Gemälde

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O. Krötzsch, Bildnis einer Dame

junge Dame im Sessel, den Betrachter freundlich betrachtend, fein mit spitzem Pinsel erfasste Portraitmalerei, links unten in Rot signiert, datiert und bezeichnet Leipzig 1880, Öl auf Leinwand, in opulentem Goldstuckrahmen mit ovalem Ausschnitt, dieser mit kleiner Fehlstelle an einer Kante, Bild reinigungsbedürftig, insgesamt guter altersgemäßer Zustand, Falzmaße ca 76 x 62 cm.

Katalog-Nr.: 4175
Limit: 180,00 €

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L. Maurer, "Hirtenknabe" nach Franz von Lenbach

Bildnis eines zwischen Blumen auf grüner Wiese liegenden träumenden Knaben, in den blauen Sommerhimmel blickend, gering pastose Kopie nach dem 1860 entstandenen Original "Hirtenknabe" von Franz von Lenbach (1836–1904), welches heute in der Sammlung Schack der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München verwahrt wird, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, datiert und als Kopie bezeichnet "L. Maurer 1947, cop.", geringe Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 68,5 x 107 cm.

Katalog-Nr.: 4176
Limit: 80,00 €

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François Maury, Tanz der Salome

erotische Darstellung einer jungen, spärlich bekleideten, lasziv tanzenden Frau im orientalischen Gewand, rechts im Vordergrund eine Schüssel und ein Schwert, welche auf die biblische Erzählung vom Tod Johannes des Täufers anspielen, hierzu berichte das Matthäusevangelium [Mt. 14, 3–8] "... Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen wegen der Herodias, der Frau seines Bruders Philippus. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, sie zur Frau zu haben." Dieser wollte ihn töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten. Als aber der Geburtstag des Herodes war, tanzte die Tochter der Herodias [Salome] vor ihnen. Und sie gefiel Herodes, sodass er mit einem Eid zusagte, ihr zu geben, was immer sie sich wünschte. Sie aber, angestiftet von ihrer Mutter, sagte: "Gib mir hier auf einer Schale den Kopf Johannes des Täufers!"...", pastose Malerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Holzplatte, um 1890, rechts unten signiert "F. Maury", Erhaltungsmängel, im Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild "F. Maury" gefasst, Falzmaße ca. 59,5 x 39 cm. Künstlerinfo: auch Francois Maury, frz. Maler, Orientalist und Zeichner (1861 Marseille bis 1933 Marseille), studierte an der École des Beaux-Arts in Marseille, weitergebildet an der Académie Julian in Paris, beschickte 1885–1905 den Salon des Artistes Français, Mitglied der Gesellschaft des Salon d’Automne in Paris, deren Ausstellungen er ebenfalls beschickte, tätig in Marseille/Provence, Quelle: Bénézit, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Schurr "Les petits maîtres de la peinture", Alaunzen "La Peinture en Provence" und Internet.

Katalog-Nr.: 4177
Limit: 700,00 €

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Carl von Merode, Prozession

Umzug mit kirchlichen Würdenträgern und zahlreichen weiteren Personen in einer nebligen Stadtkulisse, dunstige Malerei in dunklen Tönen mit wenigen gekonnten Akzenten in partiell pastoser Malweise, Ende 19. Jh., unten rechts signiert "C. v. Merode", geringe Erhaltungsmängel, im Goldstuckrahmen, Falzmaß ca. 27,5 x 40 cm. Künstlerinfo: eigentlich Carl Freiherr von Merode, österreichischer Genremaler (1853 Mödling bis 1909 Wien), stammte aus einem belgischen Adelsgeschlecht, 1870–76 Studium an der Wiener Akademie, hier ab 1873 Schüler von Anselm Feuerbach, Mitglied der Wiener Kunstgenossenschaft, 1900 zusammen mit Adolf Kaufmann Gründung der „Malschule für Damen“, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4178
Limit: 300,00 €

