Gemälde

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Ludwig Meixner, Nocturne

vom Mond effektvoll beschienene Hafenpartie mit Booten und erleuchtetem Pavillon mit gehisster Flagge, stimmungsvoll-romantische, gering pastose Malerei, hierzu schreibt Seubert (1878) "... Man hat von ihm viele Küstenbilder, Seestücke und andere Landschaften in Oel und Aquarell, die sehr wahr aufgefasst und poetisch empfunden, ... sind: ... Mondnacht an der schwedischen Küste; Venedig. ...", Öl auf Holzplatte, rechts unten signiert und datiert "Ludwig Meixner [18]56", geringe Craquelure, Retuschen, etwas restaurierungsbedürftig, im neueren Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 21,5 x 26,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler und Radierer (1828 München bis 1885 München), studierte ab 1843 an der Münchner Akademie, Schüler von Bernhard Stange, unternahm 1848–51 Studienreise durch Schweden und Norwegen, unternahm ferner Sudienreise nach Oberitalien (Neapel und Venedig), beschickte Münchner, Wiener und Dresdner Kunstausstellungen, Ankäufe durch das schwedische Königshaus, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Boetticher, Matrikel der Münchner Akademie, Schwedisches Künstlerlexikon, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Heller.

Lot-No.: 4075
Limit: 120.00 €, Acceptance: 300.00 €

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A. Mühlig, Mönch zwei Raubritter verfluchend

an einem Marterl in den Bergen ein Mönch mit seinem Esel rastend, zwei Raubritter verfluchend, die mit ihrer Beute vorbeigaloppieren, gekonnt dargestellte dramatische Szenerie, gering pastose Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten signiert "A. Mühlig", Craquelure, umlaufende Druckstellen durch den Keilrahmen, reinigungsbedürftig, minimal retuschiert, gerahmt, Falzmaße ca. 24,5 x 32 cm.

Lot-No.: 4076
Limit: 120.00 €, Acceptance: 120.00 €

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Moritz Müller-München, Störche im Nest

zwei Störche im Nest über blühenden Bäumen und Dorf in gebirgiger Landschaft, pastose Malerei, Öl auf Karton, um 1910, links unten signiert "M. Müller-München", reinigungs- und etwas restaurierungsbedürftig, in Jugendstil-Goldstuckleiste mit stilisierten Seerosen gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 35 cm. Künstlerinfo: genannt Moritz Müller der Jüngere (II.) oder "M. Müller Junior" bzw. "M. Müller-München", dt. Tier- und Jagdmaler (1869 München bis 1934 Dresden-Lausa), Schüler seines Vaters Moritz Gustav Müller (1841–1899), schuf zahlreiche Vorlagen für populäre jagdliche Künstlerpostkarten, tätig in München, später in Bad Weixdorf-Klotzsche/Dresden in Sachsen, Quelle: Boetticher, Künstlerstempel auf Gemälderückseite und Wikipedia.

Lot-No.: 4077
Limit: 240.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Adelsteen Normann, Norwegische Fjordlandschaft

den Fischern entgegenblickend Frau, am steinigen Ufer eines von schroffen Bergen umgebenen Fjords, im Hintergrund kleine Fischersiedlung, idyllische Szenerie im Licht des zur Neige gehenden Tages, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., links unten signiert "A. Normann", leichtes Craquelure, gerahmt, Falzmaße ca. 31,5 x 46 cm. Künstlerinfo: eigentlich Eilert Adelsteen Normann, norwegischer Landschaftsmaler (1848 Insel Vågøya bei Bodø bis 1918 Christiania [heute: Oslo]), ab1860 Schulbesuch in Trondheim und 1863–67 in Bergen, 1867–69 kaufmännische Ausbildung in Kopenhagen, studierte 1869–74 an der Akademie Düsseldorf, hier 1869–70 Schüler bei Andreas Johann Jakob Heinrich Müller, 1871–72 bei Albert Flamm und Oswald Achenbach sowie 1872–74 bei Eugen Dücker, beschickte ab 1872 Ausstellungen in Düsseldorf und Kopenhagen, ab 1873 in Düsseldorf ansässig, der Künstler hatte mit seinen norwegischen Landschaften schnell große Erfolge, so war er auf den Weltausstellungen Wien (1873), Philadelphia (1876) und Paris (1878) vertreten, beschickte ab 1874 Ausstellungen in Berlin und die Royal Academy in London, hier Ehrung mit der „Albert-Edward-Medaille“ und einer Silbermedaille (1877), es folgten Ausstellungen im Pariser Salon, in Göteborg, Boston, Budapest, Antwerpen, Versailles, Madrid und München, seine Gemälde erweckten früh Zuspruch durch die europäische Hocharistokratie, zu seinen Käufern gehörten unter anderem König Oskar II. von Schweden, Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und Kaiser Wilhelm II., bis 1887 in Düsseldorf tätig, 1876–88 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten" 1888 Umzug nach Berlin, hier Mitglied im Verein Berliner Künstler, 1890/91 Bau einer Villa in Balestrand am Sognefjord als Sommerhaus, hier regelmäßige Besuche durch Kaiser Wilhelm II. auf seinen Nordlandfahrten, betrieb ab 1903 in Berlin und Balestrand eine Malschule für Damen, 1917 gesundheitsbedingter Rückzug nach Norwegen, Quelle: Thieme-Becker, Seubert, Müller-Singer, Boetticher, Dressler, Saur Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Bruckmann "Düsseldorfer Malerschule" und Wikipedia.

