Gemälde

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Otto Edmund Günther, Das umsorgte Enkelkind

durch eine Stallung mit Hühnern und Hund und im Hintergrund im Heu arbeitenden Mägden trägt ein Großvater mit Schlafmütze, Pfeife rauchend, sein in eine opulente purpurne Decke eingewickeltes Enkelkind, dieses schlafend an seinem Kuscheltuch nuckelnd, wirkungsvoll inszenierter Kontrast zwischen dem behütet eingewickelten Kind und der rauen Umgebung des Stalls, Günther zeigt hier sein Gespür als Genremaler, welches vor allem durch genaue Beobachtung der Thüringer Landbevölkerung zum Tragen kam, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., rechts unten signiert "O. Günther", rückseitig auf dem Rahmen unleserliche Annotation in Blei, minimales Craquelure, kleinere Retuschen, etwas reinigungsbedürftig, opulenter Goldstuckrahmen der Gründerzeit, Falzmaße ca. 53 x 45 cm. Künstlerinfo: dt. Genre- und Historienmaler sowie Illustrator (1838 Halle/Saale bis 1884 Weimar), von 1858 bis 1861 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Christian Köhler, Heinrich Mücke, Karl Müller und Rudolf Wiegmann, von 1883 bis 1866 Fortsetzung des Studiums an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar bei Arthur von Ramberg, Friedrich Preller dem Älteren und Ferdinand Pauwels, nahm als Soldat an den Einigungskriegen teil, aus dieser Zeit sind zahlreiche Skizzen aus dem Feld überliefert, von 1876 bis 1880 unterrichtete er an der Kunstakademie Königsberg, zu seinen Schülern gehörte Lovis Corinth, in seinen Bildern widmete er sich anfangs der Historienmalerei, später wandte er sich der Genremalerei zu, wobei ihm seine Eindrücke aus dem Thüringer Volksleben Inspiration waren, übernahm auch die malerische Ausschmückung von Sälen, darunter in der Leipziger Zentralhalle, 1876 gewann er eine kleine goldene Medaille in Berlin, stellte zwischen 1862 und 1881 an der Berliner Akademie aus, 1884 widmete ihm die Nationalgalerie in Berlin eine Nachlassausstellung, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher und Benezit.

Lot-No.: 4050
Limit: 780.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Alois Habermacher, Pastorale nach François Boucher

Schäferstündchen mit jungem Hirten mit Hund und Schaf in sommerlicher Landschaft, eine junge blumenbekränzte Frau anhimmelnd, lasierende, teils gering pastose Kopie nach dem 1753 entstandenen Originalgemälde "Sujet pastoral. La Musette" von François Boucher (1703–1770), welches heute im Pariser Louvre verwahrt wird, hierzu bemerkt Franz Heinemann in Brun "Schweizerisches Künstler-Lexikon": "... Habermacher ist seit 15 Jahren [1893] im Louvre als einer der besten Kopisten geschätzt und bekannt. ...", Öl auf Leinwand, um 1900, links unten teils undeutlich frz. signiert "Habermacher d'après [nach] Boucher", rückseitig Stempelaufdruck in Form einer Malerpalette "Blanchet 20 Rue Saint Benoit Paris", Craquelure, alt hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, alt restauriert, winzige Kratzer, in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 37 x 88 cm. Künstlerinfo: schweizerischer Maler, Zeichner, Kopist und Geistlicher (1843 Rickenbach/Kanton Luzern bis 1905 Paris), zunächst Studium der katholischen Theologie und tätig als Pfarrer, studierte parallel 1864–67 an der Münchner Akademie Malerei, anschließend zweijähriger Studienaufenthalt in Rom und Mitglied der päpstlichen Garde, ab 1874 Hinwendung zum altkatholischen Glauben und als Pastor im Schweizer und Französischen Juragebirge tätig, ab 1878 gänzlich Hinwendung zur Malerei, Verehelichung und anschließend in Paris tätig, hier ein Jahr Schüler von Émile Auguste Carolus-Duran, ab 1893 vor allem als Kopist im Pariser Louvre tätig, beschickte unter anderem den Pariser Salon der Société des Artistes Français sowie Ausstellungen in Luzern und Bern, tätig in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Sikart, Brun "Schweizerisches Künstler-Lexikon", Bénézit und Internet.

Lot-No.: 4051
Limit: 120.00 €, Acceptance: 390.00 €

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Josef Hahn, Ländliche Szene

beschauliches Dorf mit Kirche in flacher Landschaft und am Horizont die Berge der Alpen, idyllische Szenerie unter locker bewölktem Himmel, leicht pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Malkarton, Ende 19. Jh., rechts unten Ritzsignatur "Jos. Hahn", auf der Rückseite Etikett "Carl Anwander München", reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 13,5 x 26 cm. Künstlerinfo: auch Josef Hahn, dt. Landschaftsmaler (1839 München bis 1906 München), Jugend in Scheyern, studierte 1862–65 an der Akademie München bei Julius Taeter und Adolf Stademann, später tätig als Lehrer an der Kunstgewerblichen Fortbildungsschule München, beschickte ab 1871 den Münchner Glaspalast, die Berliner Akademieausstellung sowie die Großen Kunstausstellungen in Berlin und Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.

