Gemälde

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Franz Joachim Beich, attr., Nächtliche Überfahrt

weite Gebirgslandschaft im Mondenschein mit See und Stadtkulisse sowie anlandendem Kahn mit Männern am Seeufer, gering pastose Genremalerei in gedeckter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, doubliert, hier rückseitig bezeichnet "von Kloster Schleedorf [sic]" sowie undeutlicher, römisch "MCMLVII [1957]" datierter Restaurierungsvermerk, beigefügt handschriftlicher Zettel "Hofmaler in München, Franz Joachim Beich 1665–1748, vorliegendes Gemälde ist eine zeitgleiche Nebenarbeit zum Gemälde: – Die Anbetung der Hirten – 130 x 172 cm, gemalt 1731 (ehem. München, Julius Boehler)", mit Messingrahmenschild gerahmt, hier Zuschreibung "J. F. Beich München 1665–1748", Falzmaße ca. 22 x 32 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner und Radierer (1665 Ravensburg bis 1948 München), Sohn und Schüler des Karthographen und Malers Daniel Beich, ab 1674 in München, hier künstlerisch gefördert von Wilhelm Beich, erlangte schnell Anerkennung durch den bayerischen Kurfürsten Maximilian II. Emanuel und schuf 1702–04 in dessen Auftrag zwei Monumentalgemälde für das Neue Schloss Schleißheim, wurde hierfür 1704 zum "kurfürstlichen Kammerdiener und Hofmaler" ernannt, 1704–14 Aufenthalt in Rom und Neapel, anschließend zeitweise in Livorno, 1714 Rückkehr nach München, 1718–25 für Kurfürsten Maximilian II. Emanuel als Hofmaler zur Ausgestaltung der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim tätig, erhielt mit dem Tod Maximilian II. Emanuels 1726 keine Aufträge mehr als Hofmaler, schuf in der Folge für Adel und Bürgertum Landschafts- und Genregemälde und arbeitete für bayerische Klöster, unterhielt Freundschaft zu George Desmarées und Cosmas Damian Asam, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", "Neue Deutsche Biographie", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4400
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Jacques Courtois, attr., Reiterschlacht am Bosporus

