am Tisch mit Büchern, Globus, Schreibzeug, Sanduhr und Totenschädel sitzender Gelehrter im Interieur, fein lasierende Kopie nach dem um 1650 entstandenen Original von David Teniers dem Jüngeren (1610-1690), Öl auf Leinwand und Keilrahmen, unsigniert, 18./19. Jh., Craquelure, doubliert, Farbplatzer, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 48 x 38,5 cm.
Lot-No.: 4025
Limit: 400.00 €, Acceptance: 450.00 €
dramatische Darstellung eines Schlachtgeschehens mit kämpfender Kavallerie, möglicherweise Szene aus den sogenannten "Türkenkriegen", pastose Malerei in gedeckter Farbigkeit mit effektvollen Lichtern, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, doubliert, etwas restauriert, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 46 x 62 cm.
Lot-No.: 4026
Limit: 390.00 €, Acceptance: 600.00 €
am Rand des Zeltlagers eines Heeres wird die Fahne in den Boden gerammt, während der Heeresführer, mit aufwendigem Brustharnisch und Federhut, die Kriegsbeute präsentiert bekommt, im Hintergrund stilisierte Landschaft mit Burg, Personenstaffage und Hunden, es könnte sich um eine Szene aus dem 30-jährigen Krieg handeln, Öl auf Holzplatte, 18. Jh., unsigniert, die Holzplatte zweimal horizontal geklebt, die Malerei im Bereich des Himmels neueren Datums und mit minimalen Trocknungsrissen, Restaurierungen, imposanter vergoldeter Prunkrahmen der Zeit, Falzmaße ca. 70,5 x 86,5 cm.
Lot-No.: 4027
Limit: 240.00 €, Acceptance: 390.00 €
Reiter in dämmriger Sommerlandschaft vorm Zelt, mit Fahne und ausgestecktem Kranz im Feldlager, gering pastose, barocke Genremalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1700, unsigniert, alt doubliert, etwas verputzt, alte, teils größere Retuschen, stark gedunkelter Firnis, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 46 x 35 cm.
Lot-No.: 4028
Limit: 450.00 €, Acceptance: 0.00 €
Brustbildnis eines über die rechte Schulter zum Bildbetrachter blickenden, in herrschaftlicher Robe gekleideten Herrn, mit weiß gepuderter Perücke im Viertelprofil, wohl Bildnis eines Kammerherrn bzw. eines höheren Staatsbediensteten, laut ungeprüfter Vorbesitzerinfo wohl Person aus dem Umfeld des österreichischen Königshauses, lasierende, partiell pastose Malerei, Öl auf Leinwand, wohl 2. Hälfte 18. Jh., unsigniert, Craquelure, doubliert, restauriert, schön im ovalen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 70,5 x 58 cm.
Lot-No.: 4029
Limit: 600.00 €, Acceptance: 0.00 €
Halbfigurenbildnis eines elegant gekleideten älteren Adligen mit Perücke, in Rüstung und rotsamtenem Mantel, vor dunklem Grund, gering pastose Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, doubliert, restauriert, etwas restaurierungsbedürftig, im nicht ganz passenden Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 82 x 65 cm.
Lot-No.: 4030
Limit: 500.00 €, Acceptance: 0.00 €
Brustbildnis einer streng dreinblickenden Frau mittleren Alters, mit brünettem gelockten Haar und mit edelsteinbesetztem Diadem auf dem Hinterkopf, auffallend ist der doppelte, jedoch schmucklose transparente, über dunklem Kleid getragene Kragen aus weißem Schleier, unter dem eine mehrreihige Perlenkette mit abgehängtem perlenverzierten Kreuz mit Edelsteinen sowie eine edelsteinbesetzter Brosche in Schleifenform hervorschaut, fein lasierende, wohl flämische Bildnismalerei in der Mode um 1650, Öl auf Leinwand, wohl 17./18. Jh., unsigniert, Craquelure, alt hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, retuschiert, etwas restaurierungsbedürftig, im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 55,5 x 45 cm.
Lot-No.: 4031
Limit: 300.00 €, Acceptance: 360.00 €
Brustbildnis einer jungen Frau mit langem, gelocktem brünetten Haar, im schulterfreien Kleid, im Viertelprofil vor dunklem Grund, lasierende, partiell gering pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, rückseitig neuzeitliches Münchner Rahmungsetikett, doubliert, alte Retuschen und Ergänzungen, etwas restaurierungsbedürftig, sehr schön passend neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 55,5 x 42,5 cm.
