Thomas Christian Winck attr., Zwei allegorische Gemälde
zwei Gemälde mit mythologisch-allegorischen Darstellungen als Pendants, 1.) Mars und Venus, von Putten gemeinsam erwischt, im Vordergrund Vulcanus beim Auspacken der Fasces, daneben Putten, mit der Rüstung des Mars spielend, oberhalb ein Putto mit Schlangenhaaren (in Anlehnung an die Medusa) sowie einer als Perseus verkleidet, rechts oben eine Gottheit mit Pfeil, gezogen von zwei Leoparden, 2.) Chronos und Veritas, Chronos beim Diebstahl von dieser, darunter mehrere Figuren sowie zwei kleine Schafe, im Vordergrund eine unangetastete Fasces, sehr komplexe Ikonographien, schöne Tafelbilder des süddt. Rokokos, beide unsigniert, Öl auf Leinwand auf Holz aufgezogen, unsigniert, beide Werke restauriert und mit Altersspuren, in goldenen Rahmen, minimal bestoßen, Falzmaße jeweils ca. 75,5 x 58,5 cm. Kopie der Rechnung der Restaurierung von 1975 sowie eine schriftliche Zuschreibung an Thomas Christian Winck durch Dr. Gode Krämer, städtische Kunstsammlungen Augsburg, datiert 18.07.1995, in Kopie beiliegend. Künstlerinfo: Deutscher Maler und Radierer (1738 in Eichstätt bis 1797 in München), zuerst Ausbildung zum Freskant bei Anton Scheitler in Eggenfelden, später in Eichstätt bei Johann Jakob Feichtmayr, 1759 kurzes Studium an der Reichsstädtischen Akademie in Augsburg, ab ungefähr 1760 Werkstattmitarbeiter bei Johann Michael Kaufmann, erster nachweisbarer Auftrag 1764, 1767 Auftrag für Kurfürst Maximilian III. Joseph für Entwürfe für einen Tapisserie-Zyklus, ab 1769 Hofmaler am bayerischen Kurfürstenhof, Hauptvertreter der Münchener Malerei des späten 18. Jahrhunderts, Mitgründer einer Zeichenschule in der Theatiner-Straße in München, er ist ein später Vertreter des süddeutschen Rokokos, an dessen Werk sich der Übergang vom Rokoko in den Klassizismus zeigt. Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon Online und Christine Hutter, Die Tafelbilder des kurfürstlichen Hofmalers Christian Wink (1738–1797), Dissertationsschrift LMU München 2012.