Gemälde

Lot-No. 4439

Erich Wünsche, attr., Zwei Zigeunerfrauen

zwei junge spanische Frauen bei der Handarbeit unter Kakteen vorm Haus im hellen Sonnenlicht, Kopie nach dem 1878 entstandenen Gemälde "To sigøjnerkvinder uden for deres bolig [dt.: Zwei Zigeunerinnen vor ihrem Zuhause]" des dänischen Malers Peder Severin Krøyer (1851 Stavanger bis 1909 Skagen) welches heute in der Dänischen Nationalgalerie Kopenhagen verwahrt wird, vom Februar bis September 1878 bereiste Krøyer Spanien und hier vor allem Andalusien, er stattete unter anderem Ronda einen Besuch ab und berichtete in einem Brief an seine Mutter "... wir sahen die üppigsten Täler, weite, wilde Berglandschaften auf den Höhen und lernten erst vor Kurzem das spanische Volksleben kennen, wirklich natürlich und unberührt, besonders in einem kleinen, uralten Räuberdorf, wo wir in der Herberge am selben Ort übernachteten. ..." (Quelle: Peter Michael Hornung zitiert in „Peder Severin Krøyer“, 2002, S. 82), das vorliegende Motiv zeigt eine Szene aus Granada mit der Alhambra im Hintergrund, pastose Malerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1940, links unten signiert "E. Wünsche", rückseitig auf der Leinwand undeutlich gestempelt und handschriftliche Annotation, auf dem Rahmen altes dänisches Kunsthandelsetikett, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 70,5 x 60,5cm. Künstlerinfo: eigentlich Erich Max Wünsche, dt. Maler, Illustrator und Graphiker (1893 Sebnitz/Sachsen bis nach 1967), ab 1908 Schüler der Kunstgewerbeschule Dresden, 1912-14 Studium an der Akademie in Dresden, hier Schüler von Richard Müller, Osmar Schindler und Oskar Zwintscher, im Sommer 1913, zusammen mit Bernhard Kretzschmar, Reise nach Italien, Frankreich und nach Mallorca, 1914-18 Kriegsdienst, nach 1918 tätig in Dresden und bis 1922 Meisterschüler von Robert Sterl an der Dresdner Akademie, Mitglied einer Dresdner Künstlergruppe um Heiner Schilling, 1921 erschienen Radierzyklen von Dresden und zu "Dantons Tod", 1937 Beschlagnahme des Radierzyklus "Dantons Tod" in der Städtischen Galerie Dresden, da als "entartet" eingestuft, um 1920 in Dresden-Borsberg tätig, später in Dresden, ca. 1930-33 in Dresden-Loschwitz, um 1950 Umzug nach Gaienhofen, auch erwähnt in Wasserburg am Inn, Quelle: Kürschners Graphiker Handbuch 1967, Schülerlisten der Dresdner Akademie, L' Annuaire international des beaux-arts, "Künstler am Dresdener Elbhang", Gorenflo und Internet.

Limit:
220.00 €
Acceptance:
220.00 €

Upcoming events

How does an auction work