Lot-No.: 4032
Limit: 300.00 €, Acceptance: 360.00 €
meisterhafte Kopie nach dem Original Rembrandt van Rijns aus den 1630er Jahren, das Selbstbildnis ist eines der berühmtesten Gemälde des Künstlers, in "Rembrandt und Saskia im Gleichnis vom verlorenen Sohn" präsentiert er sich mit seiner Frau Saskia, gleichzeitig stellt das Werk ein Gleichnis auf die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn dar, der sein Erbe in einem sündhaften Leben zechend verprasst, der unbekannte Meister empfindet die Tonalität, das Lichtempfinden und das fast frivol anmutende Selbstbewusstsein des Altmeisters gekonnt nach, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, Restaurierungen, Craquelure sowie Bereibungen im Randbereich, ungerahmt auf Keilrahmen, Maße ca. 48 x 39,5 cm.
Lot-No.: 4033
Limit: 280.00 €, Acceptance: 360.00 €
unter effektvoll bewölktem Himmel eine Gruppe Bauern bei der Heuernte, zur Linken eine Mutter mit Wickelkind, die den Männern gerade Verpflegung aufs Feld bringt, fein lasierende, qualitätvolle Wiederholung nach Jan Philipps Wouwerman (1619–1668), Öl auf Holz, 19. Jh., links unten nachträglich monogrammiert "P.W.", auf Plakette bezeichnet "PH. WOUVERMAN", die alten Holzplatten unfachmännisch vertikal geleimt und neuzeitlich mit Klebeband rückseitig geklebt, geringe Oberflächendefekte, im Randbereich minimal retuschiert, schön gerahmt, Falzmaße ca. 47 x 38,5 cm.
Lot-No.: 4034
Limit: 200.00 €, Acceptance: 390.00 €
von Felsen gesäumter Steg, entlang eines tosenden Flusses in waldiger Landschaft, in der Bildmitte rastende Wanderer, im Hintergrund die Silhouette einer Stadt, gering pastose Landschaftsmalerei in gedeckter Farbigkeit unter partieller Auflösung der Konturen, Öl über rotem Bolus auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, Leinwand doubliert, restaurierungsbedürftig, Rahmen neuzeitlich, Falzmaße ca. 48 x 69,5 cm.
Lot-No.: 4035
Limit: 20.00 €, Acceptance: 200.00 €
idealisierte mediterrane Landschaftsimpression im altmeisterlichen Stil, das Motiv zeigt eingängig die Abhängigkeit der Menschen vom Fluss als Lebensader, ihr Leben wird durch diesen bestimmt, er dient als Nahrungsquelle, man wäscht an ihm die Wäsche, Bauwerke sind nach dem Uferverlauf angeordnet, breiter, pastoser Pinselduktus, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, restauriert, Craquelure, doubliert und auf neueren Keilrahmen gespannt, Rahmen neuzeitlich, Falzmaße ca. 63,5 x 73,5 cm.
Lot-No.: 4036
Limit: 1600.00 €, Acceptance: 0.00 €
besiedelte Anhöhe mit Blick auf die weite Landschaft, zur Linken Frauen am Wegesrand, Salatköpfe feilbietend, zur Rechten ein Reisender auf einem Pferd, einen Anwohner nach dem Weg fragend, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., Leinwand doubliert, Retuschen und leichtes Craquelure, gerahmt, Falzmaße ca. 44,5 x 64 cm.
Lot-No.: 4037
Limit: 160.00 €, Acceptance: 160.00 €
Pendants wohl holländischer Hafenszenen am Fluss mit Booten und umfangreicher Personenstaffage, mit spitzem Pinsel ausgeführte Malereien in gedeckter Farbigkeit, je Öl über rotem Bolus auf Leinen, neuzeitlich auf Karton kaschiert, 18. Jh., unsigniert, je restaurierungsbedürftig, die Rahmen neuzeitlich, Falzmaße je ca. 21,5 x 31,5 cm.
Lot-No.: 4038
Limit: 80.00 €, Acceptance: 200.00 €
rastende Wanderer unter antiken Ruinen am Meer, laut Vorbesitzerangabe Kopie nach Giovanni Paolo Pannini (1691 Piacenza bis 1765 Rom), lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, wohl 18./19. Jh., unsigniert, Craquelure, restauriert, auf Gaze aufgezogen, in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 40 x 80 cm.
Lot-No.: 4039
Limit: 390.00 €, Acceptance: 650.00 €
wohl komponierte italienische Sommerlandschaft mit antiken Architekturruinen zwischen Bäumen am Flussufer, gering pastose barocke Malerei, Öl auf Leinwand auf neuerem Keilrahmen, 17./18. Jh., unsigniert, Craquelure, doubliert, retuschiert, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 34 x 80 cm.
