feine Kopie des "Münchner Selbstbildnis" von Albrecht Dürer (1471 Nürnberg bis 1528 Nürnberg) aus dem Jahre 1500, welches heute in der Alten Pinakothek in München verwahrt wird, das Brustbildnis zeigt den Maler in Frontalansicht mit langem lockigen Haar, herrschaftlicher Kleidung und der zum pelzverbrämten Revers erhobenen rechten Hand, fein lasierende Malerei, Öl auf gesperrter Holzplatte, um 1900, unsigniert, links oben, wie beim Original, monogrammiert und datiert "AD 1500" und rechts ebenso identische lateinische Bildinschrift "Albertus Durerus Noricus ipsum nme proprijs sic effin gebam coloribus ætatis anno XXVIII. [dt. etwa: Ich, Albrecht Dürer aus Nürnberg, habe mich selbst im Alter von 28 Jahren mit unvergänglichen Farben so dargestellt]", farbschwundrissig, Kratzer, etwas restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 65 x 47,5 cm.
Lot-No.: 4000
Limit: 240.00 €, Acceptance: 3400.00 €
imposante herbstliche skandinavische Gebirgslandschaft, mit eindrucksvoll zwischen Felsen und Gebäuden zu Tale stürzendem Fluss, 1640–44 reiste Allart van Everdingen nach Schweden und Norwegen, die skandinavischen Eindrücke waren zeitlebens prägend für sein künstlerisches Schaffen, so fertigte er auch später in Holland mit Vorliebe norwegische bzw. schwedische Landschaften, deren rauen, mystischen und ungestümen Charakter er meisterlich in düsteren und schweren Farben festzuhalten verstand, die er mit effektvollen Lichtern – wie im vorliegenden Bild bei der Darstellung des Wassers – belebte, Everdingen steht somit in der malerischen Tradition der Zeit und wetteiferte in seinen skandinavischen Motiven mit Jacob van Ruisdael (1628/29–1682) und fand einen Nachahmer in Jacob Coning (1648–1724), fein lasierende Landschaftsmalerei in gedeckter Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, 17. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem jüngeren Keilrahmen frz. bezeichnet "signé en bas à droite Everdingen [dt.: signiert unten rechts Everdingen]" und neuzeitliches Etikett "Allart van Everdingen (1621–1675)", alt doubliert, partiell stärker retuschiert, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 69 x 61 cm. Künstlerinfo: auch Aldert oder Allaert van Everdingen, niederländischer Landschaftsmaler, Aquarellist, Zeichner, Buchdrucker, Radierer und Sammler (1621 Alkmaar bis 1675 Amsterdam), studierte zunächst Theologie, parallel Schüler von Roelant Savery in Utrecht, weitergebildet bei Pieter de Molyn [Molijn] in Haarlem, 1640–44 Studienreise nach Schweden und Norwegen, anschließend Rückkehr nach Holland, ab 1645 Meister und Mitglied der Lukasgilde Haarlem, ab 1651 in Amsterdam tätig, 1657 Bürgerrecht von Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Allgemeine Deutsche Biographie, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Wurzbach und Wikipedia.
Lot-No.: 4001
Limit: 800.00 €, Acceptance: 0.00 €
Kniestück eines elegant gekleideten jungen Adligen in Rüstung und mit Mühlsteinkragen, neben seinem auf einem Tisch abgelegten, prächtigen federgeschmückten Helm, möglicherweise Darstellung des jugendlichen spanischen Monarchen Philipp III. [spanisch: Felipe III.] aus dem Hause Habsburg (1578 Madrid bis 1621 Madrid) und Enkel von Kaiser Karl V., fein lasierende Kopie wohl nach einem Original von Juan Pantoja de la Cruz (ca. 1553–1608), Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "Emil Friberg Cop.–1910", hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, restauriert, gering reinigungsbedürftig, im neobarocken Rahmen, Falzmaße ca. 112 x 76 cm. Künstlerinfo: schwedischer Maler, Pastellzeichner und Kopist (erwähnt 1902–1938), Quelle: Internet.
