizierend, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unten signiert "B. Silv. Schmitz", gerahmt, Falzmaße ca. 50,5 x 110 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Graphiker und Mosaikentwerfer (1876 in Aachen bis 1944 oder 1952 München?), ab 1890 in München, zunächst Lehre zum Dekorationsmaler, Schüler der Münchner Kunstgewerbeschule, Studium an der Münchner Akademie, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, im Münchner Künstlerunterstützungsverein und in der Münchner Künstlervereinigung "Der Bund", beschickte 1938 und 1939 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, tätig in München, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Busse, Beitrage in der "Jugend" 1938 (Jg. 43), Heft 1 und Internet.
Lot-No.: 4228
Limit: 150.00 €, Acceptance: 150.00 €
Glas und Keramikvase mit bunten Stiefmütterchen vor dunklem Grund, leicht pastose Blumenmalerei in freundlicher Farbigkeit Öl auf Pappe, um 1920, auf der Rückseite Stempel "Nachlass Schmitz-Pleis 1877–1943", leicht gewölbt, gerahmt, Falzmaße ca. 27,5 x 36 cm. Künstlerinfo: eigentlich Karl Schmitz, dt. Maler (1877 Lüchterscheid/Sieg bis 1943 Düsseldorf), studierte an der Akademie Düsseldorf bei Johann Peter Theodor Janssen, Franz Karl Eduard von Gebhardt und Klaus Meyer, anschließend freischaffend in Düsseldorf, regelmäßige Aufenthalte in Oberpleis und um 1900 Annahme des Künstlernamens "Carl Schmitz-Pleis", 1907 Gründung der Künstlervereinigung „Niederrhein“, zusammen mit Walter Ophey und Josef Hansen, als Vorläufer des "Sonderbundes", 1910 zusammen mit Carl Plückebaum und Walter Ophey auf Studienreise durch Italien (Rom, Neapel, Sorrent und Positano), beeinflusst von französischer Malerei der Fauves und der Neoimpressionisten, Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", beschickte die Düsseldorfer Kunstausstellungen im Kunstpalast und der Kunsthalle, tätig in Düsseldorf, Quelle: Vollmer, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4229
Limit: 120.00 €, Acceptance: 330.00 €
Balustrade mit üppigem Blumenstrauß aus Rosen, Tulpen und anderen Blüten in bauchiger Vase vor Goldgrund, gering pastose, miniaturhafte Malerei, Öl auf vergoldeter Sperrholzplatte, 2. Hälfte 20. Jh., rechts unten signiert "Max Schneider", rückseitig diverse Nummernannotationen und teils unleserlicher Schriftzug in Bleistift "... Starnberg", geringe Kratzer, schön im Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 24 x 18 cm.
Lot-No.: 4230
Limit: 120.00 €, Acceptance: 170.00 €
zwischen Feld und Birkenwald verlaufender Weg unter locker bewölktem Himmel, pastose Landschaftsmalerei, Öl auf mit Leinen kaschierter Pappe, Anfang 20. Jh., auf der Rückseite betitelt "Aus der Heide", auf Rahmenrückseite Zettel mit handschriftlicher Zuschreibung, im Bereich des Himmels kleiner Farbverlust, gerahmt, Falzmaße 37 x 53 cm. Künstlerinfo: dt. Marine- und Landschaftsmaler (1852 bis 1913), studierte an der Akademie in Düsseldorf bei Peter Janssen und Eugen Dücker, tätig in Hamburg, Quelle: Thieme-Becker.
