Gemälde

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August Heyn, Junge Bäuerin

in die Ferne blickende Frau in Tracht und rotem Kopftuch, mit Ohr- und Halsschmuck, gering pastose Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., links unten signiert "A. Heijn", geringe Retuschen, Firnis gegilbt, gerahmt, Falzmaße ca. 47 x 34,5 cm. Künstlerinfo: signierte "Aug. Heijn", auch August Hayn, dt. Genre- und Bildnismaler (1837 Sophienau/Sachsen-Meiningen bis 1920 Ohlstadt bei Murnau), erlernte zunächst sein Handwerk als Kopist alter Meister in Dresden und München, studierte ab 1853 an der Akademie München bei Karl Raupp und Franz von Defregger, ab 1855 Weiterbildung an der Akademie Dresden, unternahm Studienreisen durch Hessen, Süddeutschland, Schwarzwald, Franken, Italien, Tirol und England, beschickte ab 1864 den Münchner Glaspalast, ab 1868 tätig in München, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, erhielt diverse Ehrungen wie 1886 die König-Ludwig-Medaille, 1900 Ernennung zum Königlichen Professor, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Neuwirth "Porzellanmalerlexikon", Ries, Seubert, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Matrikel der Münchner Akademie, Schülerliste der Dresdner Akademie, Dressler, Kataloge Glaspalast München und Internet.

Lot-No.: 3975
Limit: 200.00 €

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Johann Nepomuk Hofbaur, Gutshof

sommerliche Straßenszene mit Bauern vor ihrem Planwagen bei der Rast, Kutsche mit ausfahrender Gutsfamilie vor der Ansicht eines herrschaftlichen, ländlichen Anwesens, lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "J. N. Hofbaur pinx. 1822", Altersspuren, im originalen Biedermeierrahmen gefasst, Falzmaße ca. 40,5 x 52,5 cm. Künstlerinfo: Veduten- und Genremaler sowie Zeichner und Radierer (erwähnt 1822 bis 1838), tätig erwähnt in Stadtbergen bei Augsburg, Quelle: Internet.

Lot-No.: 3976
Limit: 240.00 €

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Jacob Hofstra, Landschaft mit Reitern

zwei Männer zu Pferd, unter knorrigen Laubbäumen in herbstlicher Landschaft, fein mit spitzem Pinsel gering pastos erfasste Malerei, Öl auf parkettierter Holzplatte, Mitte 19. Jh., links unten signiert "J. Hofstra f. [fecit = hat es gemacht]", rückseitig Etikett "Galerie Schöninger ...", Altersspuren, im neueren Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 43 x 37 cm. Künstlerinfo: niederländischer Landschafts- und Genremaler (1805 Sneek bis 1875 Sneek), um 1835 tätig als Malergehilfe, künstlerisch wohl Autodidakt, später verdingte er sich als Polizist, parallel als Kunstmaler tätig, lebte in Sneek, Quelle: Sneeker Nieuwsblad, Scheen und Internet.

Lot-No.: 3977
Limit: 390.00 €

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Joseph Hülser, attr., Romantische Flusslandschaft