Lot-No.: 4052
Limit: 120.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Hermann Joseph Havenith, attr., Jagdglück

Jäger neben einem erlegten Hirsch, seinen Kollegen ein Zeichen gebend, teils pastose Tiermalerei, Öl auf Mahagonitafel, rechts unten signiert "J. Havenith", datiert (18)89" und bezeichnet "Düsseldorf" (teils durch Falz verdeckt), farbschwundrissig, kleine Verluste der Farbschicht, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 27 x 32 cm.

Lot-No.: 4053
Limit: 180.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Karl Heffner, attr., Herbstliche Seelandschaft

Personen mit Hund am Seeufer vor entlaubten Bäumen, unter dramatisch bewölktem Himmel im abendlichen Licht, lasierend Malerei, Öl auf Leinwand, um 1900, links unten nachträglich bezeichnet "K. Heffner", rückseitig Zettel mit Info zum Künstler, wachsdoubliert, restauriert, restaurierungsbedürftig, im prächtigen Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild "Karl Heffner" gefasst, Falzmaße ca. 26 x 57,5 cm. Künstlerinfo: auch Carl Heffner, dt. Landschaftsmaler (1849 Würzburg bis 1925 Berlin), studierte zunächst Musik in München und Anhänger Richard Wagners, parallel autodidaktische Hinwendung zur Malerei, Schüler von Johann Nepomuk Otto und Adolf Stademann, beeinflusst von Adolf Heinrich Lier und der Schule von Barbizon, unternahm ab Anfang der 1870er Jahre Studienreisen, unter anderem nach England und Italien, 1883 bis 1888 regelmäßige Winteraufenthalte in Rom, ab 1886 Ehrenmitglied der Münchner Akademie, 1887 Verleihung des Professorentitels durch den Prinzregent Luitpold von Bayern, 1889 in Florenz, ab 1894 in Dresden tätig, später in Freiburg im Breisgau und letztendlich in Berlin ansässig, Mitglied im Verein Berliner Künstler, fand seine Motive in Bayern, den Alpen, England, Holland und der römischen Campagna (Rom und Ostia), Florenz, der Eifel, später an der Ostsee bei Prerow und auf der Insel Rügen, beschickte Ausstellungen unter anderem in Paris, Wien, München, Berlin und London, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Boetticher, Müller-Singer, Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Bosl "bayrische Biographie" und Wikipedia.

Lot-No.: 4054
Limit: 150.00 €, Acceptance: 240.00 €

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Karl Heilmayer, Märzenlandschaft mit Bauer beim Pflügen

Blick in weite, morgendliche oberbayerische Landschaft mit Bauern bei der Feldarbeit vor Kirche und steil aufragendem Gebirgsmassiv, lasierende, teils gering pastose Malerei, Öl auf Holzplatte, rechts unten teils unleserlich signiert und undeutlich datiert "K. Heilmajer 1867[?]", rückseitig neueres, fragmentarisch erhaltenes Etikett "Heilm..., Karl ...1867 ...", schön im Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild "K. Heilmeyer – Mü.", Falzmaße ca. 19,5 x 37,5 cm. Künstlerinfo: auch Heilmajer bzw. Heilmeier, dt. Landschaftsmaler (1829 München bis 1908 München), Sohn des Landschaftsmalers und königlichen Hofschauspielers Emil Heilmair (auch Heilmayr), studierte ab 1843 kurzzeitig an der Münchner Akademie, weitestgehend autodidaktisch weitergebildet, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Oberbayern, Italien, Südtirol, später auch nach Belgien, Frankreich und Norddeutschland, vertreten auf Ausstellungen in München, Berlin, Dresden und Wien, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Müller-Singer, Matrikel der Münchner Akademie und Internet.

Lot-No.: 4055
Limit: 350.00 €, Acceptance: 360.00 €

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Eduard Hein, attr., Romantische Gebirgslandschaft

sommerliche Ansicht einer Bauernhütte mit rauchendem Schornstein, unter knorrigem Laubbaum am Gebirgssee, vor steil aufragender Bergkulisse, lasierende, partiell gering pastose Landschaftsmalerei, typischer Topos der Düsseldorfer Malerschule, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts unten teils undeutlich signiert und ortsbezeichnet "E. Hein Ddf. [Düsseldorf]", das sind eventuell die Maler Eduard Hein der Jüngere oder Eduard Hein der Ältere, Craquelure, restauriert, im prächtigen Goldstuckrahmen der Zeit gefasst, Falzmaße ca. 67 x 97 cm.

