galantes Ehepaar, um 1830, die Dame im blauen Kleid mit goldener Gürtelschließe und goldenem Ohrschmuck, umgeben von einem transparenten Schleier, der Herr im Frack, dem Betrachter sinnend entgegenblickend, Öl auf Leinwand, unsigniert, Leinwand etwas wellig, Alterscraquelé und kleinere Farbfehlstellen, im später goldbronzierten Rahmen der Zeit, Falzmaße je ca. 73 x 60 cm.
Lot-No.: 4138
Limit: 600.00 €, Acceptance: 0.00 €
Ganzfigurenbildnis einer jungen Frau mit Mandoline, vor weiter Abendlandschaft auf einer Mauer sitzend, lasierende Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten signiert "G. Ciardiello", Craquelure, Bereibungen, Retuschen, etwas restaurierungsbedürftig, im altem Goldstuckrahmen mit geweitetem Falz in Zweitverwendung, Falzmaße ca. 118 x 90 cm.
Lot-No.: 4139
Limit: 280.00 €, Acceptance: 0.00 €
Halbfigurenbildnis eines Advokaten im dunkelblauen Gehrock, am Schreibtisch im Halbprofil, auf dem Schreibtisch künden ein Schreibzeug mit Feder und Siegelwachs neben einem "Contrakt [Vertrag]" von der Profession des Dargestellten, auf dem gemalten Vertrag ist eine Unterschrift "Lossinleitner" oder "Zossinleitner" relativ deutlich zu lesen und gibt wohl einen Hinweis auf den Dargestellten, lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, um 1780, unsigniert, Erhaltungsmängel, alt gerahmt, Falzmaße ca. 75 x 62 cm.
Lot-No.: 4144
Limit: 360.00 €, Acceptance: 0.00 €
Brustbildnis eines älteren weißhaarigen Mannes in Uniform, mit Ohrring und ordensgeschmückter Brust, sich auf einem Tisch abstützend, beim Dargestellten handelt es sich um den bayerischen König Maximilian I. Joseph aus dem Hause Wittelsbach (1756 Mannheim bis 1825 Schloss Nymphenburg), 1806 schuf der Schweinfurter Maler Conrad Geiger (1751 Erlangen bis 1808 Schweinfurt) das vorliegende Motiv als Amtsbild für das Schweinfurter Rathaus, hier wohl geringfügig kleinere Kopie des im Original 86 x 67,5 cm großen Gemäldes von unbekannter Hand, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, in alter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 80 x 63,5 cm.
Lot-No.: 4146
Limit: 1500.00 €, Acceptance: 0.00 €
sich zwischen Hügeln durchschlängelnde Landstraße und Hirte mit einigen Schafen, im Hintergrund weite Ebene, unter locker bewölktem Himmel, detailreiche Landschaftsmalerei in warmer Farbigkeit, Öl auf Leinwand, 19. Jh., rechts unten nicht authentische Signatur sowie links unten wohl getilgte Signatur, leichte Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 33,5 x 52,5 cm.
Lot-No.: 4153
Limit: 360.00 €, Acceptance: 0.00 €
frühe Ansicht von Bad Gastein mit Wasserfall, hier noch als idyllisches Bergdorf, minimal pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Holztafel, Mitte 19. Jh., unsigniert, Holztafel geklebt und leichte Erhaltungsmängel, in breiter Berliner Leiste gerahmt (mit geringen Verlusten), Falzmaße ca. 38 x 31 cm.
Lot-No.: 4154
Limit: 360.00 €, Acceptance: 0.00 €
wohl Franz Knebel II. (1809-1877), sommerliche mediterrane Landschaft, mit Frauen am ruinösen Brunnen auf einer Anhöhe und Fernblick auf die ewige Stadt am Tiber, mit dem erkennbaren Kolosseum, der Engelsburg und rechts dem Vatikan mit dem Petersdom im Sonnenuntergang, effektvolle lasierende Landschaftsmalerei mit wenigen pastosen Effekten, Öl auf Leinwand, unsigniert, rechts unten ortsbezeichnet und unleserlich datiert “Roma Monte Mario 18...”, das Gemälde gibt Zeugnis von der Italienbegeisterung deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, normale Altersspuren, in alter vergoldeter Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 49,5 x 62 cm.
Lot-No.: 4159
Limit: 6000.00 €, Acceptance: 0.00 €
Blick in einen dämmrigen, holzvertäfelten gotischen Raum mit Ofen, eisenbeschlagener Türe, Herrgottswinkel und Ecksitzbank, fein lasierende Malerei in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1890, unsigniert, doubliert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 63,5 x 84 cm.