spätsommerlicher Blick in sanft bewegte Gebirgslandschaft mit knorrigen Laubbäumen, im Hintergrund ein Kloster auf einem Bergrücken und Reiter am Fluss, unter effektvoll bewölktem Himmel, hierzu bemerkt Bruckmann im Lexikon der Düsseldorfer Malerschule "... Bevorzugt malt er Motive aus der Eifel- und Lahngegend, ... Es überwiegen stimmungsvolle Landschaften und beschauliche Waldansichten. Auf die Verbindung zur Schule Schirmers verweisen nicht nur die Motivwahl und die traditionelle Verwendung von Figurenstaffage und Architekturmotiven, sondern auch die detaillierte Naturschilderung und die kontrastreiche Lichtführung. Wolfgang Müller von Königswinter würdigte seine Bilder als freundlich und ansprechend, da in ihnen »auch die gemüthlichen Seiten des Waldlebens ihre Berechtigung finden« (Müller v. Königswinter 1854). ...", lasierende, partiell gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1840, rechts unten signiert "J. Hülser", Altersspuren, alt gerahmt, Falzmaße ca. 74 x 111,05 cm. Künstlerinfo: irrtümlich auch Hulser, dt. Landschaftsmaler (1816 oder 1817 in Kleinenbroich bis 1850 Düsseldorf), zunächst Ausbildung zum Stuhlmacher, Drechsler und Schreiner, studierte 1832–34 an der Sonntagsschule der Düsseldorfer Akademie bei Ernst Carl Thelott, 1835–36 Schüler der Bauhandwerksklasse von Karl Friedrich Schäffer, 1836 Schüler der Elementarklasse bei Josef Wintergerst, 1837–42 Schüler in der Landschafterklasse von Johann Wilhelm Schirmer, 1840 Projektionslehre in der Architekturklasse bei Rudolf Wiegmann, 1840 Beurlaubung vom Studium zum Zwecke einer Studienreise, beschickte unter anderem 1839 den Leipziger Kunstverein und 1844 die Berliner Akademieausstellung, 1848 Gründungsmitglied des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Todesnachricht in der "Düsseldorfer Zeitung" und dem "Düsseldorfer Journal und Kreis-Blatt", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Düsseldorfer Adressbuch und Internet.

Lot-No.: 3978
Limit: 800.00 €

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Daniel Israel

Halbfigurenbildnis einer jungen dunkelhaarigen Dame mit Fez im orientalischen Ambiente, gering pastose, partiell lasierende Malerei, Öl auf Karton, um 1890, rechts unten ligiert signiert und ortsbezeichnet "DIsrael München", rückseitig Reste eines alten Etiketts und Nummer "87-39", hinter Glas mit Messingschild "Daniel Israel 1859–1901", im prächtigen, partiell gepunzten Goldstuckrahmen gerahmt (geringe Erhaltungsmängel), Falzmaße ca. 20,5 x 13 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler und Orientalist (1859 Wien bis 1901 Wien), gehörte zur Gruppe der „Münchner Fein- und Kleinmaler“, Sohn ungarischer Juden, zunächst kaufmännische Ausbildung in Wien, studierte 1878–82 an der Akademie Wien, 1882–85 Studium an der Akademie München bei Johann Caspar Herterich und Otto Seitz, unternahm 1885 eine Orientreise, die ihn über Bosnien, die Türkei (Konstantinopel), ins "Heilige Land" nach Palästina und Ägypten führte, aus den hier entstandenen Skizzen und Studien schuf der Künstler später im Atelier detailreiche Genrebilder, beschickte 1893–99 den Münchner Glaspalast sowie Ausstellungen in Wien und Budapest, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, ÖBL, Müller-Singer, Fuchs, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Wikipedia.

Lot-No.: 3979
Limit: 1900.00 €

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J. W. Jackson, Sommer auf dem Land

an einem breiten Weg gelegene, von Bäumen und Büschen umgebene Bauernhäuser in hügeliger Landschaft, unter luftig bewölktem Himmel, leicht pastose Landschaftsmalerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "J. W. Jackson 1831", Übermalungen, gerahmt, Falzmaße ca. 30,5 x 46 cm, beigegeben Kaufbeleg der Kunsthandlung Aug. Genner & Co. Duisburg.

Lot-No.: 3980
Limit: 120.00 €

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Friedrich Jamrath, Portraitpaar

