Sächsische Künstler

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Willem van Honthorst, attr., "Söhne des Kurfürsten"

Darstellung dreier herrschaftlich gekleideter Knaben mit straußenfedergeschmückten Baretten in der höfischen Mode des 16. Jh. mit ihren Hunden und mit Jagdutensilien, der mittlere im roten Wams trägt einen Jagdfalken auf dem Arm – die Beizjagd symbolisierend, der Knabe im gelben Wams trägt eine Flinte und der dritte, mit Jagdhorn und geschultertem Spieß mit erlegtem Fuchs, steht für die Parforcejagd, links unten ist, verkleinert, eine unbekannte, schwarz gekleidete Frau mit Gebetsbuch und Rosenkranz dargestellt, ihre rechte Hand auf einem Totenkopf ruhend, laut Überlieferung soll es sich hier um die drei Söhne des Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen genannt Friedrich der Großmütige (1503 Torgau bis 1554 Weimar) handeln – also den künftigen Herzögen von Thüringen Johann Friedrich II. dem Mittleren (1529–1595), Johann Wilhelm I. (1530–1573) und schließlich Johann Friedrich III. dem Jüngeren (1538–1565), laut Vorbesitzerinfo soll das Gemälde von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620–1688) in Auftrag gegeben worden sein und von diesem 1655 dem Herzog von Sachsen-Altenburg für den Jagdsaal des Jagdschlosses "Zur fröhlichen Wiederkunft" (welches von Friedrich dem Großmütigen 1548–50 erbaut worden war) in Wolfersdorf bei Stadtroda in Thüringen geschenkt worden sein, hier blieb das Gemälde bis 1951, als es vom letzten Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg (1871–1955) an den Kunstsalon Franke-Leipzig in Baden-Baden verkauft wurde, laut dessen Erklärung verkaufte der Kunstsalon das Gemälde 1960 an "Prof. Then Bergh", fein lasierende barocke, historisierende Genremalerei mit feinst ausgeführten Portraits der drei Knaben und trefflich erfasster Stofflichkeit von Waffen und Kleidung, Öl auf Leinwand, um 1650, unsigniert, rückseitig Nummernetikett "45" und zwei weitere, fragmentarisch erhaltene unleserliche Etiketten, des Weiteren angehängt zwei laminierte Schriftstücke mit alter Erklärung des "Kunstsalon Franke-Leipzig Baden-Baden ..." wohl von 1960 sowie neuzeitlichen Infos zum Gemälde, doubliert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 130 x 170 cm. Künstlerinfo: auch Guglielmo van Honthorst, niederländischer Historien- und Portraitmaler sowie Kopist (1594 oder 1604 Utrecht bis 1666 Utrecht), Sohn und Schüler des Tuchmalers Herman Gerritszoon van Honthorst, Schüler von Abraham Bloemaert (1564–1651) und auch Schüler seines älteren Bruders, des Historien-, Genre- und Portraitmalers sowie Radierers Gerrit (Gerard) van Honthorst (1590 Utrecht bis 1656 Utrecht), arbeitete mit seinem Bruder dessen umfangreichen Aufträge ab und fertigte Kopien, 1637 mit Gerrit Übersiedlung nach Den Haag, 1638 Reise nach England, um Gerrits Werke auszuliefern, 1643 Eheschließung in Den Haag, Ende 1646 nach Berlin berufen und Anfang 1647 für sechs Jahre zum brandenburgischen Hofmaler des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620–1688) ernannt, hier bis September 1664, mit Unterbrechungen (z.B. 1650 in Utrecht), als Hofmaler tätig, schuf hier vor allem Bildnisse des Kurfürsten, seiner Frau und seiner Kinder, anschließend wieder in Utrecht, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Müller-Singer, Seubert, Bernt, Nagler und Internet.

Lot-No.: 3850
Limit: 5600.00 €

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Matthäus Merian, Erstürmung der Pleißenburg Leipzig

