Blick von einer Anhöhe, über üppig blühende Wiese mit Bach, zum Waldrand und weiter zum kleinen Kirchdorf am Fluss, poesievolle, gering pastose Landschaftsmalerei mit lockerem, impressionistischem Pinselduktus und effektvoller Farbigkeit, möglicherweise Kopie, Öl auf Leinwand, um 1930, links unten signiert "A. Balsam kp.", geringe Altersspuren, original in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 65 x 98,5 cm.
Katalog-Nr.: 4250
Limit: 80,00 €
Schafherde mit Schäfer in idyllischem Abendrot, starker pastoser Farbauftrag im impressionistischen Stil, Öl auf Malkarton, rechts unten signiert und datiert 1920, rückseitig betitelt und mit Nr. 93 versehen, in späterer Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 49 x 69 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Zeichner (1883 Drebkau/Spreewald bis 1967 Konstanz), studierte um 1906 an der Akademie Berlin, 1910–14 Weiterbildung an der Akademie Weimar bei Hans Olde und Fritz Mackensen, durch Albin Egger-Lienz angeregt, Hinwendung zur Tiermalerei, 1914–18 als Kriegsfreiwilliger im 1. Weltkrieg, parallel Förderung durch die kaiserliche Familie, ab 1918 in Weimar freischaffend, 1932 Ernennung zum Professor und Verleihung der Großen Ehrenmedaille der Stadt Weimar, 1933–45 Landesleiter der NS-Kunstkammer Thüringen, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands und 1. Vorsitzender des Thüringer Ausstellerverbandes, beschickte 1937–44 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, 1946–66 in Bonn im Museum König tätig, parallel Atelier in Konstanz, Quelle: AKL, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Dressler.
Katalog-Nr.: 4251
Limit: 20,00 €
Reiter auf sommerlichem Weg unter Laubbäumen vorm Dorf, gering pastose Genremalerei in stimmungsvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1900, rechts unten signiert "A. Berg", hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, restauriert, Pendant zur nachfolgenden Position, gerahmt, Falzmaße ca. 56,5 x 37 cm.
Katalog-Nr.: 4252
Limit: 90,00 €
elegant gekleideter Herr mit Pelzmütze und Pfeife sowie älterer Mann mit Zipfelhaube und Zigarillo, Öl auf Holztafel, 1. Hälfte 20. Jh., jeweils signiert "Berger", leichte Erhaltungsmängel, als Pendants gerahmt, Falzmaße ca. 24 x 18 cm.
Katalog-Nr.: 4253
Limit: 180,00 €
charakteristische Motive der nordischen Malerei mit gedrungenen Häusern in vereinfachter Komposition, die Farbpalette verleiht der Darstellung einen ruhigen ländlichen Charakter, stark pastos erfasste Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, rückseitig Klebeetikett handschriftlich bezeichnet Gertrud? Greifswald, Etikett der Münchner Kunstausstellung monogrammiert M.K.A. mit Nummer 362, weiterhin Tintenstempel der Galerie Dausend in Heidelberg, alt restauriert, in späterer Leiste gerahmt, geringe Farbfehlstellen, Falzmaße ca. 37 x 60 cm. Künstlerinfo: eigentlich Gertrud Marie Berger, dt. Landschafts-, Portrait- und Stilllebenmalerin (1870 Bergen auf Rügen bis 1949 Greifswald), künstlerische Ausbildung an der Künstlerinnenschule und der Königlichen Kunstschule in Berlin, Privatschülerin bei Max Uth, Ernst Kolbe und L. Meyer, anschließend in Greifswald tätig, sie fand ihre Motive vor allem in Wieck, Lubmin, auf Usedom und auf Rügen, Quelle: AKL, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4254