Lot-No.: 4160
Limit: 390.00 €, Acceptance: 0.00 €
Darstellung Evas als nackte junge Frau im Paradies, von einer Schlange einen Apfel erhaltend, dünn lasierende Malerei in fein abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Paul Adam 1930", Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 77 x 57 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Kunstgewerbler, Entwerfer, Plastiker, Kunsttischler und Kunsthandwerker (1892 München bis 1956 Kochel am See), entstammt einer alteingesessenen Münchner Künstlerfamilie, wohl Schüler der Münchner Kunstgewerbeschule, Kriegsdienst als Freiwilliger im 1. Weltkrieg in Frankreich und Flandern, ab 1918 als Entwerfer und Maler tätig in einer Keramikwerkstätte [der späteren Feindor KG Kocheler Keramik] in Kochel, später freischaffend als Kunsthandwerker für Möbel, Keramik, Plastik, Bilderrahmen und Malerei, tätig in Kochel am See, Quelle: AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Internet.
Lot-No.: 4164
Limit: 390.00 €, Acceptance: 0.00 €
junger Widder an einem blühenden Busch, die Blätter zupfend, mit durchscheinendem blauen Himmel, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, in Rahmen mit passendem Messingschild, reinigungsbedürftig, Falzmaße ca. 50 x 40 cm. Künstlerinfo, ungarischer Maler (1870 Tata Tóváros bis ?), Quelle: Internet.
Lot-No.: 4172
Limit: 80.00 €, Acceptance: 0.00 €
Reiter auf sommerlichem Weg unter Laubbäumen vorm Dorf, gering pastose Genremalerei in stimmungsvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1900, rechts unten signiert "A. Berg", hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, restauriert, Pendant zur nachfolgenden Position, gerahmt, Falzmaße ca. 56,5 x 37 cm.
Lot-No.: 4176
Limit: 180.00 €, Acceptance: 0.00 €
Ansicht eines großen Ozeandampfers am Kai, umgeben von Booten im Hafen, pastose, impressionistische Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, rechts unten teils unleserlich signiert und datiert "C. ... Bock [19]56", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 70 cm.
Lot-No.: 4178
Limit: 120.00 €, Acceptance: 0.00 €
Portrait eines alten Mannes in bayerischer Tracht mit geschulterter Axt, fein lasierend mit spitzem Pinsel festgehaltene Malerei, Öl auf Platte, um 1950, links unten ritzsigniert "J. Brändl", rückseitig Rahmungsetikett Ottobrunn, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca.14,5 x 11,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1877 bis 1963), tätig in Uffing am Staffelsee, Quelle: Dressler und Internet.
Lot-No.: 4181
Limit: 80.00 €, Acceptance: 0.00 €
Ganzfigurenbildnisse zweier junger nackter Frauen vor einer Balustrade und südländischer Vegetation, expressive Malerei mit breitem Pinselduktus, wohl Tempera auf Hartfaserplatte, rechts unten signiert und datiert "K. Bunge [19]90", gerahmt, Falzmaße ca. 100 x 100 cm. Künstlerinfo: auch Curt Bunge, dt. Maler, Grafiker und Restaurator (1911 Bitterfeld bis 1998 Kassel), zunächst 1925–28 Lehre als Dekorationsmaler und Anstreicher, künstlerisch gefördert durch Hermann Schiebel, 1928–31 Schüler von Charles Crodel und Gerhard Marcks an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle, später weiterer Unterricht durch Charles Crodel, unternahm Studienreisen nach Italien, Österreich und Tschechien, Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, 1931–40 als Restaurator beim Landeskonservator für Denkmalpflege tätig, mit Förderung durch Carl Georg Heise aus Hamburg 1936 Studienreise nach Italien, 1940–45 Kriegsdienst im 2. Weltkrieg, danach bis 1950 Leiter der Restaurierungswerkstätten beim Landeskonservator für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, ab 1950 Dozent und ab 1957 Professor an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Beschäftigung mit dem Holzschnitt, 1950–59 Mitglied im VBK (Verband Bildender Künstler) der DDR, ab 1953 mit Willi Sitte Mitglied der "Halleschen Malerbrigade", nach kulturpolitischen Anfeindungen Anfang 1959 Weggang nach Kassel, vertreten unter anderem 1946, 1949 und 1958/59 auf der Kunstausstellung Dresden und 1947 auf der Ausstellung „Malerei der Gegenwart“ im Museum der Bildenden Künste Leipzig, Mitglied im Deutschen Künstlerbund und 1952–73 Teilnahme an den Jahresausstellungen, ab 1976 Mitglied der Darmstädter Sezession, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Offner/Schroeder "Eingegrenzt –Ausgegrenzt", Werner Schmidt "Ausgebürgert", Schmaling "Künstlerlexikon Hessen-Cassel 1777–2000" und Wikipedia.
