Adolf de Haer, "Badende Mädchen am Rhein"
sommerliche Uferszene mit nackten jungen Frauen beim Sonnenbad, vor lichter Flusskulisse mit Paddel- und Segelbooten, hierzu bemerkt Wikipedia: "... De Haer wohnte und arbeitete seit 1936 in Kaiserswerth. In seinem Garten, direkt am Rhein gelegen, empfing er seine Freunde und seine Musen, die sein künstlerisches Schaffen prägten. Er malte Bilder mit christlichen Themen, als Ausdruck seiner Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz, außerdem Sinnbilder der harmonischen Familie, zahlreiche Porträts, Akte und Blumenstillleben. ...", 1940 beschickte er die "Rheinischen Kunstausstellung Berlin" mit einem ähnlichen Gemälde "Am Strand", welches drei Frauenakte am Wasser zeigt, diese Darstellung erlangte breite Popularität durch eine Abbildung in der "Weltkunst" vom 15. September 1940, dünn lasierende, mitunter gering pastose Genremalerei in lichter pastellner Farbigkeit über pastoser, grob strukturierter, partiell bewusst durchgeriebener Grundierung, Öl auf Leinwand, vor 1939, links unten signiert "A. de Haer", rückseitig Spuren eines grob übermalten Gemäldeentwurfs, auf dem Keilrahmen nummeriert "404", darüber hinaus unterschiedlich betitelt wie unscheinbarer Titel in Bleistift "Badende Märchen am Rhein" oder "Abschied" und getilgte Bezeichnung "Paradies" sowie signiert "A. de Haer", weiter mehrere fragmentarische Etiketten wie altes Einlieferungsetikett zur GDK "... [Große Deutsche Kunstausstellung] 1939 im Haus der Deutschen Kunst zu München ...", geringe Altersspuren, im schlichten originalen Künstlerrahmen der Zeit, Falzmaße ca. 155 x 135 cm. Künstlerinfo: eigentlich Adolf Josef Maria de Haer, dt. Maler, Graphiker, Holzstecher und Plastiker (1892 Düsseldorf bis 1944 bei Osnabrück), Vertreter des Rheinischen Expressionismus, 1912–14 Schüler der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule, ab 1914 Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, 1917 kurzzeitig Privatschüler bei Adolf Hölzel in Stuttgart, künstlerisch weitestgehend Autodidakt, 1919 Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Das Junge Rheinland", und Mitglied des Künstlerkreises um die Galeristin Johanna Ey, unterhielt Freundschaft zu Otto Pankok und Gert Wollheim, Mitglied im "Aktivistenbund 1919", zeitweilig in Hoorn in Holland ansässig, Mitglied im Deutschen Künstlerbund und nach 1933 Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, beschickte diverse Ausstellungen in Düsseldorf, Hannover, Baarn, Wien, Florenz, den Kunstsalon Emil Richter Dresden und die juryfreie Kunstschau Berlin, zunächst Expressionist, trotz Anpassung an den Stil der NS-Zeit 1937 Verfemung und Beschlagnahme seiner frühen Kunst als "entartet" und auf der Ausstellung "Entartete Kunst" vertreten, ab 1936 in Kaiserswerth tätig, Dürerpreis der Stadt Nürnberg, ab 1944 Kriegsdienst im 2. Weltkrieg, verstarb im Lazarett Osnabrück an Lungenentzündung, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Rainer Zimmermann "Expressiver Realismus – Malerei der verschollenen Generation", Dressler und Internet.