Walther Hoeck, attr., Pflügender Bauer
sonnige frühlingshafte Szene, alter Bauern hinter dem mit zwei Kaltblütern bespannten Pflug bei der Feldarbeit, fein lasierende Malerei über Bleistiftvorzeichnung auf kräftiger Grundierung, typisches der Blut- und Boden-Propaganda verpflichtetes Werk der NS-Zeit, Öl auf Leinwand, um 1940, unsigniert, beigefügt Foto des Braunschweiger Ateliers des Künstlers mit dem Maler vor einem ähnlichen, seitenverkehrten großformatigen Gemälde, rückseitig Teilskizze mit Quadratgitter zum 1935 für die Empfangshalle des Braunschweiger Bahnhofs geschaffenen Gemälde "Das Junge Deutschland" von Walther Hoeck, weiterhin neuzeitliches Etikett "Walter [sic.] Hoeck", Erhaltungsmängel, im handgearbeiteten Designerrahmen mit Basis, Falzmaße ca. 160 x 270 cm. Künstlerinfo: irrtümlich Walter Hoeck, mitunter auch Höck, dt. Maler und Bildhauer (1885 Holzminden bis 1956 Eglofs im Allgäu), 1902–03 Schüler einer Münchner Kunstschule, 1903–07 Studium an der Berliner Akademie und Atelierschüler von Lovis Corinth, 1907–08 Studium der Bildhauerei an der Münchner Akademie bei Adolf von Hildebrand, 1911–14 Schüler bei Arnold Waldschmidt und Meisterschüler bei Friedrich Kallmorgen in Berlin, 1914–18 Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, 1920 Umzug nach Braunschweig und und im Ortsteil Lehndorf bis 1954 künstlerisch freischaffend, in den 1920er Jahren Mitglied der Vereinigung freier bildender Künstler Braunschweigs, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und im Kunstverein "Block", nach 1933 Mitglied und Funktionär der Reichskammer der Bildenden Künste, beschickte 1937–44 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, während des 2. Weltkriegs tätig als „Künstler im Kriegseinsatz“ für NS-Propaganda, bewohnte meist in den Sommermonaten parallel bis 1941 ein eigenes Berghaus in Matrei im Osttiroler Gau Kärnten, ab 1941 zeitweise in Krakau, 1942 Ehrung mit dem NS-Kunstpreis der Stadt Braunschweig, 1944 Aufnahme in die "Gottbegnadeten-Liste", 1954 Übersiedlung nach Eglofs im Allgäu, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Davidson, Dressler und Internet.