Lot-No.: 4040
Limit: 240.00 €, Acceptance: 300.00 €
sonnige Landschaft mit kleiner Stadt, Öl auf Leinwand (nicht auf Keilrahmen gespannt) und zwei Aquarelle mit Gebäuden, um 1930, je signiert oder monogrammiert, leichte Altersspuren, Maße max. ca. 55 x 64 cm. Künstlerinfo: dt. Graphiker, Landschafts- und Architekturmaler (1873 Leipzig bis 1945 Grimma), Lithographenausbildung und technischer Zeichner, Besuch von Zeichenkursen und Studium an der Akademie Leipzig, seit 1910 regelmäßige Alpenaufenthalte, ab 1914 als Maschinenbauzeichner in Grimma tätig, hier in den 1920er und 1930er Jahren Stadtkunstwart, Quelle: Vollmer, AKL und Info Kreismuseum Grimma.
Lot-No.: 4041
Limit: 20.00 €, Acceptance: 100.00 €
sommerlicher Blick, wohl vom Ufer der pommerschen Steilküste mit Segler am Horizont, unter effektvoll bewölktem Himmel, pastose Landschaftsmalerei mit trefflich erfasster Stimmung in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "M. v. Baczko", mit Wohnortannotation "W[eimar]r." sowie datiert "[18]86", geringe Farbabplatzer, restaurierte Leinwandstelle, punktuelle Retuschen und reinigungsbedürftig, antikisierender Prunkrahmen, Falzmaße ca. 55 x 80 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmalerin (1842 Görlitz bis 1924 Berlin), Studium an der Weimarer Akademie bei Max Schmidt, als Landschafterin genoss sie zeit ihres Lebens einen exzellenten Ruf, ihr motivischer Fokus lag auf Ansichten vom Harz, der Alpen sowie der pommerschen Küste, 1877 Teilnahme an der Kunstausstellung der Königlichen Akademie der bildenden Künste Dresden, stellte im Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Weimar aus, wo ihr Hauptwirkungsort war, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Boetticher und Benezit.
Lot-No.: 4042
Limit: 280.00 €, Acceptance: 300.00 €
stattlicher Mann mit Tracht und Pfeife auf einer Wiese vor Bergpanorama, mit sicherem Pinselstrich ausgeführte Malerei, Öl auf Pappe, um 1900, rechts unten signiert "L. Braun", rückseitig auf Pappe bezeichnet "Egerterbauer in Fischhausen bei Schliersee", rückseitig nochmals in Blei signiert, und Lebensdaten in Kugelschreiber "1836 Schwäbisch Hall 1916 München", geringe Retuschen, im goldbronzierten Rahmen (etwas bestoßen), Falzmaße ca. 36,5 x 20 cm.
Lot-No.: 4043
Limit: 100.00 €, Acceptance: 220.00 €
gärtnernde Frauen im Bauerngarten hinterm Haus, im hellen Sonnenlicht, gering pastose, impressionistische Malerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Karton, rechts unten ligiert signiert und datiert "L. Bolgiano. 1895", rückseitig mit Klebeband applizierte, fragmentarisch erhaltene Dedikation des Künstlers "Fräulein Fanny Haindl zur freundlichen Erinnerung an den Aufenthalt in Fürstenfeld. - Weihnachten 1895 LBolgiano", etwas reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 18,5 x 22 cm. Künstlerinfo: italienischstämmiger dt. Maler, Zeichner, Illustrator, Heimatschriftsteller und Jurist (1866 München bis 1948 Grabenstätt), 1876-85 Schüler des Münchner Maximiliansgymnasiums, anschließend Jurastudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1890-95 künstlerische Ausbildung, 1890-95 Privatschüler in der Malschule von Friedrich Fehr in München, parallel 1890-92 Studium an der Münchner Akademie bei Gabriel von Hackl, später Studium bei August Fink, unternahm Studienreisen durch Deutschland, Italien, Österreich und in die Schweiz, beschickte ab 1896 die Ausstellungen des Münchner Kunstvereins im Glaspalast, im Maximilianeum, in der Neuen Pinakothek und 1937-40 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, 1909 Ehrung mit der Goldmedaille der Internationalen Münchner Kunstausstellung, 1911 silberne Prinz-Luitpold-Medaille, 1915 Verleihung des Professorentitels, Ankäufe durch das bayerische Königshaus und die Fürsten von Hohenzollern, 1912-19 Vorstandsmitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, später Vorstandsmitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, Mitglied der Vereinigung für christliche Kunst, Vorsitzender des Ausstellerverbands Münchner Künstler, Mitglied der Künstlergruppe „Die Achtundvierziger“, Kunstbeirat für die Städtische Gemäldesammlung, Mitglied der staatlichen Ankaufskommission im Glaspalast, Mitglied des Münchner Kunstvereins, darüber hinaus Mitglied im bayerischen Landesausschuss für Naturpflege sowie Mitbegründer und ab 1913 Vorsitzender des Isartalvereins, Mitglied des Süddeutschen Illustratorenbundes, ab 1933 Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, tätig in München, während des 2. Weltkriegs Umzug nach Grabenstätt am Chiemsee, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Schweers, Ries, Breuer "Münchner Künstlerköpfe" und Internet.
