erlegter Hase und Eichelhäher am Baumstamm, vor weiter herbstlicher Abendlandschaft, fein lasierende, naturalistische Tiermalerei mit wenig pastosen Effekten in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "C. Ant. Clevenbergh P. [Pinxit] 1832", rückseitig auf Leinwand und Keilrahmen undeutliche Annotationen, auf dem Keilrahmen altes Etikett mit unleserlicher Annotation und Stempel, Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 85,5 x 70,5 cm. Künstlerinfo: belgischer Stilllebenmaler (1791 Löwen [Leuven] bis 1861 Löwen), Enkel des Dekorationsmalers Pieter Clevenbergh sowie Sohn und Schüler des Malers Antoine Clevenbergh (1755 Löwen bis 1810 Löwen), weitergebildet bei François Xavier Joseph Jacquin (1756–1826), 1817 Ehrung mit dem ersten Preis in Naturmalerei der Königlichen Akademie der Schönen Künste Löwen, beschickte ab 1821 den Brüsseler und ab 1822 den Antwerpener Salon, ferner den Genter Salon, tätig in Löwen, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Busse, arto "Biografisch Wordenboek der belgische Kunstenaars van 1830 tot 1970" und Internet.
Katalog-Nr.: 4150
Limit: 1200,00 €
mediterrane Straßenszene mit Häusern am Golf von Neapel und Blick auf den rauchenden Vesuv, 1873 weilte der Künstler auf Capri, in diesem Zusammenhang dürfte auch die vorliegende, gering pastose, studienhafte Malerei in zurückhaltender Farbigkeit entstanden sein, Öl auf Karton, später auf Hartfaserplatte aufgezogen, wohl 1873, links unten signiert "H. Corrodi", rückseitig bezeichnet "Hermann Corrodi 1844–1905 Roma", geringe Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 29 x 44 cm. Künstlerinfo: eigentlich Hermann David Salomon Corrodi auch Korrodi, Koradi, italienischer Maler, Orientalist, Radierer und Kunstlehrer schweizerischer Abstammung (1844 Frascati/Latium bis 1905 Rom), Sohn und Schüler des Schweizer Malers und Zeichners Salomon Corrodi, studierte ab 1860 zusammen mit seinem Bruder Arnold Corrodi unter anderem bei Alexandre Calame und Alfred van Muyden in Genf, parallel Studienreisen durch Europa, ab 1866 Studium an der Accademia di San Luca in Rom, an der auch sein Vater lehrte, hier Schüler von August Weckesser und Heinrich Franz-Dreber, wohl auch Schüler von Eduardo Rosales y Gallinas, zeitweise beeinflusst von Marià Fortuny, 1868 Studienaufenthalt in Venedig, 1872 Aufenthalt in München, hier beeinflusst von der symbolistischen Malerei Arnold Böcklins, ab 1872 ein Jahr künstlerisch weitergebildet in Paris und Bekanntschaft mit Jean-Louis Gérôme und Ernest Meissonier, von Paris aus Reise nach London, wo er bei Lawrence Alma-Tadema wohnt und Bekanntschaft mit John Everett Millais und Frederic Leighton macht, 1873 auf Capri und in Wien, 1874 Tod des Bruders und zeitweise Aufgabe der Malerei, später sommerliche Aufenthalte in Baden-Baden bzw. Bad Homburg, wo er Kontakte zum europäischen Hochadel wie die Hohenzollern und das britische Königshaus knüpft, im Winter in Rom, unternahm Studienreisen durch Italien, in den nahen Osten (Syrien, Ägypten, Zypern, Palästina und Konstantinopel in der Türkei) und bereiste die Länder des Mittelmeerraumes (Montenegro, Korsika), in den 1880er Jahren Mitglied und Berufung als Professor an die Accademia di San Luca in Rom und ab 1893 deren Ehrenmitglied, ab 1895 Vorstandsmitglied der Società Amatori e Cultori, beschickte die schweizerischen Turnus-Ausstellungen, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Historisches Lexikon der Schweiz, Sikart, Brun, Müller-Singer, Boetticher und Internet.