Limit: 20,00 €
alter Mönch mit Weinflasche und Weinglas vor großem Holzfass, bei der Begutachtung des Weins, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts oben signiert "B. Blätter", rückseitig auf dem Keilrahmen Bleistiftannotation "Schöninger", Altersspuren, im originalen Stuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 58 x 30,5 cm. Künstlerinfo: dt. Portrait- und Genremaler (geboren 1870 in Berlin-Steglitz), Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4255
Limit: 20,00 €
zwei farbenfroh gekleidete ungarische Matyó-Puppen, farbenfrohe Malerei, Öl auf Leinwand, um 1940, links unten signiert "Boemm Ritta", leichte Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 61 x 51 cm. Künstlerinfo: verehelichte Fehér Kálmánné, ungarische Malerin (1868 Locse [dt. Leutschau] bis 1948 Budapest), Schülerin ihres Vaters, des Malers Theodor Boemm, 1882 Umzug nach Dresden und Schülerin am Konservatorium, parallel Studium an der Dresdner Akademie bei Ermengildo Antonio Donadini, Wilhelm Claudius und Carl Bantzer, Atelierschülerin von Paul Poetsch, 1895–98, mit ungarischen Staatsstipendium, Aufenthalt in Paris und Studium an der Académie Julian bei Jules-Joseph Lefebvre, Robert Fleury, Paul Leroux, Luc Olivier Merson und Raphael Collin, 1898 Rückkehr nach Budapest, hier 1899–1909 Leiterin einer Malschule, Anfang der 1940er Jahre zeitweise in Körösfo/Rumänien tätig, beschickte die Ausstellungen des Sächsischen Kunstvereins in Dresden, den Pariser Salon und Ausstellungen in Budapest, Quelle: Thieme-Becker, AKL und Internet.
Katalog-Nr.: 4256
Limit: 80,00 €
bunt blühende Frühlingslandschaft mit Blick vom Deich der Oste auf idyllisches Dorf mit reetgedeckten Bauernhäusern und Windmühle, stimmungsvolle, gering pastose impressionistische Landschaftsmalerei mit lockerem Pinselduktus, Öl auf Malplatte, um 1920, rechts unten ligiert signiert und ortsbezeichnet "OBraune Wmr. [Weimar]", rückseitig undeutlich in Blei betitelt "Sommertag an der Oste/Marsch" und Fragment eines Werbeetiketts eines Künstlerbedarfs, geringe Altersspuren, in schwarzer Lackleiste mit Goldkante gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 70 cm. Künstlerinfo: dt. Tier- und Landschaftsmaler (1858 Leipzig bis 1945 Weimar), Schüler von Albert Brendel, Vertreter der Weimarer Malerschule, Mitglied in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und im Thüringischen Ausstellungsverein bildender Künstler in Weimar, tätig in Weimar Schützengasse 2, Quellen: Dressler, Todesanzeige von 1945 und Internet.
Katalog-Nr.: 4257
Limit: 390,00 €
niedersächsische Sommerlandschaft mit weitem Blick über Weiden und Gärten, zum Bauernhof unter effektvoll bewölktem Himmel, pastose Landschaftsmalerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand in Zweitverwendung, um 1920, rechts unten ligiert signiert "MBünte", rückseitig auf dem Keilrahmen handschriftliche Annotation "Margarete Bünte – Titel »Landschaft«" weiterhin altes Etikett des Kunstvereins Hannover "K.V.H. 2530", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 69,5 cm. Künstlerinfo: auch Margarethe Bünte, dt. Landschaftsmalerin (tätig erwähnt um 1930 in Dedensen bei Wunstorf/Hannover), beschickte die Ausstellungen des Hannoverschen Kunstvereins, Quelle: Info auf Gemälderückseite und Dressler 1930.
