Michael Gorstkin Wywiorski, "Gefangenentransport"
Karawane in steiniger Wüste, mit Berbern hoch zu Pferd, beim Transport von versklavten orientalischen Frauen und Männern, gering pastose Genremalerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts unten signiert "M. G. Wywiorski", rückseitig auf dem Keilrahmen alt betitelt und bezeichnet "»Gefangenentransport« 4800 M", etwas restauriert, schön gerahmt, Falzmaße ca. 75,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: geboren als Michał Gorstkin, nannte sich unter Hinzufügung des Geburtsnamens der Mutter Michał Gorstkin-Wywiórski, auch „Michal Wywiórski“, polnischer Landschafts- und Genremaler (1861 Warschau bis 1926 Berlin), 1881–82 Studium der Chemie am Polytechnikum Riga, hier Mitglied des Studentenbunds "Arkonia", Fortsetzung des Chemiestudiums in Zürich, ab 1883 Schüler von Josef von Brandt und Alfred von Wierusz-Kowalski in München, studierte 1884–86 an der Akademie München bei Karl Raupp und Nikolaus Gysisi, ab 1886 als freiberuflicher Maler in München, ab 1894 Mitglied des Kunstvereins München, ab 1895 in Berlin, 1901 Zusammenarbeit mit dem Historienmaler und Orientalisten Wojciech („Adalbert“) Kossak (1857 Paris bis 1942 Krakau) in Berlin, es entsteht unter anderem das Gemeinschaftsgemälde "Die Schlacht am Fuße der Pyramiden", ab 1904 in Warschau und in der Provinz Posen ansässig, hier Mitglied des Posener Künstlerverbands und Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste in Posen, später Lebensabend in Berlin, beschickte unter anderem den Münchner Glaspalast, das Künstlerhaus Wien, die Große Berliner Kunstausstellung, den Salon der Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste Poznań, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, erreichte vor allem Bekanntheit in Amerika und Russland, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Boetticher, Müller-Singer, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh., Dressler, Jansa und Internet.