Katalog-Nr.: 4151
Limit: 450,00 €
zwischen einer Häuserreihe und einem Kanal verlaufende Straße mit Pferdekutschen und Passanten, getaucht ist die Szenerie in das Licht des zur Neige gehenden Tages, mit lockerem Pinselstrich ausgeführte Malerei in gedeckter Farbigkeit mit gekonnt gesetzten Akzenten, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "Franz Courtens (18)95", auf der Rückseite bezeichnet ""Matiná Leyden"/peint pur moi/Franz Courtens/Leyden 29. Mai (18)95", auf Keilrahmen altes Ausstellungsetikett, farbschwundrissig, Erhaltungsmängel, mehrere Retuschen/Übermalungen, ungerahmt, Maße ca. 60 x 90 cm. Künstlerinfo: belgischer Landschaftsmaler und Pädagoge (1854 Dendermonde bis 1943 Saint-Josse-ten-Noode), Studium an der Kunstakademie in Dendermonde, 1873 Aufenthalt in Antwerpen, ab 1874 in Brüssel ansässig, 1889 Verleihung des Grand Prix auf der Weltausstellung in Paris, 1903 Verleihung des Professorentitels, 1922 durch König Albert I. Ernennung zum Baron, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4152
Limit: 300,00 €
idyllische Szene mit seerosenbewachsenem Teich, über den eine kleine Brücke hinein in dichten Baumbewuchs führt, fein pastose Malerei, Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert, um 1900, unten rechts signiert "M. Dücker", Altersspuren, verzierter Rahmen, Falzmaße ca. 30,5 x 21 cm. Künstlerinfo: eigentlich Marie Mathilde Dücker, deutsch-baltische Malerin und Kunstlehrerin (1847 Arensburg [Kuressaare] auf Ösel [Saaremaa] Gouvernement Livland bis 1947 Hösel), Schwester und Schülerin von Eugéne Gustav Dücker (1841–1916), erste künstlerische Ausbildung in ihrer Heimatstadt Kuressaare bei Friedrich Sigismund Stern, tätig in Pernau [Pärnu] in Estland, malt insbesondere Stillleben und Blumenstücke, aber auch Landschaften, 1901 und 1911 Teilnahme an Ausstellungen in Pernau, auch vertreten auf Ausstellungen in der lettischen Hauptstadt Riga [Rīga], in den 1920er Jahren Umzug nach Ratingen-Hösel bei Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Döring-Neumann "Lexikon Baltischer Künstler", Baltisches Biographisches Lexikon, Hagen und Internet.
Katalog-Nr.: 4153
Limit: 140,00 €
geschäftiges Markttreiben, zentral drei Marktfrauen, die mittlere mit einer Laterne, welche ihren Oberkörper gekonnt beleuchtet, zu ihren Füßen Gemüse und Körbe, im Hintergrund weitere Händler, Pferde sowie Gebäude, die dem Abend zugehende Szene vermittelt eindrücklich das vielschichtige Geschehen auf dem Markt, die sitzende Marktfrau sowie die Pferde wirken schon erschöpft vom Tagwerk, das zentrale Licht hingegen scheint Erleichterung zu bringen, lasierende Malweise mit gelungenen pastosen Akzenten, Öl auf Holz, spätes 19. Jh., unten rechts signiert "Louis Ebner", rückseitig undeutliche Annotationen, Retuschen, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 35,5 cm. Künstlerinfo: auch Lajos Deak-Ebner bzw. Ludwig Ebner, ungarischer Genremaler (1850 Budapest bis 1934 Budapest), ab 1868 Studium in München, 1873 tätig in Paris und seit 1874 in Szolnok, dort Freundschaft mit August von Pettenkofen, 1883 Ráth-Preis in Budapest, 1885 Goldmedaille in Antwerpen, 1886 Ipolyi-Preis, 1887 Leiter der staatlichen Künstlerinnen-Schule in Budapest, 1890–95 Anfertigung der Fassadenfriese der Kunsthalle Budapest.
Katalog-Nr.: 4154
Limit: 700,00 €
Fischerfamilie in abendlicher Sommerlandschaft beim Angeln, dekorative, von Neorokokoelementen umrahmte Gobelinmalerei des Historismus, Öl auf grober ungrundierter Leinwand, vom Keilrahmen gelöst und gerollt, um 1880, unten undeutlich signiert "G. Fleischmann" oder "S. Fleischmann", Erhaltungsmängel, ungerahmt, alter Rahmen in Teilen beigegeben, Darstellungsmaße ca. 175 x 159 cm.
