Mitte 19. Jh., unsigniert, Bronze dunkelbraun patiniert, feine Muschelschale mit figürlichem Schaft als Faun mit zwei Seeschlangen, der auf einer Schnecke steht, diese auf einem profilierten Postament auf oktogonal facettiertem Marmorsockel, die Schale mit reliefierten Löwenköpfen und einem großen seitlichen Maskaron, dieser phantastisch gestaltet mit Flügeln und geritten von einem Faun mit Dreizack und Füllhorn, partiell gravierte, florale Ornamentbänder, altersgemäß gut erhalten, H gesamt 25 cm.
Lot-No.: 3650
Limit: 120.00 €
Ende 19. Jh., ungemarkt, Bronze dunkelbraun patiniert, zweiteilig montiert, das Original stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christi Geburt und wurde zu Zeiten der Grand Tour regelmäßig nachgebildet, da es in Rom ausgestellt wurde, bis es von Napoleon aufgekauft und nach Paris transportiert wurde, wo es heute im Louvre ausgestellt wird, Kratervase mit reliefiertem, bacchanalischem Relief und seitlichen Handhaben, Altersspuren, etwas grünspanig und rostspurig, H 19,5 cm. Quelle: Wikipedia, Webseite Louvre Museum.
Lot-No.: 3651
Limit: 100.00 €
19. Jh., unsigniert, Bronze braun patiniert, Rezeption des römischen Originales aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., das heute im British Museum in London aufbewahrt wird und wohl eine Kopie eines noch älteren bronzenen Originales darstellt, diese Vasen wurden im 19. Jh., als Grand Tour Souvenirs gegossen, normale Alters- und Gebrauchsspuren, H 22,5 cm.
Lot-No.: 3652
Limit: 100.00 €
20. Jh., auf dem Fuß Schriftzug Lysipos, Bronze grün patiniert, nach dem in Pompeji gefundenem Original, welches heute im archäologischen Nationalmuseum in Neapel ausgestellt wird, Abteilung „Gabinetto Segreto“ (Inv.-Nr. 27874), dreipassiger Fuß, darauf drei miteinander verbundene stilisierte Faune, ein rundes, vertikal geripptes Becken tragend, seitliche Handhaben, partiell etwas berieben, zwei Montierungen fehlen, H 82 cm, D mit Handhaben 53 cm.
Lot-No.: 3653
Limit: 1400.00 €
Ende 19. Jh., unsigniert, Gießerstempel H. Hirschwald Berlin, Bronze schwarz patiniert, Rezeption der in der Basilika San Lorenzo in Florenz befindlichen Grabskulptur, die Michelangelo ab 1519 entwarf und in Marmor ausführte, Patina partiell berieben bzw. mit kleinen Fehlstellen, H 17 cm.
Lot-No.: 3654
Limit: 120.00 €
19. Jh., unsigniert, Bronze dunkel patiniert, Rezeption einer in der Villa Papyri in Herculaneum gefundenen Skulptur eines auf einem Löwenfell liegenden, trunkenen Fauns auf einem Felsen, Altersspuren, kleine Kratzer, am Kopf ein Gussloch, H 18,5 cm.
Lot-No.: 3655
Limit: 120.00 €
20. Jh., verso Gießerstempel F. Barbedienne, Bronze hellbraun patiniert, Statuentypus, der im allgemeinen dem griechischen Bildhauer Praxiteles zugeschrieben wird, die Satyrn gibt es in verschiedenen Ausführungen (ca. 115 Stück), sie werden in entspannter Pose, an einem Baumstamm lehnend dargestellt, ihr Körper ist meist von einem Pantherfell umschlungen, einige tragen in der Hand ein Attribut wie eine Flöte, das bekannteste befindet sich in den Kapitolinischen Museen in Rom, altersgemäß gut erhalten, H 17,5 cm.
Lot-No.: 3656
Limit: 120.00 €
2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, Bronze dunkelbraun patiniert, Darstellung des Merkur/Hermes mit geflügeltem Helm und Beinen, als Akt, in den Händen den Caduceus (Stab) haltend, Darstellung auf dem Kopf des Äolus (Gott des Windes) stehend, verschiedene Ausführungen und Entwürfe dieser Skulptur aus der Hand von Giovanni de Bologna befinden sich in verschiedenen Museen, auf profilierter Plinthe, lose auf Marmorsockel stehend, H Bronze 22 cm, H gesamt 28 cm.
