vielfigürliche Szene der Kreuzigung Christi auf Golgotha, im Vordergrund ein Reiter auf weißem Schimmel mit prächtiger Kleidung, angelehnt an ein Werk des flämischen Künstlers Louis de Caullery (alternativ Caulery oder Coulery, um 1580 in Caulery bis 1621 in Antwerpen), welches heute im Prado in Madrid hängt, von diesem lassen sich mehrere Kopien in verschiedenen Qualitäten des 17. Jahrhunderts nachweisen, die zum Teil wohl auch aus dessen Werkstatt kamen, womöglich ist das Gemälde identisch mit einer Variante, die am 25./26. Oktober 1955 in einem Brüsseler Auktionshaus als zugeschriebene Arbeit von Maerten de Vos verkauft wurde (siehe RKDLite, Nr. 704100), Öl auf Holz, unsigniert, altersbedingte Spuren, restauriert, Falzmaße 50 x 34 cm.
Lot-No.: 4200
Limit: 600.00 €
Kniestück eines vornehmen niederländischen Herrn, in seiner rechten Hand seine Handschuhe haltend, die linke Hand in seinen Mantel greifend, leicht nach links gewandt, die Betrachter anblickend, mit großem, weißem Spitzenkragen sowie dazu passenden Spitzenmanschetten, typisches Bild eines niederländischen Bürgers des "goldenen Zeitalters", Öl auf Leinwand, rechts oben datiert 1634, unsigniert, rückseitig diverse Annotationen sowie ein Stempel "Christies", doubliert, restauriert, leichte Altersspuren, in einem historischen dunkel-goldenen Zierrahmen mit gemalten Ornamenten, unter Darstellung mit Plakette der Nennung des Künstlers, Rahmen leicht bestoßen, Falzmaße 108 x 74,5 cm, das Gemälde ist wohl 1929 in einer Antwerpener Publikation als authentische Arbeit von Cornelis Johnson van Ceulen veröffentlicht worden, siehe die von dem Gemälde existierenden Aufnahmen in der Datenbank RKDLite, Nrn. 229163 und 496234. Künstlerinfo: niederländischer Künstler des goldenen Zeitalters (Gouden Eeuw) sowie des englischen Könighofes (1593 in London bis 1661 in Utrecht oder Amsterdam, alternative Schreibweise Cornelis Janssens van Ceulen), Sohn eines flämischen Künstlers, der aus Köln stammt und aufgrund seiner Religion nach England floh, wohl Ausbildung in den Niederlanden, erste Tätigkeiten in London nachweisbar, heiratet 1622 Elisabeth Beck, ebenfalls flämischer Abstammung, in London, ab 1632 tätig am englischen Königshof sowie am Hof von Kent, ab 1643 Mitglied der Lukasgilde in Middelburg (NL), in den Niederlanden an mehreren Orten tätig, gilt als sehr produktiver Portraitmaler des englischen Adels, vor allem bekannt für Halbfiguren oder Kniestücke, Vorgänger am englischen Hof von Antonis van Dyck, sein Œuvre ist aufgrund seiner Produktivität schwer zu überblicken. Quelle: RKD und Allgemeines Künstlerlexikon Online.
Lot-No.: 4201
Limit: 800.00 €
im Vordergrund eine junge Frau mit rotem Rock sitzend, dahinter eine Frau beim Melken einer Kuh, Schafe und ein Widder, an einer Wasserstelle, nach hinten Ausblick in eine weite Landschaft mit Flussbett und Bergen im Sonnenuntergang, typische und schöne Arbeit für eine barocke Landschaft des 17./18. Jahrhunderts, hier mit gut erkennbarem Einfluss der italienischen Landschaftsmalerei, die der Künstler über den Maler Cornelis van Poelenburch kennen gelernt hat, Öl auf Leinwand, rechts unten in Rot signiert, doubliert, restauriert, geringe Altersspuren, in Goldrahmen, Falzmaße 61,5 x 81,5 cm. Künstlerinfo: niederländisch-belgischer Maler (1640 in Brüssel bis 1710 wohl in Leiden), heiratete 1664 in Brüssel Anna van Oppy, 1684 Geburt seines Sohnes Johannes Franciscus de la Court, seit 1693 in der Lukasgilde in Delft nachweisbar, zwischen 1696 und 1701 Umzug nach Leiden, war stark von den Werken Nicolaes Berchem, Cornelis van Poelenburch und Jan Verkolje beeinflusst. Quelle: RKD und Allgemeines Künstlerlexikon Online.