dramatische Kampfszene mit Kavallerie und Bogenschützen, die Darstellung thematisiert die im Zeitraum 1423-1878 immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und den Staaten Europas, den sogenannten "Türkenkriegen", auch für Courtois waren diese Ereignisse aus eigenem Erleben präsent und waren beliebte Bildthemen seiner Zeit, auch wenn es bei den kriegerischen Auseinandersetzungen in erster Linie um Gebiets- und Machtansprüche ging, wurden diese Kriege oft als Kampf der Religionen aufgefasst und symbolisierten in Europa die Verteidigung des abendländischen Christentums gegen den Islam, der Maler lokalisiert seine komponierte Darstellung an der schmalsten Stelle des Bosporus, auf dem europäischen Gebiet des heutigen Istanbul, vor der Kulisse eines mehreckigen Festungsturms, möglicherweise spielt dieses Bauwerk auf den Halil Pasch-Turm der 1452 in nur vier Monaten unter Sultan Mehmed II. errichteten Festung Rumeli Hisarı an, welche zur Belagerung und schließlich 1453 Eroberung Konstantinopels diente und mithin zum Ende des Byzantinischen Reiches beitrug, der junge Maler Courtois weilte ab 1640 in Rom und avancierte schnell zum gefragtesten Kampf- und Schlachtenmaler seiner Zeit, sein Augenmerk lag nicht auf topographischer Genauigkeit oder gar wiedererkennbarer historischer Persönlichkeiten - der Maler verbildlichte in seinen Werken vielmehr die Dramatik und Schrecken des Krieges allgemein und schuf mittels gekonnter atmosphärischer Schilderung - unmittelbarer Nahaufnahme der Kampfhandlung, dramatischen Wolkenformationen, Pulverdampf, aufsteigendem Brandrauch und Staub galoppierender Pferde - eine den Betrachter fesselnde, nachvollziehbare Kampfhandlung von größter Eindringlichkeit und Dynamik, hierzu vermerkt Wikipedia "... Jacques Courtois ist ohne Zweifel der bedeutendste Meister des narrativen bzw. dekorativen Schlachtenbildes ... Er wurde als Schlachtenmaler stark von Salvator Rosa beeinflusst. ... Im Unterschied zu Rosa bevorzugte er jedoch den Kampf mit den Feuerwaffen, ... Courtois malte die Massen des Kampfgetümmels unter der Wirkung atmosphärischer Erscheinungen wie Licht, Luft und Staub. Ihn interessierten die Reflexe des Lichtes auf den sich schnell bewegenden Körpern von Pferd und Reiter, die malerischen Effekte, die sich durch die Darstellung des Pulverdampfs und der Feuerblitze der abgeschossenen Pistolen erzielen lassen. Das Gefühl der Dynamik, der Unordnung des Schlachtfeldes erhöht Courtois durch seinen kräftigen Pinselstrich. Die sich auf dem Boden wälzenden Pferde, der Knäuel der Kämpfer werden durch die starken hell-dunkel-Wirkungen noch weiter fragmentiert und der Eindruck eines Gefechtes verstärkt. Der Kampf wird zum Vorwand genommen, um eine faszinierende Komposition von Licht und Schatten, Farbe und Form zu gestalten. ..." und Bénézit ergänzt "... Courtois war ein hochqualifizierter und spontaner Künstler, und seine Gemälde wurden fast immer in einem einzigen Versuch [alla-prima] ausgeführt. Im Gegensatz zu vielen großen Malern, die sich mit dem Thema Krieg auseinandergesetzt haben, fängt er erfolgreich die Verwirrung der Schlachten ein, die er aus erster Hand erlebt hat. Seine Farben sind manchmal eher düster, aber seine Bilder zeichnen sich durch ihre schöne Komposition aus. Mit wahrer Leidenschaft - la furia francese [dt.: französischem Temperament] - erweckte er die Kavalleriekämpfe der Mailänder Kriege zum Leben. ...", gering pastose, effektvolle Malerei über rotem Bolus, Öl auf Leinwand, um 1650, unsigniert, Craquelure, alt doubliert, Malschicht partiell verputzt, Retuschen, beigefügt Schreiben von Prof. Justus Müller Hofstede (Bonn) von 1980, in dem er das vorliegende Gemälde Jacques Courtois zuschreibt, dazu Restaurierungsrechnung zum Gemälde von Barbara Botz von 1987, schön mit Messingrahmenschild "Jac. Courtois dit Le Bourguignon 1621-1676" gerahmt, Falzmaße ca. 75 x 94,5 cm. Künstlerinfo: genannt Padre Giacomo oder Jacopo Cortese bzw. Cortesi oder "Il Borgognone" bzw. "Le Bourguignon [Der Burgunder]", französischstämmiger italienischer Schlachten- und Historienmaler, Zeichner sowie Radierer (1621 Saint-Hippolyte/Franche-Comté bis 1676 Rom), zunächst Schüler seines Vaters, des Kirchenmalers Jean-Pierre Courtois, um 1636 Übersiedlung nach Mailand, hier Freundschaft zum aus Doubs stammenden Feldmeister der spanischen Armee, Baron Jean de Vatteville, mit dem er sich für drei Jahre der spanischen Armee anschloss, bis 1639 Soldat, 1639 in Bologna und Schüler des lothringer Malers Jerôme Colomès, dann Schüler von Guido Reni und Francesco Albani in Bologna, anschließend in Florenz, hier Schüler in Schlachtenmalerei bei Jan Asselijn (genannt Giovanni Azzolino, auch Crabat Olandese oder Crabbetje), dann in Siena, ab 1639/40 in Rom im Konvent St. Croce in Gerusalemme amsässig, hier protegiert von Pietro da Cortona und Michelangelo Cerquozzi und gänzliche Hinwendung zur Schlachtenmalerei, beeinflusst von Salvador Rosa, 1651-52, 1655 und 1656-57 im Dienste von Matteo (Mattias) de Medici in Siena und Florenz, ab 1653 wieder in Rom schaffend, Ende 1654 Tod seiner Ehefrau, 1655 Reise über Bergamo nach Fribourg und Saint-Hippolyte, Rückkehr über Venedig, ab Dezember 1657 Laienbruder und Noviziat im Jesuitenkloster San Andrea al Quirinale, 1668 Profess, nannte sich im Kloster "Padre Jacopo Cortesi", im Kloster zunächst Hinwendung zu religiösen Bildthemen, um 1670 Berufung durch den Großherzog der Toskana Cosimo III. nach Florenz zur Ausgestaltung dessen Landhauses in Castella, später wieder Schlachtenmaler, 1675 Aufenthalt in Florenz und Pisa, vertreten in bedeutenden Kunstsammlungen wie der Eremitage in St. Petersburg, den Uffizien und dem Palazzo Pitti in Florenz, den vatikanischen Kunstsammlungen in Rom, dem Louvre Paris, der Pinakothek München, darüber hinaus in Berlin, Dresden, Kassel und Stockholm, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Bénézit, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4402
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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"Der verlorene Sohn in der Taverne"