Lot-No.: 4002
Limit: 600.00 €, Acceptance: 850.00 €
Ansicht einer Burg auf einem Felsen, an dessen Fuß vorbei ein rauschender Fluss durch eine Steinbrücke fließt, im Vordergrund am Ufer Wäscherinnen und ein Junge mit Käscher neben einem anlandenden Boot, stimmungsvolle, zum Teil mit spitzem Pinsel ausgeführte altmeisterliche Landschaftsimpression, Öl auf Malkarton, wohl 18. Jh., rückseitig signiert oder bezeichnet "Joh. Hoffmann Hofmaler v. Ostheim", geringe Retuschen, Craquelure und etwas reinigungsbedürftig, in späterer, schöner Berliner Leiste, Kartonmaße ca. 22 x 33 cm.
Lot-No.: 4003
Limit: 360.00 €, Acceptance: 0.00 €
eine in einen Umhang gehüllte Mutter vor arkadischer Landschaft, ihr Kind stillend, aus dem linken Bildrand ein Engel in die Darstellung schwebend, das Motiv der Maria lactans, der stillenden Gottesmutter, geht bereits auf die ägyptische Mythologie zurück, die Göttin Isis wurde im alten Ägypten als stillende Mutter dargestellt, dieses Motiv fand Verbreitung und wurde sowohl in der griechischen als auch auch der römischen Mythologie, etwa in Gestalt der kapitolinischen Wölfin, aufgegriffen, auch das Christentum nahm später in Form der stillenden Madonna Anleihen an dieses Motiv, die Stillende verkörpert die mütterliche Liebe und Fürsorge, auf einer höheren Bedeutungsebene wird Maria als Nährmutter zur Verkörperung der christlichen Kirche, die mit ihrer Milch die Gläubigen stillt, bisweilen inkarnisiert sie auch die weibliche Fruchtbarkeit, Öl auf Holz, um 1800, rückseitig signiert "Kürzinger", alt restauriert, reinigungsbedürftig, minimale Alterungsrisse im Malträger, schön im Prunkrahmen gefasst, Falzmaße ca. 41 x 30 cm. Künstlerinfo: auch Marianna Kürzinger (1776/77 München bis 1809 München), dt. Historien- und Genremalerin, sie war Schülerin und Tochter ihres Vaters, des Malers Franz Seraph Kirzinger, Marianna lernte weiterhin bei Johann Jakob Dorner d. Ä. und stellte auf der Münchner Kunstausstellung aus, ihre beiden Brüder Alois und Ignaz Kürzinger waren ebenfalls Maler, die Malunterricht beim Vater erhielten, Benezit bezeichnet sie als "bayerische Angelica Kaufmann", Quelle: Thieme-Becker und Benezit.
Lot-No.: 4004
Limit: 600.00 €, Acceptance: 600.00 €
Halbfigurenbildnis einer jungen Frau mit gepuderter Perücke, im spitzenbesetzten Brokatkleid und dunkelblauem Mantel, vor dunklem Grund im gemalten Hochoval auf rechteckigem Format, gering pastose spätbarocke Malerei, Öl auf Leinwand, rückseitig auf der Leinwand alte Inventarnummer "3629" sowie signiert und datiert "pinxit J. C. Reis 1749", das ist möglicherweise Joh. Konrad Reuß [oder Reiß bzw. Reis], Craquelure, alt hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, randdoubliert, alte Retuschen, restaurierungsbedürftig, im originalen Rahmen des Rokoko, Falzmaße ca. 81 x 65 cm. Künstlerinfo Reuß: auch Johann Conrad Reuss, Reus, Reiß, Reiss bzw. Reis, eventuell identisch mit "J. C. Reis", dt. Maler (um 1700 Rothenburg ob der Tauber bis ca. 1776), heiratete 1729 in Bayreuth die Witwe des Mitarbeiters der Bayreuter Fayencefabrik und Hofkupferstechers J. P. Demleutner, war 1746–76 Bayreuther Hofmaler der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach, schuf 1753–54 dekorative Malereien in der Pfarrkirche in Nemmersdorf und lieferte Entwürfe zum Brandenburgisch-Bayreuthischen Wappenkalender von 1767, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Karl Sitzmann "Künstler und Kunsthandwerker in Ostfranken" und Internet.
