Rolf Müller-Landau, "Antike Szene"
Männerfigur mit Pferden in abstrahierter südlicher Landschaft, nach den bedrückenden Jahren 1933–45 war das Kriegsende eine Befreiung Müller-Landaus auch in künstlerischer Sicht, von Matisse, Picasso, Braque und Cézanne inspiriert, wandte er sich von einem düsteren Naturalismus zu einer lichten, spielerischen Abstraktion, die dem bereits 1956 verstorbenen Künstler überregionale Anerkennung einbrachte, Farbschnittmonotypie (farbig bemalter Holz- oder Linolschnitt) auf dünnem Reispapier, auf Karton aufgeheftet, um 1954, links unten in Blei betitelt "Antike Szene" und rechts unten handsigniert "Rolf Müller-Landau", rückseitig Münchner Rahmungsstempel, Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 46 x 54 cm. Künstlerinfo: eigentlich Rudolf Hans Christian Müller, dt. Maler und Grafiker (1903 Kia Ying Chow/China bis 1956 Bad Bergzabern), ab 1904 bei Verwandten in Lohr am Main aufgewachsen, ab 1910 mit seinen Eltern Übersiedlung nach Landau in der Pfalz, 1922–29 Studium an der Staatlichen Akademie der Künste Karlsruhe, davon ab 1924 Meisterschüler von Ernst Gustav Würtenberger, seit 1930 freischaffend und Hinzufügung des Namenszusatzes „Landau“, 1945, nach Zerstörung der Wohnung und des Ateliers, Umzug nach Heuchelheim und Gründung der „Pfälzer Sezession“, deren Mitglieder waren unter anderem HAP Grieshaber, Werner Gilles, Gustav Seitz und Hans Purrmann, nach dem 2. Weltkrieg Entwicklung seiner typischen Farbschnittmonotypien, Quellen: Vollmer (Nachtrag), Wikipedia.