Lot-No.: 4202
Limit: 1200.00 €
in einer Wirtsstube ein Mann und eine lasziv gekleidete Frau beim Karten spielen, die Frau wird von einem Mann begrabscht, während von hinten eine weitere Frau dem Mann ein Glas Wein reicht, das Gemälde steht in der Nachfolge der Genrebilder Caravaggios, durch die Kleidung der Frau, der metaphorischen Bedeutung des Kartenspiels und der Handlung der Figur im Hintergrund wird klar, dass wir es hier mit einer Bordellszene zu tun haben, das Gemälde ist eine Kopie des holländischen Künstlers Wouter Pietersz Crabeth II., welches heute im Nationalmuseum in Warschau hängt und zu den bekanntesten Werken des Künstlers gehört, Öl auf Holz, wohl 18. Jh., unsigniert, restauriert, gering restaurierungsbedürftig, in Stuckrahmen, minimal bestoßen, Falzmaße 47 x 56 cm.
Lot-No.: 4203
Limit: 600.00 €
Darstellung eines Paars, links ein alter Mann, der der Frau an die Brust fasst, rechts eine junge Frau, die dem Herren im Schritt in den Geldbeutel langt, ohne dass es ihr Gegenüber merkt, der Gemäldetypus besitzt mehrere Sinnbedeutungen, in erster Linie sollen die Betrachter das Werk als abschreckendes Beispiel wahrnehmen, es handelt sich hier um eine Kopie nach Lucas Cranach dem Älteren, der den Typus des ungleichen Paars in verschiedenen Fassungen geschaffen hat, diese Version ähnelt jener aus der Königlichen Gemäldegalerie Dresden, welches über Umwege 2023 im Münchener Kunsthandel versteigert wurde, von diesem Motiv gibt es weitere Kopien und Nachahmungen (einen Überblick findet man im Corpus Cranach unter dem Stichwort "der verliebte Alte", dort mindestens sechs Kopien nach Cranach), Öl auf Holz, unsigniert, stark restaurierungsbedürftig, Holzrahmen bestoßen, Maße 42,5 x 26 cm.
Lot-No.: 4204
Limit: 240.00 €
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend, mittellanges, weißes Haar, weißer Bart, in einem Pelzmantel, Kopie nach den Gemälde Balthasar Denners (1685 bis 1749) aus dem Kunsthistorischen Museum Wien, Inv-Nr. 676, dieses datiert 1726, Öl auf Holz, unsigniert, minimale Altersspuren, Retuschen erkennbar, in dickem, schwarzen Rahmen, Falzmaße 41 x 31,5 cm.
Lot-No.: 4205
Limit: 240.00 €
vor einem Dorf ein Edelmann auf weißem Schimmel, mit den Dorfbewohnern redend, rechts drei Figuren am Feuer, auf dem Feuer ein Kessel schmorend, links die Bebauung, nach hinten eine weite Landschaft, altmeisterliche Malerei des Niederländers, Öl auf Leinwand, links unten signiert B. Gael, rückseitig alte Etiketten mit Zuschreibungen an Gael, Leinwand doubliert, Altersspuren, Retuschen, in goldenem, leicht bestoßenem Rahmen, Falzmaße 33 x 29 cm. Künstlerinfo: niederländischer Maler (1630 in Haarlem bis 1698 in Amsterdam), dritter Sohn des Malers Cornelis Adriaensz. Gael, möglicherweise Schüler von Philips Wouwerman, erste bekannte, eigenständige Werke um 1657, in den 1660er Jahren Umzug nach Amsterdam, sein Werk zeichnet sich vor allem durch Landschaften und Genreszenen im Stil Philips Wouwermans aus, jedoch sind seine Landschaften und auch die landschaftlichen Hintergründe an den Werken seiner Haarlemer Künstlerkollegen angelehnt.