Lot-No.: 4183
Limit: 1800.00 €, Acceptance: 0.00 €
Fischerfamilie am Stand vorm angelandeten Fischerboot, beim Leeren der Netze, mehrfach hielt Carabain und dessen Sohn Victor Carabain den pittoresken Leuchtturm am Meeresstrand in seinen Gemälden fest, einige dieser Motive sind mit "Küste von Savona" in Ligurien ortsbezeichnet, gering pastose Genremalerei in lichter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1900, rechts unten undeutlich signiert "J. Carabain", rückseitig Reste eines alten Etiketts, Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 36 x 27,5 cm. Künstlerinfo: geboren als Jacob Frans Jozef Carabain auch Carabin, nannte sich frz. Jacques François Joseph Carabain, niederländisch-belgischer Veduten- und Genremaler (1834 Amsterdam bis 1933 Brüssel-Schaerbeek), Schüler von Valentin Bing, studierte an der Akademie Amsterdam bei Jacobus Schoemaker Doyer, bis ca. 1856 in Amsterdam tätig, unternahm Studienreisen durch Europa (Belgien, Italien, Südfrankreich, Deutschland), ab ca. 1856 tätig im belgischen Brüssel-Schaerbeek, 1880 belgische Staatsbürgerschaft, 1885 bis ca. 1890 Reise nach Australien und Neuseeland, schuf 1894–97 im Auftrag des Brüsseler Bürgermeisters eine Serie von 59 Aquarellen mit Ansichten des historischen Brüssel, beschickte diverse Ausstellungen wie 1873 die Weltausstellung in Wien, 1877 die Dresdner Akademieausstellung und 1885 vertreten auf der Ausstellung der Victorian Academy of Arts Melbourne, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Piron, arto 1979 – Belgisches Künstlerlexikon, Boetticher und Internet.
Lot-No.: 4185
Limit: 1400.00 €, Acceptance: 0.00 €
sommerlicher Blick vom Wasser, über ankernde Segelboote, auf die Küstenstadt Zierikzee im Südosten der Insel Schouwen-Duiveland in der niederländischen Provinz Zeeland, im Hintergrund erhebt sich der imposante "Monster-Toren" oder "St. Lievens-Toren", der Turm des Sint-Lievens-Münsters – auch Dicker Turm genannt – ist der letzte jedoch weithin bekannte Rest des ehemaligen Münsters zu Zierikzee, ab 1454 plante das Kollegiatstift St. Livinus einen ambitionierten Neubau der Kirche in spätgotischen Formen, allein die Gründungen des Turmes, der einmal 130 m Höhe erreichen sollte, dauerten 25 Jahre, schließlich wurden nach weiteren 30 Jahren Bauzeit die Hallenkirche und der hier sichtbare Turm mit einer Höhe von 61 m Höhe aufgeführt, als wirtschaftlicher Niedergang und Reformation dem Bauvorhaben ein Ende setzten, nach einem Brand 1832 wurde die Hallenkirche abgetragen und der unbeschädigte Turm blieb als singuläres Bauwerk und weithin sichtbares Rijksmonument erhalten, gering pastose impressionistische Landschaftsmalerei mit flirrendem, nahezu divisionistischem Farbauftrag, Öl auf Leinwand, vor 1942, links unten signiert "M. Clarenbach", das Gemälde wurde 1942 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München unter dem Titel "Fischerhafen am Abend" gezeigt und entsprechend mit Abbildung im Katalog aufgeführt, beigegeben Fotokopie der Hängesituation des Bildes in der GDK, doubliert, Altersspuren, sehr schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 111 x 136 cm. Künstlerinfo: eigentlich Maximilien Clarenbach, dt. Maler und Radierer (1880 Neuss bis 1952 Wittlaer), bereits mit 13 Jahren Würdigung seines malerischen Talents und 1893–1901 Studium an der Akademie Düsseldorf, hier Schüler von Andreas Achenbach, Heinrich Lauenstein und Arthur Kampf, ab 1897 bei Eugen Dücker, parallel Privatschüler von Gustav Wendlings, 1898 Studienreise nach Holland und zeitweilig Atelier in Vlissingen an der holländischen Nordseeküste, 1899 Studienreise nach Italien, 1907/08 Studienreise nach Paris, 1908 Gründungsmitglied des Sonderbund Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler in Düsseldorf, 1913 Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Die Friedfertigen", im 1. Weltkrieg Kriegsmaler an der Ostfront, 1917–45 Professor an der Akademie Düsseldorf, Mitglied der Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler und im Deutschen Künstlerbund Weimar, 1919–52 Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereinigung "Malkasten", tätig in Neuss, später in Düsseldorf-Oberkassel, ab ca. 1909 in Wittlaer bei Kaiserswerth am Rhein, danach in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer und Wikipedia.