Lot-No.: 4056
Limit: 100.00 €, Acceptance: 130.00 €

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Frederik Hendrik Hendriks & Johan Adolph Rust, Marine

heroische nordische Landschaft mit Segelschiffen und Landungsbooten auf dem Meer, vor steil aufragender Bergkulisse im Sonnenaufgang, stimmungsvoll-romantische lasierende, partiell pastose Landschafts- und Marinemalerei, wohl Gemeinschaftswerk von Frederik Hendrik Hendriks, welcher 1861 die Landschaft gemalt haben dürfte und Johan Adolph Rust, welcher 1862 die Schiffe und Boote hinzugefügt haben dürfte, Öl auf achteckigem Keilrahmen, rechts unten ligiert signiert und datiert " F. HHendriks 1861" und links signiert und datiert "J A Rust 1862", alt restauriert, Risse und Druckstellen in der Leinwand sowie Kratzer, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 85 x 130 cm. Künstlerinfo Hendriks: niederländischer Landschaftsmaler und Zeichner (1808 Arnhem bis 1865 Arnhem), ab 1821 Schüler von Hendrik Jan van Amerom (1777–1833) an der Zeichenschule der Kunstoefening in Arnhem, 1831–33 Assistent seines Lehrers Amerom, 1833–36 tätig in Amsterdam, anschließend künstlerisch freischaffend in Arnhem, 1840 Eheschließung mit Hendrika Wilhelmina de Gaaij Fortman und bis 1841 in Amsterdam, 1842 Rückkehr nach Arnhem, 1844–45 in Amsterdam und hier 1845 zum Mitglied der königlichen Akademie ernannt, lebte dann bis 1860 in Oosterbeek bei Arnhem, ab 1860 Leiter der Städtischen Zeichenschule „Kunstoefening“ in Arnhem, beschickte 1836–63 Ausstellungen in Holland [Amsterdam und Den Haag], vertreten auch auf Ausstellungen 1860 und 1862 in Bremen und 1867 in Lübeck, ab 1863 Aufgabe der Malerei wegen angeschlagener Gesundheit, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Info von Pieter van der Kuil zum Künstler, Wurzbach, Scheen, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Immerzeel und Internet. Künstlerinfo Rust: auch Johan Adolf Rust, niederländischer Architektur- und Marinemaler (1828 Amsterdam bis 1915 Amsterdam), studierte an der Akademie in Amsterdam, Schüler seines Onkels Cornelius [Cornelis] Springer, malte vor allem Stadtansichten, Flusslandschaften und Marinestücke, parallel Lehrer an der Ambachtsschool en de Industrieschool der Maatschappij voor de Werkende [dt.: Gewerbeschule und Industrieschule der Gesellschaft für Arbeit] in Amsterdam, ab 1856 Mitglied der Amsterdamer Künstlergesellschaft Arti et Amicitiae [dt.: der Kunst und Freundschaft], beschickte 1846–1903 Kunstausstellungen in Amsterdam, Den Haag und Rotterdam sowie 1855 und 1859 Ausstellungen in Leeuwarden, tätig in Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Scheen und Internet.

Lot-No.: 4057
Limit: 600.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Oscar Herschend, "Sumpflandschaft"

kahle Bäume am Ufer eines Tümpels in abendlicher, stark bewölkter Herbstlandschaft im Dämmerlicht, stimmungsvolle, gering pastose Landschaftsmalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Mahagoniholzplatte, rechts unten signiert und datiert "O. Herschend 1882", rückseitig aufgeheftete neuzeitliche Info zum Gemälde, Craquelure, restauriert, im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 36 x 47 cm. Künstlerinfo: auch Oskar Herschend, dänischer Maler (1853 Landsitz Herschendsgave bei Skanderborg bis 1891 Landsitz Herschendsgave bei Skanderborg), zunächst Lehre zum Maurer, studierte 1870-74 Architektur an der Akademie Kopenhagen, wandte sich dann jedoch zur Landschafts- und Marinemalerei, Studienaufenthalte in Göteborg, Uddevalla und Paris, beschickte 1880-88 die Ausstellungen auf Schloss Charlottenborg in Kopenhagen und 1883-88 vertreten auf der Nordischen Kunstausstellung in Kopenhagen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Weilbach, Karl Madsen "Skagens Malere", Laura Jacobsen "Søllerød, gesehen mit dem Auge eines Malers" und Internet.

Lot-No.: 4058
Limit: 350.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Charles Hoguet, Fischerboote am Strand

zwei an felsiger Küste angelandete Boote mit Fischersfrauen bei der Arbeit, bei aufziehendem Gewitter, stimmungsvolle lasierende Genremalerei in sublimer Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "C. Hoguet 1843", doubliert und etwas restauriert, im prächtigen Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild "Ch. Hoguet 1843" gefasst (bestoßen), Falzmaße ca. 36 x 44 cm. Künstlerinfo: dt.-frz. Maler und Lithograph (1821 Berlin bis 1870 Berlin), entstammt einer französischen Hugenottenfamilie, Schüler von Wilhelm Krause in Berlin, ab 1839 Fortbildung in Paris bei Eugène Cicéri, später bei Eugène Isabey in Paris, hier Bekanntschaft mit dem Atelierschüler Eduard Hildebrandt, der ihn künstlerisch beeinflusst, unternahm Studienreisen nach England, Holland, Belgien und an die normannische Küste, beschickte ab 1839 die Ausstellungen der Berliner Akademie, ab 1848 in Berlin tätig, 1869 Ernennung zum Mitglied der Berliner Akademie, in zahlreichen Sammlungen vertreten, z.B. der Nationalgalerie Berlin, in den Museen Lübeck, Leipzig, Breslau, Chemnitz, Königsberg, in der Hamburger Kunsthalle, im Museum Riga und der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Bötticher und Internet.

