Julius Runge, Unwetter vor der Küste
Segelboot auf bewegter See an der ligurischen Küste, unter dramatisch bewölktem Himmel, pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Malplatte, um 1910, 1913 und 1914 beschickte der Künstler den Münchner Glaspalast mit Motiven aus Bordighera, links unten signiert "J. Runge", rückseitig undeutliches Signet des Malplattenherstellers und teils undeutliche handschriftliche Annotationen "Bordighera/Gewitter ... Nr.4", Altersspuren, ungerahmt, Plattenmaße ca. 35,5 x 47 cm. Künstlerinfo: eigentlich Julius Friedrich Ludwig Runge, dt. Landschafts- und Marinemaler (1843 Röbel/Mecklenburg bis 1922 Lindau), zunächst Schüler der Münchner Kunstgewerbeschule bei Michael Echter, 1870–74 Studium an der Münchner Akademie bei Alexander [Sándor] von Wagner, Alexander Strähuber und Hermann Anschütz, 1875–79 Studium an der Akademie in Karlsruhe bei Hans Fredrik Gude und Gustav Schönleber, 1877 Aufenthalt mit Eugen Bracht auf Rügen, unternahm Studienreisen durch Deutschland, Norwegen, Palästina, Dänemark und Oberitalien, anschließend freischaffend in Karlsruhe, ab 1880 zeitweise in Hamburg ansässig, hier Mitglied des Hamburger Künstlervereins und ab Anfang der 1880er Jahre Anschluss an die Künstlerkolonie Skagen im Norden Jütlands, seit 1885 in München tätig, 1894 Aufenthalt auf Capri, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, beschickte unter anderem ab 1880 die Berliner Akademieausstellung, die Dresdner und Bremer Kunstausstellung, den Aargauer und Sächsischen Kunstverein sowie 1883 bis 1918, mit Unterbrechungen, den Münchner Glaspalast, ca. ab 1919 in Aeschach bei Lindau in Bayern tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher "Malerwerke des 19. Jahrhunderts", Rump "Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs", Matrikel der Münchner Akademie, Bénézit, Mülfarth, Glaspalastkataloge, Dressler und Internet.