Lot-No.: 4231
Limit: 200.00 €, Acceptance: 0.00 €
Halbfigurenbildnis eines dandyhaften jungen Mannes, mit in die Hüfte gestemmter Linken, in Uniform mit Ringkragen, Perücke und Dreispitz, einen Stock in der behandschuhten Hand haltend, vor herbstlicher Parklandschaft, laut rückseitig auf der Leinwand angebrachter frz. Annotation handelt es sich beim Dargestellten um den Hauptmann des Lamballe-Regiments Francois Bazile Patenôtre des Isles (geboren am 16. August 1739 in Bouláges/Aube, gestorben im März 1769), gering pastose Historienmalerei in delikater Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts signiert und datiert "Geo. Scott [19]03", rückseitig auf der Leinwand frz. bezeichnet und signiert "Francois Bazile Patenôtre des Isles | Capitaine au Regiment de Lamballe | Né(e) Le 16 Août 1739 a Bouláges (Aube) | Decede en Mars 1769. | Peint par Georges Scott [dt.: Francois Bazile Patenôtre des Isles | Hauptmann des Lamballe-Regiments | Geboren am 16. August 1739 in Bouláges (Aube) | Gestorben im März 1769. | Gemalt von Georges Scott]" weiterhin Stempel der Firma "P. Foinet Fils & Lefebvre Paris ...", leichte Kratzer im Randbereich, minimal restaurierungsbedürftig, im prächtigen Goldstuckrahmen (etwas rest.bed.), Falzmaße ca. 75 x 60,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Georges Bertin Scott genannt Scott de Plagnolles, frz. Maler, Kriegsmaler, Zeichner, Aquarellist und Illustrator (1873 Paris bis 1943 Paris), Schüler von Jean Baptiste Édouard Detaille an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris, Teilnahme am 1. Weltkrieg als offizieller Kriegsmaler und Kriegskorrespondent der Heeresleitung, tätig als Illustrator für das französische Magazin "L'Illustration", ab 1897 Mitglied der Société des Artistes Français, deren Pariser Salon er beschickte, bereiste als Kriegsmaler ferner die Kriegsschauplätze des Balkankriegs und des Spanischen Bürgerkriegs, 1912 Ehrung als Ritter und 1928 als Offizier der französischen Ehrenlegion, tätig in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit und Internet.
Lot-No.: 4232
Limit: 1200.00 €, Acceptance: 0.00 €
sommerliche alpine Landschaft des Salzkammergutes, mit Blick vom erhöhten Standort, auf die imposante wie charakteristische Kulisse des Schafberges im oberösterreichischen Salzkammergut nördlich von Salzburg, rechts vom Berg der Wolfgangsee mit St. Gilgen und links vorn der Mondsee und hinten der Attersee, ein nahezu identisches Motiv wurde vom Künstler betitelt "Der Schafberg mit dem Mondsee und Attersee und mit dem Wolfgangsee gesehen vom Schober", es diente als Farbillustration für das 1930 im Bergverlag Rudolf Rother München erschienene Buch "Salzkammergut und Dachstein" herausgegeben von Hans Fischer, stimmungsvolle, gering pastose Landschaftsmalerei in fein abgestimmter, warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten unscheinbar signiert und ortsbezeichnet "H. Sengthaler Mehlweg München", partiell gering farbschwundrissig, Keilrahmen etwas durchzeichnend, winzige hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, retuschiert, wenige Kratzer, gering restaurierungsbedürftig, sehr schön gerahmt, Falzmaße ca. 80,5 x 111 cm. Künstlerinfo: nannte sich später auch nach dem Ort seiner Kindheit "Hans Sengthaler Mehlweg", dt. Maler, Zeichner, Graphiker und Bildhauer (1892 Schellenberg/Bayern bis 1968 Hallein), zunächst Kindheit in Marktschellenberg/Ortsteil Mehlweg im Berchtesgadener Land, Schulbesuch in Hallein, Schüler der Fachschule Hallein bei Johann Schmied und Stanislaus Rainer, ab 1910 einjähriger Aufenthalt als Bildhauer in der Schweiz, 1911 Studienreisen, zeitweise Studium an der Staatlichen Fachschule Malschule Schmidt in Wien, ab 1912 in München ansässig, hier Schüler bei Hermann Urban und Hubert Spannring, nach dem 1. Weltkrieg Atelier im Münchner Künstlerviertel Schwabing, 1944 Zerstörung seines Münchner Ateliers und Rückkehr auf das elterliche Gut Kohlmannspoint in Hallein-Au, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands und der Münchner Künstlervereinigung „Der Bund“, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4233
Limit: 480.00 €, Acceptance: 700.00 €
von einem Pferd gezogener und mit Heu beladener Wagen und Bäuerin obenauf, währenddessen der Bauer den Wagen führt, in einer leicht hügeligen Landschaft angesiedelte Szenerie, gering pastose Malerei, Öl auf Pappe, um 1920–30, links unten signiert "A. Setkowicz", hinter Glas gerahmt, Sichtmaße ca. 24,5 x 34,5 cm. Künstlerinfo: polnischer Maler und Illustrator (1875 Krakau bis 1945 Krakau), 1897–98 Studium der Malerei, in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten, Quelle: Wikipedia.