Lot-No.: 4005
Limit: 900.00 €, Acceptance: 1100.00 €
Kopf eines würdevollen bärtigen Mannes mit breitkrempigem Filzhut vor dunklem Grund, feine Kopie nach dem 1623 entstandenen Selbstbildnis des Malers Peter Paul Rubens (1577–1640), fein lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen unleserlicher Stempel nebst Annotationen, mehrere kleine hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, retuschiert, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 65 x 53 cm. Info zu Rubens: bedeutender flämischer Maler und Diplomat (1577 Siegen bis 1640 Antwerpen), 1587 Umzug der Familie nach Antwerpen, ab 1592 Schüler von Otto van Veen, Adam van Noort und Tobias Verhaecht, ging 1600 nach Italien, um unter anderem Tizian und Veronese zu studieren, hier wurde er Hofmaler des Herzogs Vincenzo Gonzaga von Mantua, ging 1603 nach Spanien und 1604 wieder zurück nach Italien, 1608 Rückkehr nach Antwerpen, 1610 Ernennung zum Hofmaler, 1622 folgte er den Ruf der Maria de´ Medici nach Paris, um das Palais du Luxembourg auszuschmücken, ab 1623 Diplomat im Dienste der Erzherzogin Isabella, ging 1929 nach London, um über den Frieden zwischen England und Spanien zu verhandeln, König Karl I. von England ernannt ihm zum Ritter, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Lot-No.: 4006
Limit: 150.00 €, Acceptance: 240.00 €
dramatische großformatige Szene aus der griechischen Mythologie, der Zentaur Nessos entführte die von ihm begehrte Gemahlin des Herakles, Deianira, dafür tötete Herakles den Zentauren, in der dargestellten Szene hat Nessos die Deianira noch gepackt, während Herakles zum ersten Hieb ansetzt, Schaeken, bereits 1754 geboren, orientierte sich früh an der Malerei des Klassizismus, wovon auch dieses eindrucksvolle Werk Zeugnis gibt, Öl auf Holz, rechts unten signiert "Schaeken" sowie datiert "1797", alt restauriert, geringe Farbabplatzer, restaurierte, horizontal verlaufende Alterungsrisse des Malträgers, fein ziseliertes Craquelure, insgesamt aber altersgemäß schöner Zustand, opulenter Rahmen des 19. Jh., Falzmaße ca. 64 x 89,5 cm. Künstlerinfo: auch Wilhelmus oder Guillaume Schaeken, belgischer Historienmaler (1754 Weert bis 1830 Antwerpen), studierte bei J. P. Borrekens in Antwerpen, zu seinen Schülern zählte Mathieu Ignace van Brée, orientierte sich stilistisch am Klassizismus, Quelle: Thieme-Becker und Benezit.
Lot-No.: 4007
Limit: 480.00 €, Acceptance: 2800.00 €
Bildnis eines alten Mannes, mit breitkrempigem Filzhut und rotem Cape über dem pelzverbrämten Mantel, vor dunklem Grund, derartige Motive waren Tronie genannte beliebte Charakterstudien der niederländischen Malerei des Goldenen Zeitalters, hierbei ging es nicht um die Wiedergabe konkreter Personen, sondern um Studien zur Physiognomie und Charakteren, zahlreiche Maler wie Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606–1669), Jan Lievens (1607–1674) oder Jan van der Venne (erwähnt ab 1616 bis vor 1651) widmeten sich diesem Sujet und fanden in späteren Zeiten Nachahmer in Malern wie Christian Wilhelm Ernst Dietrich, genannt Dietricy (1712–1774) oder Johann Georg Trautmann (1713–1769), hierzu bemerkt Johann Wolfgang von Goethe, in dessen Elternhaus der Künstler verkehrte, in "Dichtung und Wahrheit": "... (Trautmann,) der sich den Rembrandt zum Muster genommen, und es in eingeschlossenen Lichtern und Widerschein, nicht weniger in effektvollen Feuersbrünsten weit gebracht hatte, so daß er einstens aufgefordert wurde, einen Pendant zu einen Rembrandtschen Bilde zu malen. ...", fein lasierende Malerei, Öl auf Holzplatte, wohl 18. Jh., unsigniert, rückseitig ungeprüfte neuzeitliche Zuschreibung an Johann Georg Trautmann, etwas restauriert, in goldene Florentiner Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 25,5 x 19 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Radierer (1713 Zweibrücken bis 1769 Frankfurt am Main), 1729–32 Schüler des Hofmalers Ferdinand Friedrich Bellon in Zweibrücken, 1732–36 weitergebildet bei Johann Hugo Schlegel in Frankfurt am Main, anschließend Malergehilfe in der Werkstatt des Tapetenmalers Johann Gabriel Kiesewetter, 1740 Frankfurter Bürgerrecht, 1760–61 und 1765–66 Vorsteher der Frankfurter Malerzunft, 1761 Ernennung zum Kurpfälzischen Hofmaler, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Lot-No.: 4008
