Brustbildnis einer älteren Frau, mit weißer Haube in niederländischer Mode des 17. Jh., vor dunklem Grund, lasierende Malerei nach älterem Vorbild, Öl auf Holzplatte, wohl 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 42,5 x 32 cm.
Lot-No.: 4250
Limit: 120.00 €
zwei Hirten am Weg, nach links kleine Brücke, dahinter massiver Fels, im Hintergrund nach rechts weite Landschaft im Sonnenuntergang, farbintensive Arbeit, niederländisch, 17. Jh., Öl auf Leinwand, unten mittig auf einem Stein bezeichnet "Both f." rückseitig altes Auktionsetikett mit Zuschreibung an Jan Both, doubliert, restauriert, Retuschen, goldener Stuckrahmen mit Plakette mit Zuschreibung an Jan Both, Falzmaße 70 x 85 cm. Das Gemälde ist doppelt im RKDLite verzeichnet, zum einen als zugeschriebene Arbeit an Jan Both (RKDLite Nr. 196857) sowie als "Anonym, Niederländische Schule des 17. Jh. (RKDLite Nr. 194569).
Lot-No.: 4251
Limit: 2800.00 €
im Vordergrund rechts zwei Wanderer, dahinter dichter Laubwald, nach rechts Ausblick in eine weite Landschaft mit Bach, sehr fein gemalte Figurenstaffage, wohl Deutschland, 18./frühes 19. Jh., Öl auf Leinwand, unsigniert, Erhaltungsmängel, Rahmen, Falzmaße 42 x 58 cm.
Lot-No.: 4252
Limit: 900.00 €
auf der rechten Flussseite mehrere reisende Staffagefiguren auf dem Weg, im Mittelgrund ein Bootsanleger zum Wechseln der Flussseite, nach links hinten eine städtische Bebauung sowie eine kleine Schlossanlage, wohl in Deutschland, aus dem Umfeld von Christian Georg Schütz (1718 bis 1791), Öl auf Leinwand, Mitte/Ende 18. Jh., unsigniert, Leinwand doubliert, Erhaltungsmängel, minimale Retuschen, Falzmaße 53 x 72 cm.
Lot-No.: 4253
Limit: 1800.00 €
Gemäldepaar, dekorative Veduten von römischen Tempeln, wohl Fantasielandschaften, teilweise leicht skizzenhaft, Öl auf Leinwand, Ende 18./frühes 19. Jh., restaurierungsbedürftig, beide Leinwände doubliert, ohne Rahmen, Falzmaße jeweils 43,5 x 76,5 cm.
Lot-No.: 4254
Limit: 600.00 €
Blick auf die Wasserfälle bei Tivoli mit dem Vestatempel auf der rechten Bildseite, unterhalb der Wasserfälle eine Karawane von verschiedenen Tieren am Wasser, feinmalerisch ausgeführt, Öl auf Leinwand, 18. oder frühes 19. Jh., wohl Italien, unsigniert, rückseitig verschiedene Nummerierungen, auf Rahmen Etikett des königlich-sächsischen Bezirksgerichts Leipzig und "Paul Steinert Leipzig, Kunsthandlung und Einrahmung", Craquelé, minimale Erhaltungsmängel, vergoldeter Stuckrahmen, kleinere Bestoßungen, Falzmaße 18 x 26 cm.
Lot-No.: 4255
Limit: 300.00 €
sommerliche Gebirgslandschaft mit auf einem Stein am Waldesrand präsentierter Jagdbeute aus erlegtem Wiedehopf, Auerhenne, Blaumeise und anderen Vögeln, fein lasierende Tiermalerei in barocker Manier und kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., auf neuerem Keilrahmen montiert, unsigniert, nach Vorbesitzerangaben eventuell Werk von Jacob Samuel Beck (1715-1778), Altersspuren, im sehr schönem Spätbiedermeier-Goldstuckrahmen mit geweitetem Falz in Zweitverwendung gefasst, Falzmaße ca. 62,5 x 77 cm.