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Müller Moritz, Das herannahende Unwetter

dramatische Gewitterstimmung in den Bergen mit Holzfäller der seine Tochter vor dem heranziehenden Unwetter warnt, leicht pastose Genremalerei mit gekonnter Lichtführung, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., rechts unten signiert "M. Müller", Erhaltungsmängel, in Goldstuckleiste mit Messingschild "Müller Moritz 1807 Dresden - 1865 München" gerahmt, Falzmaße ca. 70 x 56,5 cm. Künstlerinfo: genannt Feuermüller, dt. Maler (1807 Dresden bis 1865 München), ab 1821 Studium an der Akademie in Dresden, 1829-30 kurzzeitig in Zittau ansässig, 1868 posthumes Ehrenmitglied der Akademie in Dresden. Quelle: Thieme-Becker, Boetticher und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4179
Limit: 200,00 €

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Carl Friedrich Ockert, Damhirsche

morgendlich-dunstige herbstliche Seeuferlandschaft mit einem Rudel Damhirsche am Waldesrand, lasierende Tiermalerei mit pastosen Effekten, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1880, links unten signiert "C. Ockert", rückseitig auf dem Keilrahmen fragmentarisches handschriftliches Etikett "... Ockert" und auf der Leinwand alter Stempel "Malerleinwand Fabrik von A. Schutzman München", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 54,5 x 78,5 cm. Künstlerinfo: auch Karl Friedrich Ockert, dt. Landschafts- und Tiermaler (1825 Dresden bis 1899 München), ab 1841 Studium an der Dresdner Kunstakademie, ab 1853 in München tätig, 1867 erschien bei Franz Hanfstaengl „Ein Jagd-Album für Freunde des edlen Waidwerks“, schuf auch Bilder in Rauchmalerei, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog 1900, Schülerlisten der Dresdner Akademie und Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh."

Katalog-Nr.: 4180
Limit: 220,00 €

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B. Oscar, Kind mit Hund auf einem Bootssteg

sommerliche Seeuferszene mit nacktem Kind, in trauter Zweisamkeit mit einem großen Hund, auf dem Bootssteg, anrührende, poesievolle, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten undeutlich signiert "B. Oscar", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 41 x 31,5 cm.

Katalog-Nr.: 4181
Limit: 190,00 €

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Carl von Plüskow, Betende

junge Frau mit langem blonden Haar, gelber Kleidung und blauem Umhang, ihre Hände zum Gebet gefaltet und mit nach oben gerichtetem Blick, die helle Aura um ihr Haupt lässt an eine Heilige denken, Öl auf Leinwand, links unten signiert, bezeichnet und datiert "C. v. Plüskow Ddf. (Düsseldorf) (18)83", Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 52 x 40 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1863 bis nach 1920), Schüler von Hugo Crola in Düsseldorf, vorwiegend als Portraitist tätig, Quelle: Internet.

Katalog-Nr.: 4182
Limit: 180,00 €

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Matthäus Pössenbacher, attr., Mythologische Szene

trauernde Frauen neben klassischen Architekturen am Grabmal im abendlichen Licht, eine blonde Frau in weißer Toga mit schwarzem Schleier lehnt sinnend an einem Sarkophag und hält ein Haarbüschel als Zeichen der Trauer in den Händen, welches sie ihrem Verstorbenen darbringt, links blüht als Zeichen der Liebe ein Rosenstock und rechts windet sich Efeu als Sinnbild der Treue und des ewigen Lebens am Grabmal empor, im Hintergrund folgen trauernde Frauen mit Opfergaben, möglicherweise verarbeitet der Künstler das mythologische Thema der trauernden Elektra am Grab ihres Vaters Agamemnon, fein lasierende Mythenmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten später nachvollzogene Signatur und Datierung "Matth. Poessenbacher 1853", rückseitig auf dem originalen Biedermeier-Goldstuckrahmen altes fragmentarisches Etikett mit teils unleserlichen Annotationen, hier unter anderem lesbar "Pössenbach...", Erhaltungsmängel, original gerahmt, Falzmaße ca. 117 x 97 cm. Künstlerinfo: auch Matthäus bzw. Mathias oder Matthias Poessenbacher, dt. Historien-, Genre- und Bildnismaler, Druckereibesitzer und königlich-bayerischer Hoffotograf (1831 München bis 1894 München), Sohn des Münchener Buchdruckers Matthäus Pössenbacher, studierte ab 1847 Malerei an der Münchner Akademie, 1854 Weiterbildung in Rom, zeitweise Übernahme der väterlichen Druckerei in der Herzogspitalstr. 19 in München, 1858 Verkauf der Druckerei an Max Franz, anschließend freischaffend als Maler in München tätig, 1862 Übernahme des Fotoateliers der "Königlich bayerischen & herzoglich bayerischen Hofphotographen Lechleitner & Küster" in der Münchner Amalienstr. 6 und nahezu ausschließlich als Fotograf tätig, 1872 Ernennung zum "Königlich Bayrischen Hofphotographen", Mitglied des Münchner Kunstvereins, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Monogrammlexikon Nagler, Mitgliederlisten des Münchner Kunstvereins 1868 und Internet.