Bildnis-Pendants eines älteren Ehepaars, dabei Herr im weißen Hemd und schwarzen Anzug sowie Frau mit weißer Haube im schwarzen Kleid, lasierende, partiell gering pastose Malerei in zurückhaltender, dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, je rechts signiert "F. Jamrath" und datiert "1881" bzw. "1886", rückseitig auf dem Keilrahmen je neuzeitlich bezeichnet "Johann Friedrich Jamrath 1810-1891), Craquelure, Druckstelle (Herrenportrait) bzw. Fehlstellen in der Leinwand (Damenportrait), etwas restaurierungsbedürftig, schön als Gegenstücke hinter Passepartouts mit hochovalem Ausschnitt gerahmt, Passepartoutausschnitt je ca. 65 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Friedrich Jamrath, dt. Blumen- und Portraitmaler, Porzellanmaler und Hoffotograf des Berliner Hofes (1810 Berlin bis 1891 Berlin), Schüler des Genre-, Historien- und Portraitmalers Johann Gottfried Brücke (1796-1873) in Berlin und um 1832 Schüler des Blumenmalers und Zeichenlehrers am Botanischen Garten Berlin Carl Roethig, beschickte 1826-46 die Berliner Akademieausstellung mit Blumenstücken und Portraits, später Ausbildung zum Fotografen bei Carl Gustav Oehme (1817-1881), 1846 oder 1853 Eröffnung des eigenen Fotografischen Ateliers in Berlin, welches er ab 1858 mit seinem Sohn Theodor Georg Richard Jamrath (1836-1902) unter "Jamrath & Sohn" betrieb, bedeutender Berliner "Carte de Visite"-Hersteller, Ernennung zum preußischen und sachsen-altenburgischen Hoffotografen, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Lemberger "Meisterminiaturen". Neuwirth "Porzellanmalerlexikon", Schidloff und Internet.

Lot-No.: 3981
Limit: 330.00 €

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Karl F. Karthaus, Landschaft auf Korfu

über eine Bogenbrücke führende Landstraße mit Reitern, im Hintergrund flache mediterrane Landschaft unter hellem Himmel, leicht pastose Landschaftsmalerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "C. F. Karthaus (18)93", auf Keilrahmenrückseite Etikett "30071" und Galeriestempel, minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 43 x 63 cm, beigegeben Rechnungskopie der Kunsthandlung J. P. Schneider in Frankfurt am Main aus dem Jahr 1930. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler der Berliner Schule (wohl 1852 Wuppertal bis 1928 Berlin), vorwiegend in Berlin und Potsdam als Landschaftsmaler tätig, Quelle: Internet.

Lot-No.: 3982
Limit: 450.00 €

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Karl Kaufmann, Reisigsammlerin im Wiener Wald

von hohem Laubwald umgebene Lichtung mit Teich und Reisigsammlerin auf dem Heimweg, leicht pastose Landschaftsmalerei in warmer Farbigkeit, Öl auf Leinwand und auf Leinwand kaschiert, Ende 19. Jh., links unten signiert "J. Rollin" (Pseudonym für Karl Kaufmann), auf Rahmenrückseite bezeichnet "Karl Kaufmann Reisigsammlerin im Wiener Wald", leichte Altersspuren und Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 67,5 x 54,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler (1843 Neuplachowitz/Schlesien bis 1905 Wien), studierte an der Akademie Wien, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Norwegen, Deutschland, Italien und Holland, ab 1900 in Wien ansässig, verwendete ca. 40 Pseudonyme zur Kennzeichnung seiner Werke, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.

Lot-No.: 3983
Limit: 450.00 €

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Eugen Klimsch, attr., Mutter mit Kind

junge Mutter im antikisierenden Gewand und auf ihrem Schoß mit Blumen spielendes Kind, mit sicherem Strich ausgeführte Arbeit in ausgewogenem Kolorit, Öl auf festem Karton, rückseitig bezeichnet "Eugen Klimsch/Frankfurt a./M./1880", minimale Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 25 x 13 cm. Künstlerinfo: eigentlich Eugen Johann Georg Klimsch, dt. Maler, Freskant, Zeichner, Illustrator, Miniaturist und Graphiker (1839 Frankfurt am Main bis 1896 Frankfurt), Mitglied der Frankfurter Künstlerfamilie Klimsch, zunächst Schüler seines Vaters Karl Ferdinand Klimsch und in dessen Atelier tätig, 1852–55 Schüler der Höheren Gewerbeschule Frankfurt, 1855–59 Abendkurse am Städelschen Kunstinstitut Frankfurt am Main, 1859–65 Privatschüler von Andreas Müller („Komponiermüller“) in München, unternahm Studienreisen nach Paris, Venedig und London, zeitweilig tätig als Lithograph und Entwerfer für Banknoten für den bayerischen Staat, ab 1865 wieder in Frankfurt am Main, hier einige Jahre als Lehrer an der Kunstgewerbeschule tätig, 1889 zum Professor ernannt, 1895 Leiter der Mal- und Komponierschule am Städelschen Institut, beschickte zahlreiche Ausstellungen und erhielt diverse Ehrungen, Vater des Bildhauers Fritz Klimsch, Quelle: Boetticher, Thieme-Becker und Internet.