Lot-No.: 4078
Limit: 850.00 €, Acceptance: 1200.00 €

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Eduard Oppelt, "Motiv bei Leitmeritz"

nächtliche Mondscheinlandschaft mit rastenden Roma und Sinti am Ufer der Rosovka, vor der imposanten Kulisse der Burgruine Házmburk [dt.: Hasenburg] in der Gemeinde Klapý im böhmischen Mittelgebirge, unweit von Litoměřice [dt.: Leitmeritz], lasierende, partiell gering pastose Landschaftsstudie, um 1890, rückseitig auf dem Keilrahmen beschriftet "Landschaftsstudie von Ed. Oppelt f. - Motiv bei Leitmeritz", original gerahmt, Falzmaße ca. 12,5 x 22 cm. Künstlerinfo: tschechischer Landschafts- und Vedutenmaler der 2. Hälfte des 19. Jh., tätig erwähnt bei Litoměřice [dt.: Leitmeritz] und in Prag, beschickte unter anderem 1877 die Kunstausstellung im Prager Sofien-Palast [Palais Žofín] mit fünf Gemälden, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Toman, Fuchs und Internet.

Lot-No.: 4079
Limit: 120.00 €, Acceptance: 280.00 €

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Bruno Pinkow, Schulterportrait einer Dame

rothaarige Dame mit nur angedeutetem schulterfreien Oberteil, im Seitenprofil von hinten festgehalten, einfühlsame Portraitmalerei mit gelungener Lichtführung, Öl auf dünnem Malkarton auf Pressspanplatte kaschiert, rechts unten signiert "Bruno Pinkow Berlin" sowie datiert "1897", rückseitig auf dem Rahmen von Hand bezeichnet "Bild Heinrich", gering retuschiert, partiell leicht frühschwundrissig, geringe Wölbungen im Malträger im oberen Bildbereich, Rahmen neuzeitlich, Falzmaße ca. 60 x 45,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1862 Berlin? bis nach 1933 Berlin?), tätig in Berlin-Wilmersdorf, Quelle: Dressler und Personenakten der Reichskammer der Bildenden Künste im Landesarchiv Berlin.

Lot-No.: 4080
Limit: 100.00 €, Acceptance: 100.00 €

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Otto Press, Nocturne

Mond über sommerlicher Landschaft mit Bauersfrau vorm Haus am Fluss, stimmungsvolle, lasierende Landschaftsmalerei in dunkeltoniger Farbigkeit und effektvollem Licht, Öl auf Leinwand, rechts unten undeutlich signiert und datiert "O. Press [18]65", rückseitig originales Ausstellungsetikett mit handschriftlicher Ergänzung "Gemälde vom Preußischen Kunstverein, Motiv: »Bei Berneichen in der Neumark« gemalt von Press ..." sowie weitere alte, fragmentarisch erhaltene Etiketten zur Bild- und Rahmengröße, möglicherweise ist das Gemälde identisch mit dem bei Boetticher aufgeführten und 1866 auf der Berliner Akademieausstellung gezeigten Gemälde "...3. ... Mondaufgang in der Mark – Berl. ak. KA. [18]66...", hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, alt retuschiert, original im Goldstuckrahmen (restaurierungsbedürftig) gefasst, Falzmaße ca. 45 x 63 cm. Künstlerinfo: signiert auch Pres bzw. Preß, dt. Landschaftsmaler (1837 bis 1889), unternahm Studienreisen durch Deutschland, Österreich, Norwegen Tirol und die Schweiz, beschickte die Ausstellungen des Preußischen Kunstvereins und 1866–88 die Berliner Akademieausstellung, spätestens 1871 bis 1887 Mitglied im Verein Berliner Künstler, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Fotoalbum "Deutsche Künstler" und Archiv der Akademie der Künste Berlin.

Lot-No.: 4081
Limit: 450.00 €, Acceptance: 450.00 €

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Ernst Renowitzky, Sammlerstillleben