Darstellung der Belagerung und Zerstörung Leipzigs, insbesondere der im 13. Jahrhundert errichteten und 1549 durch Hieronymus Lotter zur Festung ertüchtigten Pleißenburg, durch die schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg (1618-48), oben in Schriftkartusche betitelt "Das Veste Schloß Pleißenburg zu Leipzig und wie solches von den Schwedischen zur übergab bezwungen worden Anno 1642", das Blatt zeigt neben der Pleißenburg und deren Zerstörungen eindrucksvoll die Taktik der Angreifer mit der seinerzeitigen Militärtechnik, neben markanten Bauwerken wie der Thomaskirche, dem Rathausturm und dem Turm der Nikolaikirche erscheinen auch heute nicht mehr vorhandene Gebäude wie die 1561-64 errichtete "Eußerste Waßerkunst [Äußerste oder Rote Wasserkunst]" am Pleißemühlgraben, unten ausführliche Legende zur Darstellung und zum seinerzeitigen Geschehen, Kupferstich auf Bütten aus Matthäus Merians des Älteren "Theatrum Europaeum" von 1643, Blatt gering lichtrandig und fleckig, Holzwurmlöchlein, ins Passepartout eingeheftet, ungerahmt, Plattenmaße ca. 28,5 x 17 cm, Blattmaße ca. 34 x 20,5 cm. Künstlerinfo: schweizerischer Kupferstecher, Buchhändler und Verleger (1593 Basel bis 1650 Schwalbach), 1606-09 Schüler des Kupferstechers Dietrich Meyer und des Glasmalers Christof Murer in Zürich, 1610 bei Friedrich Brentel in Straßburg, 1625 Übernahme der Kunsthandlung seines Schwiegervaters Johann Theodor de Bry in Frankfurt am Main, nach seinem Tod führten seine Söhne Matthäus der Jüngere und Caspar sowie später deren Nachkommen den Verlag unter der Bezeichnung ”Merians Erben” bis 1727 weiter und vervollständigten seine Hauptwerke ”Topographia Germaniae” und ”Theatrum Europaeum”, Quelle: Thieme-Becker und Internet.

Lot-No.: 3851
Limit: 90.00 €

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Bildnis Herzog Carl Christian von Sachsen

Halbfigurenbildnis des etwa 40-jährigen albertinischen Prinzen Karl Christian Joseph Ignaz Eugen Franz Xaver von Polen und Sachsen (1733 Dresden bis 1796 Dresden) und 1758–63 Herzog von Kurland und Semgallen im roten mit dunkelgrünen Samtaufschlägen besetzten Justaucorps mit hellblauem Ordensband sowie Orden und Bruststern des polnischen Ordens des Weißen Adlers im Halbprofil, vor dramatisch bewölkter Sommerlandschaft, fein lasierend Malerei in kraftvoll leuchtender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen Fragmente eines Speditionsetiketts, mehrfach, teils von Klebeband verdeckter Stempel "Staatlicher Kunsthandel der DDR – VEH Bildende Kunst und Antiquitäten – Antiquitäten Potsdam – Potsdam, Kleine Gasse 3 ..." und in Tusche, teils unleserlich bezeichnet "Graff – Carl Christian Joseph ... – Sohn [von] August III. von Polen, Herzog von Curland von 1758–1763 – starb 1796", 1774 schuf Anton Graff (1736–1813) ein dem unseren nahezu identisches ovales Kopfbildnis des sächsischen Prinzen Carl Christian von Sachsen in Öl, welches heute in der Alten Nationalgalerie Berlin verwahrt wird, ein weiteres Gemälde unter Verwendung eben jenes Kopfbildnisses Anton Graffs zeigt den sächsischen Prinzen in nahezu identischer Komposition wie unser Gemälde als Halbfigurenbildnis mit der charakteristischen Handhaltung vor dramatischer Landschaft, dieses Gemälde wird Johann Baptist von Lampi dem Älteren (1751–1830) zugeschrieben und wurde zeitweise für ein Portrait von Fürst Stanislaus Poniatowski (1754–1833) gehalten, doubliert, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 82 x 67 cm.

Lot-No.: 3852
Limit: 9000.00 €

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Portrait Kurfürst Friedrich August I.

Halbfigurenbildnis des jungen Wettiners der albertinischen Linie Friedrich August I. (1670–1733), der ab 1694 als Kurfürst "August der Starke" von Sachsen und parallel ab 1697 König August II. von Polen und Großfürst von Litauen in die Geschichte einging, Darstellung Augusts als jungen Mann mit grauer Allongeperücke im Plattenharnisch und hermelinverbrämten und mit goldenen Kronen bestickten, rotsamtenen polnischen Krönungsmantel, einen Marschallstab in der rechten Hand haltend, sein rechter Ellenbogen ruht auf der polnischen Königskrone, neben der auch der polnische Reichsapfel und das Zepter als Insignien der Macht abgebildet sind, im Hintergrund sind Reiter zu erkennen und der vom roten Feuerschein schimmernde Pulverdampf am Himmel scheint auf das Schlachtengeschehen zu Beginn des Großen Nordischen Krieges (1700–1721) hinzudeuten, lasierende barocke Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, ca. 1700, unsigniert, das Gemälde wurde in der Vergangenheit dem sächsischen Portraitmaler David Hoyer (1667 Auerswalde bis 1720 Leipzig) zugeschrieben, doubliert, Altersspuren, im neueren Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 106 x 84 cm.