verkleinerte Kopie nach dem um 1635 entstanden und sich in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden befindlichen Gemälde von Rembrandt van Rijn, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., Craquelure, Retuschen, Maße ca. 48 x 39,5 cm.

Katalog-Nr.: 4403
Limit: 480,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Carl Jacob Stauder, Großes Barockportrait

älterer würdevoller Herr mit Allongeperücke, am Schreibtisch im herrschaftlichen Interieur, mit Ausblick auf Stadt am See, im abendlichen Licht, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Spannrahmen, links unten auf Buchdeckel teils unleserlich signiert, ortsbezeichnet und datiert, "Carl Stauder Constanz pinx. 1715", im Jahre 1715 fertigte Stauder, der sonst vor allem Kirchenausmalungen schuf, mehrere Portraits, so schreibt Thieme-Becker "... 1715 Abtbild in Kloster Einsiedeln; 2 Abtbilder für Kloster Salem; ...", zeitnah (1719) entstand auch ein Portrait seines Gönners Franz Beer II. von Bleichten, Craquelure, doubliert, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 143 x 113,5 cm. Künstlerinfo: auch Jacob Karl Stauder oder Stauder der Jüngere bzw. Stauder II., schweizerischer Maler, Kirchenmaler und Freskant (1694 Oberwill bis 1756 Luzern), schuf vor allem Ausmalungen von Klöstern und Portraits, Sohn, Schüler und zunächst Mitarbeiter des Malers Franz Carl Stauder (genannt Stauder I. oder "Der Ältere", 1660/64 bis 1714) in Solothurn, schuf 1710 ein Wappenbuch für das Kloster Rheinau, ca. 1712–14 Wanderschaft, 1714 Weiterbildung bei Johann Georg Bergmüller (1688–1762) und Melchior Steidl (1657–1727) in Augsburg, spätestens nach seiner Eheschließung 1716 in Konstanz am Bodensee ansässig und eingebürgert, hier Förderung durch den Vorarlberger Baumeister Franz Beer II. von Bleichten (1660–1726), um 1720 Ernennung durch den Konstanzer Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg zum bischöflichen Hofmaler, 1724–40 Ratsmitglied in Konstanz, 1731–40 Amt des Stadtrichters in Konstanz, anschließend meistens auf Auftragsreisen im Kanton Luzern, Thurgau und Aargau sowie in Baden-Württemberg, wegen ständiger Abwesenheit 1741 Entlassung aus dem Rat und Richteramt von Konstanz, ab 1733 in St. Blasien und ab 1746 in Beromünster, ab 1750 in Luzern, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Sicart, Historisches Lexikon der Schweiz, Brun, Füßli, Nagler, "Deutsche Biographie" und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4404
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Maria Theresia von Österreich

Darstellung der Fürstin aus dem Hause Habsburg (1717–1780), Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen, im herrschaftlichen Hermelinmantel, die machtbewusste Tochter und Universalerbin Kaiser Karl VI. trat nach dessen Tod 1740 als Thronfolgerin seine Nachfolge als Erzherzogin von Österreich an – allein die Übernahme der Kaiserwürde durch Maria Theresia war den Konventionen der Zeit geschuldet unmöglich, so erreichte Maria Theresia, dass ihr Gatte Franz I. Stephan von Lothringen 1745 offiziell zum Kaiser gewählt ward, obgleich Maria Theresia auch die kaiserlichen Regierungsgeschäfte voll in ihrer Hand hielt, so konnte sich Maria Theresia nicht mit den kaiserlichen Insignien der Macht – Kaiserkrone und Reichsapfel – direkt darstellen lassen – sie ruhen auf ihrem Portrait auf einem rotsamtenen Kissen zu ihrer Rechten, gering pastose barocke Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, ehemals hochoval gerahmt, auf Sperrholzplatte aufgezogen, restauriert, verzogen, etwas restaurierungsbedürftig, im alten barocken Rahmen (best.), Falzmaße ca. 84 x 59 cm.