Limit: 280.00 €, Acceptance: 280.00 €
qualitätvolles Brustbildnis eines Mannes in mittleren Jahren, mit längerem gewellten Haar, im schwarzen Mantel mit weißem Spitzenbeffchen, ein Herrenbildnis mit nahezu identischen Gesichtszügen wurde auf dem Auktionsmarkt als "Selbstbildnis" angeboten, möglicherweise faszinierte den Künstler die herrschaftliche Wirkung eines von ihm im Auftrag der Rotterdamer Kammer der Niederländischen Ostindien-Kompanie im Jahre 1700 gemaltes Bildnis des im Jahr zuvor verstorbenen langjährigen Direktors der Rotterdamer Kammer der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) Jakob Dane (ca. 1638-1699), welches ein nahezu identisches Spitzenbeffchen zeigt, feinst lasierend bzw. gering pastos erfasste Bildnismalerei mit trefflicher Wiedergabe der Physiognomie und der Stofflichkeit des filigran gearbeiteten Spitzenbeffchens, hierzu schreibt Nagler (1851) "... Er war mehrere Jahre Gehülfe Adrian´s [Adrian van der Werff], und eignete sich die Manier desselben vollkommen an. Er copierte auch Gemälde von ihm, welche für Original genommen wurden. Doch auch in seinen eigenen Werken herrscht die eigenthümliche Eleganz und Zartheit der Behandlung, wie in den Bildern des A. van der Werff, welcher freilich mehrere retouchirt hat. In Rotterdamm finden sich schöne Portraite von ihm, darunter solche von Vorständen der Ostindischen Gesellschaft. ... ", Öl auf Leinwand, rechts partiell getilgte Signatur und Datierung "? v. Werff fecit Anno 1700", hierzu bemerkt Thieme-Becker (1942) "... Auf zahlreichen Bildern [Pieter Van der] Werffs ist von spekulativen Besitzern das P. des Vornamens entweder getilgt oder in ein A. verändert worden. ...", Craquelure, partiell etwas verputzt, wachsdoubliert, Retuschen, ehemals vorhandenes ovales Passepartout im Bild markiert, im jüngeren Rahmen mit geweitetem Falz in Zweitverwendung gerahmt, Falzmaße ca. 80,5 x 68 cm. Künstlerinfo: niederländischer Maler des "Goldenen Zeitalters" (1665 Kralingen-Ambacht bei Rotterdam bis 1722 Rotterdam), Schüler, Kopist und Mitarbeiter seines älteren Bruders Adriaen Ritter van der Werff (1659-1722), die Brüder fertigten die Gemälde oftmals gemeinsam, so dass vielfach die Gemälde als Gemeinschaftswerke gelten müssten, 1703-1716 als Dekan der Rotterdamer Lukasgilde erwähnt, war vor allem als Portrait- und Genremaler in Rotterdam tätig, zeitweise wohl Aufenthalt in England, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach "Niederländisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Artikel von Piet Bakker und englische Wikipedia.
Lot-No.: 4009
Limit: 1900.00 €, Acceptance: 0.00 €
idyllische, sanft bewegte herbstliche Landschaft, mit Wanderern und Reiter am Fuße knorriger Bäume auf der Landstraße am See, lasierende Kopie nach einem Original der Münchner Alten Pinakothek, welche das Gemälde als "Landschaft (Nach Jan Wijnants?)" verwahrt, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 20. Jh., rechts unten undeutlich signiert und bezeichnet "Copier. Wynants", Keilrahmen etwas durchzeichnend, gering restaurierungsbedürftig, in schöner Goldstuckleiste (bestoßen) gerahmt, Falzmaße ca. 110 x 140 cm.
Lot-No.: 4010
Limit: 300.00 €, Acceptance: 450.00 €
dabei gekreuzigter Jesus, Jesus mit seinem Ziehvater Joseph, Maria Magdalena am Kreuze Jesu, Jesu Taufe im Jordan durch Johannes den Täufer und Darstellung der Himmlischen Heiligen Dreieinigkeit aus Gott Vater, Gottes Sohn Jesus und dem heiligen Geist in Gestalt einer Taube, fünf barocke religiöse Genregemälde unterschiedlicher Künstler, meist Öl auf Leinwand, 17./18. Jh., unsigniert, rückseitig diverse Annotationen, unterschiedlicher Erhaltungszustand, teils stärker restaurierungsbedürftig, unterschiedliche Formate, Falzmaße maximal 85 x 53,5 cm.
