Gemälde

Lot-No. 4103

"Ein Rabbi mit Kappe" nach Rembrandt

Brustbildnis eines älteren bärtigen Mannes in kostbarer Kleidung, 1631 zog Rembrandt nach Amsterdam in die Nähe des jüdischen Viertels "Jodenbuurt", wo ihn die hier lebenden Menschen mit ihrer teils fremdartig und edel wirkenden Kleidung faszinierten, das als "Rabbi mit der Kappe" in die Kunstgeschichte eingegangene Gemälde Rembrandts zeigt im engeren Sinne keinen Rabbi in zeittypischer jüdischer Gelehrtenkleidung, sondern vielmehr einen elegant gekleideten, wohl jüdischen Mann, der wiederholt zu Rembrandts Gemälden Modell gestanden hat und hier möglicherweise mittels Kleidungs-Requisiten aus Rembrandts eigenem Atelier fremdländisch in Szene gesetzt wurde, das Portrait ist der Reihe von Tronies [niederländisch für „Kopf“, „Gesicht“ oder „Gesichtsausdruck“] zuzuordnen, bei der es Rembrandt, der Mode der Zeit folgend, lediglich um interessante Charakterköpfe, als um die Wiedergabe konkreter Personen ging, lasierende Kopie nach dem 1762 vom britischen König George III. erworbenen und heute im Besitz des britischen Königshauses befindlichen Originals "A Rabbi with a Cap" von Rembrandt van Rijn (1606–1669) aus dem Jahre 1635, lasierende Malerei, Öl auf grober Leinwand, wohl 2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, rückseitig fragmentarisches Eigentümeretikett und auf der Leinwand aufgehefteter Zeitungsausschnitt von 1975 zu Harry Nunn, einem untreuen und verurteilten ehemaligen Oberstallknecht von Queen Elisabeth II. auf Schloss Hampton Court, hier handschriftliche Annotation "Bild v. Rembrandt", Altersspuren, im alten Rahmen in Zweitverwendung gefasst, Falzmaße ca. 57 x 44,5 cm.

Limit:
480.00 €

Upcoming events

How does an auction work