Gemälde

Lot-No. 4191

Carl Schulz, Küstenszene

anlandende Boote an stürmischer Küste bei stark bewegter See, hierzu schreibt Nagler (1846): "... Mit vorzüglichem Talente begabt behauptete er schon als Jüngling eine ehrenvolle Stelle und nach wenigen Jahren, nannte man ihn unter den vorzüglichsten Meistern seines Faches. Anfangs malte er Scenen aus Dichtern und Landschaften mit Staffage, welche später häufig dem militärischen Leben entnommen ist, und in Jagdscenen besteht. Dabei spielen auch öfters Wilddiebe ihre Rolle, ... Ueberdiess finden sich von diesem Künstler auch Landschaften mit Thieren, und Seestücke, und besonders militärische Scenen. ...", lasierende, partiell gering pastose Marinemalerei, Öl auf Leinwand, rechts auf den Holzpfählen signiert und datiert "Carl Schulz 1839", doubliert, Altersspuren, im originalen Biedermeierrahmen, Falzmaße ca. 57 x 67 cm. Künstlerinfo: eigentlich Karl Friedrich Schulz auch Schultz, wegen seiner Jagdbilder auch "Jagd-Schulz" genannt, dt. Maler (1796 Selchow/Brandenburg bis 1866 Neuruppin), studierte an der Berliner Akademie, 1814–15 Teilnahme als Freiwilliger an den Befreiungskriegen, anschließend fünf Jahre Aufenthalt im Rheinland und in den Niederlanden, die er zu Pferd bereiste, fertigte in dieser Zeit im Auftrag der Berliner Gemäldegalerie in den Niederlanden Kopien nach den in Berlin fehlenden Tafeln des Altars von Jan van Eyck und schuf Seestudien, 1821 Reise nach Frankreich und England, ab 1822 wieder in Berlin, anschließend einige Zeit in Köln und im noch ländlichen Ruhrgebiet, 1830–48 tätig in Berlin, ab 1834 Mitglied der Berliner Akademie, 1840 Ehrung mit dem Professorentitel, kurzzeitig tätig als Professor an der Berliner Akademie, ab 1841 Studienaufenthalt in München zur Erlernung der Glasmalerei, 1846 auf Einladung Bernhard II. Herzog von Sachsen-Meiningen in Bad Liebenstein, 1847 auf Einladung Zar Nikolaus I. Reise nach St. Petersburg, ab 1848 wieder in Neuruppin, um 1851 wohl in München, beschickte unter anderem 1820–64 die Berliner Akademieausstellung, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Boetticher, Nagler und Internet.

Limit:
480.00 €

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