Lot-No.: 4256
Limit: 1500.00 €
spätsommerlicher Blick vom Fluss Wye, über Wiesen mit Bauern bei der Arbeit, auf die mit Efeu überwucherte Ruine des 1131 gestifteten und 1536 aufgegebenen mittelalterlichen Zisterzienser-Klosters Tintern Abbey im britischen Wales, das Kloster war das erste Zisterzienserkloster in Wales und das zweitälteste in Großbritannien und gehörte zu den vermögendsten Klöstern des Landes, im Zuge der Gründung der anglikanischen Staatskirche nach 1531 unter Heinrich VIII. musste das Kloster 1536 aufgegeben und das Vermögen der britischen Krone übergeben werden, die Gebäude wurden dem Verfall preisgegeben und erlangten erst mit der aufkommenden Romantik im 18. Jh. an Bedeutung, 1782 verfasste der Pfarrer William Gilpin seinen populären Reiseführer "Observations on the River Wye", welcher das Kloster wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückholte, Künstler wie Thomas Gainsborough und William Turner verewigten die romantischen Ruinen in ihren Gemälden und der Dichter und führende Vertreter der englischen Romantik, William Wordsworth, besuchte 1793 die Abbey und veröffentlichte 1798 sein berühmtes Gedicht "Lines Composed A Few Miles Above Tintern Abbey, On Revisiting The Banks Of The Wye During A Tour. July 13, 1798", effektvolle, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1870, links unten signiert "Allan", Altersspuren, in neuzeitlicher Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 40,5 x 61 cm. Künstlerinfo: auch genannt Bob Allan, schottischer Zeichner, Aquarellist, Maler und Graphiker (1852 Glasgow bis 1942 London), zunächst Ausbildung zum Lithographen bei seinem Vater David Allan, früh autodidaktische Hinwendung zur Malerei, beschickte bereits 1873 das Glasgow Institute of Fine Arts mit Ölgemälden, 1875-80 mit väterlichem Erbe Studienaufenthalt in Paris, hier Atelierschüler bei Tony Robert-Fleury an der Académie Julian und Schüler von Alexandre Cabanel an der École des Beaux-Arts, anschließend Studienreise nach Spanien, schließlich Rückkehr nach Schottland, ab 1880 Mitglied der Royal Scottish Society of Painters in Watercolour [dt.: Königliche Schottische Gesellschaft der Aquarellmaler] und 1908-10 deren Vizepräsident, ab 1880 regelmäßig und ab 1883 gänzlich in London tätig, ab 1886 Mitglied des New English Art Club, 1910 Vizepräsident der Royal British Colonial Society of Artists, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Holland, Belgien, Frankreich, Italien, Griechenland, Nordafrika, Damaskus, 1891-92 nach Indien und 1907 nach Japan, 1915 und 1920 Besuch bei den Schwiegereltern in den USA, beschickte diverse Ausstellungen wie den Pariser Salon der Société des Artistes Français, das Glasgow Institute of the Fine Arts, die Royal Academy London, die Londoner Grosvenor Gallery, den New English Art Club, das Royal Institute of Oil Painters, die Fine Art Society London, die Royal Scottish Academy und die Pariser Weltausstellungen 1889 und 1900, tätig in London, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit und Internet.
Lot-No.: 4257
Limit: 190.00 €
Blick in lichte Stube mit Bildern, Kommode und Bücherregal unterm Gewölbe, mit inmitten des Raums sitzendem Mönch beim Cellospiel, gering pastose Genremalerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert und datiert "Kern Armin 1877", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 47 x 38 cm.