Lot-No.: 3853
Limit: 6000.00 €

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Paar historische Ansichten von Plauen

Matthäus Merian, detailreiche Gesamtansicht, im unteren Bereich Legende, Kupferstich, um 1650, Darstellungsmaße ca. 18,5 x 50,5 cm und Sebastian Münster, Blick auf Plauen aus der leichten Vogelschau mit prächtigem Wappen im oberen Bereich, kolorierter Holzschnitt, um 1600, auf Trägerpapier kaschiert, mittig übliche Faltlinie, etwas fleckig, Darstellungsmaße ca. 23 x 34,5 cm, je unter Passepartout.

Lot-No.: 3854
Limit: 120.00 €

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Willem Blaeu, Karte Obersachsen mit Lausitz

oberhalb der Darstellung bezeichnet "Saxonia Superior, cum Lusatia et Misnia" (Obersachsen mit der Lausitz und Meißen), Darstellung des Gebiets zwischen Frankfurt/Oder im Norden, Zobten in Schlesien im Osten, Prag im Süden und Jena im Westen, erschien unter anderem 1645 im Atlas Novus, teilkolorierter Kupferstich auf Bütten, rückseitig Text, mittig übliche geglättete Bugfalte, außerhalb der Darstellung minimal fleckig, sonst sehr gut erhalten, unter Passepartout montiert, Darstellungsmaße ca. 39 x 50,5 cm, Blattmaße ca. 48 x 59,5 cm. Künstlerinfo: auch Guilielmus Janssonius Caesius, Guiljelmus Blaeuw, Willem Jansz, Willems Jans Zoon, Guilielmus oder G. Blaeu, niederländischer Kartograf und Verleger (1571 Uitgeest bei Alkmaar bis 1638 Amsterdam), studierte 1594–96 Astronomie und Kartographie bei Tycho Brahe, ab 1603 in Amsterdam tätig, fertigte zunächst Erdgloben, später Land- und Seekarte, 1633 Ernennung zum "Kaartenmaker van de Republiek" und offizieller Kartograph für die Niederländische Ostindien-Kompanie, sein Hauptwerk ist der "Atlas Blaeu (später "Atlas Maior)", welcher von Blaeu zusammen mit seinem Sohn Joan Blaeu herausgegeben wurde, er erschien unter dem Titel „Theatrum orbis terrarum, sive, Atlas novus 1635“ als Satz von zwei Bänden auf Deutsch, Niederländisch, Latein und Französisch, 1645 in vier Bänden, 1662 in 11 Bänden mit Seeatlas, umfasste fast 600 Karten mit insgesamt 3.000 Seiten lateinischem Text, Quelle: AKL und Internet.

Lot-No.: 3855
Limit: 120.00 €

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Homanns Erben, Karte Reussische Reichslande

im oberen linken Bereich Kartusche und hier bezeichnet "Charte der reussischen Reichlande... Homanns Erben 1804...", Darstellung des Gebiets zwischen Crossen im Norden, Zwickau im Osten, Hof im Süden und Saalfeld im Westen, grenzkolorierter Kupferstich auf Bütten, mittig übliche geglättete Bugfalte, im Randbereich minimal gebräunt, Darstellungsmaße ca. 48 x 53,5 cm, Blattmaße ca. 51 x 60 cm. Info Homanns Erben: Johann Baptist Homann (1664 Kambach bis 1724 Nürnberg, dt. Kupferstecher, Verleger und Jesuit) gründete um 1702 den eigenen Verlag "Homännisches Landkarten-Offizin", tätig unter anderem in Wien, Leipzig und Nürnberg, nach seinem Tod am 1. Juli 1724 ging sein Unternehmen auf seinen Sohn Dr. Johann Christoph Homann (1703−1730) über, der seine beiden Geschäftsführer Johann Georg Ebersberger (oder Ebersperger) und Johann Michael Franz zu Erben der Handlung einsetzte, nach seinem Tod 1730 wurde das Unternehmen unter dem Namen „Homannsche Erben“ (frz. Heritiers de Homann, lateinisch Homannianos Heredes) fortgeführt und erlosch erst 1848 mit dem Tod des letzten Besitzers Christoph Franz Fembo, Quelle: Thieme-Becker und Internet.

