Gemälde

Lot-No. 4390

August von Brandis, Im Couven Museum Aachen

Blick ins herrschaftliche barocke Ambiente des Aachener Couven-Museums, der Kunsthistoriker Felix Kuetgens (seit 1923 Direktor der Städtischen Museen Aachens) richtete im bereits ab 1681 errichteten, später von den Architekten Johann Joseph Couven und Jakob Couven barock umgebauten Haus Fey, welches 1925 von der Stadt erworben wurde, ein Museum bürgerlicher Wohnkultur des 18./19. Jh. ein, ab 1929 schuf August von Brandis Gemälde der wertvollen Interieure des 1943 mit dem Großteil der Einrichtung vernichteten Hauses Fey, das Gemälde stellt somit ein wertvolles Zeitzeugnis des heute nicht mehr vorhandenen Raumes dar, gering pastose Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert "A. v. Brandis", rückseitig auf dem Keilrahmen altes Künstleretikett "28. A. v. Brandis Aachen, Carlstr. 24 - Couven Museum Oberes Gartenzimmer - Decke, Schrank, 2 Stühle", geringe Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 67,5 x 51 cm. Künstlerinfo: eigentlich August Friedrich Carl von Brandis, dt. Maler und Zeichner (1862 Berlin-Haselhorst bis 1947 Aachen), studierte 1881-84 an der Akademie Berlin bei Hugo Vogel und Anton von Werner, ab 1884 als Zeichenlehrer tätig, ab 1904 Professor für Figuren- und Landschaftsmalerei an der Technische Hochschule Danzig, unterhielt Freundschaft zu Ludwig Dill und Adolf Hölzel und Zusammenarbeit mit dessen Malschule "Neu-Dachau" und der Dachauer Künstlerkolonie, 1909-29 Professor an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen, 1925-26 Dekan der RWTH Aachen, erhielt diverse Ehrungen, unter anderem 1910 die Goldene Medaille für Kunst durch Kaiser Wilhelm II. und 1911 die Goldene Medaille der Kunstausstellung in München, 1926 zum Ehrenmitglied der TH Danzig und 1929 zum Ehrenmitglied der RWTH-Aachen ernannt, vertreten in der Neuen Pinakothek München, beschickte seit 1894 die Große Berliner Kunstausstellung, den Glaspalast München sowie die Großen Kunstausstellungen in Düsseldorf und Dresden, Mitglied im Verein Berliner Künstler und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler und Internet.

Limit:
180.00 €
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