Gemälde

Katalog-Nr. 4191

Robert Raudner, Torfstecher im Dachauer Moos

spätsommerliches Motiv aus dem Dachauer Moos, mit Moorgraben und Moorbauern neben Moorkaten beim Torfabbau, das Gemälde besticht gleichwohl durch sein ungewöhnliches Sujet, als auch durch eine exquisite Lichtregie, so lässt der in die Tiefe des Bildes führende Moorgraben mit effektvoller Himmelsspiegelung den Blick des Betrachters in die Tiefe der Komposition gleiten und die Weite der Landschaft ermessen, liebevolle Details wie die arbeitenden Bauern und der gemächlich einer Esse entsteigende Rauch beleben die Szene, pastose, impressionistische Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "R. Raudner 1901", Altersspuren, original in brauner Lackleiste mit Goldinlay (Altersspuren), Falzmaße ca. 76,5 x 88,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Robert Hermann Raudner, dt. Landschafts- und Genremaler sowie Radierer (1854 Nimkau [polnisch: Miękinia] in Schlesien bis 1915 München), zunächst tätig in einer Porzellanfabrik, erste graphische Ausbildung 1876-78 an der Königlichen Kunstakademie und Kunstgewerbeschule Leipzig, studierte 1878-83 an der Akademie München bei Alexander Strähuber, Gyula Benczúr, Ludwig von Löfftz und Johann Leonhard Raab, hier wohl auch Schüler von Wilhelm Krauskopf, als Landschaftsmaler weitestgehend Autodidakt, anschließend tätig für die Gesellschaft für vervielfältigende Kunst Wien und Anfertigung von Reproduktionsstichen nach alten Niederländern, schließlich künstlerisch freischaffend in Schleißheim, beschickte unter anderem 1889 bis 1912 den Münchner Glaspalast und 1900 die Weltausstellung in Paris, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, regelmäßige Aufenthalte in Dachau, tätig in Schleißheim bei München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Boetticher, Müller-Singer, Bénézit, Busse, Goldstein, "Dachau ein Kunstbilderbuch", Glaspalastkataloge, Dressler und Internet.

Limit:
500,00 €

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