Katalog-Nr.: 4405
Limit: 2600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Allegorie auf den Sommer

thronende römische Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus Ceres mit Getreidebündeln vor sommerlicher Landschaft von Putti umgeben, pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, wohl 17./18. Jh., unsigniert, alt doubliert und restauriert, rückseitig altes biedermeierliches Etikett "... Paris", restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 58 x 47 cm.

Katalog-Nr.: 4408
Limit: 420,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Die verlassene Ariadne" nach Angelika Kauffmann

die Szene erzählt die mythische Geschichte der Tochter des kretischen Königs Minos, dessen Sohn Androgeos soll von Athenern getötet worden sein, als Rache unterwarf Minos Athen und forderte alle neun Jahre sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen als Menschenopfer für den von ihm in einem Labyrinth auf Kreta gefangenen Minotauros, als erneut ein Opfer fällig war, reihte sich der athenische Königssohn Theseus unter die Verdammten, um den Minotauros zu besiegen, auf Kreta angelangt, verliebte sich Ariadne in Theseus und half ihm Minotauros zu töten, anschließend flüchtete sie mit ihrem Geliebten auf die Insel Naxos, hier verließ Theseus Ariadne heimlich, im vorliegenden Gemälde sieht man nun die gerade erwachte Ariadne trauernd und entsetzt hinter dem davonsegelnden Schiff des Theseus hinterherblickend, fein lasierende, freie Kopie nach dem vor 1782 entstandenen Gemälde von Angelika Kauffmann (1741-1807) als hochovales Motiv mit passepartoutartig gemalten Ecken ausgeführt, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, Craquelure, geringe Altersspuren, in Berliner Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 90,5 x 70,5 cm.

Katalog-Nr.: 4409
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Tod des Adonis, Barock

die griechische Mythologie berichtet von Adonis, dem Gott der Vegetation und der Schönheit, als einem ungewöhnlich schönen als auch stolzen Jüngling, welcher der Jagdleidenschaft frönte, er wuchs in der Obhut der Göttinnen Persephone und Aphrodite auf, die beide dem Knaben verfallen waren und ihn zum Liebhaber begehrten, Gottvater Zeus entschied, dass Adonis je ein Drittel seiner Zeit den Göttinnen widmen solle und ein Drittel zur freien Verfügung habe, Adonis entschied sich für Aphrodite, die durch einen Pfeil ihres Sohnes Eros heftig in Liebe und Sorge um Adonis entbrannt war, sie warnte den Heißsporn vor gefährlicher Jagd auf wilde Tiere, ungeachtet dieser Warnung setzte der Jüngling einem wilden Eber in seiner Höhle nach, um ihn zu erlegen - nicht ahnend, dass sich in Gestalt des Ebers der Gott des Krieges und des Massakers - Ares - verbarg, welcher Aphrodite ebenfalls begehrte, Ares verletzte Adonis tödlich, Aphrodite vernahm die Klagelaute Adonis´ und eilte den Sterbenden zu Hilfe, im Vordergrund trauert die spärlich bekleidete Aphrodite um den tot in ihrem Schoß liegenden Jüngling, der von seinen Jagdhunden umringt wird, das Jagdhorn und die Saufeder liegen am Boden, im Hintergrund rächen sich die Eroten jedoch am wütenden Eber, links im Hintergrund weidet ein Hirte seine Herde und spielt damit auf das Verhältnis - die Schäferstündchen - von Aphrodite und Adonis an, lasierende allegorische Genremalerei, Öl auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, Craquelure, doubliert, etwas restauriert, schön im neuen Plattenrahmen im Renaissancestil gerahmt, Falzmaße ca. 97 x 115 cm.