stimmungsvolles Arrangement aus Teller mit Früchten und gerolltem Kupferstich, neben Besteck, Waldglasrömer, Zinnkrug und Büchern mit Tonpfeife, auf rotsamtener Tischdecke, besonderes Augenmerk erfährt jedoch eine asiatische Doppelkürbisvase mit blauer Unterglasurmalerei, welche ein Sträußchen mit weißen Magnolienblüten und Vergissmeinnicht birgt, fein lasierende, naturalistische Stilllebenmalerei mit sehr schönem Licht und delikater Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, ortsbezeichnet und datiert "Ernst Renowitzky Berlin 1890", Craquelure, doubliert und restauriert, minimale Altersspuren, sehr schön gerahmt, Falzmaße ca. 67 x 71 cm. Künstlerinfo: eigentlich Percy Ernst Renowitzky, dt. Portrait- und Historienmaler sowie Gemälderestaurator (1867 Berlin bis 1951 Friedrichroda?), studierte an der Berliner Akademie bei Max Koner, weitergebildet an der Académie Julian in Paris bei William Adolphe Bouguereau und Gabriel Ferrier, wohl auch weitergebildet in München, zunächst tätig als Restaurator in Holland, schließlich Restaurator an der landgräflich-hessischen Galerie auf Schloss Philippsruhe bei Hanau, 1898 Restaurator der Sammlung des Schlosses Adolphseck [auch Schloss Fasanerie] in Eichenzell bei Fulda, parallel künstlerisch freischaffend, schließlich Maler sowie Lehrer und Studienrat an der städtischen Kunstgewerbeschule Ost in Berlin, schuf unter anderem Bildnisse von Kaiser Wilhelm II. und Gemälde für das Reichstagsgebäude sowie eine Portraitserie für die Freimaurerloge "Zu den drei Weltkugeln" in Berlin, Ehrung mit dem Preußischen Kronenorden IV. Klasse, Mitglied in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und 1898-1951 Mitglied im Verein Berliner Künstler, beschickte unter anderem die Große Berliner Kunstausstellung, tätig in Berlin-Charlottenburg, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Jansa, Müller-Singer, Dressler und Internet.

Lot-No.: 4082
Limit: 300.00 €, Acceptance: 300.00 €

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Laura Rohrwasser, Sinnender Bauer im Interieur

uriges ländliches Stubeninterieur mit Kachelofen und rauchendem sitzenden älteren Mann, gedankenverloren durchs Fenster blickend, poesievolle, fein mit spitzem Pinsel festgehaltene Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts unten teils vom Falz verdeckt signiert "L. Rohrwasser", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlich gestempelt "Wien I. Opernring 9" und Annotation "Moritz", geringe Retusche, etwas restaurierungsbedürftig, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 30 x 42 cm. Künstlerinfo: geborene Laura Amanda Rohrwasser, österreichische Stillleben-, Landschafts- und Genremalerin (1856 Wien bis 1919 Wien), Vorbereitungskurs an der k.u.k. Kunstgewerbeschule, anschließend vier Jahre Studium an der Fachschule für Blumen- und Stilllebenmalerei bei Friedrich Sturm und zwei Jahre Weiterbildung bei Hans Canon [eigentlich: Johann Strašiřipka], spätere Ehefrau des Malers Eduard Ameseder, beschickte ab 1886 die Ausstellungen des Wiener Kunstvereins im Künstlerhaus Wien, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Karoline Murau "Wiener Malerinnen", Müller-Singer, Fuchs und Wikipedia.

Lot-No.: 4083
Limit: 90.00 €, Acceptance: 120.00 €

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Henriette Ronner, Schlafende Katzen

zwei junge braungetigerte Kätzchen, aneinandergeschmiegt schlafend, gering pastose Malerei, Öl auf Holzplatte, rechts unten signiert und datiert "Henriette Ronner [18]96", rückseitig bezeichnet "17. Oakley Cleverton Down Bath", gerahmt, Falzmaße ca. 17 x 24,5 cm. Künstlerinfo: geboren als Henriëtte Knip, verehelichte Henriëtte Ronner-Knip, niederländisch-belgische Genre- und Tiermalerin sowie Zeichnerin (1821 Amsterdam bis 1909 Elsene [Ixelles]), Schülerin ihres Vaters, des Kunstmalers Josephus-Augustus Knip (1777–1847), früh Hinwendung zur Darstellung von Hunden und Katzen, die zu ihrem Markenzeichen werden sollten, zunächst tätig in ’s-Hertogenbosch, nach 1840 verzog sie nach Berlicum und 1847 nach Boxtel, 1850 Eheschließung in Amsterdam mit Feico Ronner und Umzug nach Brüssel, Mitglied der Vereinigung belgischer Künstlerinnen "Cercle des femmes peintres", deren Ausstellungen sie beschickte, beschickte 1838–1895 Ausstellungen in Den Haag, Dresden, Hannover, Brüssel, Berlin, München und Amsterdam, vertreten auf den Weltausstellungen 1873 in Wien und 1876 in Philadelphia, tätig in Brüssel, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Ries, Schurr, Pamplona, Wurzbach, Scheen, Immerzeel und Internet.

Lot-No.: 4084
Limit: 80.00 €, Acceptance: 1100.00 €

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Max Schmidt, "Mädchen am Meer"