Katalog-Nr.: 4155
Limit: 120,00 €
Brustbildnis eines älteren grauhaarigen Mannes mit üppigem Bart, im Inverness-Mantel mit mehrfacher Pelerine, lasierende, partiell gering pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten signiert "B. Froriep", rückseitig altes Nummernetikett "1440", diverse Annotationen und unleserlicher Stempel auf der Leinwand, Altersspuren, im originalen Florentiner Rahmen (Erhaltungsmängel) gefasst, Falzmaße ca. 65 x 53 cm. Künstlerinfo: dt. Portrait- und Genremalerin (1833 Berlin bis 1920 Weimar), erster Zeichenunterricht bei Adolf von Menzel und Eduard Magnus in Berlin, ab 1846 in Weimar, hier später Schülerin von Friedrich Martersteig und Ferdinand Pauwels, unternahm 1881–82 eine Studienreise nach Holland und 1893 nach Italien, beschickte ab 1870 die Ausstellungen des Thüringer Ausstellungsvereins bildender Künstler in Jena sowie Ausstellungen in Leipzig, Kassel, Stuttgart, Magdeburg, Berlin, Dresden und in der Schweiz, als Urenkelin des Weimarer Handelsunternehmers und Verlegers Friedrich Justin Bertuch (1747–1822) verwaltete sie den umfangreichen Familiennachlass und wohnte im Weimarer "Bertuchhaus", Mitglied im Deutschen Kunstverein, in der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft, im Berliner Kunstverein und 1873–1921 [sic.] Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen, dessen Ausstellungen sie 1873–1901 beschickte, Ehrung mit der Großherzoglich Sachsen-Weimar-Eisenachschen Medaille für Kunst und Wissenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Gabriele Oswald "Bertha Froriep (1833–1920): Künstlerin aus Weimars "Silbernem Zeitalter" und Hüterin des Bertuchhauses", "Käthe, Paula und der ganze Rest", Müller-Singer, Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4156
Limit: 800,00 €
Blick ins dämmrige Interieur der imposanten, mit prächtigen Mosaiken geschmückten Basilika St. Markus [Basilica di San Marco] in Venedig, welche ab 829 als byzantinische Kirche errichtet wurde, im vorliegenden Gemälde blickt der Betrachter des Motivs aus Richtung des Haupteingangs, von der erhöht liegenden Musikerempore, vorbei an Chorherren, Dirigent, Musikern und Ministranten, in das nur spärlich erleuchtete und von mehreren Kuppeln bekrönte Kirchenschiff bis hin zur Apsis mit dem Altar, das Gemälde diente als Vorlage für eine Xylographie von Richard Bong (1853–1935), fein mit spitzem Pinsel miniaturhaft, gering pastos festgehaltene Malerei, das Gemälde besticht durch seine überragende Detailgenauigkeit, so sind die Mosaiken und auch die in der Kirche angebrachten Schriftzüge gut erkennbar authentisch wiedergegeben, die Feinheiten der Kleidung der Musizierenden wie die Spitze der Chorhemden der Knaben ist feinst erfasst und das spätmittelalterliche Antiphonar auf kunstfertig gearbeitetem Ständer erscheint so naturgetreu, dass man glaubt, die Noten und Schrift lesen zu können, Öl auf Malplatte, rechts unten ligiert signiert und datiert "JGallegos 1890", rückseitig alte fragmentarisch erhaltene Etiketten wie "Arthur Tooth & Sons – Dealers in Works of Art 5. & 6. Haymarket Opposite Her Majesty´s Theater London – Established 1842 [Arthur Tooth & Söhne – Kunsthändler, Haymarket 5 & 6 – gegenüber dem Theater Ihrer Majestät –- London – Gegründet 1842]" weiterhin Etikett "Charles Roberson & Co. Artist´s Colour-Makers Manufacturers of Water & Oil Colo[urs] Materials for Drawing & Painting [& c.] 99, Long Arce, London [Charles Roberson & Co. – Hersteller von Künstlerfarben – Aquarell- und Ölfarben –, Zeichen- und Malbedarf usw. – 99 Long Acre, London]", auf dem Rahmen nochmals leicht variierendes Etikett von Arthur Tooth & Sons, hinter Glas im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca.60 x 91,5 cm. Künstlerinfo: spanischer Genremaler, Bildhauer und Architekt (1859 Jerez de la Frontera bis 1917 Anzio bei Rom), studierte ab 1973 an der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid, zunächst auf väterlichen Wunsch Studium der Architektur, später Wechsel zur Malerei und Schüler von Federico de Madrazo, Weiterbildung auf Studienreisen durch Italien, Spanien und Marokko (Tanger), Hinwendung zum Orientalismus, kurzzeitig in Madrid tätig, später in Venedig und ab 1881 in Rom ansässig, von hier aus unternahm er Reisen in seine Heimat, die andalusische Provinz Cádiz, und Reisen nach München, London, Paris und Berlin, regelmäßige Sommeraufenthalte in Nettuno bei Anzio und Assisi, beschickte Ausstellungen in Rom, Madrid, Berlin und München, vertreten in zahlreichen Museen und in den Kunstsammlungen des russischen Kaiserhauses (Zaren), des Großherzogs von Oldenburg und des sächsischen Königs, er verkaufte seine Gemälde über die Londoner Kunsthändler "Arthur Tooth & Sons", Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4157
Limit: 18000,00 €
Brustbildnis eines grauhaarigen Mannes in mittleren Jahren, im eleganten Hausmantel mit "Vatermörderkragen", vor grauem Grund, laut neuerem rückseitigen Etikett "Anton Leopold Gartner Vater v. Theodor Gartner – geerbt von »Doßa«, Gattin v. Theodor G. – gemalt von Theodors Schwester Hermine Gartner" dazu Pendant Brustbildnis einer Frau mittleren Alters, mit gescheiteltem schwarzen Haar unter schwarzem Spitzenhäubchen und graublauer Bluse mit weißem Spitzenkragen, laut neuerem rückseitigen Etikett "Therese Gartner, geb. Zingelbauer-Zelenka Mutter v. Theodor Gartner – geerbt von »Doßa«, Gattin v. Theodor G. – gemalt von Theodors Schwester Hermine Gartner" fein lasierende, naturalistische Bildnismalerei in kühler Farbigkeit, je Öl auf Leinwand, rückseitig je als "Bildniss meines Vaters" bzw. "Bildniß meiner Mutter" bezeichnet sowie je signiert und datiert "Hermine Gartner 1867", auf dem Keilrahmen Blindstempel "W. Koller & Co in Wien", rückseitig alte Nummernetiketten "No. 725" bzw. "No. 722", laut ungeprüfter Vorbesitzerangabe stammen die Portraits aus dem Nachlass von Moritz von Schwind, geringe Altersspuren, original als Pendants im Goldstuckrahmen, Falzmaße je ca. 53 x 42,5 cm. Künstlerinfo: verwandte die Pseudonyme "Hermann Grünler" und "Prof. Antonius [Anton] Hermann [Herrmann]", österreichische Malerin, Radiererin, Zeichnerin, Restauratorin, Kopistin und Sprachlehrerin (1846 Wien bis 1905 Sori in Ligurien), studierte ab 1864 an der Akademie Wien bei Josef Hoffmann (1831–1904) und Joseph von Führich (1800–1776), der Überlieferung nach soll sie, um das Verbot von Frauen an der Akademie zu umgehen, in Männerkleidung am Akademieunterricht teilgenommen haben, ca. 1865–70 als Portraitmalerin in Wien tätig, 1871 Verlobung mit dem Maler Carl Hofmann und erste Ausstellungsbeteiligung in Wien, 1871–72 Übersiedlung nach München und Weiterbildung bei Johann von Schraudolph, mit dem sie das Atelier teilte, 1872–73 Restaurierungsarbeiten im oberösterreichischen Stift Kremsmünster, 1873 Rückkehr nach München und autodidaktische Weiterbildung in der Pinakothek, 1878 Weiterbildung in Paris, später Studienaufenthalt in Florenz, spätestens 1889 untergetaucht und anonymer Erwerb einer Villa in Sori an der Riviera di Levante bei Genua, lebte hier, als Mann verkleidet, unter dem Namen "Professor Anton Herrmann" und gab Sprachunterricht, während Hermine Gartner als verschollen galt, nach ihrem Tod wurde von den italienischen Behörden ihre wahre Identität als Dame mit "... gewaltige(m) falsch(em) Schnurrbart ..." sowie "... Malerin aus Wien und Schwester eines Innsbrucker Universitätsprofessors [Theodor Gartner, 1843 Wien bis 1925 Innsbruck]..." entdeckt, der Fall erregte Aufsehen in den internationalen Medien und wurde von Magnus Hirschfeld in seiner 1910 erschienenen Schrift "Die Transvestiten" aufgegriffen, Quellen: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Österreichisches biographisches Lexikon, Fuchs, Busse, Chris Petteys "Dictionary of Women Artists: An International Dictionary of Women Artists Born Before 1900", Sabine Plakolm-Forsthuber "Künstlerinnen in Österreich 1897–1938" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4158