Katalog-Nr.: 4258
Limit: 20,00 €
Rittersporn, Gladiolen, Margeriten und andere Blüten in bauchiger blauer Vase, Öl auf Malplatte, rechts unten signiert und datiert "G. Cairati 1929", geringe Altersspuren, schön hinter Glas gerahmt, Falzmaße ca. 57 x 43,5 cm. Künstlerinfo: nannte sich in Deutschland auch Hieronymus Cairati, italienischer Maler und Architekt (1860 Triest bis 1948 München), studierte 1877–82 am Polytechnikum Mailand, 1883–85 Meisterschüler bei Luigi Conconi, künstlerisch weitestgehend Autodidakt, beeinflusst vom Divisionismus, befreundet mit dem Maler Vittore Grubicy, unternahm Studienreisen durch Italien, 1897 Tod der Ehefrau und Übersiedlung nach München, unterbrochen von regelmäßigen Aufenthalten in Italien, zeitweise in Paris, Ankäufe durch die Kaiserin Elisabeth [Sissi] von Österreich-Ungarn für ihre Villa auf Korfu, ab ca. 1907 königlicher Professor, beschickte unter anderem 1921–32 den Münchner Glaspalast, vertreten auf der Weltausstellung in Brüssel 1910 und auf Ausstellungen in Buenos Aires, Paris, London, Venedig, Genua, Barcelona, Dresden, Berlin und Hamburg, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, Ehrenmitglied der Akademie Mailand und München, Präsident der Dante-Alighieri-Gesellschaft München, 1900 Ehrung mit dem Orden des Ritters der italienischen Krone, in den 1930er Jahren in München zum Ehrenbotschafter für italienische Kultur ernannt, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Commanducci, Bénézit, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Schweers, Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4259
Limit: 120,00 €
Brustbildnis einer jungen Frau mit blauem Schleier, im weißen Kleid, pastose Malerei in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, um 1970, rechts unten signiert "Guy Cambier", im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 61,5 x 46 cm. Künstlerinfo: belgischer Maler (1923 Ukkel bis 2008), künstlerisch Autodidakt, geschult an den Werken von Rembrandt, Corot und Watteau, unternahm Studienreise in die Normandie, beschickte ab 1942 belgische Kunstausstellungen, später Ausstellungen in Nizza, Cannes, Lyon, Genf, Zürich, in den USA und im Salon des Témoins de leur Temps in Paris, nach 1950 in der Gegend um Grasse im französischen Département Alpes-Maritimes an der Côte d’Azur tätig, schuf Portraits der Princess Grace von Monaco, von Winston Churchill, Ingrid Bergman und Edward G. Robinson, Quelle: Bénézit und Internet.
Katalog-Nr.: 4260
Limit: 80,00 €
zwei junge Mädchen, mit Tragekorb auf dem Rücken, spazieren durch einen lichten Birkenwald über eine Brücke, welche über einen ruhig dahinfließenden Fluss führt, lasierende, minimal pastose Malweise, welche gekonnt Flächen ausspart und so mit der Farbigkeit und Struktur des Malgrunds spielt, Öl auf Karton, um 1900, unten rechts signiert "Hugo Charlemont", leichte Altersspuren, breite schwarze Schellackrahmung, Falzmaße ca. 52,5 x 72 cm. Künstlerinfo: auch Hugo de Charlemont, österreichischer Maler, Graphiker und Illustrator (1850 Jamnitz in Mähren [Jemnice] bis 1939 Wien), Sohn des Miniaturmalers Matthias Adolf Charlemont, studierte ab 1873 an der Akademie Wien bei Eduard Peithner Ritter von Lichtenfels, weitergebildet als Schüler seines Bruders Eduard Charlemont und Hans Makart im Atelier Makarts, Radierschüler von William Unger, unternahm Studienreisen nach Holland und lebte zeitweise in Venedig, tätig in Wien, vertreten in den Sammlungen des österreichischen Kaiserhauses und in zahlreichen Sammlungen in Wien, Budapest, Prag, Chicago u. a., beschickte Ausstellungen in Wien, Berlin, München, Düsseldorf, Florenz, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und der Wiener Künstlergenossenschaft, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Wikipedia, Benezit und Internet.
Katalog-Nr.: 4261
Limit: 900,00 €
grasende und ruhende bunt gescheckte Kühe in sommerlicher Atmosphäre, Öl auf Leinwand, monogrammiert "-R x CHR-" sowie am Rahmen aufgeschraubtes Metallschild, auf dem Keilrahmen unleserlicher Rahmungsstempel "Knud ... Kobenhavn", in gekehlter blattvergoldeter Leiste gerahmt, normale Altersspuren, Falzmaße ca. 30 x 40 cm.