Lot-No.: 4206
Limit: 1200.00 €
im Vordergrund an einer Wasserstelle drei Ziegen und mehrere Pferde, im Mittelgrund ein Jäger mit Gewehr sowie zwei Männer beim Einfangen von Pferden, im Hintergrund ein Zug von Bauern mit Nutztieren, in einer weiten Landschaft, wohl Kopie nach einem uns unbekannten Werk des bekannten Pferdemalers Johann Georg de Hamilton (1672 bis 1737), der vor allem am Hofe der Habsburger in Wien tätig war und für viele Adelige in Wien tätig war, seine Werke waren begehrt, weshalb auch nach seinem Tod für Schlossausstattungen entweder Werke von ihm kopiert oder in seiner Art Werke entstanden sind, Öl auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, rückseitig auf erneuertem Keilrahmen Wachssiegel, Retuschen, Erhaltungsmängel, ohne Rahmen, Falzmaße 49,5 x 73,5 cm.
Lot-No.: 4207
Limit: 20.00 €
nach dem Gemälde Claude Lorrains aus der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, Galerie-Nr. 730, im Vordergrund eine Hirtenszene, im Hintergrund links versteckt Maria und Josef mit dem Christuskind im Wald, nach hinten idealisierte Landschaft mit antikisierenden Gebäuden am Ufer sowie auf dem Felsen, Kopie eines Hauptwerkes in Originalgröße, Öl auf Leinwand, links unten undeutlich signiert, rückseitig Kopierstempel der Gemäldegalerie Dresden, signiert und datiert 1917, am Rahmen Etikett "Kunsthandlung Georg Rätzel Gießen, Altersspuren, Rahmen, Falzmaße 104 x 134 cm.
Lot-No.: 4208
Limit: 240.00 €
leicht untypisches Stillleben, an einem Postament Sammelsurium an Stillleben-Elementen wie Birnen, Weintrauben, ein totes Huhn, verschiedene Blumen, am Fuße der Architektur auf Steinstufen weitere herumliegende Früchte, darunter zwei Hühner und ein sich erleichternder Hund, links oberhalb der angerichteten Elemente die Skulptur eines Hundes mit Kind, im Hintergrund nach rechts Ausblick auf eine Landschaft, davor Gartenarchitektur, der Künstler übernimmt hier Bildtraditionen des französischen Künstlers Alexandre-Francois Desportes (1661 bis 1743), sehr bemerkenswerte Arbeit des in Bayern wirkenden Rokokomalers, die mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "Petrus Horemans" und datiert 1771, Leinwand doubliert, alt restauriert, alte Retusche erkennbar, Altersspuren, in Rahmen der Zeit, Falzmaße 49 x 39 cm. Künstlerinfo: flämisch-deutscher Maler (1700 in Antwerpen bis 1776 in München), Bruder des Jan Josef Horemans, kam 1724 auf seinem Weg nach Rom nach München, dort Aufträge für die Kunstkammer der Herzöge, 173 Heirat in München, ab 1747 vor allem Aufträge für das bayerische Bürgertum, 1769 Ernennung zum Hofmaler, stirbt 1776 dennoch verarmt, neben seinen Aufträgen für den kurfürstlichen Hof vor allem Küchenstillleben und Genreszenen in der Tradition der flämischen Malerei. Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon und RKD.
Lot-No.: 4209
Limit: 900.00 €
üppiges Blumenarrangement aus Rosen, Mohn und anderen Blüten, in einer Bauchvase auf einer Marmorplatte, brauner Hintergrund mit der Andeutung einer Landschaft, nach einem Vorbild von Jan van Huijsum (oder Huysum), 1682-1749, eine Abbildung des Gemäldes findet sich im RKDLite, Foto-Nr. 277899, Gemälde heute in Privatbesitz, sehr qualitätvolle Arbeit im Stil der barocken Stilllebenmalerei, Öl auf Holz, wohl 19. Jh., unsigniert, rückseitig alt parkettiert, restauriert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 91,5 x 72 cm.
Lot-No.: 4210
Limit: 900.00 €
freundlich den Betrachter anblickender junger Mann, mit kleinem Hund in seinen Armen, vor dunklem Grund, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Portraitmalerei, Öl auf Pappe, auf Rückwand datiert und bezeichnet "1831 von H. Jung", gerahmt, Falzmaße ca. 16,5 x 14 cm.
Lot-No.: 4211
Limit: 150.00 €
Darstellung eines Überfalls auf mehrere Planwagen, zentral ein weißer Schimmel sowie ein Reiter mit Fackel, rechts im Vordergrund ein totes Pferd, links ein karger Baum, im Hintergrund die Silhouette einer Stadt, Öl auf Holz, links undeutlich nachträglich monogrammiert und datiert(?), rückseitig auf Etikett alte Zuschreibung an Hendrick de Mejier mit Datierung 1625, auf Rahmen altes Eigentumsetikett "Sven J.son Petersohn [...]Stockholm", Altersspuren, Retuschen, Rahmen minimal bestoßen, Falzmaße 34 x 43,5 cm. Künstlerinfo: niederländischer Genre- und Schlachtenmaler (vor 1620 bis nach 1689), nachweisbar ab 1649 in Rotterdam tätig, Vater des Cornelis de Meijer. Quelle: RKD.