Lot-No.: 4059
Limit: 500.00 €, Acceptance: 500.00 €

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Carl Jäger, attr., Damenportrait

hochovales Halbfigurenbildnis einer älteren sitzenden Dame, mit üppiger Spitzenhaube und weißer Tüllstola über dunkelblauem Kleid, fein lasierende, teils gering pastose Malerei mit trefflicher Erfassung der Stofflichkeit, Öl auf Leinwand und ovalem Keilrahmen, rechts signiert und datiert "C. Jäger 1864", Craquelure, Malgrund etwas wellig, Fehlstelle in der Leinwand, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 101,5 x 77,5 cm. Künstlerinfo: auch Karl Johann Jaeger, dt. Historien-, Portrait- und Genremaler, Zeichner, Illustrator, Freskant sowie Radierer (1833 Nürnberg bis 1887 Nürnberg), zunächst Schüler von Johann Andreas Engelhard, später Schüler der Nürnberger Kunstgewerbeschule unter Albert Christoph Reindel und August von Kreling, Weiterbildung in München, 1862-87 tätig als Lehrer für Zeichnen und Malen, Akt und Antike an der Nürnberger Kunstgewerbeschule, ab 1866 außerordentlicher und ab 1868 regulärer Professor an der Münchner Kunstgewerbeschule, ab 1870 zunehmend Bildnismaler der Nürnberger Oberschicht, Ehrenmitglied des Freien Deutschen Hochstifts zu Frankfurt am Main, beschickte unter anderem Ausstellungen in Düsseldorf, Wien, Nürnberg und den Münchner Glaspalast, erhielt diverse Ehrungen wie den bayerischen St. Michaelsorden und die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft, tätig in Nürnberg, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Ries, Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Boetticher und Internet.

Lot-No.: 4060
Limit: 120.00 €, Acceptance: 330.00 €

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Friedrich Jamrath, Portraitpaar

Bildnis-Pendants eines älteren Ehepaars, dabei Herr im weißen Hemd und schwarzen Anzug sowie Frau mit weißer Haube im schwarzen Kleid, lasierende, partiell gering pastose Malerei in zurückhaltender, dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, je rechts signiert "F. Jamrath" und datiert "1881" bzw. "1886", rückseitig auf dem Keilrahmen je neuzeitlich bezeichnet "Johann Friedrich Jamrath 1810-1891), Craquelure, Druckstelle (Herrenportrait) bzw. Fehlstellen in der Leinwand (Damenportrait), etwas restaurierungsbedürftig, schön als Gegenstücke hinter Passepartouts mit hochovalem Ausschnitt gerahmt, Passepartoutausschnitt je ca. 65 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Friedrich Jamrath, dt. Blumen- und Portraitmaler, Porzellanmaler und Hoffotograf des Berliner Hofes (1810 Berlin bis 1891 Berlin), Schüler des Genre-, Historien- und Portraitmalers Johann Gottfried Brücke (1796-1873) in Berlin und um 1832 Schüler des Blumenmalers und Zeichenlehrers am Botanischen Garten Berlin Carl Roethig, beschickte 1826-46 die Berliner Akademieausstellung mit Blumenstücken und Portraits, später Ausbildung zum Fotografen bei Carl Gustav Oehme (1817-1881), 1846 oder 1853 Eröffnung des eigenen Fotografischen Ateliers in Berlin, welches er ab 1858 mit seinem Sohn Theodor Georg Richard Jamrath (1836-1902) unter "Jamrath & Sohn" betrieb, bedeutender Berliner "Carte de Visite"-Hersteller, Ernennung zum preußischen und sachsen-altenburgischen Hoffotografen, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Lemberger "Meisterminiaturen". Neuwirth "Porzellanmalerlexikon", Schidloff und Internet.