Lot-No.: 4258
Limit: 20.00 €
im Zentrum eine Nonne in weißem Gewand beim Beten, rechts daneben ein Mann in Osteuropäischer Kleidung (erinnernd an Tataren) mit Schwert im Hintergrund Klosteranlage, links nach hinten mit Durchblick in eine Kapelle mit einer Skulptur der Jungfrau Maria mit Kind, über dem Eingang Spruch "CASTA SIT DOMINI SPONSA", Kopie nach einem Gemälde von Paul Joseph Bardou im Nationalmuseum Waschau, Öl auf Holz, unsigniert, Rückseite parkettiert, Zettel mit biographischen Informationen zum Künstler Paul Joseph Bardou (Porträt- und Genremaler aus Berlin, von 1745 bis 1815), zwei Messing- oder Bronzeplaketten (Höhe jew. ca. 5 cm) von Marie Antoinette und Ludwig XVI (vergleichbare Plaketten in größerem Format wurden im Auktionshaus Mehis in leicht größerem Format verkauft, siehe Mehlis Plauen, Auktion 103, 26.-28.08.2021, Lot 3770), leicht restaurierungsbedürftig, Retuschen, Rahmen bestoßen, Falzmaße 57 x 35,5 cm.
Lot-No.: 4259
Limit: 1200.00 €
poesievolle sommerliche, ländliche Szene mit Wirt und Bierkutscher, beim Plausch vorm Wirtshaus sowie Reisigsammler mit Hund auf der Landstraße, vor Dorfkulisse mit Windmühle, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 19. Jh., links unten undeutlich signiert "Barker pinx.", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliches Etikett "Thomas Barcker England [sic.]", laut Vorbesitzerangabe wohl Thomas Barker of Bath, Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 46 x 61,5 cm. Künstlerinfo: genannt Thomas Barker of Bath, englischer Genremaler, Zeichner und Lithograph (1767 oder 1769 Trosant bei Pontypool/Monmouthshire bis 1847 Bath), Sohn und Schüler des Tiermalers Benjamin Barker (gestorben 1793), künstlerisch weitestgehend Autodidakt, Bruder des Landschaftsmalers Benjamin Barker (1776-1838), früh wurde sein Talent durch den Auktionator und Wagenbauer Charles Spackmann entdeckt, welcher Barker als Lehrling einstellte und ihn zum Kopieren holländischer Meister wie Meindert Hobbema und britischer Meister wie Thomas Gainsborough und Richard Wilson ermunterte, in der Folge schuf er Bildkompositionen in Rückgriff auf diese drei Künstler, mit Spackmanns Unterstützung 1790-93 Studienreise nach Italien, ab 1793 wieder als Genremaler in England, beschickte 1791-1829 die Ausstellungen der Royal Academy of Arts, vier seiner Söhne wurden ebenfalls Maler und ahmten seine Arbeiten nach, tätig in Bath, Quelle: AKL und Internet.
Lot-No.: 4260
Limit: 300.00 €
an einem Betstuhl kniende Italienerin (Neapolitanerin), vor ihr eine Bibel und ein Blumenbukett, in ihren gefalteten Händen ein Rosenkranz, Lichteinfall von links oben, das Motiv ist besonders in Österreich häufiger entstanden, so lässt sich dasselbe Motiv bei den Künstlern Ludwig Johann Passini (1832–1903) und bei Marcel Johann Zadorecki (tätig um 1870, gestorben 1939) nachweisen, in repräsentativem Format, Öl auf Leinwand, rechts am Betpult signiert "Bauer" und datiert (19)11, rückseitig Reste Etikett "[...] Federer Hofspedition Dresden", Altersspuren, breiter goldener Rahmen, Falzmaße 101 x 74 cm.
Lot-No.: 4261
Limit: 180.00 €
Ölstudie einer jungen Dame in russischer Tracht, mit einem Tuch in den Händen, in beschwingter Pose in sommerlicher Landschaft tanzend, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert, um 1900, rechts unten geritzte Signatur "W. A. Beer", leichte Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 30,5 x 17,5 cm. Künstlerinfo: genannt "Russen-Beer", dt. Maler und Zeichner (1837 Frankfurt am Main bis 1907 Frankfurt am Main), erste künstlerische Ausbildung bei seinem Großonkel Anton Radl, studierte 1852–63 am Städelschen Institut Frankfurt am Main bei Jacob Becker, später bei Eduard von Steinle, 1861 Ausführung der Fresken im Wallraf-Richartz-Museum Köln, Weiterbildung in Antwerpen und Paris, 1879–80 mit Steinle Ausmalung des Frankfurter Opernhauses, unternahm Studienfahrten, unter anderem durch den Taunus, nach München, Wien und in die Alpen, Aufenthalte in der Malerkolonie Kronberg, mehrfach Aufenthalt in Russland, unter anderem bei Sergej Andreevic von Barysnikov in Smolensk, 1880 in Italien, 1895 in Den Haag, Amsterdam und Brüssel, ab 1870 in Frankfurt ansässig, seit 1897 Leiter des Meisterateliers für Malerei am Städel, 1899 Ernennung zum Professor, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Bötticher, Singer und Internet.