Lot-No.: 4011
Limit: 20.00 €, Acceptance: 420.00 €
antike Wiederholung nach dem berühmten Gemälde "Perseus und Andromeda" von Giuseppe Cesari aus dem späten 16. Jh., die auf die griechische Mythologie zurückgehende Szene zeigt die an einen Felsen gekettete Andromeda, welche durch ein Seeungeheuer bedroht wird, aus der linken Bildhälfte kommt der Held Perseus zu Andromedas Rettung herbeigeritten, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, alt restauriert, doubliert und auf neueren Keilrahmen gespannt, Craquelure, ungerahmt, Maße ca. 57,5 x 41,5 cm.
Lot-No.: 4012
Limit: 300.00 €, Acceptance: 550.00 €
die Szene zeigt die kindliche Maria – Mutter Jesu – von ihren Eltern, der Heiligen Anna und dem Heiligen Joachim, unterrichtet, barocke, gering pastose religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, rückseitig Etikett "Kunstkontor ... Bamberg", Craquelure, doubliert, restauriert, leichter Kratzer, neuzeitlich gerahmt (defekt), Falzmaße ca. 91 x 63 cm.
Lot-No.: 4013
Limit: 200.00 €, Acceptance: 650.00 €
Darstellung der Heiligen Familie auf der Landstraße vor sommerlicher Stadtkulisse, die auf einem Maultier reitende Maria mit dem Jesuskind im Arm und der das Maultier führenden Josef werden auf ihrer Flucht von drei Engeln geleitet, lasierende, partiell gering pastose religiöse Genremalerei des Barock, Öl auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, Craquelure, Altersspuren, alt doubliert und verkleinert auf jüngeren Keilrahmen aufgezogen, alte Retuschen, gerahmt (bestoßen), Falzmaße ca. 107 x 123 cm.
Lot-No.: 4014
Limit: 350.00 €, Acceptance: 950.00 €
Ausschnittkopie des ca. 1527–28 entstandenen Gemäldes "Madonna des Heiligen Hieronymus" von Antonio da Correggio (1489 Correggio bis 1534 Correggio), welches ursprünglich für die Kapelle San Antonio in Parma geschaffen wurde und heute in der Galleria nazionale di Parma verwahrt wird, das Gemälde wird auch "Der Tag" genannt und gilt als Pendant zum ungleich berühmteren, um 1522–30 entstandenen Gemälde "Die Heilige Nacht", welches in der Dresdner Galerie "Alte Meister" zu finden ist, das vorliegende Motiv wurde für die Kopie allseitig reduziert, links war ehedem der namensgebende Hieronymus zu sehen, jetzt begrenzt das Gemälde auf der linken Seite ein Buch haltender Engel, rechts daneben ist Maria mit dem Jesuskind im Schoß dargestellt und schließlich rechts die Heilige Maria Magdalena zu Füßen Jesu, der im Originalgemälde rechts neben Maria Magdalena zu sehende Johannes der Täufer fehlt in der Kopie ebenfalls, Maria thront unter einem in der Kopie nur angedeuteten Baldachin vor lichter Landschaft, lasierende bzw. gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, wohl 18./19. Jh., unsigniert, geringe Craquelure, partiell farbschwundrissig, doubliert, großflächig retuschiert, sehr schön in brauner Lackleiste um 1900 gerahmt, Falzmaße ca. 94,5 x 80,5 cm.
Lot-No.: 4015
Limit: 980.00 €, Acceptance: 0.00 €
Darstellung der Verspottung und "Dornenkrönung" Jesu durch römische Soldaten aus der Passion Christi, hierzu schreibt das Matthäusevangelium der Bibel [Mt. 27,29] "... Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, führten ihn in das Prätorium und versammelten die ganze Kohorte um ihn. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf das Haupt und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Sei gegrüßt, König der Juden! ...", rückseitig weitestgehend ausgeführtes Gemälde eines durch göttliche Macht, mittels eines Rohrkolbens gebannten Satan mit Schlange in abendlicher Landschaft, barocke, gering pastose religiöse Genremalerei in gedeckter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, alte Retuschen, etwas restaurierungsbedürftig, schlicht gerahmt, Falzmaße ca. 180 x 125 cm.