Katalog-Nr.: 4262
Limit: 20,00 €
abendlicher Blick über umgeackertes Feld mit Pflug, vorbei an mächtigen Laubbaum, in weite spätsommerliche Landschaft mit aufgestellten Strohpuppen auf abgeerntetem Feld, pastose impressionistische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Wilh. Claudius 1920", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutliche Annotationen, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 76 x 110,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Wilhelm Ludwig Heinrich Claudius, dt. Maler, Zeichner und Illustrator (1854 Hamburg-Altona bis 1942 Dresden), studierte 1871–72 an der Akademie in Dresden und 1875–79 an der Akademie in Berlin bei Karl Gussow, ab 1879 wieder in Dresden ansässig, 1885 Studienaufenthalt bei Carl Bantzer in Niederwalgern in der Schwalm, 1903 zum Professor ernannt, 1909 goldene Medaille auf der Großen Kunstausstellung in München, Mitglied der Künstlerkolonie Goppeln und der Willingshauser Malerkolonie, tätig in Hamburg, Thalheim und Dresden-Strehlen, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4263
Limit: 700,00 €
schwer beladener Wagen mit ungarischem Grauvieh in romantischer Landschaft mit rötlich bewölktem Himmel, Öl auf Leinwand, rechts unten in Rot signiert, Druckstellen und kleine Farbfehlstellen, Alterscraquelé, in partiell weiß gefasstem Rahmen mit durchbrochen gestalteten Eck- und Mittelkartuschen, dieser mit oberflächlichen Fehlstellen, rückseitig auf Keilrahmen gestempelt, Falzmaße ca. 61 x 80 cm. Künstlerinfo: auch Károly, Karl oder Charles Kotász, ungarischer Maler, Ornamentzeichner und Holzschneider (1872 Budapest bis 1941 Rákoskeresztúr bei Budapest), studierte 1894–99 an der Kunstgewerbeschule Budapest bei Gusztáv Morelli, anschließend Ornamentzeichner in einem Baubüro, 1900–03 Studium an der Akademie München bei Gabriel von Hackl und Otto Seitz, ab 1903 Studienaufenthalt in Paris und ein Jahr Schüler bei Jean Paul Laurens, unternahm Studienreisen nach Italien, Deutschland und Belgien, beschickte ab 1904 die Budapester Kunstausstellungen, ab 1906 Kunsterzieher und Schulleiter in Budapest, 1911 krankheitsbedingter Rückzug ins eigene Haus nach Rákoskeresztúr, beschickte Ausstellungen in Berlin, München, Prag, Amsterdam, Oslo, Bratislava, Wien, Mailand, Florenz und Rom sowie die Pariser Salons der Société des Artistes Francais und den Salon d´Hiver, tätig in Rákoskeresztúr bei Budapest, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie und Internet.
Katalog-Nr.: 4264
Limit: 120,00 €
herbstliche Stadtansicht mit Blick über einen Fluss, zu altehrwürdigen Häusern hinter einer Stadtmauer, von imposantem Kirchengebäude überragt, gering pastose, studienhaft-flott, unter Einbeziehung unbemalter Stellen des Malgrunds, festgehaltene Vedutenmalerei mit breitem Pinselduktus in gedeckter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1915, rechts unten signiert "G. Decker", rückseitig auf dem Keilrahmen fragmentarisch erhaltenes Etikett "Große Berliner Kunstausstellung 191? ...", Altersspuren, sehr schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 50,5 x 67 cm. Künstlerinfo: dt. Architekt, Bauingenieur und Maler (geboren wohl 1881 bis nach 1930), beschickte 1914–16 die Große Berliner Kunstausstellung mit Architekturmalerei, tätig in Aachen, 1925–30 erwähnt als Freund von Carl Grossberg (1894 Elberfeld bis 1940 in der Nähe von Laon), mit dem er 1925 nach Amsterdam und Zandvoort reist, um 1927 in Köln tätig erwähnt, Quelle: Kataloge der "Großen Berliner Kunstausstellung" und Internet.