sommerliche Küstenlandschaft, mit inmitten blühender Heide auf hoher Klippe sinnend in den Sonnenuntergang über das Meer blickender junger Frau mit Hund, poesievolle lasierende, partiell gering pastose Malerei, hierzu bemerkt Boetticher "... Trotz seiner Vorliebe für die südliche Landschaft, fesselte ihn später doch auch die Natur seiner norddeutschen Heimat mit ihren Wäldern, sowie die Küsten der Nord- und Ostsee, die er uns in mehreren Bildern schildert. ..." und Seubert [1879] unterstreicht "... nachdem er anfangs hauptsächlich Darstellungen aus jenen Ländern gegeben, die seine künstlerische Gewandtheit, seine Sicherheit in Form und Farbe und seine sinnige Wahl zeigten, ... widmete er sich seit 1854 auch Darstellungen aus der Heimath, welche von tiefer Empfindung und ächt [sic.] poetischer Auffassung zeugen. ...", Öl auf Leinwand, um 1880, rechts unten signiert "Max Schmidt", beigefügt Umschlag mit Fotos und Info zum Gemälde, hier enthalten originale gedruckte Rechnung der Berliner Kunstauktion vom 18.10.1884 mit handschriftlichen Ergänzungen "Herrn Präsident Jonas – Nota der Aufträge für die Berliner Kunst-Auction ausgeführt von E. Blatzer Auctions-Commissionair und Kunsthändler – Berliner Kunstausstellung gekauft ... Oelgemälde von Max Schmidt 2500 Mark, Provision 125 Mark ... Summe 2630 Mark – empfangen E. Blatzer", hier auch undeutliche Bleistiftannotation "Mädchen am Meer", weiterhin Info zum Künstler, gering reinigungsbedürftig, im prächtigen neueren Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 158,5 x 117 cm. Künstlerinfo: eigentlich Maximilian Schmidt, dt. Maler (1818 Berlin bis 1901 Königsberg in Preußen), als Jugendlicher zusammen mit Carl Steffeck Aktzeichenkurse bei Gottfried Schadow, studierte an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin bei Carl Krüger, Wilhelm Schirmer und Carl Joseph Begas, um 1843 Studienaufenthalt in Düsseldorf, 1843–45 Studienreise mit Albert von Pourtalès und Wilhelm von Pourtalès in den Nahen Osten (Konstantinopel, Syrien, Palästina, Ägypten, Sinaihalbinsel, Arabische Halbinsel, Rhodos und Zypern), 1847–53 Studienreise durch Süddeutschland, nach Italien, den Ionischen Inseln und die Provence, unternahm ferner Studienreisen nach Korfu, Rom und Großbritannien, tätig in Berlin, schuf Ausmalung des Ägyptischen Hofes und des Griechischen Saales im Neuen Museum Berlin, 1855 Ehrung mit dem Professorentitel, um 1860 tätig in Kiel, auf Helgoland und im Holsteinischen, 1868–72 Professor an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar, ab 1869 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, ab 1872 Professor an der Akademie Königsberg und 1874–80 und 1890–91 deren stellvertretender Rektor, erhielt diverse Ehrungen wie 1895 die Ehrendoktorwürde der Universität Königsberg, beschickte die Großen Berliner und Königsberger Kunstausstellungen sowie Ausstellungen in Düsseldorf, Lübeck, Dresden, München, Hannover, Danzig, Hamburg, Köln, Kiel, Bremen sowie die Weltausstellungen 1873 in Wien und 1878 in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Künstlerlexikon "Ostpreußen und Westpreußen", Feddersen "Schleswig-Holsteinisches Künstlerlexikon" und Internet.

Lot-No.: 4085
Limit: 2800.00 €, Acceptance: 10000.00 €

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Wilhelm Schreuer, Galante Szene im Interieur

historisierende Szene mit Blick ins Interieur, mit junger Frau und älterem Herrn am Tisch, dünn lasierende Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Karton und Leinwand, um 1890, rechts unten Ligaturmonogramm "WS", Kratzer im Randbereich, etwas restaurierungsbedürftig, mit Messingrahmenschild "Prof. W. Schreuer" gerahmt (bestoßen), Falzmaße ca. 38 x 54 cm. Künstlerinfo: dt. Tier- und Genremaler sowie Radierer (1866 Wesel bis 1933 Düsseldorf), ab 1872 in Köln ansässig, studierte ab 1884 an der Akademie Düsseldorf bei Heinrich Lauenstein, Adolf Schill und Hugo Crola, 1886–94 Meisterschüler von Peter Jannsen, 1896–1930/31 Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins “Malkasten” sowie Mitglied der Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler, gefördert von Eduard Schulte, im 1. Weltkrieg als Kriegsmaler in Frankreich und Belgien, erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem 1904 Goldmedaille auf der Weltausstellung St. Louis, zum außerordentlichen Mitglied der Düsseldorfer Akademie ernannt, Werke befinden sich unter anderem im Wallraf-Richartz-Museum, in der Nationalgalerie Berlin und im Kunstmuseum Düsseldorf, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Bénézit, Müller-Singer, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie und Wikipedia.

Lot-No.: 4086
Limit: 120.00 €, Acceptance: 120.00 €

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Werner Schuch, attr., Schlachtenszene