Lot-No.: 3856
Limit: 150.00 €

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Tobias Konrad Lotter, Karte Vogtland

oben links prächtige vielfigürliche Rokokokartusche und Blick auf Greiz mit Oberem Schloss, Darstellung des Gebiets zwischen Crossen im Norden, Zwickau im Osten, Selbitz im Süden und Leutenberg im Westen, flächenkolorierter Kupferstich auf Bütten, um 1750, unten rechts in der Platte bezeichnet "Georg Friedrich Lotter fil. sculp.", mittig übliche Bugfalte, links unten Tuschefleck in der Darstellung, außerhalb der Darstellung retuschierter Stempel, schöner gratiger Druck, Darstellungsmaße ca. 57 x 49 cm, Blattmaße ca. 70,5 x 54 cm. Künstlerinfo: auch Tobias Conrad Lotter, dt. Landkartenstecher Kartograph und Verleger (1717 Augsburg bis 1777 Augsburg), ab 1740 Schwiegersohn und produktivster Mitarbeiter des Kartographen und Verlegers Matthäus Seutter, 1740–44 schuf er eigenverantwortlich unter Seutter den „Atlas Minor“, nach dem Tode von Seutter (1757) führten sein Sohn Albrecht Karl (1722–1762) und sein Schwiegersohn Lotter sowie G. B. Probst die Firma weiter, 1757/58 wurde Lotter alleiniger Eigentümer des Verlags, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.

Lot-No.: 3857
Limit: 120.00 €

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Robert Bowyer, Parade auf dem Marktplatz in Leipzig

prächtige Darstellung der Parade der siegreichen Koalition der alliierten Streitkräfte Preußens, Russlands, Österreichs und Schwedens auf dem Hauptmarkt vor dem alten Rathaus in Leipzig, nach der Völkerschlacht bei Leipzig am 19. Oktober 1813, die Abbildung verrät nichts von den Schrecken der vom 16.10.–19.10. währenden Schlacht unweit des Marktplatzes vor den Toren der Stadt, handkolorierte Aquatinta-Radierung, unter der Darstellung englisch betitelt "Grand Entry of the Allied Sovereigns into Leipsic [dt.: Große Parade der siegreichen Alliierten in Leipzig]" und Ergänzung "From a Drawing made on the Spot, on the 19. Octr. 1813 [dt.: Nach einer Zeichnung, die am 19. Oktober 1813 vor Ort angefertigt wurde.]", darunter Verlagsangabe und datiert "Published by R. Bowyer, Pall Mall, 1816", die Darstellung entstammt dem mehrbändigen Werk "The Triumphs of Europe in the Campaigns of the Years 1812, 1813, 1814 and An Illustrated Record of Important Events in the Annals of Europe during the Last Four Years; ... [dt.: Die Triumphe Europas in den Feldzügen der Jahre 1812, 1813, 1814 und eine illustrierte Aufzeichnung wichtiger Ereignisse in den Annalen Europas während der letzten vier Jahre; ...]", zur Urheberschaft der unsignierten Bilder ist hier vermerkt "... nach Originalzeichnungen aus der Sammlung Seiner Kaiserlichen Majestät des Kaisers von Russland: und aus anderen authentischen Quellen ...“, Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Darstellung ca. 28 x 52 cm. Künstlerinfo: englischer Verleger, Aquarell- und Miniaturmaler, wohl auch Kupferstecher (1758 Portsmouth bis 1834 Byfleet), zunächst als Kaufmann in Portsmouth und London tätig, Ende der 1770er Jahre wohl Schüler von John Smart, 1788 zum Aquarellmaler Königs Georg III. und zum Miniaturmaler der Königin ernannt, ab Ende der 1790er Jahre als Verleger in London tätig, veröffentlichte unter anderem die "Historische Galerie" mit Kupferstichen nach eigener und fremder Zeichnung sowie 1814–16 das mehrbändige Standardwerk zu den Befreiungskriegen "The Triumphs of Europe in the Campaigns of the Years 1812, 1813, 1814 and An Illustrated Record of Important Events in the Annals of Europe during the Last Four Years [dt.: Die Triumphe Europas in den Feldzügen der Jahre 1812, 1813, 1814 und eine illustrierte Aufzeichnung wichtiger Ereignisse in den Annalen Europas während der letzten vier Jahre]", beschickte 1783–1828 die Ausstellungen der Royal Academy und 1828 die Free Society, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Benezit und Internet.

Lot-No.: 3858
Limit: 150.00 €

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Ernst Fischer, Mädchen am Feldrand