Lot-No.: 4061
Limit: 650.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Paul Klapper, "Der Anachoret"

Darstellung eines alten ärmlichen, nahezu unbekleideten sitzenden Mannes mit Fellschurz und Kalebasse vor grauem Grund, Ende des 19. Jahrhunderts wandten sich viele akademische Maler der sozial benachteiligten Bevölkerung zu - so rückten in der bildenden Kunst verstärkt Sonderlinge und wie hier Einsiedler (Anachoreten) in den Fokus der Kunst, so lieferten auch Maler wie Max Thedy ähnliche Motive, lasierende, partiell gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, rechts oben signiert und datiert "P. Klapper [18]97", rückseitig auf dem Keilrahmen altes Etikett mit undeutlicher Annotation, Craquelure, Triangeleinriss, Kratzer und Farbplatzer, restaurierungsbedürftig, im ca. 12 cm breiten Goldstuckrahmen (etwas bestoßen) gefasst, Falzmaße ca. 9,5 x 83,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1864 München bis 1928 München), studierte ab 1894 an der Münchner Akademie, 1906 Ehrung mit einer Silbermedaille auf der Internationalen Ausstellung in Mailand, tätig in München, Quelle: Dressler, Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte, Matrikel der Münchner Akademie, Gentsch "Amtlicher Bericht über die Internationale Ausstellung in Mailand 1906", Busse und Internet.

Lot-No.: 4062
Limit: 120.00 €, Acceptance: 200.00 €

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August Knoop, Im Wirtshaus

an einem Wirtshaustisch zwei Gäste, sich bei einem Glas Wein angeregt über eine Zeitungsmeldung unterhaltend, für Knoop typische Genreszene, Öl auf Malkarton, Ende 19. Jh., rechts unten signiert "A. Knoop", rückseitig mit Etikettnummerierung wohl früherer Ausstellung "8", weitere handschriftliche Nummerierung "91", im Goldprunkrahmen der Zeit hinter Glas, Falzmaße ca. 25 x 35,5 cm. Künstlerinfo: auch August Friedrich Knoop bzw. August Hermann Knoop, dt. Genremaler (1856 Düsseldorf bis 1919 München-Planegg?), studierte 1876-80 an der Akademie München bei Gyula Benczúr, kurz nach 1880 Übersiedlung nach Paris, 1886-88 im Atelier von Fernand Cormon in Paris, anschließend in München tätig, beschickte die Ausstellungen im Münchner Glaspalast und die Große Kunstausstellung in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Matrikel der Münchner Akademie, Müller-Singer, Bénézit, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon".

Lot-No.: 4063
Limit: 150.00 €, Acceptance: 0.00 €

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August Knoop, Zwei Genreszenen

historisierende Darstellung eines Kardinals mit Edelmann beim Kartenspiel im Salon und Kardinal im Lehnsessel im herrschaftlichen Interieur, einem rezitierenden Edelmann zuhörend, fein mit spitzem Pinsel gering pastos festgehaltene Genremalerei, Öl auf Karton, je unten signiert "A. Knoop" und einmal undeutlich datiert "1913", rückseitig je undeutlich gestempelt, als Pendants hinter Glas gerahmt, Falzmaße je ca. 25 x 35 cm. Künstlerinfo: auch August Friedrich Knoop bzw. August Hermann Knoop, dt. Genremaler (1856 Düsseldorf bis 1919 München-Planegg?), studierte 1876–80 an der Akademie München bei Gyula Benczúr, kurz nach 1880 Übersiedlung nach Paris, 1886–88 im Atelier von Fernand Cormon in Paris, anschließend in München tätig, beschickte die Ausstellungen im Münchner Glaspalast und die Große Kunstausstellung in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Matrikel der Münchner Akademie, Müller-Singer, Bénézit, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon".

Lot-No.: 4064
Limit: 80.00 €, Acceptance: 150.00 €

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Jan Hermann Barend Koekkoek, Fischer am Strand

Fischerkinder mit Körben und Köcher im seichten Wattwasser, beim Krabbenfischen, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, links unten signiert "Jan H. B. Koekkoek", gering farbschwundrissig, schön im Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 25 x 34 cm. Künstlerinfo: auch Herman oder Hermans P. Koekkoek, signierte "Jan H. B. Koekkoek", niederländischer Marine-, Landschafts- und Genremaler (1840 Amsterdam bis 1912 Hilversum), entstammt der alten, durch Johannes Hermanus Koekkoek (1778–1851) begründeten Künstlerfamilie Koekkoek, Sohn und Schüler des Marinemalers Hermanus Koekkoek (1815 Middelburg bis 1882 Haarlem), bis 1859 in Amsterdam tätig, hier Mitglied der Amsterdamer Künstlervereinigung "Arti et Amicitiae", später in Hilversum, beschickte 1867–94 die Lübecker Kunstausstellung, 1880 und 1890 die Bremer Kunstausstellung, ferner die Große Berliner Kunstausstellung und die Berliner Akademieausstellung sowie den Münchner Glaspalast, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Scheen und Internet.

Lot-No.: 4065
Limit: 450.00 €, Acceptance: 750.00 €

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Ernö Lanyi, Ländliche Szene mit Kutsche

kleiner Markt in einem abgelegenen Dorf in der ungarischen Steppe mit gerade aufbrechenden Pferdekutschen, minimal pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1900, links unten signiert "Lanyi, E., geringe Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 12, x 28 cm.