Lot-No.: 4186
Limit: 4000.00 €, Acceptance: 0.00 €
winterliche enge Gasse in Karlsbad unter locker bewölktem Himmel, im Hintergrund von der Sonne beschienener Turm, dieses spätere Werk des zeitweise von den Nazis als entartet verfemten fränkischen Künstlers zeigt den Übergang von expressiver Formensprache zu einem lockereren impressionistischen Stil, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "J. DIETZ" sowie datiert "[19]53", rückseitig auf dem Keilrahmen in Blei handschriftlich in tschechischer Sprache künstler- und ortsbezeichnet, datiert sowie als originales Ölgemälde ausgewiesen, reinigungsbedürftig, Craquelure, umlaufende Druckstellen durch den Keilrahmen, Rahmen der Zeit, Falzmaße ca. 57,5 x 31,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Jakob Dietz, dt. Maler, Gebrauchsgraphiker, Freskant und Sgraffitokünstler (1889 Erlangen bis 1960 Nürnberg), erste künstlerische Ausbildung in Erlangen, studierte 1904-08 an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg bei Hermann Bek-Gran, Förderung durch Adolf Schinnerer und Hans Barthelmess, beeinflusst von der Kunst von Maurice Utrillo, 1909-13 Anstellung als Gebrauchsgraphiker, bis 1914 autodidaktische Ausbildung als Kunstmaler, 1914-20 Kriegsdienst und -gefangenschaft im 1. Weltkrieg, 1920-24 freischaffender Zeichenlehrer in Erlangen, ab 1924 freischaffend in Nürnberg, 1927-29 Reisen nach Südfrankreich, weitere Studienreisen nach Spanien und Paris, nach 1933 zeitweise als "entartet" verfemt, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, der „Nürnberger Sezession“ und im Bund Deutscher Gebrauchsgraphiker, 1947 Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Kreis", tätig in Nürnberg, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler und Nürnberger Künstlerlexikon.
Lot-No.: 4191
Limit: 180.00 €, Acceptance: 0.00 €
Blick entlang eines Hohlwegs im sommerlichen Nadelwald, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Platte, um 1930, rechts unten signiert "W. Donaubauer", rückseitig undeutlicher Stempel "Nachlaß Wilhelm Donaubauer 1866–1949 ...", mit Messingschild "In Dankbarkeit für Herrn Wilhelm Schwegler 1946 bis 1994 ..." gerahmt, Falzmaße ca. 30 x 23 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Architekt und Landschaftsarchitekt (1866 Ingolstadt bis 1949 Fürstenfeldbruck), ab 1876 Schüler der Königlichen Lateinschule Ingolstadt, ab 1877 Schüler am Humanistische Gymnasium St. Stephan Augsburg, anschließend Studium der Architektur und Innendekoration bei Gabriel von Seidl in München, studierte ab 1889 an der Akademie München bei Nikolaus Gysis, anschließend freischaffend in München, 1905–18 als Landschaftsarchitekt und Kunstmaler in Ingolstadt tätig, 1918 Umzug nach Starnberg, ab 1920 in Fürstenfeldbruck als Maler freischaffend tätig, 1924 Mitbegründer der Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck, Quelle: AKL, Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Dressler, Matrikel der Akademie München und Internet.