Lot-No.: 4044
Limit: 120.00 €, Acceptance: 120.00 €
Impression des Canal Grande in Venedig, unter locker bewölktem Himmel, auf dem Wasser einige Boote, zum Teil mit spitzem Pinsel ausgeführte, für Callow charakteristische Vedutenmalerei mit gelungenen Lichthebungen, unsigniert, 19. Jh., rückseitig auf maschinenschriftlichem Etikett bezeichnet "WILLIAM CALLOW R.W.S (1812-1908)", ein zweites Etikett wohl auf eine frühere Ausstellung hindeutend, in deren Rahmen das vorliegende Werk, wohl zusammen mit einem Aquarell des Künstlers von der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein, ausgestellt worden war, bei letzterem ist wohl das Werk "Ehrenbreitstein und Koblenz von den Höhen von Pfaffendorf" aus dem Jahr 1839 gemeint, hier auf dem Etikett fälschlich auf das Jahr 1860 datiert, auf dem Malträger später übertragener Titel "Venice, Canale [sic!] Grande", Leinwand doubliert, umfangreiche Retuschen, etwas Craquelure, neuzeitlicher antikisierender Prunkrahmen, Falzmaße ca. 30,5 x 46 cm. Künstlerinfo: englischer Landschaftsmaler, Graphiker und Aquarellist (1812 Greenwich bis 1908 Great Missenden), Lehre bei dem Maler Coply Fielding, 1825-27 Lehre bei Thales und Theodor Fielding, ab 1929 als Graveur in Paris tätig, ab 1831 Kunstlehrer der Familie von König Louis-Philippe I., 1841 Rückkehr nach London und Aufnahme in die Royal Watercolour Society, 1855 Übersiedlung nach Buckinghamshire, zahlreiche Studienreisen in verschiedene Länder Europas, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Lot-No.: 4045
Limit: 900.00 €, Acceptance: 1300.00 €
Bildnis eines sitzenden Cavalier King Charles Spaniel in der Farbvariante "Black and Tan" mit Halsband und Schelle vor hellem Grund, gering pastose Tiermalerei, Öl auf Leinwand, rechts signiert und datiert "C. Ewald 1899", rückseitig auf dem Keilrahmen bezeichnet "Nr. 313", Craquelure, reinigungs- und etwas restaurierungsbedürftig, im neueren Rahmen mit Messingrahmenschild "C. Ewald 1899" gefasst, Falzmaße ca. 50 x 41 cm. Künstlerinfo: geborene Clara Philippson, dt.-jüdische Portrait- und Genremalerin (1859 Düsseldorf bis 1948 Belfast/Nordirland), bis 1867 Kindheit in Düsseldorf und Bonn, ab 1867 in Zürich und ab 1878 in Berlin, ihren Berufswunsch Ärztin konnte sie wegen der Konventionen der Zeit nicht umsetzen, sie wandte sich der Malerei zu und wurde in Berlin Privatschülerin von Otto Brausewetter, darüber hinaus Schülerin der Damenmalklasse von Karl Gussow, ab 1885 unterhielt sie ein eigenes Atelier und war freischaffend in Berlin, 1886 Eheschließung mit dem Historiker und Philologen Paul Ewald (1851–1887) sowie Hochzeits- und Studienreise nach Rom, 1887 Tod des Ehemanns und Geburt des Sohnes Paul Peter Ewald, 1891–93 Aufenthalt in Paris und Schülerin von William Adolphe Bouguereau an der Académie Julian, später Aufenthalte in Cambridge und in Montreux, 1900 Umzug nach Potsdam, beschickte unter anderem die Ausstellungen der Berliner Akademie, 1911–16 Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen, 1909 Umzug in die Künstlerkolonie Holzhausen am Ammersee, unterhielt parallel ein Appartement in München-Schwabing, 1913 Reise nach Amerika (New York), 1922 Erkrankung mit Lähmungserscheinungen, in Clara Ewalds Atelier in Holzhausen fand auf Einladung des Sohnes 1925 die „I. internationale Konferenz über Kristallstrukturanalyse mit Röntgenstrahlen“ mit internationalen Wissenschaftlern statt, wanderte auf Grund der Rassengesetze im Oktober 1938 nach Cambridge/Großbritannien aus, später Umzug nach Belfast, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, "Käthe, Paula und der ganze Rest", Müller-Singer, Petteys, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4046
Limit: 100.00 €, Acceptance: 650.00 €
anlandende Segelbote am Steg vor Windmühle und altstädtischer Kulisse, ähnliche Motive werden vielfach als "alter Hafen in Rotterdam" bezeichnet, möglicherweise historische Ansicht des Delfshaven, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., links unten signiert "J. C. Gessnitzer", Craquelure, Leinwand rückseitig gewachst, alte Retuschen, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 73 x 101 cm.