Katalog-Nr.: 4265
Limit: 180,00 €
fünf das Bild nahezu komplett ausfüllende Sonnenblumen, in expressionistischer pastoser Malweise, durch ihre Anordnung und das ausschweifende Blattwerk dynamisch wirkende, großformatige Blumenmalerei, Öl auf Leinwand, 1947, unten links signiert und datiert "Fritz Dehn 1947", leichte Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 98 x 94 cm. Künstlerinfo: dt.-polnischer Künstler (1906 Nipperwiese/Pommern bis 1979 Appeln), geboren im heutigen Ognica, 1931–32 Kunstgewerbeschule Stettin, 1936 Heirat mit der Künstlerin Maria Dehn-Misselhorn, 1939 Eintritt in den Pommerschen Künstlerbund, ab 1945 freischaffend tätig, 1947 Staatliche Kunsthochschule Bremen. Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4266
Limit: 480,00 €
herrschaftliches Arrangement aus Blumensträußen neben Früchteschalen, und lose auf der Tischplatte verteiltem Obst, Deckelpokal mit Rotwein und Porzellanfigur eines Geigers in barocker Tracht, fein lasierende, nahezu sachliche Stilllebenmalerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "F. X. Diblik 1934", Erhaltungsmängel, im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 63,5 x 97 cm. Künstlerinfo: korrekt František Xaver Diblík, auch Francis Xavier oder Franz Xaver Diblik, tschechischer Maler, Grafiker und Legionär (1887 Nalžovice bei Sedlčany bis 1955 Prag), Studium an der Akademie der bildenden Künste in Prag, zunächst bei Vlaho Bukovac, anschließend Meisterschüler bei Hanuš [Hans] Schwaiger, 1913–14 mit Stipendium Studienreise nach Rom, im 1. Weltkrieg Kriegsdienst zunächst als Soldat der österreichisch-ungarische Armee in Italien, 1917 Kriegsgefangenschaft, ab 1918 Kriegsfreiwilliger für die tschechoslowakischen Legionen in Italien, 1919 Beförderung zum Leutnant, während seines Aufenthalts in Italien entwarf er die Regimentsbanner der tschechoslowakischen Legionen in Italien und verfasste zahlreiche Ansprachen an den italienischen Hochadel, Ende 1919 Rückkehr nach Prag, 1925–43 Mitglied des Verbandes bildender Künstler und Mitglied des Verbandes tschechoslowakischer bildender Künstler, beschickte Ausstellungen in Prag und anderen Städten, tätig in Prag-Vršovice, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Toman, Info Nationalgalerie Prag und Internet.