Limit: 450,00 €
Charakterstudie eines bärtigen Mannes in erdiger gedeckter Farbpalette, den Blick andächtig nach oben gerichtet, Öl auf Holz, links im Bild signiert, rückseitig alt repariert, trocknungsrissig, Falzmaße ca. 35 x 30 cm. Künstlerinfo: eigentlich Eduard Karl Franz von Gebhardt, dt. Portrait- und Historienmaler (1838 Järva-Jaani/Estland [dt.: Sankt Johannis] bis 1925 Düsseldorf), 1855–57 Studium an der Akademie St. Petersburg, 1857–58 auf Studienreisen durch Belgien und Holland, 1858–59 Studium an der Akademie Karlsruhe bei Ludwig Des Coudres, anschließend Studienreisen nach Wien, München und Tirol, ab 1860 in Düsseldorf ansässig, hier Meisterschüler und freundschaftlich gefördert von Wilhelm Sohn (1829–1899), ab 1866 Mitglied, später Ehrenmitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", 1873–75 Lehrer und 1875–94 Professor für Historienmalerei an der Düsseldorfer Akademie, unterhielt ab 1874 ein Schüleratelier, in den 1880er Jahren Studienreise nach Italien, beschickte die Weltausstellungen Wien (1873), Paris (1878 und 1900), St. Louis (1904) und Brüssel (1910) sowie die Große Berliner Kunstausstellung, erhielt hier 1918 die Goldmedaille, 1885–1911 Vertreter der Düsseldorfer Akademie in der Preußischen Landeskunstkommission, Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf, Ehrung mit dem Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste, Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat und Exzellenz, 1905 Ehrendoktorwürde der Uni Straßburg und 1918 Ehrendoktor der Uni Bonn, Ehrenmitglied der Akademien Berlin, München, Dresden, Antwerpen, Brüssel und Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Mülfarth, Müller-Singer, Boetticher, Dressler, Seubert, Bénézit, Müller-Klunzinger, Ries, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4159
Limit: 150,00 €
Blick auf eines der faszinierendsten Wahrzeichen Englands, romantische Darstellung in monochromer Malweise, links unten in Rot signiert und datiert 1885, rückseitig handschriftlich bezeichnet, Öl auf Leinwand, restauriert und in gut passender moderner Leiste gerahmt, Alterscraquelé, sonst guter Zustand, Falzmaße ca. 30 x 45 cm.
Katalog-Nr.: 4160
Limit: 160,00 €
Brustbildnis eines Knaben im blauen Hemd mit weißem Spitzenkragen, aufgeschlossen zum Betrachter des Bildes blickend, gefühlvolle, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, doubliert, rechts unten signiert und datiert "M. Gratz 1877", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 47 x 38,5 cm. Künstlerinfo: dt. Portraitmalerin (1839 Karlsruhe bis 1900 Karlsruhe), erste künstlerische Ausbildung in den 1860er Jahren bei Karl Friedrich Schick in Karlsruhe, später Meisterschülerin von Hans Canon, weitergebildet bei Wilhelm Heinrich Füssli, beschickte ab Anfang der 1870er Jahre Ausstellungen des Karlsruher Kunstvereins, vertreten darüber hinaus auf der Berliner Akademieausstellung, der Großen Berliner Kunstausstellung, im Bremer und Dresdner Kunstverein und auf der Dresdner Akademieausstellung sowie im Münchner Glaspalast, tätig in Karlsruhe, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Beringer "Badische Malerei 1770–1920", Mülfarth, Stadtlexikon Karlsruhe, Müller-Singer, Busse und Internet.
