Gemälde

Katalog-Nr. 4016

Benjamin Vautier, Beim Musikunterricht

älterer Herr, einem an seiner Seite stehenden Jungen das Spiel der Geige lehrend, angesiedelt ist die Szenerie in einem recht kargen Raum, mit spitzem Pinsel ausgeführte Genremalerei mit gekonnter Beherrschung des Lichts, Öl auf Leinwand, links unten signiert "B. Vautier" und nicht eindeutig datiert "(18)57", Craquelure, leichte Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 20,5 x 17 cm. Künstlerinfo: eigentlich Marc Louis Benjamin Vautier, genannt "der Ältere", schweizerischer Genremaler, Zeichner und Illustrator, bedeutender Vertreter der älteren Düsseldorfer Malerschule (1829 Morges am Genfersee im Kanton Waadt bis 1898 Düsseldorf), Kindheit in Noville im Rhônetal, Schulbesuch in Lausanne, frühe Hinwendung zur Malerei und 1847 kurzzeitig Schüler von Jules Hébert in Genf, anschließend Lehre zum Emaillemaler bei Jacques Aimé Glardon und Charles Louis François Glardon in Genf, parallel autodidaktische Aneignung der Öl- und Aquarellmalerei sowie Besuch von Abendkursen im Aktzeichnen an der Akademie des Musée Rath, 1848-49 als Emaillemaler tätig, 1849 kurzzeitig Schüler von Jean-Léonard Lugardon, studierte 1849-50 an der Akademie Düsseldorf bei Carl Ferdinand Sohn und Heinrich Mücke, ab 1850 Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", ab 1851 Privatschüler von Rudolf Jordan, parallel als Illustrator tätig, 1853 mit Ludwig Knaus Reise in den Schwarzwald und das Berner Oberland, in der Folge regelmäßige Studienaufenthalte im Schwarzwald, 1856 mit Carl d’Unker Studienreise nach Paris, ab 1857 in Düsseldorf ansässig, erhielt diverse Ehrungen wie 1864 die Große Goldmedaille des preußischen Königs, 1865 und 1866 eine Goldmedaille in Paris, 1866 Ehrung mit dem Titel eines "königlichen Professors", 1868 Franz-Josephs-Orden, 1869 den Roten Adlerorden IV. Klasse und den bayerischen Michaelsorden I. Klasse, Mitglied und Verwaltungsrat des "Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen", Mitglied der Akademien München, Antwerpen, Wien, Amsterdam und Berlin, beschickte unter anderem den Münchner Glaspalast sowie Ausstellungen in Düsseldorf, Zürich, Berlin, Wien und die Pariser Weltausstellung 1867, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Allgemeine Deutsche Biographie, Baumgärtel "Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Brun "Schweizerisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Ries, Flemig und Wikipedia.

Limit:
150,00 €

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