Lot-No.: 4212
Limit: 1000.00 €
bukolische Szene, im Vordergrund ein Mann beim Angeln in einem Bach, von einer Wäscherin mit Kind überrascht, links drei Kühe auf der Weide, im Hintergrund ein Bergmassiv, von links aufziehende Wolken, Sonnenuntergangsszene, Darstellung zwischen dem Ende der frühneuzeitlichen Genremalerei und der aufkommenden Romantik, feinmalerisches Kabinettstück, Öl auf Kupfer, rechts unten signiert "vRegemorter" und datiert 1779, Kupferplatte rückseitig abgedeckt, Erhaltungsmängel, vergoldeter Rahmen bestoßen, Falzmaße ca. 23 x 30,5 cm. Künstlerinfo: flämisch-belgischer Genre- und Landschaftsmaler (1755 in Antwerpen bis 1830 dort), Schüler an der königlichen Akademie in Antwerpen, dort auch als Restaurator tätig, ab 1773 Mitglied der Lukasgilde in Antwerpen, ab 1785 Dekan und ab 1796 Professor an der Akademie in Antwerpen, unter anderem Lehrer von Jan van Bellingen und Peter Paul Joseph Noel, in seinen Genrewerken noch stark an die flämische Malerei von Teniers und in seinen Landschaften an niederländische Traditionen wie von Jan van Goyen orientiert, finden sich in seinem Werk auch frühromantische Bildeinflüsse, neben seiner Tätigkeit als Maler auch erfolgreich als Restaurator und Kunsthändler sowie als Auktionator tätig. Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon Online.
Lot-No.: 4213
Limit: 480.00 €
mittig auf einer Liege thronend Kleopatra, an ihrem Fußende kniet Antonius neben ihr, aus dem Hintergrund kommen drei Figuren in den Saal und entdecken das Liebespaar, in einem prächtigen barockisierenden Interieur, welches an einen Kirchenraum erinnert, verortet, schöne feinmalerische Arbeit, Öl auf Leinwand, links unten Reste eines Monogramms, doubliert, Altersspuren, geringe Restaurierungsspuren, in passendem Rahmen, Falzmaße 42 x 53 cm. Provenienz: Arcurial Paris, Auktion 04.02.2020, Lot 346: dort als authentische Arbeit des Künstlers verkauft. Künstlerinfo: niederländischer Genre,- Historien-, und Portraitmaler (1673 in Delft bis 1746 in Amsterdam), Schüler bei seinem Vater Jan Verkolje, nachweisbar ab 1704 in Amsterdam, besonderes Interesse an antiken Themen und Skulpturen, in seinem Werk finden sich immer wieder Anlehnungen an Nicolas Poussin, arbeitete wohl auch mit Landschaftsmalern wie Isaac de Moucheron oder Albert Meyering zusammen, denen er Staffagefiguren gemalt hat, vielseitiger Künstler, der über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten ist, heute lassen sich nur knapp 40 Werke des Künstlers diesem eindeutig zuweisen. Quelle: RKD Research und Allgemeines Künstlerlexikon Online.