Katalog-Nr.: 4161
Limit: 280,00 €
sommerlicher Blick, vorbei an Wanderern entlang eines Gebirgsbachs mit Brücke, zur dörflichen Kulisse vor steil aufragender Bergkulisse, gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "G. Hampe [18]79", rückseitig auf dem Keilrahmen in Blei schwer lesbar bezeichnet "Süds-Tyrol", Altersspuren, in breiter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 55,5 x 44 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1839 Berlin bis 1902 Berlin?), unternahm Studienreisen nach Griechenland, Italien und Spanien und fand seine Motive vor allem in Thüringen, im Schwarzwald und in der Schweiz, beschickte 1862-70 die Berliner Akademieausstellung, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Bénézit, Saur und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4162
Limit: 190,00 €
abendliche bewaldete Mittelgebirgslandschaft mit Bachlauf, am Himmel der aufgehende Mond, leicht pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1900, unten links signiert "Josef Haunstetter", rückseitig Klebeetikett, dort betitelt "Abendstimmung am Ossa a .d. Böhmergrenze", Retuschen, Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 40,5 x 55 cm. Künstlerinfo: auch Joseph Haunstetter, dt. Landschafts-, Stillleben- und Genremaler, Radierer, Kunstpädagoge sowie Restaurator (1858 München bis 1944), Schüler der Lateinschule, später ausgebildet an der Münchner Kunstgewerbeschule, studierte ab 1875 an der Münchner Akademie, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, tätig in München, Quelle: Dressler 1930, Matrikel der Münchner Akademie, Busse und Internet.
Katalog-Nr.: 4163
Limit: 100,00 €
junge Frau in Tracht, mit von roten und hellen Trauben gefülltem Korb am Gartentürchen, im Hintergrund weitläufige Weinberge, mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei mit gekonnter Behandlung von Licht und Stofflichkeit, Öl auf Leinwand und doubliert, im Bereich des Zauns signiert und datiert "Alb. Höflinger 1884", leichtes Craquelure, minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße 59 x 38 cm. beigegeben kleiner Katalog zu einer Ausstellung der Galerie B in Eberbach/Neckar von 1992 mit dem Werk und Kaufrechnung in Kopie. Künstlerinfo: dt. Maler (1855 Neustadt/Baden bis 1936 Basel), Schüler von Adam Kelterborn in Basel, ab 1877 Mitarbeiter im Atelier von Léon Bonnat und Studium an der Académie Julian in Paris, war tätig in Basel, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, AKL und Bénézit.
Katalog-Nr.: 4164
Limit: 360,00 €
zwei Männer zu Pferd, unter knorrigen Laubbäumen in herbstlicher Landschaft, fein mit spitzem Pinsel gering pastos erfasste Malerei, Öl auf parkettierter Holzplatte, Mitte 19. Jh., links unten signiert "J. Hofstra f. [fecit = hat es gemacht]", rückseitig Etikett "Galerie Schöninger ...", Altersspuren, im neueren Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 43 x 37 cm. Künstlerinfo: niederländischer Landschafts- und Genremaler (1805 Sneek bis 1875 Sneek), um 1835 tätig als Malergehilfe, künstlerisch wohl Autodidakt, später verdingte er sich als Polizist, parallel als Kunstmaler tätig, lebte in Sneek, Quelle: Sneeker Nieuwsblad, Scheen und Internet.
Katalog-Nr.: 4165
Limit: 280,00 €
Ansicht des französischen Seebades Trouville-sur-Mer am Ärmelkanal in der Normandie, sommerlicher Blick vom Meer auf den Strand und die Strandpromenade mit Flaneuren sowie die Stadtkulisse mit der markanten Kirche Notre-Dame-Des-Victoires, hierzu bemerkt das frz. Künstlerlexikon Bénézit "... Hugard fand Inspiration für viele seiner Gemälde in den Alpen und malte auch Ansichten der Normandie, der Brie und der Pyrenäen. ...", gering pastose Vedutenmalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten signiert "C. Hugard", doubliert und restauriert, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 37,5 x 61 cm. Künstlerinfo: eigentlich Claude Sébastien Hugard de Latour, frz. Maler (1818 Cluses/Haute-Savoie bis 1886 Paris), Vater des Salvator Hurard, Schüler François Diday und Alexandre Calame in Genf, beschickte 1844–1880 den Pariser Salon, vertreten 1855 auf der Pariser Weltausstellung und auch auf Berner und Genfer Ausstellungen, tätig in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Brun "Schweizer Künstlerlexikon", Sikart, Müller-Klunzinger, Schurr "Les petits maîtres de la peinture" und Internet.
Katalog-Nr.: 4166
Limit: 750,00 €
Kopfbildnisse dreier alter Männer mit Schläfenlocken und Pelzmützen, gekonnt mit breitem Pinselduktus erfasste, etwas karikierend überzeichnete Charakterstudie in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten undeutlich ligiert signiert und datiert "... Israel [18]97", doubliert, Altersspuren, neuzeitlich in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 45,5 x 50,5 cm.
