Gemälde

Katalog-Nr. 3992

János Mihály Hesz, attr., Adam & Eva betrauern Abel

alttestamentarische Szene, der Bibel zufolge hatten das erste Menschenpaar Adam und Eva zwei Söhne - den Ackerbauern Kain und den Hirten Abel, der Sitte gemäß brachten beide Gott ein Opfer - die Begebenheit schildert die Bibel im Buch Mose [1. Mose 4,1-8] wie folgt "Der Mensch erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben. Sie gebar ein zweites Mal, nämlich Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt und Kain Ackerbauer. Nach einiger Zeit brachte Kain dem Herrn eine Gabe von den Früchten des Erdbodens dar; auch Abel brachte eine dar von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Der Herr schaute auf Abel und seine Gabe, aber auf Kain und seine Gabe schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß und sein Blick senkte sich. ... Da redete Kain mit Abel, seinem Bruder. Als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain gegen Abel, seinen Bruder, und tötete ihn. ...", die tragische Szene spielt hier in abendlicher Sommerlandschaft, zeigt links den trauernden Adam und rechts neben ihrem toten Sohn Abel die trauernde Eva, vor der Gruppe liegt noch der Stock, mit dem Kain Abel erschlug und rechts brennt noch das Opferfeuer auf einer Säule - dem Grund des Bruderzwists, fein lasierende, spätklassizistische religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, wachsdoubliert, rechts unten signiert "M. Hess Agriensis fecit Vienæ" und undeutlich wohl datiert "1820" aber auch als "1880" lesbar, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 66 x 74 cm. Künstlerinfo: nannte sich nach seinem lateinisierten Geburtsort "M. Hess Agriensis [dt.: M. Hess aus Eger]", auch Johann Michael Hess oder Heß, ungarischer Kupferstecher, Zeichner und Maler (1768 Eger [dt.: Erlau, lateinisch: Agria] in Ungarn bis 1836 Wien), war bereits 15-jährig in Öl- und Freskomalerei bewandert, studierte 1789-94 an der Wiener Akademie bei Hubert Maurer, weitergebildet bei Franz Anton Maulbertsch, 1794 Ernennung zum Professor für Zeichnen an der k. u. k. Ingenieur-Akademie Wien, 1820 überreichte er dem Erzherzog und Palatin von Ungarn, Joseph Anton Johann Baptist von Österreich aus dem Hause Habsburg-Lothringen, einen Plan zur Errichtung einer Kunstakademie in Pest (Budapest), nach Scheitern der Bemühungen arbeitete Hess als Portrait- und religiöser Genremaler, er schuf zahlreiche Altäre, sein Atelier avancierte zum Treffpunkt junger ungarischer Künstler in Wien, sein bedeutendstes Altargemälde schuf er für den Dom zu Esztergom, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler und Internet.

Limit:
2000,00 €

Wie funktioniert eine Auktion