Katalog-Nr.: 4183
Limit: 1800,00 €

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"Junge mit Kaninchen" nach Henry Raeburn

poesievolle Darstellung eines Knaben, ein weißes Kaninchen fütternd, gering pastose Malerei, Kopie nach dem heute in der Royal Academy of Arts London verwahrten Gemälde aus dem Jahre 1814 von Sir Henry Raeburn (1756–1823), Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 20. Jh., unsigniert, Altersspuren gerahmt, Falzmaße ca. 81 x 66 cm.

Katalog-Nr.: 4184
Limit: 120,00 €

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Franz Reder-Broili, Dachauer Landschaft

aufziehendes Gewitter im Dachauer Moos, Moorlandschaft mit zwei Bäumen und Gebäuden unter stark bewölktem Himmel, leicht pastose Malweise, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., links unten signiert "Reder-Broili", geringe Erhaltungsmängel, ungerahmt, ca. 53 x 70 cm. Künstlerinfo: eigentlich Franz Reder, dt. Maler (1854 Mellrichstadt/Unterfranken bis 1918 München), ab 1874 Studium an der Akademie in München bei Ludwig von Löfftz, Otto Seitz und Johann Georg Hiltensperger, wird zu den Vorläufern der Dachauer Schule gezählt, beschickte den Münchner Glaspalast, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Busse und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4185
Limit: 100,00 €

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Johann Jakob Reinhardt, Hirschwild im Laubwald

mystischer sommerlicher Laubwald mit Hirschwild auf Lichtung am Bach, gering pastose, spätromantische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, links unten rot signiert und datiert "J. J. Reinhardt 1898", rückseitig auf dem Rahmen altes fragmentarisches Nummernetikett "...930..." und originales Künstleretikett, hier signiert, ortsbezeichnet und wohl betitelt "J. J. Reinhardt: Bu... [Buchenwald?] Nürnberg", der Titel wurde durch eine alte Klebemarke "G. Schleussing Leipzig" mit roter Stempelnummer "8236" überklebt, geringe Altersspuren, original im prächtigen Galerierahmen aus ca. 16 cm breiter Goldstuckleiste gefasst, Falzmaße ca. 76,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: auch Johann Jacob Reinhardt, dt. Landschaftsmaler (1835 Mannheim bis 1900 oder 1901 Nürnberg), zunächst zum Kaufmann bestimmt, studierte ab 1852 an der Akademie Düsseldorf bei Joseph Wintergerst und Johann Wilhelm Schirmer, Reise mit Schirmer nach Oberitalien und in die Schweiz, anschließend Schüler von Andreas Achenbach und Oswald Achenbach, auf Veranlassung von Karl Friedrich Lessing einjähriger Aufenthalt in Karlsruhe, danach freischaffend in Mannheim, später Berufung als Hofmaler des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha nach Coburg, von diesem mit dem Orden für Kunst und Wissenschaft geehrt, in Coburg letztmalig 1875 im Adressbuch geführt, beschickte ab 1877 die Akademieausstellung in Dresden, 1890–1901 in Nürnberg nachweisbar, 1856–65 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", Quelle: Thieme-Becker, Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Saur Bio-Bibliographisches Lexikon, Bruckmann "Düsseldorfer Malerschule", Müller-Singer, Seubert und Boetticher.