Katalog-Nr.: 4167
Limit: 1200,00 €
Pferdefuhrwerk in Winterlandschaft, das erschöpft wirkende Pferd mit Decke über der Kruppe, hinter dem beladenen Karren ein Mann stehend, pastose Malweise mit kräftigem Duktus in gedeckten Farben, Öl auf Holz, Ende 19. Jh., rechts unten signiert "JF Sterre de Jong", Altersspuren, im reich verzierten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 21 x 27 cm. Künstlerinfo: eigentlich Jacobus Frederik Sterre, mit königlichen Dekret vom 07.07.1900 erhielt er die Erlaubnis, sich Jacobus Frederik Sterre de Jong zu nennen, auch Jakobus Sterre de Jong oder Jacobus de Jong, niederländischer Maler, Zeichner, Aquarellist und Graphiker (1866 Amsterdam bis 1920 Laren), erste künstlerische Ausbildung an der Quellinus-Schule in Amsterdam, hier Schüler von Bartholomeus Johannes van Hove, 1889–93 Studium an der Reichsakademie Amsterdam, hier Schüler von August Allebé, R. Stang, Nicolaas van der Waay und Barend Wijnveld dem Jüngeren, Studienaufenthalte in Paris, London und Zeeland, tätig in Amsterdam, nach 1892 in Amstelveen, dann bis 1896 in Amsterdam, schließlich bis 1902 in Den Haag, 1903 nochmals in Amsterdam, 1903–11 in Blaricum bei Laren und ab 1911 in Laren tätig, Mitglied der Amsterdamer Künstlervereinigung Arti et Amicitiae, beschickte unter anderem Ausstellungen in Rotterdam, Amsterdam, Den Haag und Arnheim, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Scheen, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Jacobs "Bildende Kunst Benelux", Waller und Internet.
Katalog-Nr.: 4168
Limit: 120,00 €
rastende Bauern auf abgeernteter Wiese am Fluss, vor ihren mit Pferden bespannten Heuwagen, poesievolle, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten Ligaturmonogramm "FK", rückseitig auf dem Rahmen jüngeres gedrucktes Etikett mit handschriftlich ergänztem Künstler und Werktitel "Galerie Banger Wiesbaden ... F. Kaiser ... »Heuernte«" und auf dem Rahmen Dedikation "Gestiftet den Hotelangestellten zur Weihnachtsverlosung von der Galerie Banger Wiesbaden 31.XII. [19]28", auf dem Keilrahmen weitere unleserliche Annotationen, geringe Altersspuren, im ca. 12 cm breiten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 26,5 x 39,5 cm. Künstlerinfo: dt. Historien-, Genre- und Schlachtenmaler sowie Lithograph und Radierer (1815 Lörrach bis 1889 Charlottenburg), wohl Zeichenschüler von Christian Meichelt am Lörracher Pädagogium, zunächst ab 1833 Lehre zum Lithographen, um 1837 Aufenthalt in Paris, hier beeindruckt von Arbeiten Horace Vernets (1789–1863) und Hinwendung zur Schlachtenmalerei, malerische Ausbildung in den 1840er Jahren in München, 1848 Übersiedlung nach Karlsruhe, während der 1848er Revolution zeichnete er teils humorvolle Typen aus dem badischen Aufstand, er war tätig für den Verleger Johann Jacob Weber und gilt als Vorreiter der Bildberichterstattung, 1848–71 lieferte er Beiträge für die erste illustrierte Zeitung Deutschlands – die "Leipziger illustrierte Zeitung", der damalige Prinz Wilhelm von Preußen wurde auf die Arbeiten aufmerksam und veranlasste Kaiser 1850, nach Berlin überzusiedeln, schilderte als Schlachtenmaler im Gefolge des preußischen Generalstabs die Kriege von 1864, 1866 und 1870–71 aus eigenem Erleben, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Meyers Konversationslexikon, Bénézit, Boetticher, Homepage Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg e.V., "Todtenschau" in der Illustrierten Zeitung Nr. 2417 vom 26. Oktober 1889.
