Gemälde

Katalog-Nr. 4199

Friedrich Voltz, Sommerliche Hirtenlandschaft

Hirtenmädchen mit Rindern unter Bäumen am Flussufer, poesievolle, fein lasierende Tiermalerei mit wenigen pastosen Effekten und schönen Details, so scheint das Mädchen gespannt auf die sich am Himmel zusammenziehenden Wolken zu blicken, während ihre Kühe, unbeeindruckt von den drohenden Naturgewalten, auf der Weide ruhen bzw. neben Enten im Wasser stehend, ihren Durst zu stillen trachten, diffuses Sonnenlicht bricht durch knorrige Weiden und setzt eine weiße Kuh, die Enten und einen aus groben Brettern gefügten morbiden Bretterzaun eindrucksvoll in Szene, Öl auf Holzplatte, rechts unten signiert und datiert "Fr. Voltz 1873", Altersspuren, im neueren Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 37 x 92,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Friedrich Voltz, dt. Graphiker, Tier- und Landschaftsmaler (1817 Nördlingen bis 1886 München), zunächst Schüler seines Vaters Johann Michael Voltz (1784–1858) sowie tätig als Radierer und Lithograph, studierte ab 1834 an der Münchner Akademie, blieb jedoch weitestgehend Autodidakt, unternahm 1843–46 diverse Studienreisen zum Tierstudium zu württembergischen Gestüten und durch die bayerischen Hochgebirge, nach Oberitalien, Tirol, Belgien und Holland sowie nach Wien, Berlin und Paris, ab 1835 beeinflusst von Albrecht Adam, erhielt in Holland Anregungen durch Barend Cornelis Koekkoek sowie seit den 1850er Jahren von seinen Freunden Eduard Schleich den Älteren und Carl Spitzweg, zunächst bis Anfang der 1840er Jahre vorwiegend Maler der bayerischen Alpen, anschließend Hinwendung zur Landschaftsmalerei mit Tierstaffage, vor allem Rindern, 1871 mit Schleich Studienreise nach Italien, ab 1864 Ehrenmitglied der Akademie München, 1869 Mitglied der Berliner Akademie und 1870 der Wiener Akademie, vertreten unter anderem in der Neuen Pinakothek München und der Berliner Nationalgalerie, erhielt diverse Ehrungen und wurde von König Ludwig II. 1863 mit den königlich-bayerischen Professorentitel und 1867 mit dem Ritterkreuz 1. Klasse des Bayerischen Verdienstorden vom Heiligen Michael bedacht, später Ehrung mit dem Roten Adlerorden, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Matrikel der Münchner Akademie, Allgemeine Deutsche Biographie, Bruckmann "Münchner Maler des 19. Jh.", Seubert, Müller-Klunzinger, Müller-Singer, Boetticher und Wikipedia.

Limit:
2500,00 €

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