Art deco

Lot-No. 2440

Otto Lindig, seltene Kanne Bauhaus-Werkstatt

Keramikwerkstatt des Bauhauses in Dornburg, 1922, am Boden geritztes Künstlersignet OL ligiert, Irdenware, handgedreht und frei geformt, leicht rötlicher Scherben, gelbliche teils hellgrüne Glasur mit rotbraunen Sprenkeln, schlanker spindelförmiger Korpus mit langer, schräg angesetzter Röhrentülle und bogenförmigem Bandhenkel, der Deckel nach innen absteigend und mit hohem schlanken, hohl gearbeiteten Knauf, sehr seltenes Objekt in absolut unbeschädigtem und unrestauriertem Originalzustand, H 39 cm. Info: Diese Kanne zählt zu den frühesten Werken Otto Lindigs aus seiner Lehrlingszeit 1920-1922 an der Dornburger Keramikwerkstatt des Bauhauses, Quelle: Klaus-Jürgen Winkler (Hrsg.), Bauhaus-Alben 2, S. 34, Abb. 3: hier Originalfoto einer fast identischen Lehrlingsarbeit um 1922, der Verbleib des Objektes in der Literatur ist unbekannt; sowie Klaus Weber (Hrsg.), Ausstellungskatalog Keramik und Bauhaus Bauhaus-Archiv, S. 48, Abb. 25, hier Kaffeegeschirr mit ähnlicher Kanne, S. 270, hier identische Marke mit Datierung. Künstlerinfo: dt. Keramiker und Bildhauer sowie einer der wichtigsten Vertreter des Bauhauses (1895 Pößneck bis 1966 Hamburg), besuchte 1909-1911 die Zeichen- und Modellierschule in Lichte, anschließend Bildhauerlehre an der Großherzoglichen Gewerbeschule Ilmenau unter Max Bechstein, ab 1913 Schüler von van de Velde und Engelmann in Weimar, ab 1920 Ausbildung am Staatlichen Bauhaus bei Gerhard Marcks in der Dornburger Keramikwerkstatt, 1922 Gesellen- und 1926 Meiserprüfung, ab 1926 Leiter der Dornburger Keramikwerkstatt und führte diese nach Schließung der Institution 1930 in Eigenregie weiter, 1947-1966 Leister der Keramikabteilung der Landeskunstschule Hamburg. Quelle: Bauhaus-Alben 2; Ausstellungskatalog Keramik und Bauhaus; Internetseite Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg.

Limit:
6000.00 €

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