Lot-No.: 4066
Limit: 220.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Thomas Lawrence, attr., Frederick Augustus v. York

Brustbildnis des zweiten Sohns des britischen Königs Georg III. und Herzogs und Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg, Prinz Friedrich August Duke [Herzog] of York and Albany (1763–1827), britischer Feldmarschall und Fürstbischof des Hochstifts Osnabrück, im dunklen Gehrock mit dem Bruststern des britischen Hosenbandordens, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, um 1822, unsigniert, das Motiv ist im Werksverzeichnis "Sir Thomas Lawrence – a complete catalogue of the oil paintings" von Kenneth Garlick in gleicher Pose und mehreren Varianten als Ganzfigurenbildnis, Halbfigurenbildnis und Bruststück unter Nr. 858a bis 858c verzeichnet (Kopien beigegeben), das vorliegende Gemälde entspricht in Größe, Motiv und Maß der Werksverzeichnisnummer 858c und dürfte eine Variante von der Hand des Künstlers oder eine Kopie nach seinem Gemälde von der Hand eines Mitarbeiters bzw. Nachfolgers sein, Craquelure, doubliert, restauriert, im Vergolderrahmen gefasst (bestoßen), Falzmaße ca. 92 x 71,5 cm. Weiterführende Info zum Motiv: Nagler schrieb zum Künstler "... Mit Lawrence ging für die englische Kunst ein neuer Stern auf. Man bewundert in seinen Werken die feine Auffassung der Natur, die in seinen Portraiten so sehr anspricht. Dann hatte er einen ausserordentlich feinen Sinn für zarte, schöne Formen, und wie sehr er es verstand, das recht vornehme Wesen, jene Eleganz, jene heitere Lebensweise der englischen Grossen wieder zu geben ...", bereits 1780 bemerkte Daines Barrington [1727–1800] in seinen "Miscellanies" [1781] zur Kunst des jungen Lawrence "... Da ich so vieler Beispiele von früher Geistesreife gedacht habe, so darf ich auch einen Maler Lawrence nicht übergehen, den Sohn eines Gastwirthes zu Devizes in Wiltshire. Dieser Knabe ist jetzt (1780) gegen zehn und ein halbes Jahr alt, aber schon in seinem neunten Jahre copirte er, ohne die geringste Anleitung von irgend jemand, historische Gemälde in einem meisterhaften Style; auch war er ungemein glücklich in eigenen Compositionen, ... Es missglückt ihm selten, in sieben Minuten ein sehr ähnliches Portrait mit ziemlich viel Freiheit und Anmuth zu zeichnen. ...", bezüglich der Malweise wird unser hier vorliegendes Motiv explizit in Naglers Künstlerlexikon 1839 wie folgt erwähnt "... Lawrence konnte sehr rasch arbeiten; wenn er gedrängt ward malte er oft einen Kopf in einem Tage. In der Regel aber liess er sich für einen Kopf sieben bis acht Mal, für eine Hand zwei Mal sitzen. Gewöhnlich fertigte er erst eine vollendete Kreidezeichnung auf die Leinwand, wodurch er sich mit seinem Vorwurf vollkommen vertraut machte. Oft übermalte er dieselbe, oft nahm er auch eine neue Leinwand. Bei dem Ausmalen wich er von der Weise der meisten Maler ab; denn er malte seine Portraits theilweise aus und verband die Theile dann mit der grössten Leichtigkeit. Er vollendete oft den Kopf, ohne Hand an den Hintergrund zu legen, denn er berechnete die Wirkung genau, welche die Tiefe des letztern zum Leben der Fleischtöne haben würde. Wenn der Kopf fertig war, bedurfte es gewöhnlich einer oder zwei Sitzungen, um die Figur mit Kreide oder Kohle zu zeichnen. Einer seiner Zöglinge erhielt hierauf das Gemälde, und dieser füllte Draperie und Hintergrund aus. Lawrence besserte dann das Verfehlte und gab dem Ganzen mit wenigen Pinselstrichen den harmonischen Ton. Nicht selten geschah es, dass Lawrence die Kreidezeichnung eines Kopfes machte, einem seiner Zöglinge die Details beschrieb und ihm auftrug die Zeichnung auf eine andere Leinwand zu übertragen und unmittelbar vor der zur nächsten Sitzung bestimmten Zeit in Farbe zu setzen. Lawrence vollendete dann, mit dem Original vor sich, den Kopf in einer oder zwei Stunden. Das Portrait des Herzogs von York, eine seiner schönsten Arbeiten, wurde in dieser Weise gefertigt. ...". Künstlerinfo: englischer Maler, Miniaturmaler, Pastellist, Zeichner und Radierer (1769 Bristol bis 1830 London), ab 1772 in Devizes, galt als zeichnendes Wunderkind, das zum Unterhalt der Familie beitrug, ab 1779 in Bath, hier Schüler bei William Hoare (1707–1792), schuf Bildnisse in Oxford, Salisbury und in Weymouth, 1785 erste Versuche mit Historienmalerei in Öl, 1786 Übersiedlung nach London, ab 1787 Studium an der Londoner Royal Academy of Arts bei Sir Joshua Reynolds, 1787 mit vier Damenportraits in der Somerset-House-Ausstellung vertreten, die ihn berühmt machten, portraitierte 1790, 21-jährig Königin Charlotte und ihre Tochter Prinzessin Amalia Sophia Eleanor von Großbritannien, Irland und Hannover, ab 1792 Hofmaler König Georgs III., ab1791 Anwärter und ab 1794 Mitglied der Royal Academy of Arts, 1814 Aufenthalt in Paris, 1815 durch Prinzregent Georg August Friedrich [ab 1820 König Georg IV. von Großbritannien und Irland] zum Ritter ernannt, schuf 1818 im Auftrag des Prinzregenten Portraits der Teilnehmer des Aachener Monarchenkongresses in Aachen und danach Portraits der regierenden Königshäuser in Wien und 1819 in Italien [Rom], 1820 Wahl und bis 1830 Präsident der Royal Academy, 1822 Fellow der Royal Society, 1825 schuf er im Auftrag von König Georg IV. Portraits des französischen Königs Karl X. und dessen Dauphins Louis Antoine d’Artois, Ehrung mit dem Ritterkreuz der Ehrenlegion, Ernennung zum Dr. h.c. der Rechte der Universität Oxford, Mitglied der Akademien Rom, Florenz, Bologna und Venedig, 1827 Ehrenmitglied der National Academy of Design in New York, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Kenneth Garlick, Bénézit, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Schidlof, Foskett, Grant, Waterhouse und Internet.

