Richard Klein, Die Badenden
zwei nackte Frauen unter Bäumen am Seeufer in lichter Sommerlandschaft, gering pastose Genremalerei des Art déco mit charaktervollem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unten signiert "Rich. Klein", geringe Altersspuren, sehr schön neuzeitlich in versilberter Stuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 121 x 91 cm. Künstlerinfo: dt. Stukkateur, Maler, Graphiker, Medailleur, Bildhauer, Kunstgewerbler, Briefmarkenentwerfer und Funktionär (1890 München bis 1967 Weßling bei München), zunächst Lehre zum Stukkateur, parallel sechs Jahre Schüler im Atelier für Architekturplastik von Julius Seidler, 1908–15 Studium an der Münchner Akademie zunächst Bildhauerei bei Balthasar Schmitt (1861–1949), später Malerei bei Angelo Jank und Franz von Stuck, ab 1917 künstlerisch freischaffend in München, ab 1928 Professor an der Staatsschule für Angewandte Kunst München und ab 1935 deren Direktor, ab 1919 Mitglied der Münchner Sezession, Mitglied des Deutschen Werkbundes und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, entwarf 1933 das Signet und Erkennungszeichen der „Großen Deutschen Kunstausstellung“, 1935 Ernennung zum Mitglied des Reichskultursenats durch Goebbels, Mitglied und ab 1936 Präsidialrat der Reichskammer der bildenden Künste, ab 1937 mit Fritz Todt, Albert Speer und Leonhard Gall künstlerischen Beirat der Zeitschrift »Die Kunst im Dritten Reich«, beschickte den Münchner Glaspalast und 1937–43 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, 1944 Aufnahme in die "Gottbegnadeten-Liste", fertigte zahlreiche Entwürfe für Briefmarken des 3. Reiches, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Matrikel der Münchner Akademie, "Franz von Stuck und seine Schüler", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Davidson, Ries, Ernst Klee "Das Kulturlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945" und Internet.