Lothar Malskat, Expressive Abendstimmung
mit stark kontrastierenden Farbtönen in Orange und Schwarz angelegte Landschaftsstruktur unter leuchtend bewölktem Himmel mit blauen Durchbrüchen, Aquarell auf Bütten, um 1985, links unten monogrammiert "LM" und signiert "L. Malskat", auf Rahmenrückseite bezeichnet "Aquarell von Lothar Malskat (Königsberg 1913 – 1988 Wulfsdorf/Lübeck) monogrammiert und signiert...", auf schwarzer Unterlage und hinter Glas in schlichter, über Eck gearbeiteter Silberleiste, Blattmaße ca. 54 x 69 cm, Falzmaße ca. 69 x 83,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Graphiker und Kunstfälscher (1913 Königsberg bis 1988 Wulfsdorf bei Lübeck), zunächst Malerlehre, studierte bei Max Block und Josi Formako sowie bei Grün, Schön, Wulff, Wissel und Straube an der Akademie Königsberg, Ausstellungstätigkeit in Königsberg, später in Berlin ansässig, hier mit Empfehlung seiner Königsberger Professoren Anstellung beim Kirchenhistoriker und Restaurator Professor Ernst Fey und dessen Sohn Dietrich Fey, zunächst als Gehilfe, im Frühjahr 1937 beteiligt am Restaurierungsauftrag Ernst Feys im Dom von Schleswig, hier erste Fälschungen frühgotischer Malerei, 1948 zusammen mit Dietrich Fey Fälschung gotischer Deckenfresken in der Lübecker Marienkirche, parallel dazu Kunstfälschungen für den Kunsthandel, galt seinerzeit als“größter Fälscher aller Zeiten“, 1952 Selbstanzeigen und Ende der Fälschertätigkeit, die Geschichte wurde filmisch und im Roman „Die Rättin“ von Günter Grass verarbeitet, Malskat schuf fortan eigene Werke, tätig in Deepenmoor und Wulfsdorf bei Lübeck, zeitweise in Odderkjer in Dänemark, Quelle: Vollmer und Wikipedia.