Gemälde

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Jacques Courtois, attr., Reiterschlacht am Bosporus

dramatische Kampfszene mit Kavallerie und Bogenschützen, die Darstellung thematisiert die im Zeitraum 1423-1878 immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und den Staaten Europas, den sogenannten "Türkenkriegen", auch für Courtois waren diese Ereignisse aus eigenem Erleben präsent und waren beliebte Bildthemen seiner Zeit, auch wenn es bei den kriegerischen Auseinandersetzungen in erster Linie um Gebiets- und Machtansprüche ging, wurden diese Kriege oft als Kampf der Religionen aufgefasst und symbolisierten in Europa die Verteidigung des abendländischen Christentums gegen den Islam, der Maler lokalisiert seine komponierte Darstellung an der schmalsten Stelle des Bosporus, auf dem europäischen Gebiet des heutigen Istanbul, vor der Kulisse eines mehreckigen Festungsturms, möglicherweise spielt dieses Bauwerk auf den Halil Pasch-Turm der 1452 in nur vier Monaten unter Sultan Mehmed II. errichteten Festung Rumeli Hisarı an, welche zur Belagerung und schließlich 1453 Eroberung Konstantinopels diente und mithin zum Ende des Byzantinischen Reiches beitrug, der junge Maler Courtois weilte ab 1640 in Rom und avancierte schnell zum gefragtesten Kampf- und Schlachtenmaler seiner Zeit, sein Augenmerk lag nicht auf topographischer Genauigkeit oder gar wiedererkennbarer historischer Persönlichkeiten - der Maler verbildlichte in seinen Werken vielmehr die Dramatik und Schrecken des Krieges allgemein und schuf mittels gekonnter atmosphärischer Schilderung - unmittelbarer Nahaufnahme der Kampfhandlung, dramatischen Wolkenformationen, Pulverdampf, aufsteigendem Brandrauch und Staub galoppierender Pferde - eine den Betrachter fesselnde, nachvollziehbare Kampfhandlung von größter Eindringlichkeit und Dynamik, hierzu vermerkt Wikipedia "... Jacques Courtois ist ohne Zweifel der bedeutendste Meister des narrativen bzw. dekorativen Schlachtenbildes ... Er wurde als Schlachtenmaler stark von Salvator Rosa beeinflusst. ... Im Unterschied zu Rosa bevorzugte er jedoch den Kampf mit den Feuerwaffen, ... Courtois malte die Massen des Kampfgetümmels unter der Wirkung atmosphärischer Erscheinungen wie Licht, Luft und Staub. Ihn interessierten die Reflexe des Lichtes auf den sich schnell bewegenden Körpern von Pferd und Reiter, die malerischen Effekte, die sich durch die Darstellung des Pulverdampfs und der Feuerblitze der abgeschossenen Pistolen erzielen lassen. Das Gefühl der Dynamik, der Unordnung des Schlachtfeldes erhöht Courtois durch seinen kräftigen Pinselstrich. Die sich auf dem Boden wälzenden Pferde, der Knäuel der Kämpfer werden durch die starken hell-dunkel-Wirkungen noch weiter fragmentiert und der Eindruck eines Gefechtes verstärkt. Der Kampf wird zum Vorwand genommen, um eine faszinierende Komposition von Licht und Schatten, Farbe und Form zu gestalten. ..." und Bénézit ergänzt "... Courtois war ein hochqualifizierter und spontaner Künstler, und seine Gemälde wurden fast immer in einem einzigen Versuch [alla-prima] ausgeführt. Im Gegensatz zu vielen großen Malern, die sich mit dem Thema Krieg auseinandergesetzt haben, fängt er erfolgreich die Verwirrung der Schlachten ein, die er aus erster Hand erlebt hat. Seine Farben sind manchmal eher düster, aber seine Bilder zeichnen sich durch ihre schöne Komposition aus. Mit wahrer Leidenschaft - la furia francese [dt.: französischem Temperament] - erweckte er die Kavalleriekämpfe der Mailänder Kriege zum Leben. ...", gering pastose, effektvolle Malerei über rotem Bolus, Öl auf Leinwand, um 1650, unsigniert, Craquelure, alt doubliert, Malschicht partiell verputzt, Retuschen, beigefügt Schreiben von Prof. Justus Müller Hofstede (Bonn) von 1980, in dem er das vorliegende Gemälde Jacques Courtois zuschreibt, dazu Restaurierungsrechnung zum Gemälde von Barbara Botz von 1987, schön mit Messingrahmenschild "Jac. Courtois dit Le Bourguignon 1621-1676" gerahmt, Falzmaße ca. 75 x 94,5 cm. Künstlerinfo: genannt Padre Giacomo oder Jacopo Cortese bzw. Cortesi oder "Il Borgognone" bzw. "Le Bourguignon [Der Burgunder]", französischstämmiger italienischer Schlachten- und Historienmaler, Zeichner sowie Radierer (1621 Saint-Hippolyte/Franche-Comté bis 1676 Rom), zunächst Schüler seines Vaters, des Kirchenmalers Jean-Pierre Courtois, um 1636 Übersiedlung nach Mailand, hier Freundschaft zum aus Doubs stammenden Feldmeister der spanischen Armee, Baron Jean de Vatteville, mit dem er sich für drei Jahre der spanischen Armee anschloss, bis 1639 Soldat, 1639 in Bologna und Schüler des lothringer Malers Jerôme Colomès, dann Schüler von Guido Reni und Francesco Albani in Bologna, anschließend in Florenz, hier Schüler in Schlachtenmalerei bei Jan Asselijn (genannt Giovanni Azzolino, auch Crabat Olandese oder Crabbetje), dann in Siena, ab 1639/40 in Rom im Konvent St. Croce in Gerusalemme amsässig, hier protegiert von Pietro da Cortona und Michelangelo Cerquozzi und gänzliche Hinwendung zur Schlachtenmalerei, beeinflusst von Salvador Rosa, 1651-52, 1655 und 1656-57 im Dienste von Matteo (Mattias) de Medici in Siena und Florenz, ab 1653 wieder in Rom schaffend, Ende 1654 Tod seiner Ehefrau, 1655 Reise über Bergamo nach Fribourg und Saint-Hippolyte, Rückkehr über Venedig, ab Dezember 1657 Laienbruder und Noviziat im Jesuitenkloster San Andrea al Quirinale, 1668 Profess, nannte sich im Kloster "Padre Jacopo Cortesi", im Kloster zunächst Hinwendung zu religiösen Bildthemen, um 1670 Berufung durch den Großherzog der Toskana Cosimo III. nach Florenz zur Ausgestaltung dessen Landhauses in Castella, später wieder Schlachtenmaler, 1675 Aufenthalt in Florenz und Pisa, vertreten in bedeutenden Kunstsammlungen wie der Eremitage in St. Petersburg, den Uffizien und dem Palazzo Pitti in Florenz, den vatikanischen Kunstsammlungen in Rom, dem Louvre Paris, der Pinakothek München, darüber hinaus in Berlin, Dresden, Kassel und Stockholm, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Bénézit, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4400
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Elija in der Wildnis