Lot-No.: 4262
Limit: 390.00 €
zwei ländliche Szenen in sanft bewegter sommerlicher Mittelgebirgslandschaft, einmal Bauer auf Weg am Fluss mit Burg im Hintergrund (wohl Ansicht der Burg Kleve), das andere mit Bauern vor Hütte am Dorfrand, lasierende, teils gering pastose Malerei, je Öl auf älterer Holzplatte in Zweitverwendung, einmal signiert und datiert "A. Biester fet [fecit = hat es angefertigt] 1863", Altersspuren, als Pendants in Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße je ca. 32 x 41 cm. Künstlerinfo: auch Anthony Biester, dt.-amerikanscher Portrait- und Landschaftsmaler (1837 Kleve/Rheinprovinz bis 1917 Cincinnati-Madisonville/Ohio), zunächst Schüler von Barend Cornelis Koekkoek (1803-1862) in Kleve, künstlerisch weitergebildet im Umfeld der Düsseldorfer Akademie, im März 1871 Auswanderung mit seiner Familie in die USA, zunächst ansässig in Covington/Kentucky, 1872 Übersiedlung nach Cincinnati-Madisonville/Ohio, hier als Maler freischaffend, Mitglied des Cincinnati Art Club, beschickte diverse Kunstausstellungen in den USA, unter anderem 1897-1902 das Art Institute of Chicago, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Schweers, "Who‘s Who in American Art" und Internet.
Lot-No.: 4263
Limit: 650.00 €
Blick auf bunt verfärbte Laubbäume vor angedeutetem Bauernhof, gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1900, links unten signiert "H. van Bloem", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlicher niederländischer Stempel, altes Nummernetikett "4944" und Annotation "No. 5.", im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 32,5 x 48 cm. Künstlerinfo: niederländischer Maler, Radierer und Zeichner (1874 Amsterdam bis 1960 Well), studierte an der Quellinusschule in Amsterdam, weitergebildet bei Théophile de Bock und Geoge Jan Hendrik Poggenbeek, unternahm 1913 Studienreisen nach Paris, London und nach Italien, später tätig unter anderem in Renkum, Gulpen, Bergen Den Haag, Brügge und Amsterdam, hier fünf Jahre Bühnenbildner an der Niederländischen Oper bei Jan Maandag, Mitglied der Künstlervereinigungen Arti et Amicitiae in Amsterdam und Pulchri Studio in Den Haag, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Busse und Internet.
Lot-No.: 4264
Limit: 120.00 €
auf weiter Landschaft eine Gruppe von Hirten, bei der Rast im Sonnenuntergang, Öl auf Holzplatte, links unten undeutlich bezeichnet "fest: Böhm Pál", rückseitig rezente Zuschreibung an Pál Böhm und Etikett "Magyar Nemzet Galéria Budapest, 771/982", restaurierungsbedürftig, 42 x 57,5 cm. Künstlerinfo: ungarisch-bayerischer Genremaler und Kunstlehrer (1839 Nagyvárad bis 1905 München), ursprünglich Tischler, später Umschulung zum Dekorationsmaler, verdiente sich sein Geld auch als Wanderschauspieler in Ungarn, nach 1862 Eröffnung einer Malerschule in Pest, ab 1871 Einschreibung in der Akademie in München, dort bekannt für seine bäuerlichen Motive aus Ungarn und Siebenbürgen, Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon Online.
