Andreas Herrenburg, Sommerliche Rast am Bachufer
Wanderer unter Laubbäumen am Seeufer rastend, mit Fernblick über See, vor steil aufragender alpiner Gebirgskulisse mit schneebedeckten Gipfeln, gering pastose Landschaftsmalerei mit teils breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1880, rechts unten signiert "A. Herrenburg", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 46 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Andreas von Herrenburger, dt. Landschafts- und Architekturmaler, Orientalist und Kunstsammler (1824 Berlin bis 1906 Berlin), studierte in Berlin bei Karl Eduard Biermann, weitergebildet in München, Studienreisen durch Deutschland, Frankreich und Italien, 1845 Studienreise nach Griechenland, hier Erforschung der griechischen Altertümer im Auftrag von König Otto, 1846 Leiter einer künstlerischen und wissenschaftlichen türkischen Expedition nach Kleinasien, Palästina, Syrien und Persien, lebte anschließend zeitweise auf Zypern, 1847 Reise nach Ägypten, Nubien und den Abessinien, 1848 Rückkehr über Italien, Paris und England nach Berlin, erhielt Gemäldeaufträge von Alexander von Humboldt und König Friedrich Wilhelm IV., anschließend Münchenaufenthalt und Kontakt zu Moritz von Schwind und Bonaventura Genelli, hier Zusammenarbeit mit Friedrich Voltz, 1855 Übersiedlung nach Dresden, unternahm weitere Studienreisen, unter anderem nach Norwegen, Schweden und Italien, beschickte unter anderem die Ausstellungen der Akademien Berlin, München und Dresden und den Münchner Glaspalast, 1855 und 1867 vertreten auf der Pariser und 1873 auf der Wiener Weltausstellung, Ehrung durch Sultan Abdülmecid I. mit dem Titel eines Bei und dem Mecidiye-Orden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger und Internet.