Lot-No.: 4047
Limit: 600.00 €, Acceptance: 0.00 €
bewegte Sommerlandschaft mit Blick aus dem Waldesdunkel auf zwischen Felsen hindurchstürzenden Bach mit angelnden Knaben, 1858 beschickte Geyer die Ausstellung des Österreichischen Kunstvereins mit fünf Gemälden, hierzu bemerkt Boetticher "... 7–11. Waldbach; Ahorngruppe; Gewitterlandschaft; Grundelsee bei Aussee; Aus dem Hochgebirge. – Oesterr. KV. 1858.", möglicherweise ist unser Gemälde identisch mit jenem "Waldbach" bei Boetticher, gering pastose Malerei in spätromantischer Tradition, Öl auf Leinwand, links unten signiert und undeutlich datiert "Geyer [1]858", rückseitig auf der Leinwand gestempelt "Anton Maurer – Wien – I. Klostergasse No. 4 – Verdienst-Medaille", original im prächtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild "G. Geyer" gefasst, Falzmaße ca. 41x 56,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Landschafts- und Genremaler sowie Orientalist (1823 Wien bis 1912 Wien), studierte an der Akademie Wien bei Thomas Ender, Josef Mössmer und Franz Steinfeld, beschickte die Ausstellungen der Wiener Akademie im St. Annahof, um 1872–73 wohl Aufenthalt in Nordafrika bzw. im Orient, beschickte die Wiener Weltausstellung 1873 mit orientalischen Motiven, Mitglied der Wiener Künstlergesellschaft, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach "Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich", Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Fuchs, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4048
Limit: 350.00 €, Acceptance: 350.00 €
romantischer Blick vom Meeresufer, an Kiefern vorbei, auf die in warmes Abendlicht getauchte Bucht von Neapel, im Hintergrund türmt sich der imposante schneebedeckte Gipfel des Vesuvs auf, für Goldstein typische Ansicht, der für seinen Gönner Friedrich August III. umfangreiche Reisen in die Schweiz und nach Italien unternahm, dabei ständig neue Motive findend, die er mit großer Beobachtungsgabe im romantischen Stil ins Bild setzte, vorliegendes Motiv wiederholte Goldstein mehrfach, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., links unten signiert "J. Goldstein", Craquelure, umlaufende Druckstellen durch den Keilrahmen, Randdefekte durch die Rahmung, reinigungsbedürftig, retuschiert, im originalen Prunkrahmen der Zeit, 44,5 x 36,5 cm. Künstlerinfo: dt. Architektur- und Landschaftsmaler der Romantik (1798 Warschau bis 1871 Dresden), ab 1816 Studium in Berlin, anschließend bildete er sich in Dresden weiter, wo er unter dem Einfluss von Johan Christian Clausen Dahl geriet, in der sächsischen Hauptstadt wirkte er von 1821 bis 1871, er hatte dort mit Kronprinz Friedrich August III., dem späteren König, einen einflussreichen Gönner, für dessen Sammlung sächsischer Ansichten er 1825 das Schloss Kriebstein malte, Goldstein galt daher bald als "Landschaftsmaler des Königs", er schuf zu Beginn vor allem architektonische Ansichten im gotischen Stil in Anlehnung an sein malerisches Vorbild der Berliner Zeit, Karl Friedrich Schinkel, ab Ende der 1820er Jahre wandte er sich landschaftlichen Darstellungen der Schweiz, Italiens und insbesondere Siziliens zu, er war zwischen 1821 und 1869 regelmäßig auf der Dresdner Kunstausstellung sowie der Berliner Kunstakademie vertreten und galt seinerzeit als bedeutendster Dresdner Architekturmaler neben Max Hauschild, Quelle: Thieme-Becker, Benezit und Saur.
Lot-No.: 4049
Limit: 600.00 €, Acceptance: 1400.00 €