Josef Šimák, Büste einer Lautenspielerin
um 1930, signiert I. Sǐmák, Hersteller Aktiengesellschaft KERAS Bechyne (Keramická akciová společnost), unten handschriftlich in Blei und auf originalem Etikett nummeriert 19/30, cremefarbener Scherben mit farbloser Glasur und partieller brauner und roséfarbener Aufglasurbemalung, musizierendes Mädchen in der Formensprache des Art déco, zwei kleine Restaurierungsstellen, minimal glasurunterlaufen, H 51 cm. Künstlerinfo: tschechischer Bildhauer, akademischer Maler, Restaurator und Professor (1888 Mělník bis 1959), absolvierte die Kunstgewerbeschule (UMPRUM) in Prag unter den Professoren Liška, Hynais und Mašek, widmete sich zunächst der dekorativen Malerei sowie der Grafik und arbeitete mit bedeutenden Architekten wie Jan Kotěra und Dušan Jurkovič zusammen, ab 1911 als Lehrer für darstellende Geometrie und ornamentales Zeichnen an der renommierten Keramikfachschule in Bechyně tätig, deren Leitung er 1931 als Direktor übernahm; neben der Lehre betätigte er sich erfolgreich im Bereich der Bildhauerei und schuf in den 1920er und 1930er Jahren ausdrucksstarke Plastiken für die böhmische Keramikmanufaktur KERAS sowie plastische Arbeiten im öffentlichen Raum, zudem als Restaurator von historischen Gemälden und Skulpturen (u. a. der Johannes-Nepomuk-Statue in Zářečí) aktiv. Quelle: Kunstgewerbe-Oberschule Bechyně (supsbechyne.cz), Biografisches Lexikon der tschechischen Länder (biography.hiu.cas.cz).