Lot-No.: 4265
Limit: 180.00 €
winterliche Landschaft mit Windmühle, Häusern, Spaziergänger und vereinzelten Bäumen, im Licht der glutrot untergehenden Sonne, gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand und Sperrholz, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten signiert "A. Bohmfield", leichte Altersspuren, minimale Retuschen, im verzierten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 43,5 x 67,5 cm.
Lot-No.: 4266
Limit: 240.00 €
in einer Stube zwei Mädchen (Schwestern?) beim Fische putzen, die sitzende junge Frau mit einer Schüssel, dem kleinen Mädchen mit roter Schürze das Fische putzen zeigend, vor ihnen liegen zwei weitere Fische, an der Wand ein Marienrelief sowie ein kleines Bild, links eine Truhe, gering pastose Genremalerei, Öl auf Holzplatte, links oben signiert und datiert 1893, minimal restauriert, Goldrahmen, Falzmaße 27,5 x 21 cm. Künstlerinfo: eigentlich Heinrich Christoph Gottlieb Breling, dt. Genre- und Historienmaler sowie Radierer (1849 Burgdorf Kreis Hannover bis 1914 Fischerhude), ab 1854 Kindheit in Fischerhude, 1863–69 mit königlich-hannoveranischem Stipendium Kunststudium am Technikum Hannover bei Carl Oesterley, 1869 Eintritt in die preußische Armee und 1870/71 Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg, studierte ab 1872 an der Münchner Akademie bei Wilhelm von Diez, anschließend tätig in München, unternahm Studienreisen nach Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden, ab 1878 tätig für König Ludwig II., 1883 Ernennung zum königlichen Professor durch Ludwig II. und ab 1884 Hofmaler König Ludwigs II. von Bayern, schuf im Auftrag Ludwigs II. Wiedergaben der Schlösser Herrenchiemsee und Linderhof, ab 1885 tätig in München-Schleißheim, 1892 Übersiedlung nach Hannover und regelmäßige Aufenthalte in Fischerhude bei Bremen, Mitbegründer der Künstlerkolonie Fischerhude, unterhielt ab 1908 ein Atelier in der Bredenau (Ottersberg) bei Fischerhude, durch Eheschließung seiner Tochter Louise Schwiegervater von Otto Modersohn, beschickte unter anderem den Münchner Kunstverein, den Münchner Glaspalast, Berliner, Wiener und Düsseldorfer Kunstausstellungen, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Müller-Singer, Boetticher, Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Schweers und Internet.
Lot-No.: 4267
Limit: 190.00 €
Herde mit stehenden und liegenden Rindern verschiedener Fellfarben, in weiter, leicht hügeliger Landschaft, mit Buschwerk und Bäumen bestanden, unter leicht bewölktem Himmel, am diesigen Horizont Bergkette, gering pastose Malerei, Öl auf Papier, auf Karton kaschiert, Mitte 19. Jh., rechts unten monogrammiert "HB", rückseitig Annotationen, in schwarzer Profilrahmung mit Goldinnenleiste, Falzmaße ca. 19,5 x 27 cm. Künstlerinfo: dt. Genre-, Tier- und Landschaftsmaler (1802 Pirmasens bis 1869 München), 1831–32 in Italien, dabei in Rom und Neapel, später in München tätig, Quelle: Thieme-Becker.
Lot-No.: 4268
Limit: 390.00 €
ein sitzender Herr, mit einem Schriftstück in der Hand, auf der Stuhllehne den Arm anwinkelnd und die Betrachter anblickend, auf der rechten Bildseite ein roter Vorhang das Bild einnehmend, nach links ein Rahmenteil ins Gemälde ragend, auf dem Schriftstück das Wort "Hobbema" lesbar, was wohl bedeutet, dass der Dargestellte ein Künstler ist, der sich in seiner Malerei auf den Niederländer Meindert Hobbema (1638–1709) bezieht, Öl auf Leinwand, unten mittig signiert und datiert 1837, Erhaltungsmängel, restauriert, ohne Rahmen, Falzmaße 83 x 68 cm. Künstlerinfo: belgischer Maler und Zeichner (1778 in Lier bis 1859 in Brüssel), Schüler von Pierre Deis und Andries Cornelis Lens in Brüssel, ab 1801 in Rom, dort Professor an der Accademiea di San Luca, von 1808 bis 1827 in Antwerpen und Den Haag ansässig, gegen Ende seines Lebens Rückkehr nach Brüssel, vor allem als Historien- und Genremaler bekannt, aber auch für seine Portraits gefragt, besonders in Antwerpen Fokus auf religiöse Themen, in seiner Zeit in Den Haag mehr als Portraitmaler tätig, sein Stil war anfangs stark am Klassizismus angelehnt, spätere Werke immer mehr in Anlehnung an die Romantik. Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon Online und Internet.