scheuen Blicks zum Betrachter des Gemäldes schauendes kindliches Mädchen mit weißem Wams, rotem Rock und blauer Schürze, auf einem Stein am sommerlichen Wegrand in weiter gebirgiger Landschaft sitzend und aufgesammelte Getreideähren in ihrer Schürze bergend, neben dem Kind prangen neben Grashalmen die blau-violetten Blüten des Wiesen-Storchenschnabels – neben dem dekorativen Aspekt spielt der Künstler auf die Heilkraft der Pflanze und den Aberglauben an, dass die auch "Gratia Dei [Gnade Gottes]“ genannte Pflanze für reichen Kindersegen sorgen soll, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, unten rechts der Mitte signiert und datiert "E. Fischer 1871", Altersspuren, im sehr schön passenden neueren Vergolderrahmen, Falzmaße ca. 75,5 x 59 cm. Künstlerinfo: eigentlich Ernst Georg Fischer, dt. Porzellan-, Portrait- und Genremaler, Kopist, Zeichner, Radierer und Lithograph (1815 Coburg bis 1874 Coburg), Sohn eines Porzellanmalers, Lehre zum Porzellanmaler bei Carl Schmidt, künstlerisch weitergebildet beim coburgischen Hofmaler Friedrich Johann Georg Rauscher, möglicherweise ab 1831 Schüler der Technischen Bildungsanstalt in Dresden, 1834–35 Studium an der Akademie Dresden, schließlich mehrjährige Studienaufenthalte in Paris und Antwerpen, ab 1843 freischaffend in Dresden, in Folge der Märzrevolution 1848 Auswanderung nach Baltimore, hier tätig als Zeichenlehrer, Maler und Kopist, beschickte hier die Ausstellungen der American Art-Union, der Maryland Historical Society, der National Academy of Design und der Washington Art Association, ca. 1855 Rückkehr nach Deutschland und Atelierleiter der Schmidtschen Porzellanmalerei in Bamberg, ab 1857 dauerhaft Rückkehr nach Dresden, beschickte hier unter anderem die Dresdner akademische Kunstausstellung und die Wiener Kunstausstellung, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie und Internet.

Lot-No.: 3859
Limit: 1200.00 €

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Alfred Müller, "Haselbach"

Blick auf den beschaulichen, von Feldern und leichten Hügeln umgebenen Ort in Ostsachsen (nicht eindeutig zuordenbar), mit feinem Pinsel ausgeführtes Aquarell, im unteren rechten Bereich signiert und datiert "Alfred Müller 1866", unter der Darstellung mittig betitelt "Haselbach", im unteren Randbereich kleinere Retuschen, minimal fleckig, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ohne Schrift ca. 15,5 x 22,5 cm.

Lot-No.: 3860
Limit: 90.00 €

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Gustav Friedrich Papperitz, Arkadische Landschaft

nackte Männer und Frauen am Bach, in sommerlicher mediterraner Landschaft mit Tempelruinen, im warmen Abendlicht, 1846 veröffentlichte Papperitz in Dresden ein Mappenwerk "Zwölf Radirungen von G. F. Papperitz, Landschaftsmaler" in dem ein Blatt "Porta del Oriente a Paesto [dt.:Tor zum Osten in Paestum]" enthalten ist, mit großer Wahrscheinlichkeit skizziert Papperitz in vorliegendem Werk im Hintergrund mittig den Poseidontempel und rechts davon den Tempel der Hera in Paestum/Kampanien, nicht zuletzt die Italien- und Griechenlandbegeisterung seines Lehrers Carl Rottmann dürfte den jungen Maler Papperitz 1838-41 verleitet haben, auf Grand Tour nach Italien zu ziehen und für einige Jahre in Rom der vitalen deutschen Künstlergemeinschaft anzugehören, die italienischen Motive dominierten, auch zurückgekehrt nach Deutschland, als Sehnsuchtslandschaften sein künstlerisches Schaffen, dabei ist augenscheinlich, dass es dem Künstler nicht um Details und topographische Genauigkeit, sondern wie im vorliegenden Kabinettstück sichtbar um die Stimmung aus Licht und Mythos der arkadischen Landschaft ging, gering pastose Malerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Karton, Mitte 19. Jh., unsigniert, rückseitig gestempelt "Nachlass G. F. Papperitz - O. Schütz" - 1920 gelangte aus dem Nachlass des Enkels Oskar Schütz in Dresden ein Werkkonvolut zur Versteigerung nach Frankfurt am Main - die meist unsignierten Werke wurden mit dem hier verwendeten Nachlassstempel versehen, geringe Craquelure, winzige Farbplatzer, gerahmt, Falzmaße ca. 18,5 x 27 cm. Künstlerinfo: irrtümlich Gustav Heinrich Pappritz, dt. Landschafts- und Genremaler sowie Radierer (1813 Dresden bis 1861 Dresden), studierte ab 1833 an der Akademie Dresden, hier Schüler von Johan Christian Clausen Dahl, ab 1836 weitergebildet bei Carl Rottmann in München, 1838-41 Studienaufenthalt in Rom, unternahm Studienreisen nach Norwegen und 1851 Aufenthalt in Spanien (unter anderem in der andalusischen Stadt Elche), beschickte Münchner, Wiener und Dresdner Kunstausstellungen, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Heller, Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Friedrich Noack "Deutsches Leben in Rom, 1700 bis 1900", Müller-Singer, Müller-Klunzinger, Seubert und Internet.