Lot-No.: 4214
Limit: 1200.00 €
zwei Gemälde mit mythologisch-allegorischen Darstellungen als Pendants, 1.) Mars und Venus, von Putten gemeinsam erwischt, im Vordergrund Vulcanus beim Auspacken der Fasces, daneben Putten, mit der Rüstung des Mars spielend, oberhalb ein Putto mit Schlangenhaaren (in Anlehnung an die Medusa) sowie einer als Perseus verkleidet, rechts oben eine Gottheit mit Pfeil, gezogen von zwei Leoparden, 2.) Chronos und Veritas, Chronos beim Diebstahl von dieser, darunter mehrere Figuren sowie zwei kleine Schafe, im Vordergrund eine unangetastete Fasces, sehr komplexe Ikonographien, schöne Tafelbilder des süddt. Rokokos, beide unsigniert, Öl auf Leinwand auf Holz aufgezogen, unsigniert, beide Werke restauriert und mit Altersspuren, in goldenen Rahmen, minimal bestoßen, Falzmaße jeweils ca. 75,5 x 58,5 cm. Kopie der Rechnung der Restaurierung von 1975 sowie eine schriftliche Zuschreibung an Thomas Christian Winck durch Dr. Gode Krämer, städtische Kunstsammlungen Augsburg, datiert 18.07.1995, in Kopie beiliegend. Künstlerinfo: Deutscher Maler und Radierer (1738 in Eichstätt bis 1797 in München), zuerst Ausbildung zum Freskant bei Anton Scheitler in Eggenfelden, später in Eichstätt bei Johann Jakob Feichtmayr, 1759 kurzes Studium an der Reichsstädtischen Akademie in Augsburg, ab ungefähr 1760 Werkstattmitarbeiter bei Johann Michael Kaufmann, erster nachweisbarer Auftrag 1764, 1767 Auftrag für Kurfürst Maximilian III. Joseph für Entwürfe für einen Tapisserie-Zyklus, ab 1769 Hofmaler am bayerischen Kurfürstenhof, Hauptvertreter der Münchener Malerei des späten 18. Jahrhunderts, Mitgründer einer Zeichenschule in der Theatiner-Straße in München, er ist ein später Vertreter des süddeutschen Rokokos, an dessen Werk sich der Übergang vom Rokoko in den Klassizismus zeigt. Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon Online und Christine Hutter, Die Tafelbilder des kurfürstlichen Hofmalers Christian Wink (1738–1797), Dissertationsschrift LMU München 2012.
Lot-No.: 4215
Limit: 1200.00 €
herrschaftliche Gesellschaft mit Pferden und erlegter Jagdbeute, am Brunnen vor antiker Villa, in sommerlicher gebirgiger Landschaft, fein mit spitzem Pinsel lasierend festgehaltene Szene nach einer entsprechend betitelten Radierung von William French (um 1815-1898) nach einem Gemälde von Pieter Wouwerman (1619 Haarlem bis 1668 Haarlem), Miniaturmalerei um 1900, unsigniert, hinter Glas und Messingrahmen in klassizistischer Form mit Schleifenbekrönung gefasst, Falzmaße ca. 8,5 x 10 cm.
Lot-No.: 4216
Limit: 120.00 €
im Vordergrund der vom Kreuz herabgenommene Leichnam Christi auf weißem Laken, darüber die Gottesmutter Maria, der Apostel Johannes, links Joseph von Arimathäa, rechts Maria Magdalena beim Salben der Füße sowie eine weitere trauernde Figur, im Hintergrund die abkehrenden Römer sowie die Stadtsilhouette von Jerusalem, großformatige Darstellung, wohl nach einem heute nicht genau bestimmbaren Druck, Öl auf Holz, 17./18. Jh., rückseitig Einschubleisten, restaurierungsbedürftig, Retuschen, Goldstuckrahmen bestoßen, Falzmaße 114,5 x 103 cm.
Lot-No.: 4217
Limit: 20.00 €
auf einer Muschelschale Amor (oder Cupido) stehend, ganzfigürlich, den Bogen in seiner linken Hand, rechts zwei Pfeile haltend, die rote Stola über der linken Schulter, seinen Köcher hinter seinem Rücken, die Betrachter mit großen dunklen Knopfaugen anblickend, mit blonden Locken, angelehnt an die Darstellung Balthazar van Lemens (1637–1704), dessen Darstellung in vergleichbarer Pose als Druck über ganz Europa verbreitet wurde, Öl auf Leinwand, 18. Jh., unsigniert, unten links sowie an der unteren rechten Kante alte Sammlungsnummerierung 546, Leinwand doubliert, restauriert, Altersspuren, in schönem Holzrahmen, Falzmaße 57,5 x 51 cm.
Lot-No.: 4218
Limit: 20.00 €
durch einen Baum zweigeteilte Darstellung: rechts Narziss mit Köcher, beim Versuch sein Spiegelbild einzufangen, links Echo, wie sie ihm dabei zusieht, mit laszivem Oberteil und mit ihrer rechten Hand unter ihren Rock in ihren Schritt greifend, Szene nach Ovids Metamorphose, hier in einer untypisch expliziten, erotischen und seltenen Darstellung des Rokokos, Öl auf Leinwand auf Karton, 2. Hälfte 18. Jh., unsigniert, rückseitig abgeklebt, restaurierungsbedürftig, hinter Glas gerahmt, Falzmaße ca. 26 x 20,5 cm.