Lot-No.: 3657
Limit: 120.00 €
20. Jh., unsigniert, in der Plinthe Plakette Gipsformerei, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Staatliche Museen, Stukko dunkel gefasst, Darstellung eines männlichen Aktes ohne Arme und Kopf, in Schrittstellung, auf quadratischer Plinthe, nach einem römischen Werk, gute Erhaltung, H 25 cm.
Lot-No.: 3658
Limit: 20.00 €
19. Jh., unsigniert, Gießerstempel Akt. Ges. Gladenbeck Berlin, Bronze dunkelbraun patiniert, Darstellung des sinnenden Lorenzo di Piero de' Medici nach der Darstellung auf seinem von Michelangelo geschaffenen Grabmal in den Grabkapellen des Fürstengeschlechts der Medici an der Kirche San Lorenzo in Florenz, lose auf beigegebenem Marmorsockel, Plinthe gedellt, leichte Altersspuren, H Bronze 34 cm, H gesamt 41,5 cm.
Lot-No.: 3659
Limit: 240.00 €
19. Jh., unsigniert, unten Sammlungsnummer 215, Bronze dunkelgrün patiniert, verkleinerte Version des in Rom 1863 in der Villa der Livia (Ehefrau des Augustus) im nördlichen Stadtteil Prima Porta gefundenen antiken Originals, das heute in den Vatikanischen Museen ausgestellt wird, in Prachtrüstung auf flacher runder Plinthe mit auf einem Delfin reitendem Amor, innen in der Plinthe kleine Lötstelle, etwas berieben, H Skulptur 33 cm.
Lot-No.: 3660
Limit: 180.00 €
um 1920, unsigniert, Bronze dunkel patiniert, Antikenrezeption des aus dem Schloss Sanssouci bekannten, umgangssprachlich als Sonnenanbeter betitelten Kunstwerks, das Anfang des 16. Jahrhunderts auf der Insel Rhodos gefundene Original stammt ca. aus den Jahren um 300 v. Chr. und ist heute im Staatlichen Museum in Berlin zu bewundern, nachdem es erst am Hof Ludwigs XIV. ausgestellt und 1747 von Friedrich dem Großen erworben wurde, auf kleiner quadratischer Plinthe, Patina mit geringen Altersspuren, H Bronze 28 cm, H gesamt 36 cm.
Lot-No.: 3661
Limit: 200.00 €
Ende 19. Jh., Eisenguss, unsigniert, dunkel patiniert, Darstellung nach einem Relief auf einer römischen Schale des Hildesheimer Silberschatzes, die aktuell im Alten Museum in Berlin ausgestellt wird, Athene in fließenden Gewändern, auf einem Felssockel sitzend, sich mit Kopf und Oberkörper dem Betrachter zuwendend, der Kopf von einem imposanten Helm bedeckt, in der linken Hand ein Schild, in der rechten Hand ein Stab, auf getrepptem, flachem Postament, H 18,5 cm.
Lot-No.: 3662
Limit: 120.00 €
19. Jh., unsigniert, Bronze dunkel patiniert, Rezeption aus dem antiken Herculaneum, auf naturalistisch gestalteter Felsenplinthe sitzende Aktdarstellung des jungen Götterboten, ein Bein zur Rast ausgestreckt, die Füße mit geflügelten Sandalen, am linken Fuß minimal restauriert, H 21 cm.
Lot-No.: 3663
Limit: 120.00 €
um 1930, signiert, Gießerstempel Aktien-Gesellschaft vorm. H. Gladenbeck & Sohn, recto betitelt "Nenikhkamen (Wir haben gesiegt)", Bronze dunkel patiniert, unbekleideter Jüngling beim Eintreffen am Ziel, mit dem rechten Arm in triumphierender und zugleich erschöpfter Pose einen Lorbeerzweig nach oben haltend, auf dreifach getreppter Plinthe, auf flachen rechteckigen Marmorsockel montiert, Zweig wohl nicht ganz komplett, Sockel mit winzigster Eckblessur, sonst gut erhalten, H Bronze 35 cm, H gesamt 39 cm. Künstlerinfo: deutscher Bildhauer (1854 Berlin bis 1942 Bad Kösen), studierte 1877 bis 1879 an der königlich akademischen Hochschule der bildenden Künste in Berlin unter Fritz Schaper und Albert Wolff, 1881 errang er auf der Akademieausstellung den ersten Erfolg mit der Statue des ”Siegerboten von Marathon” und erhielt den Rompreis, 1907 Ernennung zum Professor, 1908 Eintritt in die Berliner Secession, dort bis 1910 als 2. Vorsitzender, verheiratet mit der Puppenbildnerin Käthe Kruse, Quelle: Thieme-Becker/Vollmer.