Katalog-Nr.: 4267
Limit: 1000,00 €
zwei zechende und musizierende Herren, selig in einem Weinkeller sitzend, fein mit spitzem Pinsel erfasste Genremalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, um 1970, rückseitig Stempel Nürnberger Rahmenkunst, in brauner Münchner Leiste mit goldener Innenkante gerahmt, Rahmen gering beschabt, sonst guter altersgemäßer Zustand, Falzmaße ca. 79 x 68 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1918 Heinsberg bis 1978 Jülich), Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4268
Limit: 20,00 €
Darstellung der 1905 für die Hamburger Reederei Laeisz gebaute Viermastbark unter vollen Segeln auf stark bewegter See, gering pastose Malerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1960, links unten betitelt und signiert "»Pamir« S. Didszus", Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 70 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Marinemaler (1912 bis 1979), schuf vor allem Schiffsbilder, aber auch Landschaften vom Walchensee, Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4269
Limit: 80,00 €
sommerlicher Garten mit Haus hinter Bäumen, im flirrenden Sonnenlicht, das Motiv taucht wiederholt im Werk Diriks auf – so betitelt er eine ähnliche Komposition mit "Fra Drøbak [dt.: aus Drøbak]" – in beiden Werken wird noch der Einfluss Monets sichtbar, staffierte er doch in beiden Gemälden Damen mit auffallenden Sonnenschirmen neben dem hinter dichten Astwerk nur zu vermutenden rot bedachten Häuschen, den Ort Drøbak entdeckte der Künstler in den 1880er Jahren für sich und kaufte hier eine ehemalige Fischerhütte, die "Klausehytta", welche ihm und später seiner Familie als Sommerdomizil und letztendlich als Wohnhaus diente, wenngleich Diriks einen Großteil seiner Bekanntheit Paris verdankte, so behauptete er stets "... , es gäbe nur zwei Städte auf der Welt, in denen es sich lohne zu leben, nämlich Drøbak und Paris. ... [Quelle: Sverre Christophersen]", pastose, impressionistische Malerei mit charaktervollem Pinselduktus, das Gemälde steht am Beginn der "späten französischen Phase", die seine erfolgreichste werden sollte, kraftvolle ungestüme Pinselhiebe formen aus Farbe, Licht und Schatten eine lichtdurchflutete Sommerlandschaft, gerade diese Art der Malerei brachte Diriks den Beifall der zeitgenössischen französischen Kunstkritik, die den Künstler – nicht zuletzt wegen seiner robusten wie beeindruckenden Erscheinung und seiner ungestümen kraftvollen Art als "Wikinger auf dem Montparnasse" wahrnahm, wie sein Cousin Edvard Munch fühlte sich Diriks der avantgardistischen Künstlerboheme verbunden und lebte konsequent, mitunter unter prekären wirtschaftlichen Verhältnissen, für seine Malerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert "Diriks", rückseitig auf dem Keilrahmen alte, teils unleserliche Annotationen "Dröbak [Drøbak] ... 1899", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 80 x 125 cm. Künstlerinfo: eigentlich Karl Edvard Diriks, norwegischer Maler (1855 Christiania (heute Oslo) bis 1930 Horten), bedeutender Vertreter des skandinavischen Impressionismus, aufgewachsen in Diriksløkken in Uranienborg, Schulfreund von Erik Werenskiold, 1872 Abitur, 1873–74 Kadett der Militärakademie in Oslo-Linderud, diente ab 1874 als unbezahlter Leutnant, im Frühjahr 1874 Praktikum im Architekturbüro von Paul Due in Christiania, anschließend kurzzeitig Architekturstudium in Stuttgart, 1874–75 Architekturstudium am Polytechnikum [Technischen Hochschule] in Karlsruhe, parallel Schüler der badischen Kunstschule beim norwegischen Landschaftsmaler Hans Gude, hier Bekanntschaft mit Christian Krohg, Hans Gude, Frits Thaulow und Max Klinger, 1875 ging er mit Klinger und Krogh nach Berlin, Diriks studierte dort an der Bauakademie Architektur und wechselte ab 1877, unter dem Einfluss der Freunde, von der Bauakademie zur Kunstakademie und Malerei, 1878–79 zeitweilig Schüler von Theodor Hagen an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar, im Herbst 1879 Rückkehr nach Christiania in Norwegen, beschickte ab 1879 Ausstellungen in Christiania wie die Kunstausstellungen Norwegens (Statens årlige Kunstutstilling), Berlins und den Münchner Glaspalast, 1882–83 Studienreisen nach Paris und in die Bretagne, hier Bekanntschaft mit dem Impressionismus, vor allem Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet und Alfred Sisley inspirierten ihn, trotz allem entwickelte er seinen ganz eigenen Stil, anschließend wechselnde Aufenthalte in Norwegen und Frankreich, 1892 Eheschließung mit der schwedischen Malerin, Glasmalerin, Kunstgewerblerin und Bildhauerin Anna Diriks (1870–1932) und Übersiedlung nach Drøbak am Oslofjord, ab 1895 Studienreisen durch Europa (Spanien, Deutschland, Italien), 1899–1921 mit seiner Frau Aufenthalt in Frankreich und feste Einbindung in das internationale Avantgarde-Milieu von Montparnasse, das Paar verkehrte freundschaftlich mit Auguste Rodin, Antoine Bourdelle, Paul Fort, Gustave Kahn, Emile Verhaeren, Leblond Merri und Stuart Merri, der französische Bildhauer Antoine Bourdelle meinte 1920, dass Diriks Kunst französisch sei und nannte ihn den "norwegischen Franzosen", Diriks beteiligte sich an Ausstellungen des Pariser Salons, der Galerie Vollard, des Salon d’Automne, des Salon de Champs de Mars, des Salon des peintres de Paris moderne, des Salon des Tuileries und des Salon des Indépendants, darüber hinaus vertreten 1893 auf der Weltausstellung in Chicago, 1900 auf der Weltausstellung in Paris und 1915 auf der Panama-Pacific International Exposition in San Francisco, 1903 Mitbegründer und Mitglied der Société des peintres du Paris moderne, 1906 Mitglied des Salon d'Automne, ab Frühjahr 1921 wieder in Drøbak, 1907 Ernennung zum Ritter und 1920 zum Offizier der französischen Ehrenlegion, 1920 Ernennung zum Ritter Erster Klasse des norwegischen St.-Olav-Ordens, ab 1927 bezog der Künstler ein staatliches Künstlergehalt, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Joseph, Niederländisches Künstlerlexikon, Schurr und Internet.
Katalog-Nr.: 4270
Limit: 480,00 €
kleiner See mit Kahn in hügeliger, nur vom Mond spärlich beleuchteter Landschaft, unter dramatisch beleuchteten Wolken, leicht pastose Malerei in gedeckter Farbigkeit, Öl auf starkem Karton, Mitte 20. Jh., auf der Rückseite zweifach Stempel "Nachlass Fritz Discher", geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 35,5 x 50 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1880 Landsberg an der Warthe bis 1983 Kochel am See), ab 1906 Studium an der Königlichen Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg bei Anton von Werner, Maximilian Schaefer und Ernst Hancke, seit 1909 Fachlehrer am Städtischen Gewerbesaal Berlin, ab 1924 freischaffend, Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1910, 1911 und 1921, Quelle: Vollmer, AKL und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4271
Limit: 240,00 €
Männer und Frauen in der Oase am Brunnen beim Wasserschöpfen, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Karton, rechts unten undeutlich signiert, datiert und ortsbezeichnet "Giessen 1916? R. Drouart", rückseitig auf dem Rahmen neuzeitliche Annotation "Raphael Drouart 1894–1972, 1916 Kriegsgefangenenlager Gießen", minimale Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 37,5 x 47,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Maurice Raphaël (Raphael) Drouart, frz. Graphiker, Maler, Plastiker und Illustrator (1884 Choisy-le-Roi/Val-de-Marne bis 1972 Nogent-sur-Marne), ab 1903 Studium an der École des Beaux-Arts in Paris bei Fernand Cormon, beschickte ab 1909 den Salon der Société Nationale des Beaux-Arts in Paris, unternahm 1910 eine Studienreise nach Italien, Deutschland und den Niederlanden, anschließend Schüler der Académie Ranson beim Symbolisten und Mitbegründer der Künstlergruppe "Les Nabis" Maurice Denis, 1912–13 Mitarbeiter von Maurice Denis bei der Bemalung der Decke des Théâtre des Champs-Élysées, ab ca. 1914 vor allem als Graphiker tätig, als Freiwilliger Teilnahme am 1. Weltkrieg in der Argonne, geriet hier 1915 in Kriegsgefangenschaft und bis 1918 Internierung im Kriegsgefangenenlager Gießen, ab 1918 vor allem als Radierer, Kupferstecher, Lithograph und Mezzotintokünstler in Paris tätig, Mitglied der Société de la gravure sur bois originale, beschickte ab 1919 den Pariser Salon, in den 1920er Jahren Mitglied der Künstlergruppe "L’Evolution", 1938 Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion, ab 1940 auf der Île de Ré in Les Portes-en-Ré ansässig, ab 1965 im Künstlerheim in Nogent-sur-Marne, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Info des Musée Ernest Cognacq Saint-Martin-de-Ré und Internet.