Lot-No.: 4194
Limit: 80.00 €, Acceptance: 0.00 €
Winterabend mit wenigen Passanten in der verschneiten Theatinerstraße, vor der Kulisse Theatinerkirche genannten barocken Hof- und Stiftskirche "St. Kajetan und Adelheid", vor blassrosa Himmel der Dämmerung, stimmungsvolle, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus in fein abgestimmter dezenter Farbigkeit, Öl auf Leinwand , um 1910, rechts unten signiert "Erler-Samaden", rückseitig auf dem Keilrahmen Reste des originalen Künstleretiketts – hier lesbar "E ... (Theatinerkirche) ...", auf der Leinwand unleserlich gestempelt, geringe Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 80 x 60 cm. Künstlerinfo: nannte sich zwischen 1898 und 1908 auch „Erich Erler-Samaden“ zur Unterscheidung von seinem berühmten Bruder Fritz Erler, dt. Maler, Entwerfer, Illustrator, Plakatkünstler, Kunstgewerbler und Schriftsteller (1870 Frankenstein/Schlesien [Ząbkowice Śląskie] bis 1946 Ickring), ab 1987 Lehre zum Buchdrucker und Schriftsetzer in Breslau [Wrocław], 1890 Umzug nach Schweidnitz [Świdnica] und hier als Zeitungsredakteur tätig, 1892–93, gefördert vom jüdischen Arztehepaar Neisser, Schüler der Kunst- und Gewerbeschule Breslau bei Albrecht Peter Bräuer, 1893–97 tätig als Buchdrucker und Schriftsetzer in Breslau, 1897 Zeitungskorrespondent in Paris, parallel autodidaktisch weitergebildet, in Paris Erkrankung an Tuberkulose, 1897 Übersiedlung nach München, 1898 krankheitsbedingter Umzug nach Samaden (Samedan) im Engadin, hier gefördert von dem Arzt und Kunstsammler Dr. Oskar Bernhard, Hinwendung zu Malerei und beeinflusst von Giovanni Segantini, ab 1903 wieder zeitweise in München und Mitarbeiter der Münchner Zeitschrift „Jugend“, regelmäßige Sommeraufenthalte in Holzhausen am Ammersee und im Engadin, Mitglied der Münchner Vereinigung für Angewandte Kunst und 1901–11 Mitglied der Künstlergruppe „Die Scholle“, mit der er ab 1901 im Glaspalast München ausstellte, 1902 Ankauf eines Gemäldes durch die Münchner Pinakothek, 1910 Goldmedaille in München, nach 1912 Mitglied der Münchner Sezession, trotz Lungenleidens 1914 Kriegsfreiwilliger als Kriegsmaler im 1. Weltkrieg, dessen Erleben ihn tief erschütterte, 1916 Ernennung vom bayerischen König zum Honorarprofessor, nach dem Krieg Rückzug nach Icking im Isartal und zeitweise als Landwirt tätig, ab 1921 Professur in München, in den 1920er Jahren Vorstandsmitglied des Künstlerbunds "Die Türmer", Mitglied im Deutschen Künstlerbund Weimar, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem die Berliner Sezession, die Kunstausstellungen in Dresden und Düsseldorf sowie 1938–44 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, im August 1944 Aufnahme in die "Gottbegnadeten-Liste", tätig in Samaden und Icking, Quelle. Thieme-Becker, Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Brun, Davidson, Jansa, Prestel "Die Scholle", Gottfried Fellner und Internet.
Lot-No.: 4202
Limit: 2400.00 €, Acceptance: 0.00 €
über eine Stuhllehne den Betrachter anblickende junge Frau mit längerem schwarzen Haar, vor dunklem Grund, feintonig ausgeführte Malerei im Stil der Neuen Sachlichkeit, Öl auf Platte, links oben nicht ganz eindeutig signiert "Fretz" und datiert "1929", auf der Rückseite mit Bleistift angelegtes Damenbildnis, etwas frühschwundrissig, geringe Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 40,5 cm.
Lot-No.: 4206
Limit: 240.00 €, Acceptance: 0.00 €
Bildnis einer auf einem Stuhl sitzenden jungen Frau im Tutu, sich ihre Ballettschuhe bindend, dünn lasierend, studienhaft-flott erfasste Genremalerei, Mischtechnik (Öl über Bleistift) auf Leinwand, um 1940, rechts unten ungarisch signiert "Fried Pál", rückseitig auf der Leinwand unleserlich gestempelt, Altersspuren, hinter Passepartout im älteren prächtigen Goldstuckrahmen in Zweitverwendung, Falzmaße ca. 80 x 60 cm. Künstlerinfo: ungarisch Fried Pál, ungarischer Maler (1893 Budapest bis 1976 New York), studierte an den Ungarischen Kunstakademie in Budapest [Académie hongroise des arts] bei Hugo Pohl, weitergebildet in Paris, hier Studium an der Académie Julian und Schüler von Lucien Simon, in Paris starke Beeinflussung durch die französischen Impressionisten Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir, die ihn zum Malen von Tänzerinnen, Zirkusartisten und Ballerinen inspirierten, unternahm Studienreisen nach Spanien, Marokko, Indien, Algier und Südafrika, 1946 Übersiedlung in die USA, lehrte ab 1947 als Professor an der Kunstakademie in New York, ab 1953 US-amerikanischer Staatsbürger, galt als gesuchter Portraitist, schuf unter anderem Bildnisse von Greta Garbo, Marilyn Monroe und Rita Hayworth, lebte abwechselnd in Los Angeles und New York City, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit und Internet.