Lot-No.: 4234
Limit: 450.00 €, Acceptance: 600.00 €
bunter Strauß mit Flammblumen [auch: Phlox] und weißen Astern in metallener Jardinière neben chinesischer Deckelvase auf bestickter Tischdecke im Interieur, lasierend Malerei in effektvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1910, rechts oben undeutlich signiert "? Sablitzky", rückseitig altes Etikett "Hugo Arnot, Gemälde-Salon, Wien I, Kärntnerstasse 53–55", hier handschriftlich in Tusche ergänzt "Sablitzky", Craquelure, gering restaurierungsbedürftig, in breiter Leiste der Zeit gerahmt (rest.bed.), Falzmaße ca. 55 x 69 cm.
Lot-No.: 4235
Limit: 180.00 €, Acceptance: 0.00 €
Brustbildnis einer Frau mittleren Alters im schulterfreien Sommerkleid und mit mohnblütengeschmücktem breitkrempigen Hut im Halbprofil, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf rechteckiger Leinwand, rechts unten vom Rahmen verdeckt signiert und datiert "Spányik C. M. 1916", doubliert, Fehlstellen in der Leinwand retuschiert, restaurierungsbedürftig, im breiten hochovalen Goldstuckrahmen (etwas rest.bed.) gefasst, Faltmaße ca. 69 x 55,05 cm. Künstlerinfo: auch Kornelius, Cornél oder Cornelius Spanyik, ungarischer Bildnis-, Historien- und Genremaler (1858 Bratislava-Pozsony [Preßburg] bis 1943 Budapest), studierte 1876–80 Malerei an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl, weitergebildet bei Alexander [Sandor] von Liezen-Mayer in München, schließlich Meisterschüler von Gyula Benczúr in Budapest, beschickte unter anderem 1887 die Ausstellung des Preßburger Kunstvereins, dessen Mitglied und ab 1907 zweiter Vorsitzender er war, ab 1919 tätig in Budapest, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", ÖBL, Müller-Singer und Internet.
Lot-No.: 4236
Limit: 1500.00 €, Acceptance: 0.00 €
arabische Reiter auf dem Schlachtfeld, im Licht der aufgehenden Sonne, lasierende, partiell pastose Malerei in effektvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten teils ligiert signiert, ortsbezeichnet und datiert "HMStaackmann M [München] [19]18", rückseitig unleserliche Annotationen auf dem Keilrahmen, restauriert, doubliert, Kratzer, Triangeleinriss, etwas restaurierungsbedürftig, modern gerahmt, Falzmaße ca. 79,5 x 120 cm. Künstlerinfo: irrtümlich auch Staakmann, dt. Historienmaler und Orientalist (1852 Hemme-Zennhusen bis 1940 München), Kindheit in Heide in Holstein, studierte ab 1877 an der Münchner Akademie, Mitglied des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands, tätig in München, Quelle: Dressler und Matrikel der Münchner Akademie.
Lot-No.: 4237
Limit: 550.00 €, Acceptance: 0.00 €
morgendliche Szene am Seeufer, mit Fischern beim Leeren ihrer Netze, gering pastose Genremalerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1960, links unten ritzsigniert und ortsbezeichnet "H. Stadelhofer München", rückseitig Rahmungsetikett Nürnberg, reinigungsbedürftig, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 60,5 x 80,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1914 Konstanz bis 1979 Verona), Lehre als Dekorations- und Freskenmaler, studierte nach 1945 bei Prof. Harald Bengen in Berlin und später an der Akademie München bei Prof. Max Meierhofer, darüber hinaus Schüler von Hein König, Söhn-Skuwa und Prof. Julius Hüther in München, Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler, tätig in München ab 1970 abwechselnd im Zweitatelier in Verona, Quelle: Gorenflo und Internet.