Lot-No.: 4067
Limit: 900.00 €, Acceptance: 4800.00 €

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Hedwig von Lepel-Gnitz, attr., Motiv der Insel Gnitz

weiter sommerlicher Blick über Wiesen und Häuser der Halbinsel Gnitz/Usedom, über den Peenestrom zum Festland, gering pastose Landschaftsmalerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Karton, um 1900, unsigniert, rückseitig zwei alte, teils fragmentarisch erhaltene Etiketten "Dieses Bild gehört meiner Nichte Liselotte v. Lepel-Gnitz Diessen a. A. [Dießen am Ammersee] 20. Juli 1939 - Clementine v. Lepel-Gnitz" und "Leihgabe von Lotte an Tine ... für Tines Lebenszeit", Kratzer und Druckstellen in der Leinwand, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 18,5 x 57,5 cm. Künstlerinfo: geborene Hedwig Laura Amalie Antonie Greve, dt. Genre-, Stillleben- und Portraitmalerin sowie Kopistin und Märchenbuchautorin (1850 Spellbrink bei Osnabrück bis 1925 Weilheim/Oberbayern), erste künstlerische Ausbildung im Umfeld der Düsseldorfer Akademie, in Düsseldorf Schülerin von Konrad Gustav Süs (auch Süß, 1823 Rumeck bis 1881 Düsseldorf, wohl ihrem Onkel), Weiterbildung bei Alexander [Sándor] von Liezen-Mayer (1839-1898) in München, anschließend freischaffend als Portrait- und Genremalerin in Ems, portraitierte vor allem Mitglieder der deutschen Hocharistokratie wie Kaiser Wilhelm I., den preußischen Generaloberst der Kavallerie und Feldmarschall sowie Generaladjutant Kaiser Wilhelms I., Walther Freiherr von Loë, Gräfin Clementine von Schlippenbach, den preußischen Justizminister Heinrich von Friedberg und Prinz Heinrich XIII. Reuß-Plauen, 1880 Eheschließung mit dem Königlich-Preußischen Kammerherrn, Theaterregisseur und ab 1887 Intendanten des Königlichen Hoftheaters in Hannover, Bruno von Lepel-Gnitz (1843-1908), seitdem verehelichte Hedwig von Lepel-Gnitz, 1890 Übersiedlung nach Hannover, beschickte 1875 bis 1890 zahlreiche Ausstellungen in München, Dresden, Hannover, Berlin, Düsseldorf und Bremen, signierte als Malerin auch nach der Eheschließung teilweise noch als "Hedwig Greve", trat ab 1890 zunehmend unter dem Namen Hedwig von Lepel-Gnitz als Märchenbuch-Autorin hervor, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule" und Internet.

Lot-No.: 4068
Limit: 120.00 €, Acceptance: 420.00 €

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Lienard, Gesellschaft auf der Pferderennbahn

elegant gekleidete Damen und Herren vor gründerzeitlichen Tribünen auf der Pferderennbahn, mit im Hintergrund vorbeifahrendem Zug mit Dampflok, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, links unten signiert "Lienard", rückseitig auf dem Spannrahmen neuzeitliche ungeprüfte Annotation "Berlin Karlshorst", randdoubliert und hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, Retuschen, gering restaurierungsbedürftig, im neueren Impressionistenrahmen gefasst, Falzmaße ca. 32 x 40 cm.