nächtliche Szene mit Darstellung des schlummernden biblischen Propheten Elija (Elia oder Elias), welcher nach seiner Machtprobe mit König Ahab nach Be’er Scheva im Süden Judas floh und sich betrübt in der Wildnis verborgen hielt, während dieser Zeit wurde er auf wundersame Weise von Raben ernährt, schließlich erschien ihm ein Engel, der ihn dazu aufforderte zum Berg Horeb zu reisen, hierzu schreibt das 1. Buch der Könige des Alten Testaments (3-8) "... Elija geriet in Angst, machte sich auf und ging weg, um sein Leben zu retten. Er kam nach Beerscheba in Juda und ließ dort seinen Diener zurück. Er selbst ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. ... Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein. Doch ein Engel rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Als er um sich blickte, sah er neben seinem Kopf Brot, das in glühender Asche gebacken war, und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder hin. Doch der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal, rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich. Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb. ...", minimal pastose, religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, auf Hartfaserplatte aufgezogen, Craquelure, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 139 x 107 cm.

Katalog-Nr.: 4401
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Heilige Sippe

an zentraler Stelle steht der kindliche Jesus im Purpurmantel auf einem Podest, die rechte Hand zum Segen erhoben und in der linken Hand zum Zeichen seiner "Regentschaft" einen Reichsapfel haltend, über ihm schwebt, von Gottvater im Himmel gesandt, der Heilige Geist in Gestalt einer Taube, auf der rechten Seite Jesu thront seine Mutter Maria neben ihrer Mutter Anna, auf der linken Seite Jesu thront sein Ziehvater Joseph, welcher als Zeichen seiner Unschuld und Reinheit eine Rispe weißer Lilien in der rechten Hand hält, neben Marias Vater Joachim, pastose, dunkeltonige religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, Craquelure, alt hinterlegte Fehlstellen und restauriert, gering restaurierungsbedürftig, schön gerahmt, Falzmaße ca. 106 x 80,5 cm.

Katalog-Nr.: 4404
Limit: 700,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Heilige Familie

Darstellung Mariens als Halbportrait, mit dem schlummernden Jesuskind auf dem rechten Arm und Joseph rechts im Hintergrund, pastose, religiöse Genremalerei in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Holzrahmen, wohl 1. Hälfte 18. Jh., unsigniert, Craquelure, alte Retuschen, Farbplatzer, etwas restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 80 x 58,5 cm.

Katalog-Nr.: 4405
Limit: 250,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Passionsszene "Das letzte Abendmahl"

Darstellung Jesu mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl, vor seinem Verrat durch Judas, Jesus mit Gloriole im Zentrum des Gemäldes, unter den Gesetzestafeln des Mose, segnet seinen Brotlaib, die Jünger blicken erschrocken auf Jesus, der ihnen offenbarte, dass einer aus dieser Runde ihn verraten würde, lediglich Judas mit einem Geldbeutel in der Hand blickt aus dem Gemälde heraus zum Betrachter und ist somit symbolisch nicht bei Gott, barocke, pastose religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, links unten Monogramm "JoS" und durch Restaurierung verfälsche Bezeichnung "MI [ursprünglich wohl: INV] : PINX [dt.: erdacht und gemalt]", Craquelure, wachsdoubliert, restauriert, schön in Goldleiste gerahmt, Falzmaße ca. 116 x 76 cm.

Katalog-Nr.: 4407
Limit: 700,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Heiliger Hieronymus als Eremit

Darstellung des Kirchenlehrers und Kardinals Sophronius Eusebius Hieronymus (347 Stridon bis 420 Betlehem), als betender Eremit in der Einöde, mit seinem Löwen, welchem er der Legende nach einen Dorn aus der Pranke gezogen habe, woraufhin der Löwe zahm und anhänglich geworden sei, lasierende, religiöse Genremalerei im Stil des 17. Jh., Öl auf älterer Kupfertafel, 19. Jh., unsigniert, rückseitig teils undeutliche alte Annotationen, schön gerahmt, Falzmaße ca. 18 x 15 cm.

Katalog-Nr.: 4410
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bildnis Kaiser Rudolf II.

Brustbildnis des Habsburgers (1552-1612) um 1600, 1576-1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, König von Böhmen (1575-1611), König von Ungarn (1572-1608) und Erzherzog von Österreich (1576-1608), wohl freie Kopie nach dem 1594 gefertigten Portrait des Hofmalers Rudolph II., Joseph Heintz des Älteren (1564-1609) oder dem um 1600 entstandenen Portrait von Hans von Aachen (1552-1615), würdevolle Darstellung des betagten Kaisers im weiten schwarzen Mantel mit Ordenskette, mit weißem Spitzenkragen und federgeschmücktem hohen Hut, vor grauem Grund, des Kaisers linke Hand ruht auf seinem Degen, während die rechte einen Handschuh fasst und auf einer imaginären Brüstung ruht, welche symbolisch die Sphäre des Betrachters von der des Herrschers scheidet, rechts oben, teils unleserlich bezeichnet "Vor Gottes Gnaden Rudolphus II. ... römischer Keiser", fein mit spitzem Pinsel miniaturhaft erfasste Malerei, Öl auf dünner, hochrechteckiger Holzplatte mit abgeschrägten Ecken, wohl 17. Jh., unsigniert, Risse in der Holzplatte partiell hinterlegt, restauriert, ungerahmt, Maße ca. 21 x 16,5 cm.