dramatische Szene mit kämpfenden Fußsoldaten und Kavallerie auf dem Schlachtfeld, wohl Szene aus den Napoleonischen Befreiungskriegen, gering pastose Historienmalerei, Öl auf Leinwand, um 1900, rechts unten ligiert monogrammiert "WS", rückseitig angehefteter Zettel mit Info zu Werner Schuch, Kratzer, reinigungs- und gering restaurierungsbedürftig, im Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 51 x 65,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Werner Wilhelm Gustav Schuch, dt. Architekt, Historien- und Landschaftsmaler sowie Illustrator (1843 Hildesheim bis 1918 Berlin), studierte 1860–64 Architektur an der Polytechnischen Hochschule Hannover bei Conrad Wilhelm Hase, 1864–66 Mitarbeit im Büro Hases, anschließend als Bauleiter tätig, 1866–67 Aufenthalt in Paris, ab 1867 als freischaffender Architekt tätig,1872–82 Lehrer und 1875 Architekturprofessor an der Polytechnischen Hochschule Hannover, parallel ab 1872 Hinwendung zur Malerei und 1876–77 Studium an der Akademie Düsseldorf, 1881–93 künstlerische Weiterbildung in München, als Maler weitestgehend Autodidakt, 1883 Beendigung der Architektur-Lehrtätigkeit und als Maler freischaffend, fortan zeitweise in München, Dresden und Berlin ansässig, ab 1871 Mitglied im Hannoverschen Kunstverein, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und im Verein Berliner Künstler, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Seubert, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer und Wikipedia.

Lot-No.: 4087
Limit: 300.00 €, Acceptance: 2800.00 €

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Engelbert Seibertz, Sinnender Akt am Wasser

Dame mit weißem Tuch, am Ufer eines rauschenden sommerlichen Waldbaches stehend, sich mit dem rechten Ellenbogen an einem Felsen abstützend und versonnen auf das Wasser blickend, gering pastose Malerei mit stilistischem Nachhall des Klassizismus, Öl auf Leinwand, links unten unleserlich signiert/bezeichnet, rückseitig monogrammiert "ES", datiert "1864" sowie mit Wohnortsbezeichnung "München", in schöner Leiste der Zeit, Falzmaße ca. 46 x 34,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Illustrator (1813 Brilon bis 1905 Arnsberg), Studium an den Akademien in Düsseldorf bei Carl Friedrich Lessing, Wilhelm von Schadow, Peter von Cornelius und Theodor Hildebrandt und in Bonn, hier bei Jakob Götzenberger, sowie in München bei Wilhelm von Kaulbach, wo er bis 1871 bleiben sollte, während seiner Münchner Zeit schuf er Fresken im Maximilianeum, 1841–1848 Aufenthalt in Prag, zwischen 1848 und 1852 gestaltete er die Zeichnungen zur Cotta'schen Prachtausgabe von Goethes Faust, gestaltete die Glasfenster für den Dom in Glasgow, 1871 dauerhafter Umzug von München, wo er seit 1860 eine Professur innehatte, nach Arnsberg, portraitierte zahlreiche bekannte sauerländische Familien, Quelle: Thieme-Becker, Benezit, Boetticher und Hohmann, Westfälische Lebensbilder, Bd. 19.

Lot-No.: 4088
Limit: 200.00 €, Acceptance: 750.00 €

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Christian Sell, Szene aus dem Deutsch-Französischen Krieg

hinter einer winterlichen Gehöftmauer französische Kavalleristen, in Deckung gehend, Szene aus dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), für den Schlachtenmaler Sell typische, mit feinem Pinsel ausgeführte Schlachtenmalerei, Öl auf Leinwand, nach 1870, rechts unten signiert "Chr. Sell", rückseitig auf dem Keilrahmen mit maschinenschriftlichen Annotationen zum Künstler, Restaurierung der Leinwand mittig im Bereich der Mauer, gering reinigungsbedürftig, in schönem Prunkrahmen, Falzmaße ca. 22,5 x 29,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Christian Jacob Sell, dt. Schlachtenmaler und Illustrator (1831 Hamburg-Altona bis 1883 Düsseldorf), erster Malunterricht bei seinem Vater, studierte 1851-56 an der Akademie Düsseldorf bei Theodor Hildebrand und Friedrich Wilhelm von Schadow, unternahm Studienreisen durch Deutschland und nach Belgien, 1864 als Schlachtenmaler im preußischen Heer Teilnahme am Deutsch-Dänischen Krieg und 1866 am Deutschen Krieg sowie 1870-71 am Deutsch-Französischen Krieg, 1852-53 und 1861-82 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", beschickte Ausstellungen in Dresden, Berlin, Düsseldorf und Hannover, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker und Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule".

Lot-No.: 4089
Limit: 390.00 €, Acceptance: 450.00 €

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Fritz Sonderland, Der Briefbote