Lot-No.: 3861
Limit: 500.00 €

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Gustav Friedrich Papperitz, Ernte in der Campagna

Männer und Frauen bei der Feldarbeit neben der Landstraße, im warmen Abendlicht, nicht zuletzt die Italien- und Griechenlandbegeisterung seines Lehrers Carl Rottmann dürfte den jungen Maler Papperitz 1838–41 verleitet haben, auf Grand Tour nach Italien zu ziehen und für einige Jahre in Rom der vitalen deutschen Künstlergemeinschaft anzugehören, wie seinen Freund Ludwig Richter interessierte Papperitz auch das Leben der einfachen Bauern in der Campagna Romana, die er in vorliegender qualitätvoller Studie festhielt, die italienischen Motive dominierten auch, zurückgekehrt nach Deutschland, als Sehnsuchtslandschaften sein künstlerisches Schaffen, dabei ist augenscheinlich, dass es dem Künstler nicht um Details und topographische Genauigkeit sondern, wie im vorliegenden Kabinettstück sichtbar, um die Stimmung aus Licht und Mythos der arkadischen Landschaft ging, flott erfasste, gering pastose Malerei in warmtoniger Farbigkeit, teils mit unvollendeten in Blei skizzierten Figuren, Öl auf Karton, Mitte 19. Jh., unsigniert, rückseitig unscheinbar gestempelt "Nachlass G. F. Papperitz – O. Schütz" – 1920 gelangte aus dem Nachlass des Enkels Oskar Schütz in Dresden ein Werkskonvolut zur Versteigerung nach Frankfurt am Main – die meist unsignierten Werke wurden mit dem hier verwendeten Nachlassstempel versehen, geringe Craquelure, Kratzer, kleines Holzwurmlöchlein, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 25,5 x 36 cm. Künstlerinfo: irrtümlich Gustav Heinrich Pappritz, dt. Landschafts- und Genremaler sowie Radierer (1813 Dresden bis 1861 Dresden), studierte ab 1833 an der Akademie Dresden, hier Schüler von Johan Christian Clausen Dahl, ab 1836 weitergebildet bei Carl Rottmann in München, 1838–41 Studienaufenthalt in Rom, unternahm Studienreisen nach Norwegen und 1851 Aufenthalt in Spanien (unter anderem in der andalusischen Stadt Elche), beschickte Münchner, Wiener und Dresdner Kunstausstellungen, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Heller, Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Friedrich Noack "Deutsches Leben in Rom, 1700 bis 1900", Müller-Singer, Müller-Klunzinger, Seubert und Internet.

Lot-No.: 3862
Limit: 500.00 €

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Rudolf Scheffler, Konvolut Arbeiten auf Papier

bestehend aus drei Graphitzeichnungen und zwei Aquarellen, vier Arbeiten von Hand signiert "Rudolf Scheffler", datiert zwischen 1909–28, unterschiedliche Erhaltung, je hinter Glas gerahmt, Falzmaße max. 30,5 x 39,5 cm. Künstlerinfo: dt.-amerikanischer Maler und Graphiker (1884 Zwickau bis 1973 Connecticut/USA), Lehre als Lithograph, Studium an der Akademie in Dresden bei Otto Gußmann und Hermann Prell, zahlreiche Studienreisen nach Italien, Frankreich, England und Holland, Quelle: Thieme-Becker.

Lot-No.: 3863
Limit: 120.00 €

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Konvolut historische Ansichten Vogtland

neun Blatt, meist aus "Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen" und "Saxonia", vorhanden sind Rützengrün, Tirpersdorf, Lengenfeld, Obergöltzsch, Oberlauterbach, Rodau, Freiberg (zwei verschiedene Ansichten) und Schloditz, Lithographien, meist mit Tonplatte auf verschiedenen Papieren, Mitte 19. Jh., unterschiedliche Erhaltung, Blattmaße max. ca. 27 x 35,5 cm.

Lot-No.: 3864
Limit: 80.00 €

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Konvolut historische Ansichten Vogtland

zehn Blatt mit der Darstellung von Orts- und Gutsansichten aus der Umgebung von Plauen, meist aus "Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen", vorhanden sind Crieschwitz (Chrieschwitz), Sorga, Reisig, Unterneundorf, Neuensalz, Möschwitz (2 x), Plauen, Elsterberg und Jössnitz, Farblithographien meist über Tonplatte, um 1850, unterschiedliche Erhaltung, Blattmaße max. ca. 26,5 x 37,5 cm, beigegeben ein Textblatt.