Katalog-Nr.: 4411
Limit: 2000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Urwüchsige Dorflandschaft

stimmungsvolle sommerliche Szene im Dorf mit Bauernhäusern, unter mächtigen Laubbäumen sowie Weidezäunen und Bauern bei der Verrichtung ihres Tagwerks, gekonnt erfasste Genremalerei in altniederländischer Manier, wohl Gouache auf Papier und Leinwand, sekundär mit Ölfarbe überarbeitet und auf ältere Leinwand aufgezogen, unsigniert, rückseitig altes Eigentümeretikett Dresden-Loschwitz, Craquelure, restauriert, in breiter Eichenleiste mit vergoldeter Innenkante gerahmt, Falzmaße ca. 74 x 105 cm.

Katalog-Nr.: 4413
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bauernhofszene

abendliche Idylle auf sommerlichem Bauernhof, mit einer eine Kuh melkenden Bäuerin, Pferd an der Tränke, ruhendem Hund und Huhn bei der Nahrungssuche, im warmen Licht der späten Sonne, dünn lasierende, brauntonige Malerei in der Art der alten niederländischen Meister des 17. Jh., Öl auf Platte, unsigniert, rückseitig alte Rechnung zum Gemälde und neuzeitliches Messingschild "Paulus Potter d. Ä.", kleinere Retuschen, im Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 37,5 cm.

Katalog-Nr.: 4414
Limit: 350,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Küchenmeister im Speisegewölbe

links auf dem Fass ligiert monogrammiert "JR", barocke Szene im dämmrigen Interieur mit Vorratsgefäßen und Schrank sowie herrschaftlich gekleidetem Mann mit Schürze unter den gierigen Blicken eines Hundes seine Wildbret und sonstige Fleischvorräte im Vorratsschrank verstauend, fein mit spitzen Pinsel ausgeführte Genremalerei, Öl auf Leinwand und schlichtem Holzrahmen, um 1750, Craquelure, reinigungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 37 x 31 cm.

Katalog-Nr.: 4415
Limit: 2200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bukolische Landschaft

Hirten mit ihrer Rinderherde und in der Ferne eine brennende Schlossanlage, Öl auf Leinwand und auf Sperrholz kaschiert, 18. Jh., auf Rahmenrückseite Etikett und hierauf bezeichnet "Style Alessandro Magnasco", Retuschen, in goldbronziertem Rahmen gerahmt (geringe Erhaltungsmängel), Falzmaße ca. 68 x 56,5 cm.

Katalog-Nr.: 4418
Limit: 350,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Franz Amling, Damenportrait

Brustbildnis einer Dame mittleren Alters in schwarzer Bluse, vor dunklem Grund, gering pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, rechts oben signiert "Fr. Amling", Craquelure, Keilrahmen durchzeichnend, kleine restaurierte Fehlstelle in der Leinwand, gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 40,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Franz Josef Ferdinand Zink, nannte sich als Künstler Franz Amling, dt. Maler, Zeichner und Illustrator (1853 Trier bis 1893 Schleißheim), zunächst Lehre und Tätigkeit als Bauzeichner, 1870–71 Kriegsfreiwilliger im Deutsch-Französischen Krieg, Studium am Städelschen Kunstinstitut Frankfurt am Main bei Heinrich Hasselhorst, ab 1884 in München und ab 1885 Weiterbildung an der Akademie München bei Ludwig von Löfftz, anschließend bis 1888 in München freischaffend, 1888 Übersiedlung nach Schleißheim, ab 1892 Mitglied der Münchner Sezession, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Bénézit, Müller-Singer und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4420
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Max Otto Beyer, Stillleben mit Fasanen