Lot-No.: 4207
Limit: 800.00 €, Acceptance: 0.00 €
Darstellung des Künstlers in langem Mantel mit Hut, rauchend an einer Treppe stehend, unsigniert, Öl auf Malkarton, rückseitig industrielle Landschaftsdarstellung, stärkere oberflächliche Fehlstellen und mehrere Beklebungen bzw. Farbreste am Rand, Falzmaße ca. 100 x 60 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1907 Berlin bis 1991 Hildesheim), tätig in Ost-Berlin, Magdeburg und Langensalza, ältester Sohn eines Gelehrten und einer Malerin, Scharfenberg-Schule Berlin ab 1922, Mitglied der Novembergruppe, ausgestellt im Erfurt und Hildesheim, Quelle: Internet.
Lot-No.: 4208
Limit: 80.00 €, Acceptance: 0.00 €
winterlicher Blick in die weite Naturschutzlandschaft am Bodensee, im Hintergrund die Hügel sanft verlaufend, Öl auf Leinwand, impressionistische Landschaftsmalerei mit Einflüssen des Pointilismus, links unten in Schwarz signiert, rückseitig bezeichnet mit Nummer "i75H." und Rahmenstempel Düsseldorf, im Busch eine restaurierungsbedürftige Beschädigung, gerahmt, Falzmaße ca. 35 x 47 cm. Künstlerinfo: Oskar Gansloser (1881–1945).
Lot-No.: 4209
Limit: 80.00 €, Acceptance: 0.00 €
Halbfigurenbildnis eines im historistischen Lehnstuhl sitzenden älteren Herrn mit Buch auf dem Schoß, eine Brille in der linken Hand haltend, die Figur erinnert etwas an den Schriftsteller Thomas Mann (1875-1955), pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert und datiert "R. Geiger [19]52", rückseitig Etikett mit unkorrekten Vermutungen zum Gemälde, Craquelure, alt restauriert, etwas restaurierungsbedürftig, ungerahmt, 90 x 75 cm. Künstlerinfo: eigentlich Franz Raimund Geiger, nannte sich auch Raimund Geiger-München, dt. Maler, Graphiker, Plakatgestalter, Illustrator, Karikaturist, Zeichner und Kunstschriftsteller (1889 München bis 1968 auf Mallorca), Sohn und Schüler des Malers Caspar August Geiger (1847-1924), 1908 mit seinem Vater in Kaiserslautern tätig, studierte 1909-11 an der Münchner Akademie, weitergebildet bei Otto Dill und Hugo Joseph Anton Freiherr von Habermann, Mitglied der Münchner Sezession, deren Ausstellungen er im Münchner Glaspalast beschickte, 1927-28 Reise nach Spanien und regelmäßige Aufenthalte auf Mallorca, zum Professor an die Münchner Kunstgewerbeschule berufen, lieferte 1930-40 Beiträge für die Münchner Zeitschrift "Jugend", ab 1945 zeitweise Übersiedlung nach Velden an der Vils, beschickte 1949-59 die Große Kunstausstellung München, 1954 Rückkehr nach München, lebte später gänzlich auf Mallorca, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Info des Münchner Stadtmuseums und Internet.
Lot-No.: 4211
Limit: 160.00 €, Acceptance: 0.00 €
sommerlich beschienenes Haus mit Reetdach und fegendem Mädchen, im Hintergrund Blick durch einen Zaun in den Garten, Öl auf Malkarton, leicht pastose Malweise, rückseitig in Blei falsche Zuschreibung, bezeichnet Wollin Pommern, unleserliche Signatur und Jahreszahl in Rot, in schlichter Lackleiste gerahmt, rechts unten in der Ecke eine oberflächliche Fehlstelle, sonst normale Altersspuren, Falzmaße ca. 35 x 23 cm.
Lot-No.: 4212
Limit: 80.00 €, Acceptance: 0.00 €