Lot-No.: 3865
Limit: 80.00 €

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Konvolut historische Ansichten Vogtland

neun Blatt mit der Orts- und Gutsansichten von Ruppertsgrün, Bergen, Friesen, Elsterberg, Netzschkau, Reuth, Pfaffengrün, Krebes und Schwand, meist aus "Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen", Lithographien, meist mit Tonplatte, um 1850, unterschiedliche Erhaltung, Blattmaße max. ca. 27,5 x 38 cm.

Lot-No.: 3866
Limit: 80.00 €

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Johannes Beutner, "Ernterast" GDK 1941

sommerlich-sonnige Erntelandschaft, mit drei jungen Bäuerinnen am See vor abgeerntetem Feld, nach getaner Arbeit sich zum Bade entkleidend, lasierende Genremalerei mit wenigen pastosen Effekten, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Joh. Beutner [19]40-41", das Gemälde wurde auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 im Haus der Deutschen Kunst München gezeigt und hier von der Reichs-Rundfunk-GmbH erworben, das Gemälde erregte seinerzeit, nicht zuletzt wegen der freizügigen Darstellung der jungen nackten Mädchen, Aufsehen und wurde in der Folge auf Kunstpostkarten und in Publikationen einem breiten Publikum bekannt gemacht, rückseitig auf dem Keilrahmen applizierte originale bronzene Medaille der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 im Haus der Deutschen Kunst München und Rücksendeetikett der Ausstellung an die "Reichsrundfunkgesellschaft", auf dem originalen Rahmen Einlieferungsetikett zu besagter Ausstellung, beigegeben Fotokopie der Hängesituation des Gemäldes auf der GDK, Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 160 x 180 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johannes Theodor Beutner, dt. Maler, Zeichner, Graphiker, Gebrauchsgraphiker, Mosaik- und Sgraffitokünstler und Werkkünstler (1890 Cunnersdorf/Sächsische Schweiz bis 1960 Dresden-Loschwitz), Kindheit in Rochwitz, ab 1903 Privatschüler von Richard Müller in Dresden, 1905-06 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Robert Sterl und Johannes Raphael Wehle, 1907-09 Lehre und bis 1920 Tätigkeit als Chemigraph in Dresden und Leipzig und 1918-20 Leiter einer Kunstdruckanstalt in Leipzig bzw. 1919 in Wien, parallel 1908-10 Radrennamateur, 1915-18 Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, 1920-24 erneut Studium an der Akademie Dresden bei Otto Hettner und Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann, anschließend freischaffend in Dresden, 1930/31 Gastaufenthalt in der Villa Massimo in Rom sowie Aufenthalte in Neapel, Siena, Bologna und Florenz, zeitweise Entwerfer für die Deutschen Werkstätten in Hellerau, ab 1927 Mitglied der Juryfreien Kunstschau Berlin, 1932-34 Mitglied der Dresdner Sezession, ab 1931 Mitglied der Künstlergruppe der "Getreuen Sieben", ab 1936 als "entartet" diffamiert und als Reklamemaler, Werkzeugmacher, Dreher und Reisevertreter tätig, im 2. Weltkrieg als Dreher dienstverpflichtet, ab 1945 Mitglied in der Landeskammer bildender Künstler, Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, tätig in Dresden, während des 2. Weltkriegs zeitweise in Nossen, nach der Zerstörung seiner Dresdner Wohnung im 2. Weltkrieg Umzug nach Loschwitz, Quelle: AKL, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Lang "Malerei und Graphik in der DDR", "Künstler am Dresdner Elbhang", "Neue Sachlichkeit in Dresden", Schülerlisten der Dresdner Akademie und Wikipedia.

Lot-No.: 3867
Limit: 17000.00 €

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Fredo Bley, "Vogtländisches Dorf - Rotschau"

winterliche Ansicht des urwüchsigen vogtländischen Dorfes mit schneebedeckten Wiesen und Bauernhäusern, pastose, expressive Malerei mit breitem Pinselduktus in kraftvoll leuchtender Farbigkeit, Öl auf Hartfaserplatte, links unten handsigniert und datiert "Fredo Bley [19]90", rückseitig vom Künstler betitelt, bezeichnet und signiert "»Vogtländisches Dorf«(Rotschau), originale Ölmalerei 1990, 56,5 x 70 cm, Fredo Bley, Buchwald", weiterhin Rahmungsetikett "Bilder-Geyer Plauen" und undeutlicher Sammlungsstempel "Karl... Nürnberg", sehr schön gerahmt, Falzmaße ca. 56,5 x 70 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943-46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946-48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948-56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957-64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.