Lot-No.: 4016
Limit: 1200.00 €, Acceptance: 0.00 €
Darstellung der beiden christlichen Heiligen sowie ersten Einsiedler und Wüstenväter im Disput vor der Einsiedelei des Paulus, links mit Krücke sitzt Paulus von Theben (ca. 228-341) und rechts mit Buch der ägyptischen Asket, Einsiedler und Anachoret Antonius der Große (ca. 251 Qiman al-'Arûs/Gouvernement al-Fayyum bis 356 bei Zafarana am Golf von Suez) genannt "Vaters der Mönche", der Kirchenvater Hieronymus (ca. 348 Stridon bis 420 Bethlehem) überlieferte in seiner "Vita Pauli primi eremitae" zu den beiden Einsiedlern jene im Bild dargestellte Geschichte, nach der im Jahre 341 der 90-jährige Antonius nach einer Vision von der Existenz des seinerzeit 113 Jahre alten Paulus erfuhr und diesen in seiner Einsiedelei aufsuchte, die beiden wurden von einem schwarzen Raben (links oben im Bild unscheinbar dargestellt) mit Brot versorgt, dunkeltonige, gering pastose religiöse Genremalerei des Barock, Öl auf Leinwand, wohl um 1700, unsigniert, rückseitig teils getilgte alte Etiketten, Einlagerungsetikett und Etikett des 20. Jh. "Ascher Hirschbergstr. 13", doubliert, geringe Retuschen, alt gerahmt, Falzmaße ca. 120 x 143 cm.
Lot-No.: 4017
Limit: 20.00 €, Acceptance: 260.00 €
Darstellung des Heiligen Georg hoch zu Pferd mit einer Turnierlanze, einen Drachen tötend, der legendäre christliche Heilige lebte zu Beginn der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (ca. 284–305), die Geschichte des Drachentöters entstammt der mittelalterlichen Textsammlung "Legenda aurea", nach der Georg das Land von einem tyrannischen Drachen befreite – der auch als Synonym für den tyrannischen Herrscher Diokletian gesehen werden kann – unter der Bedingung, dass sich das Volk zum Christentum bekehre und sich taufen ließe, St. Georg gehört zu den vierzehn Nothelfern und gilt als Schutzpatron verschiedener Länder, Städte, Adelsfamilien und Ritterorden sowie der Pfadfinder, gering pastose barocke Malerei, Öl auf grober Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, Hinterlegungen der Leinwand, alte Retuschen, etwas reinigungs- und restaurierungsbedürftig, im gold- und weißgefassten Rahmen mit oberem Segmentbogenabschuss, Falzmaße ca. 115 x 94 cm.
Lot-No.: 4018
Limit: 800.00 €, Acceptance: 800.00 €
Brustbildnis eines Mannes in mittleren Jahren mit weiß gepuderter Perücke, in dunkler Robe mit weiß gefasstem, transparentem schwarzen Beffchen, Brustkreuz und hermelinpelzverbrämtem roten Samtmantel, hinter ihm liegt auf einem mit Malteser Kreuzen besticktem Mantel ein Kurhut, wohl Bildnis des Franz Ludwig Karl Philipp Anton Freiherr von und zu Erthal-Elfershausen (1730 Lohr am Main bis 1795 Würzburg), Fürstbischof von Bamberg und Würzburg, gering pastose barocke Portraitmalerei, Öl über rotem Bolus auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, rückseitig neuzeitliche Eigentümerannotationen, Craquelure, Keilrahmen durchzeichnend, randdoubliert, restauriert, gering restaurierungsbedürftig, im sehr schönen neoklassizistischen Rahmen mit quadrierten Ecken und Messingrosetten gefasst, Falzmaße ca. 62 x 45,5 cm.