Arrangement aus erlegten Fasanen neben Spankorb mit Kürbissen, lasierende, naturalistische Stilllebenmalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "M. O. Beyer Ddf. [Düsseldorf]", Craquelure, winzige Fehlstelle in der Leinwand, gering restaurierungsbedürftig, später gerahmt, Falzmaße ca. 65 x 110 cm. Künstlerinfo: auch Beijer, dt. Landschaftsmaler (1863 Groizsch bis wohl nach 1921), künstlerische Ausbildung an der Kunstschule Berlin, tätig in Düsseldorf und Berlin-Halensee, Quelle: Müller-Singer, Dressler und Internet.

Katalog-Nr.: 4424
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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M. Dohmen, Stadt am Fluss

Blick übers Wasser auf altehrwürdige mittelalterliche Stadt, mit geschäftigem Treiben am Flussufer, lasierende, historisierende Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, datiert und ortsbezeichnet "M. Dohmen [18]77 Df. [Düsseldorf]", Craquelure, Keilrahmen etwas durchzeichnend, original im prächtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen (etwas restaurierungsbedürftig) gerahmt, Falzmaße ca. 76 x 95 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Historienmaler, erwähnt 1877-1919 in Düsseldorf.

Katalog-Nr.: 4428
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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G. Eckardt, Portraitpendant

Bildnis von Gertrude Karoline Maria Leers, verheiratete Klemmann und Dr. med. Franz Klemmann (1825 Brüggen bis 1884 Brüggen), Öl auf Holztafel, um 1900, jeweils signiert und bezeichnet "G. Eckhardt n. Phot.", rückseitig Informationen zum Dargestellten, je gerahmt, Falzmaße je ca. 35,5 x 30 cm.

Katalog-Nr.: 4429
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Karl von Enhuber, attr., Im Park

vielfigürliche Parkszene mit zwei in die Ferne blickenden Frauen und im linken Bereich drei spielende und trinkende Kinder, skizzenhafte, teils geritzte Genremalerei, Öl auf Papier und auf Leinwand kaschiert sowie doubliert, Mitte 19. Jh., rückseitig angeheftet Informationen zum Künstler, Craquelure, gerahmt, Falzmaße ca. 43,5 x 37,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1811 Hof bis 1867 München), ab 1829 kurzzeitiges Studium an der Akademie in München, beschäftigte sich bereits anfänglich mit dem bäuerlichen Leben seiner Heimat, 1858 Ernennung zum Ehrenmitglied der Münchner Akademie, 1860 beginnt er an der Illustrationsfolge zu Melchior Meyr - Geschichten aus dem Ries, starb in Folge eines Insektenstichs, Quelle: Thieme-Becker, Bruckmann- Münchner Malerei des 19. Jh., Matrikeln der Münchner Akademie und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4431
Limit: 700,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Alberto Fuster, Damenportrait

Halbfigurenbildnis einer jungen rotblonden Frau im dunklen Kleid, auf einem Sessel sitzend, pastose Malerei, Öl auf Leinwand, rechts oben signiert und datiert "Alberto Fuster 1891", farbschwundrissig und Craquelure, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 61,5 x 49,5 cm. Künstlerinfo: auch Don Alberto Fuster Lara, mexikanischer Maler und Dichter (1870 Tlacotalpan/Veracruz bis 1922 Austin/Travis County in Texas), studierte ab 1888 mit Stipendium des künftigen Gouverneurs von Veracruz Teodoro A. Dehesa Méndez und der Regierung von Veracruz unter Porfirio Díaz in Rom, später in Florenz, Weiterbildung in Frankreich und Deutschland, hier zeitweise tätig und regelmäßige Aufenthalte in Mexiko, beschickte Kunstausstellungen in Rom, Berlin, die Pariser Salons und die Pariser Weltausstellung 1900, unterhielt Freundschaft zu Joaquí Clausell, schuf später in den USA Portraits der Oberschicht, unter anderem der Schwester des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson, um 1908 Rückkehr nach Mexiko, schuf 1915-17 eine Serie Portraits, in denen er "die Seele der Jarocha-Frauen [Frauen aus Veracruz] einfangen wollte", berühmtestes Beispiel hierfür ist sein Gemälde "Meine Jarocha-Großmutter im Hochzeitskleid" von 1917, Quelle: Forschungsarbeit von Edel Navarro Malpica, Artikel zum Tod in der "La bohemia de la muerte" 1929, Bénézit, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Internet.