Lot-No.: 4219
Limit: 200.00 €
Verbildlichung der alttestamentarischen Geschichte um das lange kinderlos gebliebene Paar Abraham und Sara, auf Wunsch Saras zeugt deren Ehemann Abraham mit Saras Sklavin Hagar einen Sohn namens Ismael, als Sara später doch noch von Abraham schwanger wurde und ihren Sohn Isaak gebar, überredete sie Abraham, Hagar und Ismael zu verstoßen - was in vorliegendem Gemälde dargestellt ist, lasierende Kopie nach dem um 1696/97 entstandenen Gemälde "Die Verbannung Hagars und Ismaels" von Adriaen van der Werff (1659-1722), welches in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden "Galerie Alte Meister" verwahrt wird, Öl auf Leinwand, um 1900, rechts unten bezeichnet "CZ", rückseitig auf dem Keilrahmen diverse Annotationen wie "Frau Geheimrath Zimmermann Schubertstr. 37" und "Hermann von Mutter 1908", Altersspuren, im Goldstuckrahmen. Falzmaße ca. 87,5 x 69,5 cm.
Lot-No.: 4220
Limit: 150.00 €
der Betrachter des Gemäldes wird wohl Zeuge des Jakobssegens, Jakobs ältester Sohn Ruben steht am Bett seines sterbenden Vaters Jakob und weist mit seiner linken Hand auf eine Sonnenuhr hinter ihm und gemahnt seinen Vater, die verrinnende Zeit zu nutzen um seine Söhne zu segnen und seine Nachfolge unter seinen zwölf Söhnen zu klären, die hier angedeutet im Hintergrund warten, barocke, lasierende religiöse Genremalerei mit gering pastosen Partien, Öl über rotem Bolus auf Leinwand, wohl 17. Jh., unsigniert, doubliert, Altersspuren, schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 68 x 64,5 cm.
Lot-No.: 4221
Limit: 500.00 €
Christus in den Armen seiner Mutter Maria, in einer hochemotionalen, intimen Nahaufnahme wird dem Betrachter der Schmerz der Gottesmutter Maria nahegebracht, das Motiv gehört zu den meist rezipierten in der christlichen Ikonographie, es gibt mehrere vergleichbare Arbeiten, die immer wieder in den flämischen Raum, zum Teil konkret in die Nachfolge Quinten Massijs gerückt werden, hier könnte es sich ebenfalls um eine flämische oder italoflämische Variante des Motivs handeln, Öl auf Laubholz, wohl 17. Jh., unsigniert, Altersspuren, minimale Restaurierungen, schwarz lackierter Rahmen mit goldverzierten Profil, rückseitig altes Etikett "L'Arte Antica Livorno", datiert 1998, Maße Holzplatte 32,5 x 23,5 cm.
Lot-No.: 4222
Limit: 1500.00 €
Darstellung der Maria mit Kind, beide sich lieblich anblickend, das Kind seine Arme um den Hals der Madonna greifend, wohl Italien (Venetien?), wohl spätes 16. Jh., Öl auf dicker Holzplatte (Dicke ca. 3 cm), unsigniert, rückseitig an den oberen und unteren Kanten jeweils zwei alte Montierungselemente aus Holz, restaurierungsbedürftig, Holzrahmen, Falzmaße 64 x 48,5 cm.
Lot-No.: 4223
Limit: 1800.00 €
Besuch der Elisabeth mit dem jungen Johannes dem Täufer bei der heiligen Familie, Maria mit dem Jesusknaben auf dem Schoß, dieser die Hand zum Segensgestus erhoben, zu ihrer Rechten Elisabeth und der junge Johannes kniend sowie ein Lamm liegend, links von ihr Josef, die Szene dargestellt unter einem grünen Vorhang, nach dem berühmten Gnadenbild des Peter Candid (auch Petrus oder Pieter de Witte, 1548 bis 1628, flämischer Maler, bayrischer Hofmaler), welches sich heute in der St.-Antonius-Kirche München befindet, lasierende, gering pastose Malerei im Rundbogenformat, Öl auf Leinwand, doubliert, wohl 17. Jh., unsigniert, Erhaltungsmängel, Retuschen, ungerahmt, Maße ca. 160 x 97,5 cm.
Lot-No.: 4224
Limit: 1800.00 €