Lot-No.: 4019
Limit: 20.00 €, Acceptance: 240.00 €
Brustbildnis des als Domingo Ruzola geborenen spanischen geistlichen Schriftstellers, Unbeschuhten Karmeliten [Ordo Carmelitarum Discalceatorum], Priors, Ordensgenerals und Klostergründers Dominicus a Jesu Maria (1559 Calatayud bis 1630 Wien) mit Kruzifix und Szene der Geburt Christi in den Händen vor Schlachtgetümmel, die Darstellung spielt auf die Überlieferung zur Person des energischen Gegenreformators an, im päpstlichen Auftrag nahm Dominicus a Jesu Maria am 8.11.1620 als Feldgeistlicher der Katholischen Liga an der Schlacht am Weißen Berg teil, vor der Schlacht fand der Geistliche im Schloss Strakonitz [Strakonice] ein vorgeblich von protestantischen Soldaten geschändetes Bild mit Darstellung der Geburt Jesu, mit diesem Bildnis und einem Kruzifix in der Schlacht voranreitend hätte Dominicus a Jesu Maria die Kampfbereitschaft der Liga derartig gestärkt, dass diese die böhmischen Protestanten unter Friedrich von der Pfalz vernichtend schlug, unter der Darstellung Schriftband "Wahre Abbildung des gottsele Dominici â Jesù Maria barfüssern Carmelitern Generals so von kugenten übernatürlichen gnaden und wunderwercken bekant und berümbt.", gering pastose barocke Malerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, doubliert, alte Retuschen, Farbaufschüsselungen, etwas restaurierungsbedürftig, alt gerahmt, Falzmaße ca. 71 x 54 cm.
Lot-No.: 4020
Limit: 240.00 €, Acceptance: 420.00 €
Entwürfe mit verschiedenen religiösen Themen wie das Jüngste Gericht, mit lockerem, sicherem Strich angelegte Entwürfe, lasierende Ölfarben und Graphit auf Leinwand, wohl 18. Jh., auf Leinwand kaschiert, Craquelure, Retuschen und kleinere Verluste, spätere weiße Einfassung, mit Verlusten und restaurierungsbedürftig, Darstellungsmaße D max. ca. 75 cm.
Lot-No.: 4021
Limit: 150.00 €, Acceptance: 170.00 €
größerer Junge mit Brummtopf, um ihn herum jüngere toolende Kinder, zur Rechten ein Junge mit Triangel, vor dörflich anmutender Kulisse, frei dem Stil Adriaen von Ostades (1610-1685) nachempfunden, Öl auf Holz, 18./19. Jh., Retuschen und rückseitig hinterlegter vertikaler Einriss, gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 36,5 cm.
Lot-No.: 4022
Limit: 160.00 €, Acceptance: 160.00 €
älterer Mann mit Schülern beim Studieren von Zahlenreihen, das Motiv dürfte auf Pietro della Vecchia (irrtümlich auch Pietro Muttoni genannt, um 1602 bis 1678 Venedig) zurückgehen, er schuf neben zahlreichen anderen Portraits, religiösen und grotesken Szenen sowie idyllischen Landschaften diverse ähnliche Gemälde, welche das Lernen der Jungen von erfahrenen Alten thematisiert, das hier vorliegende Motiv existiert in leicht abgewandelten Varianten, interessant erscheint, dass hinter der Holztafel mit dem mit Zahlenreihen beschriebenen Papier ein Mann mit rotem Barett hervorlugt – er scheint völlig unbeteiligt an der sonstigen Szene und blickt den Betrachter des Gemäldes unverwandt entgegen, dabei einen Pinsel in der Hand haltend – möglicherweise hat sich der Maler des Gemäldes hier mit einem Selbstportrait verewigt, fein lasierende Genremalerei, Öl auf geschrubbter Holzplatte, wohl 17. Jh., unsigniert, links unten aufgeklebtes kleines Etikett mit handschriftlich ergänzter Nummer "814", rückseitig unkorrekte sekundäre Annotation "Joh. van der Hamen Madrider geb. 1504 † 1600" neben Papieretikett, Siegelresten und weiteren Annotationen, gering farbschwundrissig, alt restauriert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 39 x 53 cm.
Lot-No.: 4023
Limit: 400.00 €, Acceptance: 400.00 €
ein Tisch mit zwei Zechern, der Rechte sein Bierglas festhaltend, der Linke eine Pfeife rauchend, Interieur im Stil der holländischen Genremalerei des 17. Jh., Öl auf Holz, wohl 19. Jh., unsigniert, kleine Restaurierung am linken unteren Bildrand, geringe Oberflächendefekte, Rahmen neuzeitlich, Plattenmaße ca. 14 x 11 cm.
Lot-No.: 4024
Limit: 130.00 €, Acceptance: 0.00 €