Katalog-Nr.: 4433
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Konrad Grob, Neapolitanische Marktszene

sonnige südländische Marktszene mit junger Bäuerin, einem Buben mit Orange, der verschmitzt dem Bildbetrachter entgegenblickt, im Arm haltend, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "K. Grob München", gering reinigungsbedürftig, mit altem Rahmenschild "Konrad Grob 1828-1904 - unverkäuflich" gerahmt, Falzmaße ca. 104 x 77 cm. Künstlerinfo: auch Conrad Grob, schweizerischer Lithograph, Radierer, Illustrator sowie Historien- und Genremaler (1828 Andelfingen Kanton Zürich bis 1904 München), Kindheit in Veltheim, 1842-45 Lehre zum Lithographen bei Schönfeld in Winterthur, ab 1845 Wanderjahre und als Lithograph in St. Gallen, zeitweise in Reutlingen, Ulm, München, Konstanz und Innsbruck, schließlich drei Jahre in Verona und dann 10 Jahre in Neapel, ab 1865 Studium an der Akademie München, hier 1870-73 Schüler von Arthur Ramberg, anschließend freischaffend in München, beschickte unter anderem Ausstellungen in Wien, London, Sydney, Basel, Bern, St. Gallen, Zürich und Solothurn, tätig in München, mit regelmäßigen Studienaufenthalten in der Schweiz im Haslital, im Wehntal, in Urnerboden und Merligen am Thunersee, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Brun "Schweizer Künstlerlexikon", Sikart, Matrikel der Münchner Akademie, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4436
Limit: 1500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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William Henry Hall, Auf dem Lande

Bauern vor ihrem Haus auf dem Feld, beim Aufstellen von Strohpuppen, teils leicht pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., links unten signiert "W. H. Hall", rückseitig in Kugelschreiber "William Henry Hall", retuschiert, gerahmt, Falzmaße ca. 32 x 46,5 cm. Künstlerinfo: engl. Landschaftsmaler (1812 Birmingham bis 1880 ebenda), Lehre in London, ab 1852 Mitglied der Academy in Birmingham, stellte auch in der Royal Academy in London aus, Quelle: Thieme-Becker und Lot-tissimo.

Katalog-Nr.: 4437
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Hoffman, Abends am Meer

Segelboote, im Licht der untergehenden Sonne, bei ruhiger See, leicht pastose, maritime Malerei, Öl auf Leinwand, auf dem Schiff signiert und datiert "Hoffman 1831", rückseitig nochmals datiert "den 26. September 1831", minimal farbschwundrissig und leichtes Craquelure, gerahmt in Rahmen der Zeit (mit Erhaltungsmängeln), Falzmaße ca. 25,5 x 32 cm.

Katalog-Nr.: 4440
Limit: 350,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Julius Kahrer, Damenportrait

Brustbildnis einer jungen Frau, im herrschaftlichen Kostüm mit Haube, im Profil vor abendlicher Landschaft, lasierende Malerei mit pastosen Effekten, Öl auf Holzplatte, um 1880, links signiert "J. Kahrer", restaurierungsbedürftig, im nicht passenden Rahmen, Falzmaße ca. 58 x44 cm.