Katalog-Nr.: 4272
Limit: 280,00 €
rotbackige Äpfel und blaue Hauspflaumen neben Netz im Korb, fein mit spitzem Pinsel festgehaltene Stilllebenmalerei, Öl auf Leinwand und Karton, links unten signiert und datiert "Otto Eberle 1919", geringe Altersspuren, in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 14,5 x 20 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Freskant, Mosaikkünstler, Graphiker, Illustrator, Plastiker und Innenraumgestalter (1909 Schwäbisch Gmünd bis 1981 Schwäbisch Gmünd), zunächst Lehre als Porzellan- und Glasmaler in der Silberwarenfabrik Gebrüder Deyhle, Schüler an der Kunstgewerbeschule und später an der Staatlichen Höheren Fachschule in Gmünd, anschließend als Stubenmaler und Graphiker in Schwäbisch Gmünd tätig, 1930 erste Aquarellausstellung, 1937 Gründung eines eigenen Ateliers für Gebrauchsgraphik, 1944-1945 Kriegsdienst im 2. Weltkrieg, bis 1946 Kriegsgefangenschaft in Südfrankreich, wo er künstlerisch tätig ist und unter anderem die Lagerkapelle in Montpellier künstlerisch ausgestaltet, 1946 Rückkehr nach Schwäbisch Gmünd und freischaffend als Maler, Dekorations- und Schriftenmaler sowie Graphiker, insbesondere umfangreiche Tätigkeit als Kirchenmaler und -gestalter, parallel 1947-72 Zeichen- und Kunsterziehungslehrer an der Gewerbeschule, am Pädagogischen Institut sowie an der Kaufmännischen Berufsschule Gmünd, Mitarbeiter des Schwaben-Verlages, Mitglied im Bund Deutscher Graphiker, in der Gesellschaft für Christliche Kunst München, im Württembergischen Kunstverein und im Kunstverein der Diözese Rottenburg, tätig in Schwäbisch Gmünd, Quelle: Vollmer, Kürschners Graphikerhandbuch, Info Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, Nagel "Schwäbisches Künstlerlexikon", Kürschners Graphikerhandbuch und Internet.
Katalog-Nr.: 4273
Limit: 20,00 €
Blick auf die malerische Insel mit Klippen und Felsen am hellblauen Meer, im Hintergrund ein kleines Städtchen, Öl auf Malkarton, um 1900, flott mit breitem Pinselduktus erfasste Landschaftsmalerei, unsigniert, rückseitig Nachlassstempel, Klebeetikett „AS Schutzmarke Münchner Malpappe“ sowie Bezeichnung in Graphit, in blattvergoldeter Leiste gerahmt, Bild reinigungsbedürftig, Rahmen restaurierungsbedürftig, Falzmaße ca. 24 x 37 cm. Künstlerinfo: eigentlich Heinrich Eduard Moritz Erdmann, dt. Maler und Radierer (1845 Arneburg bei Stendal bis 1919 Pasing bei München), studierte an der Berliner Akademie, parallel Privatschüler des Marine- und Landschaftsmalers Hermann Eschke, unternahm Studienreisen nach Thüringen, dem Harz, Schleswig, Bayern, Sylt, Holland, Schweden, Spanien, den Orient und mehrfach nach Italien, Vertreter der Münchner Schule, beschickte 1870–92 die Ausstellungen der Berliner Akademie, 1893–1912 die Große Berliner Kunstausstellung und ab 1900 mehrfach den Münchner Glaspalast, zunächst tätig in Berlin, 1889 zeitweise bei Berchtesgaden, längere Aufenthalte in Rom, schließlich ab ca. 1895 in Pasing bei München ansässig, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4274
Limit: 120,00 €