Lot-No.: 3984
Limit: 190.00 €

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Edmund Koken, Romantische Landschaft mit See

spätsommerlicher Blick von einer Anhöhe, über Felsen zum See, in gebirgiger Landschaft in der Abenddämmerung, wohl Motiv vom Gardasee seiner Italienreise, stimmungsvolle, fein lasierende Landschaftsmalerei mit geringen pastosen Partien, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten ligiert signiert, datiert und ortsbezeichnet "EKoken 1846 Hannover", Altersspuren, gerahmt, Maße ca. 38 x 50 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Gottfried Edmund Koken, dt. Landschafts- und Portraitmaler, Zeichner sowie Radierer (1814 Hannover bis 1872 Hannover), Schüler der Hofschule und später der Gewerbeschule in Hannover, künstlerische Weiterbildung ab 1836 in München, hier freundschaftlich beeinflusst von August von Kreling, Carl Rottmann, Schnorr von Carolsfeld, Kaulbach und Peter von Cornelius, ab 1841 wieder in Hannover, 1842 Gründungsmitglied des Hannoverschen Kunstvereins, unternahm um 1845 eine Studienreise nach Italien, die eine Freundschaft mit Oswald Achenbach begründete, beschickte unter anderem Ausstellungen in Hannover, die Berliner Kunstausstellung und den Münchner Glaspalast, tätig in Hannover, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Allgemeine Deutsche Biographie, Hannoversche Biographie, Müller-Singer, Heller, Boetticher und Internet.

Lot-No.: 3985
Limit: 280.00 €

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Lina Krause, Blumen in Tonvase

üppiger Blumenstrauß, unter anderem mit Tulpen, Dahlien und Rosen in irdener Vase vor dunklem Grund, detaillierte Blumenmalerei mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Holztafel, um 1900, rechts unten signiert "L. Krause", minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 34 x 25 cm. Künstlerinfo: dt. Blumenmalerin (1857 Berlin bis 1916), Quelle: Internet.

Lot-No.: 3986
Limit: 420.00 €

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Julius Kraut, attr., Nymphe am See