Katalog-Nr.: 4186
Limit: 280,00 €

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Hermann Ritzau, attr., Abendstimmung am Meer

vom Strand ablegendes Ruderboot und weiter entferntes Segelboot auf leicht bewegtem Meer, dezent bewölkter Himmel in der Abenddämmerung, pastose Malweise in gelungener Farbgebung, Öl auf Platte, Ende 19. Jh., unten rechts ligiertes Monogramm "HR", Altersspuren, im fein verzierten Goldstuckrahmen, Bildausschnitt ca. 12 x 15,5 cm.

Katalog-Nr.: 4187
Limit: 80,00 €

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Louise Schellein, Besuch des Liebhabers

Soldat in Uniform, zwei jungen Mädchen vor einem Haus den Hof machend, indem er vor ihnen kniet und ihnen Blumen überreicht, zusätzlich Darstellung von diversem Hausrat, im Hintergrund rechts eine dunstige Landschaft, feine lasierende Malerei, unten mittig signiert und datiert "Luise Schellein 1862", leichte Altersspuren, in Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 30,5 x 37 cm. Künstlerinfo: auch Luise Schellein, wohl österreichische Malerin (1824 bis 1907 Mödling), Ehefrau des Malers und Kustosadjunkts, später Kustos und Schulleiters der 1867 von Erasmus Engert gegründeten Wiener Restaurierschule Karl [Carl] Schellein (1820 Bamberg bis 1888 Wien), Quelle: Todesanzeige Louise Schellein für ihren Ehemann Carl Schellein in der Wiener "Neue Freie Presse" vom 11.04.1888 und Internet.

Katalog-Nr.: 4188
Limit: 240,00 €

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Hermann Schmiechen, Liebhaber am Fenster

Interieur mit am Fenster sitzender junger Dame in bäuerlicher Tracht, welche ihre Hand dem durch das Fenster schauenden Verehrer reicht, idyllische, lasierende Malerei, Öl auf Holz, letztes Drittel 19. Jh., links unten signiert "H. Schmiechen" und undeutlich datiert "(18)79", geringe Erhaltungsmängel, goldfarbener gekehlter Rahmen, Falzmaße ca. 47 x 37,5 cm. Künstlerinfo: dt. Portrait- und Genremaler (1855 Neumarkt bis 1923 Berlin), 1872 Königliche Kunst- und Gewerbeakademie Breslau, Schüler von Albrecht Bräuer, 1873 Kunstakademie Düsseldorf, Schüler von Eduard von Gebhardt und Julius Roeting, Mitglied im Künstlerverein Malkasten, 1876 Studienaufenthalt in Paris, 1881 Berufung an den Kensington Palace in London, wo er Portraits englischer Aristokraten fertigte, 1884–95 Ausstellungen in Amsterdam, London, Liverpool und Manchester, seit 1901 in Berlin tätig.

Katalog-Nr.: 4189
Limit: 240,00 €

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Dominik Schuhfried, attr., Burg in Sommerlandschaft

Bauersfrau mit Kiepe, auf Weg unter hohen Laubbäumen, mit Fernblick zur Burg und zum Fluss, pastose romantische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten bezeichnet "D. Schuhfried 1867", rückseitig auf dem Keilrahmen teils unleserlich betitelt "Burg ... a./Rhein", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 42 x 58 cm. Künstlerinfo: auch Dominic Schuhfried, österreichischer Landschafts- und Genremaler (1810 Wien bis 1877 Wien), Sohn des Wiener Porzellanmalers Jakob Schufried (1785-1857, auch Schuhfried, Schulfried oder Schurfried), studierte bis 1829 an der Wiener Akademie, 1838-57 und 1869-71 vertreten auf Ausstellungen, zuerst in der Jahres-Ausstellung bei St. Anna und ab 1852 in den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins, schuf vor allem Motive aus der Gegend um Gutenstein bei Wien, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach "Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich", Müller-Singer, Fuchs und Internet.