Lot-No.: 4238
Limit: 150.00 €, Acceptance: 0.00 €
Rokokogesellschaft vorm Schloss, mit jungen Jägern zu Pferd mit ihrer Hundemeute, von jungen Damen auf einem Balkon begrüßt, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1920, rechts unten undeutlich signiert "A. Stepha...", Keilrahmen etwas durchzeichnend, hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, gering restaurierungsbedürftig, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 90 x 124,5 cm. Künstlerinfo: auch Stephan Sedlacek, Sedláček oder Dohn-Sedlacek, österreichischer Genremaler (1868 Königstetten bis 1936 Wien), Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Fuchs und Internet.
Lot-No.: 4239
Limit: 600.00 €, Acceptance: 0.00 €
Portrait einer schwedischen Bäuerin in traditioneller Tracht, pastose Malerei, links unten signiert "Stohrer", rückseitig von Künstlerhand betitelt und datiert "1920", etwas reinigungsbedürftig, profilierte Jugendstilleiste, Falzmaße ca. 30 x 22 cm.
Lot-No.: 4240
Limit: 20.00 €, Acceptance: 20.00 €
breite, schneebedeckte und von einfachen Häusern gesäumte Dorfstraße in flacher Landschaft, leicht pastose Malerei in heller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, Mitte 20. Jh., links unten signiert "N. v. Straten", Craquelure, reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 60,5 x 100 cm.
Lot-No.: 4241
Limit: 120.00 €, Acceptance: 0.00 €
Portrait einer dunkelhaarigen Madrilenin im Seitenprofil, ein traditionelles schwarzes Kleid mit buntem Blumendekor tragend, einen opulenten farbigen Fächer in der Rechten haltend, pastose Malerei mit expressiver Farbgebung, Öl auf Leinwand, rechts unten von einem leider unbekannt gebliebenen ungarischen Maler signiert "L. Szödy", rückseitig auf Zettel in Tusche künstlerbezeichnet sowie annotiert "Motiv: Madrider Mädchen Maria Luisa C. Narvarz, 19 Jahre alt" sowie datiert "1943", auf dem Keilrahmen handschriftlich in Blei, wohl vom Künstler, signiert "Szödy - Ladislav" sowie mit schwer leserlicher Wohnortangabe, auf weiterem Zettel spätere handschriftliche Schenkungsannotation "Meinem lieben Freunde Ludwig Frank zur Erinnerung an die gemeinsam im schönen Spanien verbrachten Jahre, gewidmet von Deinem Hermann Mandel/Cranach(?) Madrid, März 1953", auf dem Malträger nochmals schwer leserlich handschriftlich künstlerbezeichnet, guter Zustand, einige winzige, zum Teil rückseitig ausgebesserte Leinwandlöchlein, Rahmen neuzeitlich, Falzmaße ca. 58 x 50 cm.
Lot-No.: 4242
Limit: 80.00 €, Acceptance: 80.00 €
Gläubige in einem herrschaftlichen Saal, mit einem am Boden liegenden Kruzifix, in stille Andacht vertieft, auf der Münchner Jahresausstellung 1898 im Münchner Glaspalast präsentierte Max Thedy sein großformatiges Gemälde "Adoratio Crucis", vorliegend leicht abgewandelte Vorstudie zum Gemälde, Öl über Kohlevorzeichnung auf Leinwand, rückseitig altes Etikett "No. 74 Entwurf »Adoratio Crucis« Prof. Max Thedy", gerahmt, Falzmaße ca. 79 x 114,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Maximilian Eduard Gallus Thedy, dt. Maler, Zeichner und Graphiker (1858 München bis 1924 Polling bei Weilheim in Oberbayern), typischer Vertreter der Weimarer Malerschule, früh verwaist, wurde der Junge ab 1870 von dem Hamburger Maler Georg Friedrich Louis Reinhardt aufgezogen und erhielt bei diesem seine malerischen Grundlagen, gefördert von Johann Baptist Hofner, ab 1872 erste berufliche Ausbildung an der Freisinger Gewerbeschule, ab 1873 Schüler der Münchner Kunstgewerbeschule, studierte 1875-82 an der Akademie München bei Sándor (Alexander) Wagner, Wilhelm von Diez und schließlich 1881-82 als Meisterschüler bei Ludwig von Löfftz, 1882 Berufung durch den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach als Professor an die Kunstschule Weimar und 1883-1919 hier als Lehrer tätig sowie 1914-19 vertretungsweise Direktor der Einrichtung, 1886 Aufenthalt in Überlingen am Bodensee, unternahm 1886 und 1887 Studienreisen in die Niederlande, 1919-1920 kurzzeitig Formmeister am Bauhaus Weimar, ab 1921 Professor an der wiedererrichteten Weimarer Kunsthochschule, Mitglied im Deutschen Künstlerbund Weimar, tätig in Weimar und regelmäßige Sommeraufenthalte auf der Fraueninsel im Chiemsee und in Polling bei Weilheim, Quelle: Thieme-Becker,"Saur Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Scheidig "Die Weimarer Malerschule", Boetticher, Ausstellungskatalog Stadtmuseum Weimar 2002, Jansa, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Dressler und Wikipedia.