Lot-No.: 3664
Limit: 240.00 €
19. Jh., unsigniert, Gießerstempel G Sommer-Napoli, Bronze dunkel patiniert, tanzender Faun mit Zimbeln nach dem antiken Original, das in der Casa del Fauno in Pompeji entdeckt wurde und im Nationalmuseum in Neapel ausgestellt wird, mit einer beliebten Erweiterung des 19. Jahrhunderts, einem Bacchanten, der mit Weintrauben auf den Schultern des Fauns sitzt, neben einem weinberankten Baumstumpf, über dem ein Ziegenfell und die Panflöte hängen, geringst berieben, sonst gut erhalten, H 40,5 cm.
Lot-No.: 3665
Limit: 180.00 €
Ende 19. Jh., unsigniert, nach dem Vorbild des „Kapitolinischen Dornausziehers”, dieser ist eine römische Bronzeskulptur des 1. Jahrhunderts v. Chr., die hellenistische und archaisierende Gestaltungselemente verbindet und auf ein griechisches Vorbild zurückgeht, ausgestellt im Konservatorenpalast in Rom, nackter Jüngling, auf einem Felsen sitzend und einen Dorn aus seinem Fuß ziehend, auf Marmorsockel, altersgemäß gut erhalten, H 20,5 cm.
Lot-No.: 3666
Limit: 140.00 €
20. Jh., Bronze braun gefasst, Darstellung der sogenannten Krieger von Riace, die 1972 in der Nähe der Marina von Riace in der italienischen Region Calabrien durch einen Taucher gefunden wurden, die Originale stammen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus und befinden sich im Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria, die Originale sind fast zwei Meter hoch, Aktdarstellungen mit Helm und wohl ursprünglich einen Speer haltend, auf Steingusssockel, grünspanig, H der Bronzen je ca. 31 cm, H gesamt je ca. 40,5 cm. Quelle: Arachne Datenbank, ID 1115294.
Lot-No.: 3667
Limit: 300.00 €
20. Jh., Stuck polychrom gefasst, Darstellung der sogenannten Krieger von Riace, die 1972 in der Nähe der Marina von Riace in der italienischen Region Calabrien durch einen Taucher gefunden wurden, die Originale stammen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus und befinden sich im Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria, die Originale sind fast zwei Meter hoch, Aktdarstellungen mit Helm und wohl ursprünglich einen Speer haltend, auf Marmorsockeln, diese mit winzigsten Chips, ein Zeh bestoßen, H der Bronzen je ca. 46 cm, H gesamt je ca. 50 cm. Quelle: Arachne Datenbank, ID 1115294.
Lot-No.: 3668
Limit: 200.00 €
Ende 19. Jh., auf der Plinthe signiert V. Cinqne?, Bronze in Brauntönen patiniert, nach der weltberühmten Marmorskulptur Giovanni de Bolognas, die eine Begebenheit oder Legende aus der Frühgeschichte Roms zeigt, den sogenannten Raub der Sabinerinnen, bei dem junge Frauen aus Sabina durch die Römer geraubt wurden, die wohl in ihrer Stadt nur wenige Frauen hatten, auf gekehlten Marmorsockel montiert, Patina mit Altersspuren, H Bronze 79 cm, H gesamt 85 cm.
Lot-No.: 3669
Limit: 360.00 €
Anfang 20. Jh., verso an der Plinthe signiert Schmidt-Hofer, Bronze dunkel patiniert mit grün-braunen Bereibungen, männlicher Halbakt mit Lendenschurz, eine Kugel auf dem angehobenen, angewinkelten Arm balancierend, auf kleiner quadratischer Plinthe, auf mehrteiligem Marmorsockel, dieser mit kleinen Blessuren, Kugel locker, H Bronze 30,5 cm, H gesamt 40,5 cm. Künstlerinfo: deutscher Bildhauer (1873 Berlin bis 1925 ebenda), studierte in Berlin an der Königlichen Akademie der Künste und an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin, hatte enge Verbindungen zum Hof der Hohenzollern, Mitglied im Reichswirtschaftsverband bildender Künstler, lebte in Paris, später in Berlin, starb in ärmlichen Verhältnissen, fertigte Statuetten von Helden, Sportlern und Kriegern, erlangte bereits vor dem 1. Weltkrieg große Bekanntheit und stellte in fast allen namhaften Galerien in Europa aus. Quelle: Internet.