dämmrige Straßenszene mit junger Frau, sehnlichst auf einen Brief wartend und alter Postbote, in einem Stapel Briefe nachsehend, poesievolle lasierende Genremalerei in dunkeltoniger, zurückhaltender Farbigkeit, hierzu bemerkt Bruckmanns "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule": "... Seine außerordentlich populären, meist ironisch-humoristischen Kompositionen, die thematisch, aber auch im räumlichen Aufbau und dem Kolorit deutliche Bezüge zu Arbeiten Hiddemanns sowie Werken von Benjamin Vautier dem Älteren zeigen, gefielen wegen ihrer Natürlichkeit und der feinen Maltechnik und fanden Käufer im In- und Ausland. Sie wurden zahlreich in den illustrierten Zeitschriften reproduziert, ...", das Motiv scheint sich großer Popularität erfreut zu haben, so dass Sonderland selbiges wiederholt mit kleineren Variationen ausführte, Öl auf Leinwand, um 1880, auf Hartfaserplatte aufgezogen, links unten signiert "F. Sonderland", rückseitig Etiketten mit Infos aus Boetticher und Müller-Singer zum Künstler, etwas retuschiert, Farbaufschüsselungen, etwas restaurierungsbedürftig, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 65 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich Sonderland, dt. Maler und Graphiker (1836 Düsseldorf bis 1896 Düsseldorf), Sohn und Schüler des Malers, Radierers, Illustrators und Lithografen Johann Baptist Sonderland (1805-1878), zunächst Ausbildung zum Ingenieur, studierte 1853-61 Malerei an der Akademie Düsseldorf bei Carl Müller, Christian Köhler, Josef Wintergerst, Theodor Hildebrandt, Eduard Bendemann, Karl Ferdinand Sohn, Rudolf Wiegmann, Karl Mosler und Heinrich Mücke, unter dem Einfluss von Friedrich Hiddemann Hinwendung zur Genremalerei, unternahm Studienreisen in die Schwalm, den Schwarzwald und durch Westfalen, weiterhin an den Rhein und die Mosel, beschickte ab den 1860er Jahren Ausstellungen in Düsseldorf, München, Berlin, Glasgow, Hannover, Magdeburg, Dresden, Hamburg, Bremen, Wien und London sowie die Weltausstellung 1893 in Chicago, 1870-1890 Aufenthalte in der Malerkolonie Willingshausen in der Schwalm, 1857-96 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten" und der akademischen Malervereinigung "Orient", erreichte überregionale Bekanntheit durch Reproduktion seiner Werke in auflagenstarken Zeitschriften wie "Daheim", "Die Gartenlaube", "Über Land und Meer" und "Illustrierte Zeitung", tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Boetticher, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Müller-Singer, Seubert, Bantzer "Hessen in der dt. Malerei", Wollmann "Die Willingshäuser Malerkolonie und die Malerkolonie Kleinsassen", Schmaling "Künstlerlexikon Hessen-Cassel 1777-2000", Ries, Busse und Schweers.

Lot-No.: 4090
Limit: 100.00 €, Acceptance: 300.00 €

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König Ludwig I. von Bayern nach Stieler

1826 schuf Joseph Karl Stieler (1781–1858) eine ganzfigurige Darstellung des 1825 gekrönten und bis 1848 amtierenden bayerischen Königs Ludwig I. von Bayern (1786 Straßburg bis 1868 Nizza) im Krönungsornat, vorliegend etwas freie Ausschnittkopie besagten Gemäldes, mit dem unverwandt mit strubbeligen Haaren zum Betrachter blickendem König in dunkelroter, golden bestickter Samtrobe, unter Hermelin- und Spitzenkragen mit der Collane des Hubertusordens um den Hals, der König ging als Schöngeist und Förderer der Wissenschaft und Künste in die bayerische Geschichte ein – was seinen Vater König Maximilian I. Joseph zu den seinen Sohn und seine Landsleute kompromittierenden despektierlichen Zeilen verleitete "[…] Mein verrückter Sohn will wieder Geld ausgeben, dessen bin ich mir sicher, um alten Plunder [antike Plastiken und Gemälde] zu kaufen, und er hofft, dadurch Griechen und Römer aus dieser Rasse von Biertrinkern zu machen ...“, aber auch als Liebhaber schöner Frauen machte sich Ludwig I. einen Namen, so ließ er vom Hofmaler Joseph Karl Stieler 38 Gemälde seiner "Schönheitengalerie" im Schloss Nymphenburg fertigen und hielt mehrere Mätressen, wobei seine Affäre mit der irischen Tänzerin Lola Montez zu seiner Abdankung im März 1848 führte, lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, doubliert, restauriert, im prächtigen Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild "König Ludwig I. – Atel. Karl von Stieler 1781–1858", Falzmaße 79 x 67 cm.

Lot-No.: 4091
Limit: 1500.00 €, Acceptance: 8000.00 €

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Fr. Sturm, Nocturne

Segelboot vor Küste mit Leuchtturm im Mondenschein, stimmungsvolle lasierende Malerei, Öl auf Holzplatte, rechts unten undeutlich signiert und datiert "Fr. Sturm [18]76", laut ungeprüfter Vorbesitzerangabe wohl Friedrich Sturm (1822–1898), möglicherweise aber auch Friedrich Sturm (1834–1906), schön gerahmt, Falzmaße ca. 14,5 x 22 cm.

Lot-No.: 4092
Limit: 200.00 €, Acceptance: 330.00 €

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William Anslow Thornley, Küstenszene

wartende Fischer am Ufer, bei stark bewegter See mit Segelbooten, fein mit spitzem Pinsel lasierend, partiell gering pastos festgehaltene Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, links unten Ligaturmonogramm und weiter unleserlich signiert "WAT ...", rückseitig undeutliche Annotationen in Blei, etwas restauriert, gering reinigungsbedürftig, sehr schön im Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 20,5 x 40,5 cm. Künstlerinfo: verwandte auch das Pseudonym "William Thornley", britischer Marinemaler (ca. 1847 bis ca. 1907), wohl identisch mit den Malern Charles Thornley und Hubert Thornley, welche vergleichbare Motive malten, fand seine Motive in Belgien, Holland, Norwegen und Italien, beschickte 1859–1898 die Ausstellung der Royal Academy London und 1861–67 die Ausstellungen des Londoner Kunstvereins "British Institution", später auch vertreten im Pariser Salon, wo er 1881 eine lobende Erwähnung und 1888 eine Bronzemedaille erhielt, tätig erwähnt in London, Quelle: Christopher Wood "Das Wörterbuch der viktorianischen Maler" und Internet.