Lot-No.: 4243
Limit: 1200.00 €, Acceptance: 0.00 €
sonnige Landschaft mit Teich und Kahn vor Bauernhäusern, unter effektvoll bewölktem Himmel, hierzu schreibt Müller-Singer "... Er ... malte besonders Landschaften des Niederrheins, der Eifel und Hollands. ...", pastose Landschaftsmalerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Holzplatte, um 1900, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "Raphael Unverdross Df. [Düsseldorf]", rückseitig Zettel mit Info zum Künstler, etwas farbschwundrissig, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 27 x 20,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Raphael Oskar Unverdross, dt. Landschaftsmaler (1873 Düsseldorf bis 1952), Schüler des Düsseldorfer Landschaftsmalers Helmuth Liesegang, weitestgehend Autodidakt, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Müller-Singer, Dressler, Busse, Jansa, Adressbuch der Stadt Düsseldorf 1927 und Wikipedia.
Lot-No.: 4244
Limit: 100.00 €, Acceptance: 0.00 €
sommerliche Ansicht des Steinbachs [auch Ostersee-Ach bzw. Seeshauptsbach] zwischen baumbestandenen Auwiesen kurz vor Mündung in den Starnberger See [ehemals: Würmsee], pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1960, rechts unten signiert "Vaeltl", rückseitig auf dem Keilrahmen in Blei betitelt, signiert und ortsbezeichnet "»Mündung der Ach i. d. Starnbergersee« Otto Vaeltl i. Seeshaupt", reinigungsbedürftig, original gerahmt, Falzmaße ca. 50,5 x 60,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1885 Moosburg bis 1977 Seeshaupt), Lehre als Theatermaler, ab 1900 Schüler von Ludwig Hartmann in München, 1944 Übersiedlung nach Seeshaupt am Starnberger See, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler, Quellen: Bruckmann Münchner Malerei im 19./20. Jh., Dressler und Internet.
Lot-No.: 4245
Limit: 120.00 €, Acceptance: 0.00 €
weiße und rote Nelken in einer Glasvase, einfühlsame Blumenmalerei mit partiellem pastosen Farbauftrag, Öl auf Pappe, um 1910-20, links unten signiert "A. Villard", dezentes Craquelure, gerahmt, Falzmaße ca. 32,5 x 25 cm. Künstlerinfo: eigentlich Antoine Auguste Villard, frz. Maler (1867 Mácon bis 1934 Paris), ab 1907 ausschließlich als Maler tätig, Studium an den Akademien in Lyon und Paris, 1913 Studienreise in die Wüste Südtunesiens, 1928 Leiter des ersten Salon del´art francais indépendant. Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Lot-No.: 4246
Limit: 240.00 €, Acceptance: 240.00 €
Bauer und Bäuerin, eine Kuh auf regennasser herbstlicher Landstraße zum Dorf führend, lasierende, partiell gering pastose, nahezu fotorealistische Malerei, Öl auf Platte, um 2000, links unten ligiert signiert "CVleugels", rückseitig angelegtes und teils ausgeführtes Bildnis einer eleganten Dame auf einem Diwan (hier Malerei mit Kratzern), provisorisch gerahmt, Falzmaße ca. 79 x 106 cm. Künstlerinfo: belgische Malerin des Realismus und Hyperrealismus (geboren 1963 in Antwerpen), 1980-82 als Dekorationsmalerin tätig, 1983-84 Besuch der Königlichen Kunstakademie in Antwerpen, seitdem zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, Quelle: Internetpräsenz der Künstlerin.