Darstellung einer spärlich in Schleier gehüllten jungen Dame, beim Bade vor einer Felsengrotte in abendlicher Sommerlandschaft, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, ein als Kopie beigegebenes Foto des Münchner Fotografen Carl Teufel (1845–1912) zeigt Kraut, wohl um 1890, in seinem Münchner Atelier mit einem ähnlichen Sujet auf der Staffelei, rechts unten signiert "J. Krauth [sic.!]", rückseitig auf dem Rahmen alte Annotation "Julius Kraut * 1859–1939 †", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 120,5 x 81 cm. Künstlerinfo: wohl auch Julius Krauth, dt. Portrait- und Genremaler (1859 Barmen bis 1939 Berlin-Charlottenburg), zunächst auf väterlichen Wunsch Ausbildung zum Chemiker, studierte 1879–82 an der Akademie Düsseldorf bei Peter Janssen dem Älteren, Hugo Crola und Heinrich Lauenstein, ab 1883, mit Empfehlung der Düsseldorfer Akademie, Studium an der Münchner Akademie bei Rudolf von Seitz, hier Meisterschüler von bei Otto Seitz und beeinflusst von Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren, 1887 Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", 1891 Verleihung des Professorentitels durch Leopold Friedrich I. Franz Nikolaus von Anhalt, um 1888 zunächst freischaffend in Aachen, wo er auch Motive des Teutoburger Waldes festhielt, später wieder in München tätig, hier Mitglied des Münchner Kunstvereins und der Münchner Künstlergenossenschaft, beschickte die Ausstellungen des Münchner Glaspalastes, 1897 Übersiedlung nach Berlin-Grunewald, hier Mitglied im Verein Berliner Künstler und Teilhaber der Instrumenten-Fabrik „Reform“, avancierte zum Portraitisten der gehobenen Gesellschaft, schuf unter anderem Portraits des rumänischen Königs Carol I. und seiner Ehefrau Elisabeth zu Wied, von König Albert I. von Belgien, Kronprinz Wilhelm von Preußen und Kronprinzessin Cecilie zu Mecklenburg, Herzog Carl Eduard Sachsen-Coburg und Gotha, Arnold Böcklin, Reinhold und Oskar Begas sowie Paul von Hindenburg, reiste 1908 als Begleiter des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern nach Rom, beschickte unter anderem die Große Berliner Kunstausstellung, erhielt diverse Ehrungen wie 1906 das Ritterkreuz des Königlich Rumänischen Ordens „Stern von Rumänien“ und 1909 das Ehrenkreuz 3. Klasse der Hohenzollern, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, "Moderne Kunst in Meister-Holzschnitten", Band 14 (1900), Glaspalastkataloge und Internet.

Lot-No.: 3987
Limit: 360.00 €

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Lestycin, Schlafende

junge Frau mit aufwendiger Frisur und zartem Teint, ein Nickerchen haltend, mit spitzem Pinsel ausgeführte Portraitmalerei, Öl auf Metall, im linken Bereich signiert "Lestycin" und datiert "(1)855", Erhaltungsmängel, im Samtpassepartout (mit Erhaltungsmängeln), Passepartoutausschnitt ca. 17,5 x 13,5 cm.

Lot-No.: 3988
Limit: 420.00 €

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Henri Marcette, Alte Mühle

zwei Männer und Hühner, vor altem morbiden Mühlengebäude in sommerlicher Landschaft, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten signiert "H. Marcette fec.", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliches Etikett "Henry [sic.] Marcette Belgien 1824–1890", Erhaltungsmängel, sehr schön neuzeitlich mit Messingrahmenschild "Henri Marcette 1824–1890" gerahmt, Falzmaße ca. 44,5 x 60 cm. Künstlerinfo: eigentlich Henri Joseph Marcette, belgischer Landschaftsmaler und Radierer (1824 Spa bis 1890 Spa), tätig in Spa, Quelle: Thieme-Becker und Wurzbach.

Lot-No.: 3989
Limit: 200.00 €

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Friedrich Carl Mayer, Rathaus Hall in Tirol

historische Ansicht eines Treppenaufgangs, feinst mit spitzem Pinsel miniaturhaft festgehaltene Architekturmalerei, hierzu bemerkt Wikipedia: "... Zu seinen Architekturgemälden nahm er die Motive meist aus Nürnberg und Augsburg. ... [er] legte ein besonderes Gewicht auf strenge Zeichnung und richtige Darstellung der Einzelheiten bei feiner Beleuchtung durch einfallendes Sonnenlicht. ...", Öl über Bleistift auf Holz, um 1900, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "F. C. Mayer München", rückseitig betitelt und bezeichnet "»Aufgang zum Rathaus in Hall in Tirol« gem. von F. C. Mayer München", Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 12,5 x 9 cm. Künstlerinfo: dt. Architekturmaler, Kunstgewerbler und Restaurator (1824 Bad Tölz bis 1903 München), Jugend in Augsburg, studierte 1844–48 an der Akademie München, Architekturschüler von Eduard Metzger und August von Voit, als Maler weitergebildet bei Joseph Schlotthauer und Clemens von Zimmermann in München, unternahm ausgedehnte Studienreisen, anschließend in Nürnberg ansässig, hier 1855–65 Professor an der Kunstgewerbeschule, 1865–75 Professor an der Kunstgewerbeschule Weimar und Ernennung zum großherzoglich-weimarischen Hofrat, 1875–89 Konservator der Gemäldesammlung des Germanischen Nationalmuseums und der Burg Nürnberg, Quelle: Thieme-Becker, Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.