Lot-No.: 4093
Limit: 240.00 €, Acceptance: 360.00 €

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Charles Tooby, "Rhinozeros"

Abbildung eines Nashorns vor braunem Grund, pastose Tiermalerei mit breitem Pinselduktus in brauntoniger, dunkler Farbigkeit, Öl auf Karton, rechts oben signiert und datiert "C. Tooby 1895", rückseitig diverse alte Etiketten, dabei Etikett der "Großen Kunst-Ausstellung des Hamburger Kunstvereins 1896", hier ergänzende handschriftliche Info zum Gemälde "Vor- und Zuname des Künstlers: Charles Tooby, Wohnort und Wohnung: Gern bei München, Klug Str. 18 ... Titel des Kunstwerkes: »Rhinoceros« [sic.]", weiteres Etikett mit Nummer "790" und handschriftliche Ergänzung "Tooby Rhinozeros", darüber hinaus rückseitig diverse Vorbesitzerannotationen, Malgrund etwas gebaucht, alte Retuschen, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 61 x 79,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Charles Richard Tooby, britischer Tier-, Landschafts- und Stilllebenmaler (1863 London bis 1918 London), Kindheit in Surrey und frühe Hinwendung zur Tiermalerei, zunächst ab 1881 Büroangestellter einer Londoner Bank, um 1883 Wechsel nach Dresden zur Malerausbildung, hier vor allem autodidaktische Ausbildung im Zoologischen Garten, ab 1888 Schüler von Albert Brendel in Weimar, anschließend kurzzeitig in London, ab 1893 in Dachau bei München und ab 1896 in Gern bei München ansässig, zeitweise in Schleißheim bei München, 1900 Übersiedlung nach München, Gründungsmitglied der Münchner Sezession, Mitglied der Berliner Sezession und im Deutschen Künstlerbund Weimar, vertreten im Münchner Glaspalast und auf den Berliner Secessionsausstellungen, tätig in München, mit zeitweiligen Aufenthalten in England, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh., Bénézit, Busse, Scheidig "Die Weimarer Malerschule", Dressler und Reitmeier "Dachau ein Kunstbilderbuch".

Lot-No.: 4094
Limit: 900.00 €, Acceptance: 900.00 €

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Theodor Wedepohl, attr., Damenbildnis

Ganzfigurenbildnis einer Dame mittleren Alters in eleganter Robe, mit breitkrempigem schwarzen Hut mit Straußenfedern, bodenlangem Kleid mit Rüschenbesatz und pelzbesetzter Stola, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, unsigniert, rückseitig auf der Leinwand applizierter, fragmentarisch erhaltener Zettel, hier bezeichnet "Prof. Theodor Wedepohl", kleine geschlossene Fehlstelle in der Leinwand, etwas retuschiert, minimal restaurierungsbedürftig, schön in alter Goldstuckleiste in Zweitverwendung mit Messingrahmenschild "Prof. Theodor Wedepohl 1890" gerahmt, Falzmaße ca. 100 x 61 cm. Künstlerinfo: dt. Historien- und Portraitmaler sowie Restaurator (1863 Exter/Westfalen bis 1931 New York), studierte ab 1882 an der Akademie Berlin bei Fritz Wichgraf, beschickte ab 1887 die Berliner Akademieausstellungen und ab 1893 die Großen Berliner Kunstausstellungen, Studienaufenthalte in Paris und Italien, 1892–97 in Magdeburg ansässig, 1900–01 in Rom, 1904–06 in Essen und Dortmund, ab 1906 in Leipzig tätig, hier Berufung zum Professor an die Königliche Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe (HGB), 1910 Reise nach Island, später wieder in Berlin-Charlottenburg ansässig und 1919–26 in Bad Saarow bei Berlin tätig, wanderte 1926 nach den USA aus und lebte meist in New York, ab 1888 Mitglied im Verein Berliner Künstler und ab 1892 im Magdeburger Künstlerverein "St. Lukas", Quelle: Thieme-Becker, Dressler, Müller-Singer, Saur Bio-Bibliographisches Lexikon, Bénézit, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie und Wikipedia.

Lot-No.: 4095
Limit: 480.00 €, Acceptance: 480.00 €

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E. Wippel, Abend am Meer

Fischerboot auf stiller See, mit dem ersten sich spiegelnden Abendrot und im Hintergrund bewachsenes Ufer mit Windmühle, stimmungsvolle Malerei, teils mit pastosem Farbauftrag, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., rechts unten signiert "E. Wippel", Firnis partiell abgenommen, Retuschen, in goldbronzierten Rahmen mit Messingschild "E. Wippel", Falzmaße ca. 16,5 x 31 cm.

