Johann Jakob Reinhardt, Hirschwild im Laubwald
mystischer sommerlicher Laubwald mit Hirschwild auf Lichtung am Bach, gering pastose, spätromantische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, links unten rot signiert und datiert "J. J. Reinhardt 1898", rückseitig auf dem Rahmen altes fragmentarisches Nummernetikett "...930..." und originales Künstleretikett, hier signiert, ortsbezeichnet und wohl betitelt "J. J. Reinhardt: Bu... [Buchenwald?] Nürnberg", der Titel wurde durch eine alte Klebemarke "G. Schleussing Leipzig" mit roter Stempelnummer "8236" überklebt, geringe Altersspuren, original im prächtigen Galerierahmen aus ca. 16 cm breiter Goldstuckleiste gefasst, Falzmaße ca. 76,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: auch Johann Jacob Reinhardt, dt. Landschaftsmaler (1835 Mannheim bis 1900 oder 1901 Nürnberg), zunächst zum Kaufmann bestimmt, studierte ab 1852 an der Akademie Düsseldorf bei Joseph Wintergerst und Johann Wilhelm Schirmer, Reise mit Schirmer nach Oberitalien und in die Schweiz, anschließend Schüler von Andreas Achenbach und Oswald Achenbach, auf Veranlassung von Karl Friedrich Lessing einjähriger Aufenthalt in Karlsruhe, danach freischaffend in Mannheim, später Berufung als Hofmaler des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha nach Coburg, von diesem mit dem Orden für Kunst und Wissenschaft geehrt, in Coburg letztmalig 1875 im Adressbuch geführt, beschickte ab 1877 die Akademieausstellung in Dresden, 1890–1901 in Nürnberg nachweisbar, 1856–65 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", Quelle: Thieme-Becker, Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Saur Bio-Bibliographisches Lexikon, Bruckmann "Düsseldorfer Malerschule", Müller-Singer, Seubert und Boetticher.