Katalog-Nr.: 4410
Limit: 2000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Maria mit Jesus und Johannes

Darstellung Mariens mit dem Jesuskind im Schoß, welcher eben von Johannes einen Apfel gereicht bekommen hat, lasierende, barocke religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, 17. Jh., unsigniert, Craquelure, Farbplatzer, Fehlstelle in der Leinwand, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 66 x 50 cm.

Katalog-Nr.: 4414
Limit: 950,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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"Noli me Tangere"

biblische Szene des Johannesevangeliums des Neuen Testaments, Maria Magdalena wollte nach dem Grab Jesu schauen und fand es leer, als sie einen Mann, den sie in der Nähe des Grabes sah und den sie für einen Gärtner hielt nach den Verbleib des Leichnams Jesu fragte, gab sich dieser als der auferstandene Jesus zu erkennen, Maria eilte sich Jesu zu umarmen - dieser forderte sie jedoch auf "Noli me Tangere [dt.: Rühre mich nicht an]", im griechischen Urtext der Bibel steht hier sinngemäß "Halte mich nicht fest", da Jesu erst noch zum himmlischen Vater auffahren wollte, in der Darstellung ist links, hinter einem Baum verborgen, das offene Grab sichtbar, Maria Magdalena im roten Gewand - erkennbar am Salbgefäß vor ihr - kniet vor dem nur spärlich bekleideten Jesus Christus - erkennbar an seinen Stigmata - der einen Spaten in seiner linken Hand hält und mit der rechten aufs leere Grab und gleichsam Maria von sich weist, fein lasierende, barocke religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, doubliert, restauriert, im niederländischen Flammleistenrahmen (etwas restaurierungsbedürftig) gerahmt, Falzmaße ca. 57 x 70 cm.

Katalog-Nr.: 4416
Limit: 1700,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Grablegung Christi, Barock

seltene Darstellung der Grablegung Jesu nach dessen Kreuzestod, in einer als offene Ruine dargestellten Grabkammer betten Josef von Arimathäa und Nikodemus den leblosen Körper in einen steinernen Sarkophag, während die drei Marien und eine weitere Figur (wohl Johannes) im Gebet verharren, barocke religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, Craquelure, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 42,5 x 32,5 cm.

Katalog-Nr.: 4417
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Heiliger Hieronymus als Eremit

Darstellung des Kirchenlehrers und Kardinals Sophronius Eusebius Hieronymus (347 Stridon bis 420 Betlehem), als betender Eremit in der Einöde, mit seinem Löwen, welchem er der Legende nach einen Dorn aus der Pranke gezogen habe, woraufhin der Löwe zahm und anhänglich geworden sei, lasierende, religiöse Genremalerei im Stil des 17. Jh., Öl auf älterer Kupfertafel, 19. Jh., unsigniert, rückseitig teils undeutliche alte Annotationen, schön gerahmt, Falzmaße ca. 18 x 15 cm.

Katalog-Nr.: 4418
Limit: 400,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bauernhofszene

abendliche Idylle auf sommerlichem Bauernhof, mit einer eine Kuh melkenden Bäuerin, Pferd an der Tränke, ruhendem Hund und Huhn bei der Nahrungssuche, im warmen Licht der späten Sonne, dünn lasierende, brauntonige Malerei in der Art der alten niederländischen Meister des 17. Jh., Öl auf Platte, unsigniert, rückseitig alte Rechnung zum Gemälde und neuzeitliches Messingschild "Paulus Potter d. Ä.", kleinere Retuschen, im Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 37,5 cm.

Katalog-Nr.: 4423
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Küchenmeister im Speisegewölbe

links auf dem Fass ligiert monogrammiert "JR", barocke Szene im dämmrigen Interieur mit Vorratsgefäßen und Schrank sowie herrschaftlich gekleidetem Mann mit Schürze, unter den gierigen Blicken eines Hundes, sein Wildbret und sonstige Fleischvorräte im Vorratsschrank verstauend, fein mit spitzem Pinsel ausgeführte Genremalerei, Öl auf Leinwand und schlichtem Holzrahmen, um 1750, Craquelure, reinigungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 37 x 31 cm.

Katalog-Nr.: 4425
Limit: 1700,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Barockes Jagdstillleben mit erlegtem Fuchs

Jagdhund in dämmriger Waldlandschaft, aufmerksam die Jagdstrecke aus erlegtem Fuchs, Enten und Haubentauchern beäugend, lasierende Genremalerei über teils sichtigem roten Bolus, Öl auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, doubliert, etwas restauriert, alt gerahmt, Falzmaße ca. 50,5 x 42 cm.