Lot-No.: 3990
Limit: 240.00 €

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Max Merker, "Heide am Regenstein im Harz"

Ansicht des im Harzer Vorland bei Blankenburg gelegenen Regenstein mit flachem Umland und locker bewölktem Himmel, naturalistische Landschaftsmalerei mit minimal pastosem Farbauftrag, Öl auf Pappe, links unten teils vom Falz verdeckt signiert und datiert "Merker 1885", auf der Rückseite handschriftlich bezeichnet "Max Merker Weimar/Heide bei Regenstein/gemalt 1885" sowie Künstlerstempel, leichte Erhaltungsmängel, Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 49,5 x 67 cm. Künstlerinfo; dt. Maler und Grafiker (1861 Weimar bis 1928 Weimar), 1881–89 Studium an der Kunstschule Weimar bei Alexander Struys und Woldemar Friedrich, 1886–89 Meisterschüler bei Theodor Hagen, unternahm Studienreisen nach Italien (unter anderem nach Rom, Capri und Sizilien), beschickte die Berliner Akademieausstellungen, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, der freien Vereinigung Weimarischer Künstler und im Thüringer Ausstellerverband Bildender Künstler, tätig in Weimar, Quellen: Thieme-Becker, Scheidig "Die Weimarer Malerschule", Boetticher, Dressler, Saur, Müller-Singer, Kataloge der Berliner Akademieausstellung und Wikipedia.

Lot-No.: 3991
Limit: 390.00 €

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János Mihály Hesz, attr., Adam & Eva betrauern Abel

alttestamentarische Szene, der Bibel zufolge hatten das erste Menschenpaar Adam und Eva zwei Söhne - den Ackerbauern Kain und den Hirten Abel, der Sitte gemäß brachten beide Gott ein Opfer - die Begebenheit schildert die Bibel im Buch Mose [1. Mose 4,1-8] wie folgt "Der Mensch erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben. Sie gebar ein zweites Mal, nämlich Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt und Kain Ackerbauer. Nach einiger Zeit brachte Kain dem Herrn eine Gabe von den Früchten des Erdbodens dar; auch Abel brachte eine dar von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Der Herr schaute auf Abel und seine Gabe, aber auf Kain und seine Gabe schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß und sein Blick senkte sich. ... Da redete Kain mit Abel, seinem Bruder. Als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain gegen Abel, seinen Bruder, und tötete ihn. ...", die tragische Szene spielt hier in abendlicher Sommerlandschaft, zeigt links den trauernden Adam und rechts neben ihrem toten Sohn Abel die trauernde Eva, vor der Gruppe liegt noch der Stock, mit dem Kain Abel erschlug und rechts brennt noch das Opferfeuer auf einer Säule - dem Grund des Bruderzwists, fein lasierende, spätklassizistische religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, wachsdoubliert, rechts unten signiert "M. Hess Agriensis fecit Vienæ" und undeutlich wohl datiert "1820" aber auch als "1880" lesbar, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 66 x 74 cm. Künstlerinfo: nannte sich nach seinem lateinisierten Geburtsort "M. Hess Agriensis [dt.: M. Hess aus Eger]", auch Johann Michael Hess oder Heß, ungarischer Kupferstecher, Zeichner und Maler (1768 Eger [dt.: Erlau, lateinisch: Agria] in Ungarn bis 1836 Wien), war bereits 15-jährig in Öl- und Freskomalerei bewandert, studierte 1789-94 an der Wiener Akademie bei Hubert Maurer, weitergebildet bei Franz Anton Maulbertsch, 1794 Ernennung zum Professor für Zeichnen an der k. u. k. Ingenieur-Akademie Wien, 1820 überreichte er dem Erzherzog und Palatin von Ungarn, Joseph Anton Johann Baptist von Österreich aus dem Hause Habsburg-Lothringen, einen Plan zur Errichtung einer Kunstakademie in Pest (Budapest), nach Scheitern der Bemühungen arbeitete Hess als Portrait- und religiöser Genremaler, er schuf zahlreiche Altäre, sein Atelier avancierte zum Treffpunkt junger ungarischer Künstler in Wien, sein bedeutendstes Altargemälde schuf er für den Dom zu Esztergom, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler und Internet.