Katalog-Nr.: 4190
Limit: 480,00 €

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Carl Schulz, Küstenszene

anlandende Boote an stürmischer Küste bei stark bewegter See, hierzu schreibt Nagler (1846): "... Mit vorzüglichem Talente begabt behauptete er schon als Jüngling eine ehrenvolle Stelle und nach wenigen Jahren, nannte man ihn unter den vorzüglichsten Meistern seines Faches. Anfangs malte er Scenen aus Dichtern und Landschaften mit Staffage, welche später häufig dem militärischen Leben entnommen ist, und in Jagdscenen besteht. Dabei spielen auch öfters Wilddiebe ihre Rolle, ... Ueberdiess finden sich von diesem Künstler auch Landschaften mit Thieren, und Seestücke, und besonders militärische Scenen. ...", lasierende, partiell gering pastose Marinemalerei, Öl auf Leinwand, rechts auf den Holzpfählen signiert und datiert "Carl Schulz 1839", doubliert, Altersspuren, im originalen Biedermeierrahmen, Falzmaße ca. 57 x 67 cm. Künstlerinfo: eigentlich Karl Friedrich Schulz auch Schultz, wegen seiner Jagdbilder auch "Jagd-Schulz" genannt, dt. Maler (1796 Selchow/Brandenburg bis 1866 Neuruppin), studierte an der Berliner Akademie, 1814–15 Teilnahme als Freiwilliger an den Befreiungskriegen, anschließend fünf Jahre Aufenthalt im Rheinland und in den Niederlanden, die er zu Pferd bereiste, fertigte in dieser Zeit im Auftrag der Berliner Gemäldegalerie in den Niederlanden Kopien nach den in Berlin fehlenden Tafeln des Altars von Jan van Eyck und schuf Seestudien, 1821 Reise nach Frankreich und England, ab 1822 wieder in Berlin, anschließend einige Zeit in Köln und im noch ländlichen Ruhrgebiet, 1830–48 tätig in Berlin, ab 1834 Mitglied der Berliner Akademie, 1840 Ehrung mit dem Professorentitel, kurzzeitig tätig als Professor an der Berliner Akademie, ab 1841 Studienaufenthalt in München zur Erlernung der Glasmalerei, 1846 auf Einladung Bernhard II. Herzog von Sachsen-Meiningen in Bad Liebenstein, 1847 auf Einladung Zar Nikolaus I. Reise nach St. Petersburg, ab 1848 wieder in Neuruppin, um 1851 wohl in München, beschickte unter anderem 1820–64 die Berliner Akademieausstellung, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Boetticher, Nagler und Internet.

Katalog-Nr.: 4191
Limit: 480,00 €

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Louis Schünzel, nach Franz von Defregger

Defregger befasste sich neben Genrethemen auch mit Historienbildern, welche vor allem die Unabhängigkeitsbewegung der Tiroler 1809 mit ihrem Anführer Andreas Hofer (1767-1810) thematisieren, vorliegend das 1883 geschaffene Motiv "Vor dem Aufstand in Tirol 1809", das Originalgemälde wurde 1883 im Münchner Glaspalast ausgestellt und das Motiv fand weite Verbreitung und Popularität durch einen 1884 in der "Gartenlaube" abgebildeten Holzstich des Gemäldes, fein lasierende Kopie, Öl auf Leinwand, um 1910, links unten bezeichnet und signiert "Franz Defregger 1883 - Kop. von L. Schünzel - Dresden", im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 75,5 x 106 cm. Künstlerinfo: Kopist (tätig erwähnt 1911-27), schuf Altmeisterkopien an der Königlichen Gemäldegalerie "Alte Meister" Dresden, lebte in Dresden, Quelle: Visitenkarte und Internet.