Katalog-Nr.: 4169
Limit: 240,00 €
Charakterkopf eines Herrn mit Hausmütze, roter Weste und grünem Tuch, mit zum Betrachter gerichtetem Blick, lasierende, teils gering pastose, studienhafte Portraitmalerei in harmonischer Farbigkeit und gekonnter Behandlung der Lichtakzente, Öl auf Pappe, um 1900, oberhalb der linken Schulter schwer sichtbar ligiert signiert "LKandler", rückseitig diverse, teils unleserliche Annotationen, hier nochmals undeutlich signiert "L. Kandler" und nummeriert "No. 271", geringe Altersspuren, in ca. 11 cm breiter Münchner Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 45 x 37,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1856 Deggendorf an der Donau bis 1927 München), Sohn eines Papierfabrikanten, 1873–75 Besuch der Kunstgewerbeschule in München, weitergebildet am Polytechnikum [heute: Technische Universität] München und ab 1878 kurzzeitig an der Akademie der bildenden Künste in München, legte im selben Jahr die Lehramtsprüfung ab, künstlerisch weitestgehend Autodidakt, seit 1878 Lehrtätigkeit an verschiedenen Schulen, von Studienreisen unterbrochen, ab 1897 Hauptlehrer an der Fachabteilung der Gewerblichen Fortbildungsschule München, ab 1900 freischaffend, beschickte unter anderem den Münchner Glaspalast und die Große Berliner Kunstausstellung, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4170
Limit: 120,00 €
über eine Bogenbrücke führende Landstraße mit Reitern, im Hintergrund flache mediterrane Landschaft unter hellem Himmel, leicht pastose Landschaftsmalerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "C. F. Karthaus (18)93", auf Keilrahmenrückseite Etikett "30071" und Galeriestempel, minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 43 x 63 cm, beigegeben Rechnungskopie der Kunsthandlung J. P. Schneider in Frankfurt am Main aus dem Jahr 1930. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler der Berliner Schule (wohl 1852 Wuppertal bis 1928 Berlin), vorwiegend in Berlin und Potsdam als Landschaftsmaler tätig, Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4171
Limit: 300,00 €
spielende Kinder am Wasserlauf in weiter Aue mit blühenden Bäumen, pastose Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1890, doubliert, rechts unten mit Pseudonym "J. Rollin" signiert, Altersspuren, schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 67 x 54 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler (1843 Neuplachowitz/Schlesien bis 1905 Wien), studierte an der Akademie Wien, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Norwegen, Deutschland, Italien und Holland, ab 1900 in Wien ansässig, verwendete ca. 40 Pseudonyme zur Kennzeichnung seiner Werke, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4172
Limit: 450,00 €
elegante Rokokogesellschaft beim ungezwungenen Gespräch und Musizieren, auf einer an einem See gelegen Terrasse, mit Schlossarchitektur im Hintergrund, mit spitzem Pinsel ausgeführte Genremalerei, Öl auf Leinwand, Anfang 20. Jh., rechts unten signiert "Ed. Keil", auf der Rückseite Etikett "Gemälde- und Kunstausstellung Düsseldorf 1906", hier handschriftlich "Ed. Keil/auf der Terrasse/210 RM", auf Leinwandrückseite nochmals signiert, auf Keilrahmen nochmals betitelt, minimale Erhaltungsmängel, hinter Glas im vergoldeten Prunkrahmen und hierauf Messingschild "Ed. Keil", Falzmaße ca. 22 x 32,5 cm.
Katalog-Nr.: 4173
Limit: 390,00 €
Portrait eines seine Pfeife rauchenden Mannes in traditioneller Tracht mit Hut und Rucksack, im alpenländischen Raum oft schalkhaft als "Hallodri" bezeichnet, rechts oben signiert und datiert (18)88, Öl auf Holzplatte, im breiten Goldstuckrahmen der Zeit gerahmt, Falzmaße ca. 62 x 21 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Hugo Georg Gottlieb Kotschenreiter, signiert meist ligiert "G. HKotschenreiter", dt. Genremaler und Illustrator (1854 Hof bis 1908 München), vom Vater zum Architekten bestimmt und 1869–71 Architekturausbildung an der Kunstgewerbeschule Nürnberg, 1872–80 Studium an der Akademie München bei Sándor (Alexander) Wagner, hier ab 1875 Meisterschüler bei Carl Theodor von Piloty, zeitweise Privatschüler bei Wilhelm von Diez, schuf Illustrationen für die Zeitschrift "Die Gartenlaube", beschickte ab 1876 die Ausstellungen im Münchner Glaspalast sowie Ausstellungen in Wien, Berlin, Bremen, Danzig, Breslau und Nürnberg, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Akademie München, Dressler, Müller-Singer, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Boetticher, Wikipedia und Frank Weiß "Malerei im Vogtland".
Katalog-Nr.: 4174
Limit: 20,00 €