Rudolf Kohtz, Krieger im Frühling
Bildnis eines jungen Mannes in Ritterrüstung auf weißem Pferd, vor blühendem Kirschbaum im hellen Sonnenlicht, mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei vorliegendem patriotischen Gemälde um jenes, welches 1915 unter dem Titel "Krieger im Frühling" auf der Großen Berliner Kunstausstellung gezeigt wurde (Kopie der Katalogseite beigegeben), pastose Malerei des Jugendstils mit lockerem, breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "Rudolf Kohtz [19]14", rückseitig auf dem alten Keilrahmen Etikett der Malutensilien- und Rahmenhandlung Boesner von 2007, Altersspuren, sehr schön neuzeitlich in versilberter Schattenfugenleiste gerahmt, Bildmaße ca. 110,5 x 95,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Rudolf Peter Joh. Kohtz, dt. Figuren-, Stillleben-, Portrait- und Landschaftsmaler sowie Illustrator und Entwerfer (1874 Magdeburg bis 1945 Berlin), studierte 1894 ein Semester an der Düsseldorfer Akademie bei Heinrich Lauenstein, ab 1898 Studium an der Akademie München bei Karl von Marr, anschließend Meisterschüler bei Arthur Kampf an der Berliner Akademie, lieferte 1899 ein Titelblatt für die Münchner Zeitschrift "Jugend", beschickte ab 1900 Berliner Ausstellungen, unter anderem 1900–1928 die Große Berliner Kunstausstellung, vertreten auch auf Ausstellungen der Berliner Secession, Ausstellungen in Düsseldorf und den Münchner Glaspalast, 1914 vertreten auf der Esposizione Internazionale d’Arte della Città in Venedig, Mitglied des Verbandes deutscher Illustratoren, des Vereins Berliner Künstler und der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft, tätig in Berlin, um 1930 in Dabendorf bei Zossen lebend, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Müller-Singer, G. Hirth "3000 Kunstblätter der Münchner »Jugend«", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Busse und Internet.