Katalog-Nr.: 4192
Limit: 600,00 €

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Jan Jacob Spohler, attr., "Winterlandschaft"

Gesellschaft, teils mit Schlitten, am Boot auf zugefrorenem Fluss, effektvolle, lasierende Malerei mit schönem Licht, Öl auf Leinwand, links unten undeutlich signiert "... Spohler f. [fecit]" und wohl datiert "[18]62", rückseitig auf dem Keilrahmen alte fragmentarische Etiketten, hier teils lesbar "...landsch. (1867 oder 29 ...) 32 f [Gulden] Spohler ..." und "»Winterlandschaft« von Spohler, Staffange [meint wohl: Staffage] vom ... u. Anderen gekauft am 29ten Mai 1867 für 32 f [Gulden] Gold.", Altersspuren, im originalen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 44 x 66 cm. Künstlerinfo: auch Jean Jacques Spohler, niederländisch-belgischer Landschaftsmaler (1811 Nederhorst den Berg bis 1866 oder 1879 Amsterdam), 1830–39 Schüler von Jan Willem Pieneman in Amsterdam, ab 1845 Mitglied der Königlichen Akademie in Amsterdam, 1840–43 tätig in Haarlem, 1844–47 in Brüssel, 1848–49 in Den Haag, 1850–60 in Leiden und 1854–55 in Rotterdam, ab 1861 wieder in Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Scheen, Wurzbach, Immerzeel, Müller-Singer und Internet.

Katalog-Nr.: 4193
Limit: 450,00 €

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Edward von Steinle, attr., Tiburtinische Sibylle

die prophetische Hellseherin mit Schriftrollen, auf einer steinernen Bank in bergiger mediterraner Landschaft, vergleiche hierzu die im Städelmuseum befindliche aquarellierte Zeichnung von 1848, Öl auf Leinwand, wohl 2. Drittel 19. Jh., unsigniert, minimale Erhaltungsmängel, ungerahmt, Maße ca. 36,5 x 22 cm. Künstlerinfo: auch Eduard von Steinle, österreichischer Maler und Zeichner (1810 Wien bis 1886 Frankfurt am Main), Studium an der Akademie in Wien, 1828–33 in Rom ansässig und hier Kontakt zu Philipp Veit und Friedrich Overbeck, anschließend wieder in Wien ansässig, in München erlernte er die Freskotechnik, 1850 Ernennung zum ersten Professor am Städelschen Institut in Frankfurt am Main, Ausführung zahlreicher Wandmalereien in bedeutenden öffentlichen Räumen, 1879 Erhebung in den österreichischen Ritterstand, Quelle: Thieme-Becker, Österreichisches biographisches Lexikon, Wurzbach und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4194
Limit: 240,00 €

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E. Rob. Stiehl, Herrenportrait

Kopfbildnis eines bärtigen Herrn mittlerer Jahre mit Goldrandbrille im Halbprofil, gering pastose Malerei, Öl auf Karton, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten wohl signiert "E. Rob. Stiehl", Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 39,5 x 29 cm.

Katalog-Nr.: 4195
Limit: 80,00 €

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R. T. Stuart, Abend am Fluss

kontemplative, abendliche Sommerlandschaft, lasierende Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., doubliert, rechts unten signiert "R. T. Stuart", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 22,5 x 41,5 cm.

Katalog-Nr.: 4196
Limit: 120,00 €

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Charles Philogéne Tschaggeny, Pferd im Stall

im Stall stehender Schimmel in kräftiger Statur, mit angelegtem Halfter und angewinkeltem Hinterbein, zu seinen Hufen ein Huhn und ein Korb, der Stall mit Trog im Dunkeln liegend, der Lichteinfall erfolgt lediglich über ein kleines Fenster, lasierende Malweise mit gekonnten Akzenten, Öl auf Holz, 1841, unten mittig signiert und datiert "C. Tschaggeny 1841", rückseitig nummeriert "86" sowie undeutliche Annotationen und Reste eines Klebeetiketts, geringe Erhaltungsmängel, im breiten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 26 x 37 cm. Künstlerinfo: belgischer Tier- und Genremaler (1815 Brüssel bis 1894 Saint-Josse-ten-Noode), 1835 Schüler von Eugéne Verboeckhoven, in Antwerpen Unterricht von Nicaise De Keyser und Henri Leys, ab 1836 Ausstellungen in Belgien, Frankreich und England, 1851 zum Ritter des Leopoldsordens geschlagen, besonders Pferde spielten in seinem Wirken eine große Rolle