Lot-No.: 4247
Limit: 400.00 €, Acceptance: 550.00 €
junge Frau mit dunklem Haar und edlem Polarfuchsmantel, neben einem Pferdekopf, freundlich den Betrachter anblickend und im unteren Bereich Winterlandschaft mit Pferd und Pony, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "C Vleugels (19)93", ansprechend gerahmt, Falzmaße ca. 70 x 50 cm. Künstlerinfo: belgische Malerin des Realismus und Hyperrealismus (geboren 1963 in Antwerpen), 1980–82 als Dekorationsmalerin tätig, 1983–84 Besuch der Königlichen Kunstakademie in Antwerpen, seitdem zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, Quelle: Internetpräsenz der Künstlerin.
Lot-No.: 4248
Limit: 400.00 €, Acceptance: 400.00 €
in flacher Landschaft mit einzelnen Bäumen und Sträuchern ein Kutscher, vor dem herannahenden Gewitter fliehend, flott erfasste, gering pastose Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, realistisches Frühwerk des Künstlers, welches ihm den Eintritt zu allen Großen Deutschen Kunstausstellungen zur Zeit des Nationalsozialismus ermöglichte, Öl auf Malkarton, rechts unten signiert "K. Wendlandt", rückseitig von Künstlerhand nochmals signiert, nummeriert und monogrammiert, große handschriftliche Nummerierung wohl früherer Ausstellung "1630", auf dem Rahmen Etikett der Berliner Rahmenhandlung "Labuske & Schmidt", Frühschwund, minimale Retuschen und etwas reinigungsbedürftig, Rahmen der Zeit mit Bestoßungen, Plattenmaße ca. 43,5 x 55 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Illustrator und Autor (1917 Wreschen bis 1998 Berlin), 1937 und 1943 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künster Berlin bei Erik Richter und Gustav Hilbert, von 1940 bis 1944 auf allen Großen Deutschen Kunstausstellungen in München vertreten, seine Bilder erwarben unter anderem Hitler, Goebbels und Speer, nach dem Krieg beschäftigte sich Wendlandt, inspiriert durch seinen Mallehrer Hans Szym, intensiv mit der Farbenlehre, ab den 1950er Jahren schuf er erste Illustrationen für Kinderbücher, wurde zunehmend aber auch selbst als Autor aktiv, mit seiner Frau Elfi schrieb er das Kinderbuch „Elisa“ (1960), ab Ende der 1950er Jahre experimentierte und entwickelte Wendlandt erste Lichtgrafiken und Décollage sowie Leuchtbilder, diaphane Reliefs und plastische Leuchtwände, dabei entdeckte er als erster die Kombinationsmöglichkeit von Filmcollagen mit Plexiglas, welches farbige Raumvorstellungen ermöglicht, mit seinem Freund, dem Fotografen Heinz Hajek-Halke, avancierte er zur Avantgarde der Berliner Lichtgrafik-Szene der 1960er Jahre, 1960 bis 1963 Tätigkeit als Dozent für grafisches Gestalten an der TU Berlin, fortwährende Tätigkeit als Kinderbuchillustrator und -autor, die Farbenlehre beschäftigte ihn dazu weiterhin, zu seinem 1971 veröffentlichten Farbenmärchen "Die drei Könige" schrieb der seinerzeitige Bundesaußenminister Walter Scheel ein Vorwort, großen Einfluss auf sein künstlerisches Schaffen hatte Jean Gebsers Kulturanthropologie, Anfang der 1970er Jahre gestaltete Wendlandt die erste Fassung seiner „Gebser-Wand“ mit dem Titel „Die Entfaltung des Menschlichen Bewusstseins“, Wendlandts Nachlass befindet sich unter anderem im Besitz der Berlinischen Galerie, des Kunstmuseums Moritzburg in Halle, des Sprengel Museum Hannover sowie in der Zitadelle Spandau, Quelle: Vollmer und Wikipedia.
Lot-No.: 4249
Limit: 20.00 €, Acceptance: 260.00 €