Katalog-Nr.: 4427
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Maximilian Vollert, Damenbildnis

Portrait einer edel und elegant gekleideten Dame beim Blumenpflücken, den Betrachter anblickend, historisierende Malerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 20. Jh., links unten bezeichnet und signiert "cop. (kopiert) Maximilian Vollert", in durchbrochen gearbeiteten und bronzierten Stuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 101,5 x 85,5 cm. Künstlerinfo: dt. Bankkaufmann und Maler (1908 Marienberg bis 1988 Leipzig), bis in die 1930er Jahre im erlernten Beruf tätig, autodidaktische Hinwendung zur Malerei, nach Kriegsdienst 1945 freiberuflicher Maler, tätig in Leipzig ab 1946, regelmäßige Aufenthalte im Sommerhaus in Machern, Quelle: Prof. Mielke/Uni Leipzig und Internet.

Katalog-Nr.: 4428
Limit: 420,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bildnis des Karel van Mallery nach Anthonis Van Dycke

feine Kopie des im Nationalmuseum Oslo verwahrten Portraits des Kupferstechers Karel van Mallery (1571 Antwerpen bis ca. 1635) nach Anthonis Van Dycke (1599 Antwerpen bis 1641 London), Halbfigurenbildnis eines älteren Mannes im schwarzen Cape, den Blick sinnend vom Betrachter abgewandt, vor fragmentarischer Säulenbasis und dunklem Grund, fein lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, doubliert und restauriert, sehr schön gerahmt, Falzmaße ca. 100 x 84,5 cm.

Katalog-Nr.: 4429
Limit: 450,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Dame mit Turban

barockes Kopfbildnis einer schönen jungen Frau mit perlengeschmücktem Turban, vor dunklem Grund, rückseitig auf altem Spannrahmen teils unleserlich bezeichnet "Sophonisbe", somit möglicherweise Gemäldefragment mit Darstellung der karthagischen Feldherrentochter Sophonisbe († 203 v. Chr.) und 205–203 v. Chr. Königin von Numidien, lasierende, teils gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, rückseitig auf dem Spannrahmen undeutliche Zuschreibung "... Dominichino", meint eventuell "Il Domenichino" (eigentlich: Domenico Zampieri, 1581 Bologna bis 1641 Neapel), rückseitig auf der Leinwand bezeichnet "ST", Craquelure, Keilrahmen durchzeichnend, gering restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 47,5 x 38,5 cm.

Katalog-Nr.: 4430
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Strandszene mit Schiffen

Gruppe von Männern am Strand, beim Entladen eines Schiffes, unter dramatisch bewölktem Himmel, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei, Öl auf Leinwand, feines Craquelure, in Rahmen des 19. Jh. gerahmt, Falzmaße 27 x 32,5 cm.

Katalog-Nr.: 4432
Limit: 650,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Mediterrane Sommerlandschaft

drei rastende Frauen mit Hund am Waldesrand, mit Fernblick auf mediterrane Gebäude, Ruinen und imposante Gebirgslandschaft, pastose spätbarocke Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand und ovalen Keilrahmen, 18. Jh., unsigniert, Craquelure, alt doubliert und restauriert, ungerahmt, Maße ca. 66 x 82 cm.

Katalog-Nr.: 4433
Limit: 1300,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Prof. Julius Adam II, Drei Katzen im Stroh