Katalog-Nr.: 4443
Limit: 340,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Julius Köckert, Mutter mit ihren Kindern am See

bewaldetes Ufer, mit auf den See blickender Frau und drei Kindern, eines von ihnen spielt mit einem Segelboot auf dem Wasser, währenddessen das Kleinste in den Armen der Mutter getragen wird und das dritte Blumen pflückt, leicht pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, rechts unten signiert "Köckert", auf Keilrahmenrückseite Klebeetikett "Gemälde-Galerie Schützler Leipzig C1, Goethestraße 2, (Am Augustusplatz im Hochhaus Theaterpassage)", kleiner Einriss, etwas reinigungsbedürftig, in ca. 15 cm breiten Prunkrahmen der Zeit gerahmt (repariert), Falzmaße ca. 75 x 93 cm, beigegeben Schätzung von 1988. Künstlerinfo: dt. Genre-Historien-und Landschaftsmaler der Münchner Schule (1827 Leipzig bis 1918 München), erste malerische Ausbildung in Köln und Koblenz, ab 1843 Studium an der Akademie in Prag bei Christian Ruben, nach Schließung der Akademie 1848 Umzug nach München, erhielt Unterstützung durch König Ludwig I. von Bayern, schuf 1864 für das Maximilianeum das Gemälde „Harun al Raschid empfängt die Gesandten Karls des Großen 768“, Erzherzogin Sophie von Österreich und Prinzregent Luitpold von Bayern erwarben Gemälde von ihm, Freundschaft mit Wilhelm von Kaulbach, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4446
Limit: 850,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Hans Lassen, Fröhliche Runde

Blick in dämmriges Kneipeninterieur mit zwei Zechbrüdern, einem Mandolinenspieler lauschend, lasierende Genremalerei in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, datiert und ortsbezeichnet "Hans Lassen, Düsseldorf 1891", gering farbschwundrissig, kleine hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, etwas restauriert, schön gerahmt, Falzmaße ca. 121 x 151 cm. Künstlerinfo: eigentlich Hans August Lassen, dt.-dänischer Portrait-, Stillleben- und Genremaler (1857 Hadersleben [Harderslev]/Schleswig, heute Dänemark bis 1938 Ratingen), studierte 1881–87 an der Akademie Düsseldorf bei Hugo Crola, Heinrich Lauenstein und Peter Johann Theodor Janssen, tätig in Düsseldorf, ab 1910 in Ratingen, Quelle: Thieme-Becker, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Müller-Singer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Weilbach und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4449
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Achille Leonardi, Portrait einer Malerin

Brustbildnis einer Frau mit Malerpalette und Pinseln in der Hand, Portraitmalerei mit nuancierten Lichtwerten, Mitte 19. Jh., rechts unten in rot signiert "A. Leonardi", hinterlegte Stelle, Retuschen, kleine Fehlstelle, gerahmt, Falzmaße ca. 25 x 20 cm. Künstlerinfo: italienischer Maler (um 1800 bis 1870), Quelle: Wikipedia England.

Katalog-Nr.: 4450
Limit: 480,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Prof. Hugo Mühlig, "Haarscheidt in der Eifel"

sommerliche Landstraße mit Gänseliesel vor Dorfsilhouette, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Karton, um 1890, rechts unten signiert "Hugo Mühlig", rückseitig nummeriert, betitelt, signiert und ortsbezeichnet "No.2 »Haarscheidt in der Eifel« Hugo Mühlig Düsseldorf", schön gerahmt, Falzmaße ca. 24 x 34 cm. Künstlerinfo: eigentlich Hugo Theodor Mühlig, dt. Landschafts- und Genremaler (1854 Dresden bis 1929 Düsseldorf), Sohn des Meno Mühlig und Neffe des Bernhard Mühlig, 1872-73 Schüler seines Vaters, studierte 1871-73 an der Akademie Dresden, hier 1877-80 Meisterschüler von Viktor Paul Mohn, ab 1881 in Düsseldorf ansässig, 1883-91 regelmäßige Sommeraufenthalte in der Künstlerkolonie Willingshausen und ab 1908 in Röllshausen in der Schwalm, 1887-1929 Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten" und ab 1891 der Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Bantzer "Hessen in der deutschen Malerei", Wollmann, Müller-Singer, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Friedrich "Ludwig Richter und sein Schülerkreis", Dressler, Boetticher und Wikipedia

Katalog-Nr.: 4455
Limit: 2900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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