Lot-No.: 3670
Limit: 300.00 €
um 1920/30, auf der Plinthe signiert G. Jäger, Bronze dunkel patiniert, Aktdarstellung eines jungen athletischen Mannes mit Lendengurt, einen Degen biegend, in Schrittpose auf flacher, oktogonaler Plinthe, auf korrespondierendem Marmorsockel montiert, etwas berieben, H Bronze 29 cm, H gesamt 37 cm. Künstlerinfo: deutscher Bildhauer (1880 Marggrabowa/Ostpreußen bis 1954 Berlin), Studium der Staatswissenschaften in Königsberg und Berlin, kunsthistorische Lehrveranstaltungen besuchte er nebenbei aus privatem Interesse, 1906–1910 autodidaktische Ausbildung als Künstler, in seinem Studienberuf arbeitete er nicht, ab 1908 freischaffend in Berlin tätig, er war hauptsächlich als Bildhauer, gelegentlich jedoch auch als Maler tätig. Quelle: Wikipedia.
Lot-No.: 3671
Limit: 180.00 €
um 1900, auf der Plinthe signiert H. Keck, Bronze nuanciert braun und grün patiniert, dynamische Darstellung eines galoppierenden Pferdes, auf seinem Rücken ein nackter junger Mann als Bogenschütze, auf ansteigender Terrainplinthe, auf hohem Marmorsockel mit von oben gekehlten Ecken, altersgemäß gut erhalten, H Bronze 33 cm, H gesamt 50 cm. Künstlerinfo: deutscher Bildhauer, tätig um 1900, Quelle: Internet.
Lot-No.: 3672
Limit: 650.00 €
Ende 19. Jh., verso Gießerstempel F. Barbedienne, Reliefmarke réduction mécanique, Bronze braun patiniert, unten Sammlungsnummer 90439, Darstellung des Menelaos oder Ajax als Büste, Teil der sogenannten Pasquino-Gruppe nach einem hellenistischen Original aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., das in der Villa Hadriana in Tivoli gefunden wurde und heute in den Vatikanischen Museen ausgestellt wird, auf Postamentplinthe, altersgemäß gut erhalten, H 34,5 cm. Quelle: Arachne Datenbank, Arachne ID 1079468.
Lot-No.: 3673
Limit: 180.00 €
um 1900, signiert R. Nannini, Gießerstempel Bronze A.G. Paris (Arthur Goldscheider), Bronze nuanciert braun patiniert, Darstellung des bekannten deutschen Komponisten, Schriftstellers, Regisseurs und Dirigenten Richard Wagner mit leicht seitlich gewendetem Kopf, den Betrachter interessiert anblickend, altersgemäß gute Erhaltung mit partiell winzigen Bereibungen, H 43 cm. Künstlerinfo: italienischer Bildhauer (1852 Florenz bis 1925 Lastra a Signa), Studium an der Accademia di Belle Arti in Florenz, Tätigkeit in Italien und zeitweise in Paris, wo er um 1900 gemeinsam mit seiner, ebenfalls als Bildhauerin tätigen Schwester in der Künstlerkolonie „Les Fusains“ am Montmartre lebte, Nannini schuf vor allem dekorative Kleinplastiken, Büsten und Statuetten aus Bronze, Marmor sowie chryselephantine Arbeiten (Bronze und Elfenbein), seine Werke stehen stilistisch zwischen spätem Historismus, dem Jugendstil und frühem Art déco und wurden u. a. von Pariser Kunstverlegern und Bronzegießereien wie Les Neveux de Jules Lehmann und Edmond Etling vertrieben. Teilnahme an Ausstellungen, darunter im Salon der Société des Artistes Français in Paris sowie 1897 an der Autumn Exhibition der Walker Art Gallery in Liverpool. Quelle: Musée d’Orsay, Notice d’Artiste - Raphaël Nannini; Alberto Shayo: Statuettes - Art Deco Period. Antique Collectors’ Club, 2016; Mapping the Practice and Profession of Sculpture in Britain and Ireland 1851-1951.
Lot-No.: 3674
Limit: 650.00 €