Katalog-Nr.: 4197
Limit: 240,00 €

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Nepomuk Ummenhofer, "Ansicht aus dem Höllenthal"

idyllische sommerliche Gebirgslandschaft mit sprudelndem Bach zwischen mächtigen Felsen, lasierende, teils gering pastose Landschaftsmalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "N. Umenhofer [mit Dopplungsstrich über dem "m"] 1858", rückseitig auf der Leinwand bezeichnet "Ansicht aus dem Höllenthal 1858 N. Umenhofer [mit Dopplungsstrich über dem "m"]", Altersspuren, im alten Goldstuckrahmen mit geweitetem Falz in Zweitverwendung gefasst, Falzmaße ca. 48 x 38,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Nepomuk Ummenhofer, signiert meist "N. Umenhofer [mit Dopplungsstrich über dem "m"]", dt. Veduten-, Kirchen-, Genre-, Portrait- und Landschaftsmaler (1808 Villingen in Baden bis 1883 Villingen in Baden), studierte ab 1829 an der Münchner Akademie, tätig im heutigen Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Künstlerlexikon Nagler, Matrikel der Münchner Akademie, Busse und Internet.

Katalog-Nr.: 4198
Limit: 280,00 €

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Friedrich Voltz, Sommerliche Hirtenlandschaft

Hirtenmädchen mit Rindern unter Bäumen am Flussufer, poesievolle, fein lasierende Tiermalerei mit wenigen pastosen Effekten und schönen Details, so scheint das Mädchen gespannt auf die sich am Himmel zusammenziehenden Wolken zu blicken, während ihre Kühe, unbeeindruckt von den drohenden Naturgewalten, auf der Weide ruhen bzw. neben Enten im Wasser stehend, ihren Durst zu stillen trachten, diffuses Sonnenlicht bricht durch knorrige Weiden und setzt eine weiße Kuh, die Enten und einen aus groben Brettern gefügten morbiden Bretterzaun eindrucksvoll in Szene, Öl auf Holzplatte, rechts unten signiert und datiert "Fr. Voltz 1873", Altersspuren, im neueren Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 37 x 92,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Friedrich Voltz, dt. Graphiker, Tier- und Landschaftsmaler (1817 Nördlingen bis 1886 München), zunächst Schüler seines Vaters Johann Michael Voltz (1784–1858) sowie tätig als Radierer und Lithograph, studierte ab 1834 an der Münchner Akademie, blieb jedoch weitestgehend Autodidakt, unternahm 1843–46 diverse Studienreisen zum Tierstudium zu württembergischen Gestüten und durch die bayerischen Hochgebirge, nach Oberitalien, Tirol, Belgien und Holland sowie nach Wien, Berlin und Paris, ab 1835 beeinflusst von Albrecht Adam, erhielt in Holland Anregungen durch Barend Cornelis Koekkoek sowie seit den 1850er Jahren von seinen Freunden Eduard Schleich den Älteren und Carl Spitzweg, zunächst bis Anfang der 1840er Jahre vorwiegend Maler der bayerischen Alpen, anschließend Hinwendung zur Landschaftsmalerei mit Tierstaffage, vor allem Rindern, 1871 mit Schleich Studienreise nach Italien, ab 1864 Ehrenmitglied der Akademie München, 1869 Mitglied der Berliner Akademie und 1870 der Wiener Akademie, vertreten unter anderem in der Neuen Pinakothek München und der Berliner Nationalgalerie, erhielt diverse Ehrungen und wurde von König Ludwig II. 1863 mit den königlich-bayerischen Professorentitel und 1867 mit dem Ritterkreuz 1. Klasse des Bayerischen Verdienstorden vom Heiligen Michael bedacht, später Ehrung mit dem Roten Adlerorden, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Matrikel der Münchner Akademie, Allgemeine Deutsche Biographie, Bruckmann "Münchner Maler des 19. Jh.", Seubert, Müller-Klunzinger, Müller-Singer, Boetticher und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4199
Limit: 2500,00 €

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