Lot-No.: 3992
Limit: 2000.00 €

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Paul Mucha, Venedig, Piazzetta San Marco

geschäftiges Treiben zu Füßen der Säulen von Sankt Marco und Sankt Theodorus, mit Blick über den Canal Grande, auf Dogana di Mare und Santa Maria della Salute, feine, gering pastose Vedutenmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "P. Mucha 1890", geringe Altersspuren, im prächtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 79 x 108,5 cm. Künstlerinfo: dt. Genre-, Veduten- und Landschaftsmaler (1856 Paprocz oder Groß Rauden [Rudy] in Oberschlesien bis unbekannt), studierte an der Berliner Akademie, um 1890 in Venedig, Quelle: Müller-Singer und Internet.

Lot-No.: 3993
Limit: 4800.00 €

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Andreas Müller, attr., Erweckung des Lazarus

Szene, als Jesus an dem von Trauernden umgebenen Grab des Lazarus ausruft „Lazarus, komm heraus!“, skizzenhaft angelegte Heiligenmalerei, Öl auf Kupfer, um 1880, auf der Rückseite bezeichnet "Prof. Andreas Müller/München", etwas reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 25 x 11,5 cm. Künstlerinfo: auch genannt „Komponiermüller“, dt. Historienmaler, Illustrator und Holzschnittzeichner (1831 Stephans-Rettenberg bei Sonthofen im Algäu bis 1901 München), studierte ab 1847 an der Akaemie München bei Wilhelm von Kaulbach und Moritz von Schwind, 1856 Italienreise, neben zahlreichen religiösen Gemälden und Fresken schuf er Zeichnungen für den Holzschnitt, u. a. für die „Münchner Bilderbogen“ und „Fliegenden Blätter“, 1875–93 als Nachfolger von Johann von Schraudolph Prof. für religiöse Malerei an der Akademie in München, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Nagler, Matrikel der Akademie München und Internet.

Lot-No.: 3994
Limit: 190.00 €

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Theodor Nocken, attr., Alpenlandschaft

spätsommerliche Alm in Hochgebirgslandschaft mit Bäuerin, auf von Felsen gesäumtem Weg vor Schutzhütte, mit Blick zur imposanten schneebedeckten Bergkulisse, pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, rechts unten undeutlich signiert "Th. Nocken", rückseitig auf dem Keilrahmen unleserliche Annotation in Blei, Altersspuren, im originalen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 57,5 x 84 cm. Künstlerinfo: eigentlich Wilhelm Theodor Nocken, dt. Landschaftsmaler (1829 Düsseldorf bis 1905 Düsseldorf), zunächst Ausbildung zum Anstreicher, parallel 1840–45 Schüler der "Sonntagsklasse der Handwerker in freier Handzeichnung“ an der Düsseldorfer Akademie bei Joseph Keller und ab 1843 Schüler der "Sonntags-Bauklasse für Handwerker" der Düsseldorfer Akademie bei Rudolf Wiegmann, studierte 1844–50 regulär an der Düsseldorfer Akademie bei Johann Wilhelm Schirmer, 1850 einjähriges Stipendium, anschließend Militärdienst, 1850–53 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", beschickte 1848 die Berliner Akademieausstellung und ab 1850 die Düsseldorfer Kunstausstellung, ferner Ausstellungen in Köln, Hamburg, Hannover, Bremen, Magdeburg, Köln, Altenburg und die Ausstellungen des Sächsischen Kunstvereins Dresden, vertreten in der Großherzoglichen Sammlung Baden-Baden und im Museum Altenburg, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Bénézit, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Busse und Wikipedia.

