Gemälde

Katalog-Nr. 3987

Julius Kraut, attr., Nymphe am See

Darstellung einer spärlich in Schleier gehüllten jungen Dame, beim Bade vor einer Felsengrotte in abendlicher Sommerlandschaft, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, ein als Kopie beigegebenes Foto des Münchner Fotografen Carl Teufel (1845–1912) zeigt Kraut, wohl um 1890, in seinem Münchner Atelier mit einem ähnlichen Sujet auf der Staffelei, rechts unten signiert "J. Krauth [sic.!]", rückseitig auf dem Rahmen alte Annotation "Julius Kraut * 1859–1939 †", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 120,5 x 81 cm. Künstlerinfo: wohl auch Julius Krauth, dt. Portrait- und Genremaler (1859 Barmen bis 1939 Berlin-Charlottenburg), zunächst auf väterlichen Wunsch Ausbildung zum Chemiker, studierte 1879–82 an der Akademie Düsseldorf bei Peter Janssen dem Älteren, Hugo Crola und Heinrich Lauenstein, ab 1883, mit Empfehlung der Düsseldorfer Akademie, Studium an der Münchner Akademie bei Rudolf von Seitz, hier Meisterschüler von bei Otto Seitz und beeinflusst von Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren, 1887 Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", 1891 Verleihung des Professorentitels durch Leopold Friedrich I. Franz Nikolaus von Anhalt, um 1888 zunächst freischaffend in Aachen, wo er auch Motive des Teutoburger Waldes festhielt, später wieder in München tätig, hier Mitglied des Münchner Kunstvereins und der Münchner Künstlergenossenschaft, beschickte die Ausstellungen des Münchner Glaspalastes, 1897 Übersiedlung nach Berlin-Grunewald, hier Mitglied im Verein Berliner Künstler und Teilhaber der Instrumenten-Fabrik „Reform“, avancierte zum Portraitisten der gehobenen Gesellschaft, schuf unter anderem Portraits des rumänischen Königs Carol I. und seiner Ehefrau Elisabeth zu Wied, von König Albert I. von Belgien, Kronprinz Wilhelm von Preußen und Kronprinzessin Cecilie zu Mecklenburg, Herzog Carl Eduard Sachsen-Coburg und Gotha, Arnold Böcklin, Reinhold und Oskar Begas sowie Paul von Hindenburg, reiste 1908 als Begleiter des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern nach Rom, beschickte unter anderem die Große Berliner Kunstausstellung, erhielt diverse Ehrungen wie 1906 das Ritterkreuz des Königlich Rumänischen Ordens „Stern von Rumänien“ und 1909 das Ehrenkreuz 3. Klasse der Hohenzollern, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, "Moderne Kunst in Meister-Holzschnitten", Band 14 (1900), Glaspalastkataloge und Internet.

Limit:
360,00 €

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