Lot-No.: 4069
Limit: 280.00 €, Acceptance: 300.00 €

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Thomas James Lloyd, attr., Frühling an der Küste

Frühlingslandschaft mit Fischerboot "Hope Sandwich" auf dem Wasser, sturmzerzausten Kiefern und Fernblick vom verschilften Ufer in weite ebene Landschaft im ersten Grün, mit Schafherde und ackernden Bauern mit Pferd unter dramatisch bewölktem, verregnetem Himmel, pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1900, links unten undeutliche Signaturreste, Craquelure, alt allseitig beschnitten, hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, unten randdoubliert, mehrere Retuschen, kleines Loch in der Leinwand, Randmängel, restaurierungsbedürftig, Maße ca. 87 x 175 cm. Künstlerinfo: englischer Landschaftsmaler und Aquarellist (1849 London bis 1910 London), Mitglied der Londoner Royal Society of Painters in Watercolors [Londoner königliche Aquarellistenvereinigung], auf deren Ausstellungen er vertreten war, beschickte 1871–1910 die Ausstellungen der Royal Academy in London, vertreten mit Aquarellen in den Museen Glasgow und Kapstadt, tätig in London und Studienaufenthalte in Sussex und Kent, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, "The Dictionary of British Artists 1880–1940", Johnson, Wood, Mallalieu und Internet.

Lot-No.: 4070
Limit: 1500.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Michael Lueger, Kirche am See

Sommerlandschaft mit Bäuerin und Kühen vorm Dorf am See, wohl Ansicht des Ortes Rimsting im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, mit der Pfarrkirche St. Nikolaus vor der Kulisse des Chiemsees und alpiner Berglandschaft am jenseitigen Ufer, gering pastose bzw. lasierende romantische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "M. Lueger 1868", Craquelure und farbschwundrissig, etwas restaurierungsbedürftig, im originalen Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 32,5 x 46 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler und Aquarellist (1804 München bis 1883 München), studierte ab 1818 an der Münchner Akademie, anschließend freischaffend als Landschaftsmaler in München, parallel 1855-1870 Zeichenlehrer an der Königlich Bayerischen Pagerie München, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Wikipedia.

Lot-No.: 4071
Limit: 280.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Jules Lunteschütz, Amor mit seinem Bogen

vor arkadischer Landschaft der geflügelte nackte Amor, ein rotes Tuch um die Hüfte geschlungen, versonnen auf einem Felsen sitzend, den Bogen spielerisch in der rechten Hand haltend, zu seinen Füßen Pfeile im Köcher und Rosen, pastose Malerei des späten Klassizismus, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., rechts unten signiert "J. Lunteschütz", Craquelure, alt restauriert, etwas restaurierungs- und reinigungsbedürftig, breiter Jugendstilrahmen, Falzmaße ca. 58 x 43,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Isaak Lunteschütz (1822 Besançon bis 1893 Frankfurt/Main), dt.-frz. Maler, Schüler der „École de dessin Besançon“, ab 1837 Studium in Frankfurt/Main bei Philipp Veith, anschließend an der École des Beaux-Arts Paris bei Jean Alaux, ab 1845 dauerhaft in Frankfurt ansässig, zeitgenössische Berühmtheit erlangte er vor allem wegen seines Portraits des mit ihm befreundeten Philosophen Arthur Schopenhauer, ein von ihm geschaffenes Portrait des Malers Gustave Courbet hängt heute im Städelschen Museum in Frankfurt, Quelle: Vollmer.

Lot-No.: 4072
Limit: 180.00 €, Acceptance: 1700.00 €

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Magnus, Husaren zu Pferd

preußische Husaren in ihrer Uniform zu Pferd, auf einem unbefestigten Weg in weiter, leicht hügeliger Landschaft, der Totenkopf an ihrer Pelzmütze weist sie als Mitglieder des Leib-Husaren-Regiments Nr. 1 oder des Leib-Husaren-Regiments "Kaiserin Viktoria von Preußen" Nr. 2 aus, Öl auf Leinwand, links unten wegen Kratzspur nicht eindeutig lesbar signiert und datiert "Magnus 1834", auf Keilrahmenrückseite in Graphit "I", Craquelure und minimal verschmutzt, in Rahmen der Zeit gerahmt, Falzmaße ca. 30 x 35 cm.

Lot-No.: 4073
Limit: 360.00 €, Acceptance: 0.00 €

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Markiewicz, Herrenportrait

Portrait eines dunkelhaarigen Herrn im schwarzen Frack, gering pastose Malerei mit guter Behandlung der Physiognomie des Gesichts, Öl auf Leinen auf Karton kaschiert, wohl polnischer Maler um 1900, rechts unten signiert "Markiewicz", minimale Retuschen, partiell frühschwundrissig, gerahmt, Falzmaße ca. 48,5 x 40,5 cm.

Lot-No.: 4074
Limit: 400.00 €, Acceptance: 0.00 €

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