Lot-No.: 4096
Limit: 120.00 €, Acceptance: 130.00 €

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Hans Zatzka, "Hochzeit"

junges Paar mit Rosenkränzen im Haar, sich umarmend, spärlich bekleidet in griechisch anmutender Tracht, um sie herum ein stilisiertes Ambiente mit dominanten floralen Bildelementen, für Zatzka typische, mythisch-fantastische, opulente und mit viel Hingabe zum Detail geschaffene Szene, mit solchen Motiven, die über Postkarten umfassend Verbreitung fanden, erlangte Zatzka bereits zu Lebzeiten große Beliebtheit im Bürgertum, Öl auf Platte, um 1900, rechts unten mit dem Künstlersynonym "J. Bernard" signiert und auf Plakette gleichlautend bezeichnet, Randdefekte durch die Rahmung, ansonsten schöner, farbfrischer Erhaltungszustand, in opulentem Goldstuckrahmen der Zeit, Falzmaße ca. 58,5 x 37,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Franz Čačka, verwandte auch die Pseudonyme: Zabateri, P. Ronsard, Bernárd Zatzka und Joseph Bernard, österreichischer Historien- und Genremaler, Kirchenmaler und Freskant (1859 Breitensee bis 1945 Breitensee), studierte 1877–82 an der Wiener Akademie bei Carl Wurzinger, Carl von Blaas und Christian Griepenkerl, unternahm Studienreisen nach Italien, anschließend freischaffend in Wien-Breitensee, 1945 Verleihung des Professorentitels durch die Stadt Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Fuchs.

Lot-No.: 4097
Limit: 1200.00 €, Acceptance: 2600.00 €

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Wilhem Zobus, Jäger im Gebirge

hinter einem Felsen am Gebirgsbach auf der Lauer liegender Jäger, in nebelverhangener sommerlicher Hochgebirgslandschaft, spätromantische pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1860, links unten rot signiert "W. Zobus", Craquelure, auf Hartfaserplatte aufgezogen, alte Retuschen, restaurierungsbedürftig, im originalen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 65,5 x 8,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Genremaler sowie Lithograph (1831 Geisenheim/Herzogtum Nassau bis 1869 Geisenheim), zunächst Privatschüler von Carl Friedrich Lessing in Düsseldorf, ab 1848 Studium an der Akademie München, später in München unter anderem als Lithograph tätig, zeitweise in Wiesbaden tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Münchner Adressbuch von 1856 und Internet.

Lot-No.: 4098
Limit: 100.00 €, Acceptance: 170.00 €

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Franz Joseph Zoll, Herrenbildnis

Brustbildnis eines älteren grauhaarigen, sinnenden Mannes im hoch geschlossenen dunklen Mantel mit goldenem Orden (mit Darstellung einer Heiligen) über der Knopfleiste im Halbprofil nach rechts, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Zoll p. 1805", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliche Annotationen "Franz Joseph Zoll 1770-1833 - signiert unten links, datiert 1805", geringe Craquelure, doubliert, alt restauriert, in alter Goldleiste in Zweitverwendung gerahmt (Erhaltungsmängel), Falzmaße ca. 68,5 x 53,5 cm. Künstlerinfo: ursprünglich Franz Joseph Soll, Portrait-, Historien- und Kirchenmaler (1770 Möhringen an der Donau bis 1833 München), entstammt der badischen Künstlerfamilie Soll, Sohn und Schüler des Bildhauers und Fürstlich Fürstenbergischen Hof- und Theatermalers Conrad Soll (später: Zoll), 1784-86 Weiterbildung und Mitarbeit bei seinem Onkel Franz Joseph Soll in Trostberg bei Traunstein, anschließend Weiterbildung bei Johann Jakob Dorner dem Älteren (1741-1813) und Joseph Hauber (1766-1834) in München, dann freischaffend als Portraitmaler, zeitweise tätig für den Hohenzollerschen Hof in Sigmaringen, ab 1802 Hofmaler der Fürsten zu Fürstenberg, ansässig in Freiburg im Breisgau, hier Unterricht in Ästhetik durch den Philosophen und Dichter Johann Georg Jacobi, hier auch Bekanntschaft mit Anton Karl Freiherr von Baden und mit dessen Unterstützung 1802 Studienreise nach Paris und danach zwei Jahre nach Wien, betrieb hier anatomische Studien, über München Rückreise nach Karlsruhe, wo er Bildnisse des Kurfürsten Karl Friedrich von Baden malte, dessen Enkel und Nachfolger ihn 1812-13 einen Aufenthalt in Rom ermöglichte, anschließend freischaffend in Möhringen und Karlsruhe, 1821-25 Berufung durch Großherzog Ludwig als Zeichenlehrer und Professor an die Universität Freiburg, ab 1825 Lehrer an der Bauschule von Friedrich Weinbrenner, 1830 Inspektor und 1831 Direktor der Gemäldesammlung Mannheim, starb auf einer Reise in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Mülfarth, Füßli, Nagler, Boetticher, Noack "Das Deutschtum in Rom" und Internet.

Lot-No.: 4099
Limit: 450.00 €, Acceptance: 0.00 €

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