drei junge Kätzchen, beim Spielen im Stroh eines Speichers, poesievolle, fein mit spitzem Pinsel detailreich erfasste Tiermalerei, hierzu bemerkt Bruckmann in "Münchner Maler des 19./20. Jh." "... Mitte der achziger Jahre trat er mit einem Katzenbild im Münchner Kunstverein so erfolgreich hervor, daß er sich in seiner weiteren künstlerischen Produktion fast ausschließlich der Katzenmalerei zuwandte. In die zeitgenössische Literatur ging er als "Katzenadam" oder auch als "Katzenraffael" ein. ..." Bruckmann bescheinigt dem Künstler einen feinnervigen Kolorismus der Diez-Schule in Verbindung mit tierpsychologischem Einfühlungsvermögen und schreibt weiter "... Unter den Münchner Tiermalern der Gründerzeit nimmt J. Adam eine bedeutende Stellung ein.", Öl auf Mahagoniholzplatte, links oben signiert und datiert "Julius Adam 1887", rückseitig Etikett einer Münchner Malutensilienhandlung, schön im qualitätvollen Goldstuck-Conzen-Rahmen gerahmt, Falzmaße ca. 20 x 15 cm. Künstlerinfo: eigentlich Julius Anton Adam, genannt "Katzen-Adam" bzw. "Katzenraffael", dt. Genre- und Tiermaler sowie Lithograph und Fotograf (1852 München bis 1913 München), Mitglied der Münchner Malerfamilie Adam, Sohn und Schüler des Fotografen und Lithographen Julius Adam des Älteren (1821-1874), zunächst Ausbildung zum Landschaftsfotografen und Eintritt ins väterliche Fotoatelier, 1866-72 als Fotograf und Fotoretuscheur in Rio de Janeiro, ab 1872 Schüler an der Münchner Kunstgewerbeschule bei Michael Echter, 1873-82 Studium an der Akademie in München bei Johann Leonhard Raab und Meisterschüler bei Wilhelm von Diez, nachfolgend intensive Beschäftigung mit der Tiermalerei und hier besonders der Darstellung von Katzen, 1904 Silbermedaille auf der Weltausstellung St. Louis, 1905 erhielt er für seine Katzenbilder auf der Internationalen Kunstausstellung in München die Goldmedaille, zum Professor ernannt, beschickte Ausstellungen in Berlin und München, tätig in München-Gern, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bötticher "Malerwerke des 19. Jh.", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, Müller-Singer und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4435
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Elisabeth Ankermann, Kutsche im Wald

sommerlicher Weg unter Kiefern mit Bauernkarren, pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "E. Ankermann 1893", kleine Fehlstelle in der Leinwand, etwas restaurierungsbedürftig, im Stuckrahmen (bestoßen) gerahmt, Falzmaße ca. 67,5 x 55 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Blumenmalerin, Graphikerin, Zeichnerin und Kunstgewerblerin (1863 Tapiau bis 1945 Berlin-Wilmersdorf), 1892–1927 Mitglied im Verein der Künstlerinnen zu Berlin, im Wirtschaftlichen Verband Berlin und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, beschickte Ausstellungen in Berlin, Königsberg und Chicago, tätig in Berlin, Quelle: Dressler, Akten der Reichskammer der bildenden Künste Berlin, Busse, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Müller-Singer, "Käthe, Paula und der ganze Rest", Künstlerlexikon Ostpreußen und Westpreußen, Meyer-Bremen "Die Ausstellungskataloge des Königsberger Kunstvereins" und Internet.

Katalog-Nr.: 4436
Limit: 500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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A. Becher, Damenportrait

Bildnis einer dunkel gekleideten Frau vor dunkelrotem Stoff, gütlich in die Ferne blickend, leicht pastose Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten Ritzsignatur und Datierung "A Becher (19)05", Craquelure, hinterlegte Stelle, Retuschen, gerahmt, Falzmaße 56 x 56 cm.

Katalog-Nr.: 4438
Limit: 250,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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J. Deutsch, Das belauschte Selbstgespräch

galante abendliche Szene im herrschaftlichen Park, mit zwei jungen Damen, einen sitzenden Kavalier belauschend, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, links unten undeutlich wohl signiert "J. Deutsch" und datiert "[18]73", Craquelure, original im ca. 15 cm breiten Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 78,5 x 63 cm.

Katalog-Nr.: 4441
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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M. Dohmen, Stadt am Fluss

Blick übers Wasser auf altehrwürdige mittelalterliche Stadt, mit geschäftigem Treiben am Flussufer, lasierende, historisierende Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, datiert und ortsbezeichnet "M. Dohmen [18]77 Df. [Düsseldorf]", Craquelure, Keilrahmen etwas durchzeichnend, original im prächtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen (etwas restaurierungsbedürftig) gerahmt, Falzmaße ca. 76 x 95 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Historienmaler, erwähnt 1877-1919 in Düsseldorf.

Katalog-Nr.: 4442
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Wie funktioniert eine Auktion