Lot-No.: 4269
Limit: 600.00 €
Gebirgssee mit Ruderboot und baumumstandenem Gebäude vor schroffem Alpenmassiv, lasierende, gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, doubliert, um 1900, links unten signiert "Fritz Chwala", Altersspuren, neu gerahmt, Falzmaße ca. 70,5 x 95 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich Chvála, österr. Landschaftsmaler (1872 Wien bis 1936 Wien), Sohn des Malers Adolf Chwala (1836–1900), erster Malunterricht bei seinem Vater, Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, unternahm Studienreise nach Norwegen, tätig in Wien, Quelle: AKL, Toman, Fuchs "Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts" und Wikipedia.
Lot-No.: 4270
Limit: 180.00 €
Stillleben mit einem Arrangement von weißen sowie rosafarbenen Primeln und Stechpalmenzweigen vor natürlichem Hintergrund, partiell pastose Malerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten signiert "G. Clare", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 18 x 25,5 cm. Künstlerinfo: britischer Maler (1835 bis 1890 Barnet), bekannt für Stillleben, beeinflusst von William Henry Hunt, Ausstellungen in der Royal Academy of Arts, der British Institution sowie in der Royal Society of British Artists, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4271
Limit: 280.00 €
in einer bewölkten Nacht Blick an einem Gartentreppenabgang auf ein innen komplett beleuchtetes gotisches Schloss, im Vordergrund liegen diverse Äste zertreten am Boden, um den Vollmond lösen sich die Wolken auf, spätromantische, fast schon symbolistische Darstellung, an Ferdinand Knab erinnernd, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert JWCosway und datiert 1885, randdoubliert, Retuschen, leichte Altersspuren, Rahmen, Falzmaße 48,5 x 36 cm.
Lot-No.: 4272
Limit: 180.00 €
oberhalb am Strand eine Mutter mit ihrer Tochter an einem leicht befestigten Weg, vom Strand hochkommend ein Mädchen mit einem Korb auf dem Kopf, die Fischerboote aufgrund von Ebbe gestrandet, links im Hintergrund eine kleine Fischersiedlung, dargestellt ist ein windiger und sonniger Sommertag, Runswick Bay ist an der Nordseeküste von England, östlich von Middlesborough in Yorkshire, heute ein beliebtes Urlaubsziel, der Künstler zaubert hier eine atmosphärische Stimmung, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert 1875, doubliert und restauriert, Goldrahmen, Falzmaße ca. 53 x 93 cm. Künstlerinfo: britischer Künstler (1850 in Ipswich bis 1920 in Felixtowe), Neffe des Künstlers John Sell Cotman, ab 1868 Schüler an der Royal Academy of Arts London, anfangs vor allem Portrait- und Aquarellmaler, später Weiterentwicklung zum Landschafts- und Genremaler, arbeitete unter anderem länger für den Duke of Westminster, Mitglied der Ipswich School of Art sowie der Norwich School of Painters. Quelle: Allgemeines Künstlerlexikon Online und Dictionary of British Artists.
Lot-No.: 4273
Limit: 280.00 €
ein Kavalier nähert sich einer Hintertür, von oberhalb der Brücke wird er von einem Mann mit roter Mütze beobachtet, im Vordergrund ein Bach, im Hintergrund eine Straßenzeile, an die Stadtbilder Carl Spitzwegs erinnernd, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert J. Degvé(?), restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße 33 x 24 cm.
Lot-No.: 4274
Limit: 20.00 €