Gemälde

Katalog-Nr. 4134

Hermann Otto Hoyer, Bauern bei der Rast

rastender Bauer mit Sense und auf der Wiese sitzende Frau, auf karger Alm vor imposanter Hochgebirgskulisse, lasierende, teils gering pastose Genremalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten undeutlich signiert, ortsbezeichnet und datiert "H. O. Hoyer Oberstdorf [19]32", rückseitig aufgeheftetes Foto mit Werken Hoyers und altes Etikett "Münchner Sezession – auf dem Kunstwerk zu befestigen" sowie Annotation auf dem Keilrahmen "H. Otto Hoyer/Oberstdorf – Ausgestellt Münchner Sezession 1932", Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 160,5 x 122,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1893 Bremen bis 1968 Oberstdorf), zunächst Lehre zum Glasmaler, Praktikum in Italien, zeitweise in Metz, Nancy und Basel tätig, 1913–14 kurzzeitig Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden, ab 1914 als Freiwilliger Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, 1914 Verwundung und frz. Kriegsgefangenschaft, wegen wiederholter Fluchtversuche zeitweise in einem Straflager in Tunesien, hier Erkrankung an Typhus und Malaria, später in Marseille, während der Kriegsgefangenschaft Hinwendung zur Malerei, im Oktober 1917 erneuter Fluchtversuch, bei dem er den rechten Arm verlor und Rückführung nach Deutschland, studierte ab 1919 an der Münchner Akademie bei Hermann Groeber, Carl von Marr und Franz von Stuck, ab 1925 in Oberstdorf im Allgäu ansässig, beschickte unter anderem 1921–24 den Münchner Glaspalast und 1937–40 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, er erlangte Popularität durch sein 1937 auf der GDK gezeigtes Propagandagemälde „Am Anfang war das Wort“, welches durch Postkarten und Kunstdrucke weite Verbreitung erfuhr, 1943 Ehrung mit dem Professorentitel und der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft, 1945–47 als NS-Aktivist Gefangenschaft, Mitglied in der Münchner Künstlergenossenschaft und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, Davidson und Internet.

Limit:
1000,00 €

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