Lot-No.: 3995
Limit: 260.00 €

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B. Oscar, Kind mit Hund auf einem Bootssteg

sommerliche Seeuferszene mit nacktem Kind, in trauter Zweisamkeit mit einem großen Hund, auf dem Bootssteg, anrührende, poesievolle, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten undeutlich signiert "B. Oscar", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 41 x 31,5 cm.

Lot-No.: 3996
Limit: 260.00 €

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Carl von Plüskow, Betende

junge Frau mit langem blonden Haar, gelber Kleidung und blauem Umhang, ihre Hände zum Gebet gefaltet und mit nach oben gerichtetem Blick, die helle Aura um ihr Haupt lässt an eine Heilige denken, Öl auf Leinwand, links unten signiert, bezeichnet und datiert "C. v. Plüskow Ddf. (Düsseldorf) (18)83", Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 52 x 40 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1863 bis nach 1920), Schüler von Hugo Crola in Düsseldorf, vorwiegend als Portraitist tätig, Quelle: Internet.

Lot-No.: 3997
Limit: 260.00 €

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Walter Queck, Erzgebirgische Andacht

ältere Dame in typischer Tracht, mit Gesangsbuch an blühendem Geranienstrauß, fein erfasste Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert 1896 1903 sowie bezeichnet Leutzsch, in Schwarz gebeiztem Jugendstilschnitzrahmen mit Blütenranken und Biene, Leinwand mit kleinem Loch, reinigungsbedürftig, Altersspuren, Falzmaße ca. 47 x 56 cm.

Lot-No.: 3998
Limit: 80.00 €

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Emil Rau, Küchenidyll

Blick in eine urwüchsige bayerische Bauernküche mit großem Küchenherd unterm Fenster, auf dem eine junge, Zither spielende Maid Platz genommen hat und einem jungen, händchenhaltenden Liebespaar in Tracht nebst Dackel, auf der Ofenbank ein Ständchen spielt, das Gemälde besticht durch seine positive poetische Gestimmtheit und die vielen liebevollen Details, so ist der Raum mit vielen heute historischen Küchenutensilien dekoriert und in anheimelndes Licht getaucht, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts oben signiert und ortsbezeichnet "E. Rau München", rückseitig auf dem Keilrahmen Stempel "Schweitzer Gallery 958 Madison Avenue New York, N. Y. 10021", doubliert, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 80 x 68,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Carl (Karl) Emil Rau, dt. Illustrator, Portrait- und Genremaler (1858 Dresden bis 1937 München), zunächst zur Übernahme des Familienbetriebs der Dresdner "Lithographischen Anstalt J. H. G. Rau und Sohn" und zum Lithographen bestimmt, erste künstlerische Anleitungen durch seinen Vater, den Hoflithographen Carl Emil Heinrich Rau, studierte 1875-79 an der Akademie Dresden ab 1877 bei Leon Pohle und 1878-79 bei Ferdinand Wilhelm Pauwels, ab 1879 an der Münchner Akademie bei Carl Theodor von Piloty, Wilhelm von Lindenschmit den Jüngeren und Alexander Wagner, ab 1883 freiberuflich in München tätig, beeinflusst vom Defregger-Kreis, arbeitete als Illustrator für die Zeitschriften „Jugendlust“, "Gartenlaube" und „Fliegende Blätter“, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, der „Geselligen Vereinigung bildender Künstler Münchens“ und des Reichsverbands Bildender Künstler Deutschlands, beschickte den Münchner Glaspalast, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Bénézit, Müller-Singer, Info Cornelia Oelwein und Werner Merkl sowie Wikipedia.

Lot-No.: 3999
Limit: 3800.00 €

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