Lot-No.: 3868
Limit: 1400.00 €

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Fredo Bley, Konvolut Landschaftsaquarelle

drei frühe Arbeiten mit Landschaftsschilderungen aus dem sächsisch-thüringischen Raum, Tusche und Aquarell auf Papier, jeweils in Blei signiert und datiert "Bley (19)53", geblichen, im ehemaligen Passepartoutausschnitt gebräunt und partielle Verluste an der Papieroberfläche, Blattmaße ca. 30 x 42 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943–46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946–48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948–56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957–64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.

Lot-No.: 3869
Limit: 150.00 €

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Fredo Bley, "Oberscheibe im Erzgebirge"

herbstlich bunt gefärbte Gebirgslandschaft mit Gehöft, pastose Landschaftsmalerei mit breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Sperrholzplatte, links unten ligiert monogrammiert und datiert "FB [19]61", rückseitig verworfene Studie und handschriftliche Annotation des Künstlers "»Oberscheibe« im Erzgeb. Fredo Bley Buchwald i.V.", original schlicht gerahmt, Falzmaße ca. 47,5 x 60 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943–46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946–48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948–56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957–64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.

Lot-No.: 3870
Limit: 390.00 €

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Fredo Bley, "Frühsommer im Vogtland"

Blick auf Felder, Wiesen und Wälder in hügeliger Landschaft unter locker bewölktem Himmel, Landschaftsmalerei in kraftvoller Farbigkeit, unsigniert, auf der Rückseite verworfenes Landschaftsgemälde und hier vom Künstler betitelt "Frühsommer im Vogtland", bezeichnet "Fredo Bley" und datiert "1968", ungerahmt, Maße ca. 54 x 69,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943–46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946–48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948–56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957–64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.

Lot-No.: 3871
Limit: 200.00 €

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Fredo Bley, "Mühle an der Göltzschtalbrücke"

teils von Bäumen verdecktes Backsteingebäude am Ufer der Göltzsch, farbintensive, kraftvolle Malerei mit pastosem Farbauftrag, Öl auf Malpapier und auf Karton kaschiert, links unten signiert "Fredo Bley", auf der Kartonrückwand Kopie der Rückseite "Mühle an der Göltzschtalbrücke (August (19)84) Fredo Bley Buchwald Vogtland", ungerahmt, Maße ca. 45 x 37 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943–46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946–48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948–56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957–64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.

Lot-No.: 3872
Limit: 200.00 €

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Fredo Bley, Vogtländisches Gehöft

einsames Gehöft in der teils von Schnee bedeckten Hügellandschaft des Vogtlands, kraftvolle Landschaftsmalerei mit pastosem Farbauftrag, Öl auf Sperrholztafel, im unteren rechten Bereich signiert "Fredo Bley", auf der Rückseite bezeichnet "Fredo Bley/Buchwald/Vogtland/(Original-Malerei)/1984", sowie Künstlerstempel, ungerahmt, Maße ca. 30,5 x 46,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943–46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946–48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948–56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957–64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.

Lot-No.: 3873
Limit: 200.00 €

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Paul Börner, Das Weinberghaus auf dem Kapellenberg

Blick entlang eines Weges mit Mauern auf die herbstlich-kargen Weinberge mit Hügel, auf das von Heinrich von Maltitz zu Ilkendorf in der Mitte des 16. Jh. im Renaissancestil erbaute Kleinod in Meissen, Öl auf Leinwand, rechts unten datiert und signiert (19)53, partiell pastose Malweise, Rahmen der Zeit, geringe Altersspuren, Falzmaße ca. 42 x 50,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Bildhauer und Medailleur (1888 Meißen bis 1970 Meißen), 1902 bis 1905 Ausbildung zum Porzellanmaler in einer privaten Meißner Manufaktur, gleichzeitig Privatschüler an einer Zeichenschule, von 1905 bis 1909 als Schüler von Richard Müller und Oskar Zwintscher an der Kunstgewerbeschule Dresden und der Dresdner Kunstakademie, später Schüler von Sascha Schneider, Arbeit als Lehrer an einer privaten Zeichenschule in Dresden, von 1909 bis 1910 Italienreise, ab Dezember 1910 Tätigkeit als Maler an der Meissener Porzellanmanufaktur, ab 1912 auch als Modelleur, 1923 bekam er ein Meisteratelier, 1924 Berufung zum Professor durch das Finanzministerium in Sachsen, 1930 bis 1937 Direktor der künstlerischen Abteilungen der Meissener Porzellanmanufaktur, 1937 Berufung zum Professor an der Akademie für Kunstgewerbe in Dresden und 1942 an der Dresdner Kunsthochschule, ab 1945 als freischaffender Künstler in Meißen tätig, Quelle: Wikipedia.

Lot-No.: 3874
Limit: 240.00 €

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