klassizistisches Brustbildnis einer auf einem Fauteuil sitzenden Frau mittleren Alters, im mit Spitzen und Perlen besetzten freizügigen Kleid im Halbprofil, mit Diadem im Haar und einen Brief in der Hand haltend, lasierende Portraitmalerei mit wenigen pastosen Partien, Öl auf Leinwand, Ende 18. Jh., links oben signiert "Heinsius pinxit.", die beiden gleich signierenden Brüder Johann Ernst Heinsius und Johann Julius Heinsius werden in ihren Werken oft verwechselt, allerdings schreibt Walther Scheidig "H. [Johann Julius Heinsius] scheint seine Bildnisse stets auf der Vorderseite zu signieren, meist auch zu datieren. Er signiert ... in der Spätzeit „heinsius“ mit Minuskel-h.", doubliert, Altersspuren, schön im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 65 x 54,5 cm. Künstlerinfo: nannte sich in Frankreich auch Jean Jules Heinsius, dt. Portrait- und Miniaturmaler (1740 Hildburghausen bis 1812 Orléans), jüngerer Bruder des Malers Johann Ernst Heinsius (1731–1794), begleitete 1752 seinen Vater, den Maler Johann Christian Heintz, in die Niederlande, 1767 Mitglied der „Confrérie“ in Den Haag, bis 1779 wechselnde Aufenthalte in Utrecht, Lille, Douai und Rouen, ab 1779 in Paris ansässig und zum "premier peintre de Mesdames [dt.: Erster Maler der Damen]" der Töchter König Ludwig XV. ernannt, nach Ausbruch der Französischen Revolution 1789 Übersiedlung nach Orléans, später zur Kaiserzeit unter Napoleon Bonaparte zeitweise wieder in Paris tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Walther Scheidig in "Deutsche Biographie", Bénezit, Nagler und Internet.
Lot-No.: 4075
Limit: 1800.00 €
heroische nordische Landschaft mit Segelschiffen und Landungsbooten auf dem Meer, vor steil aufragender Bergkulisse im Sonnenaufgang, stimmungsvoll-romantische lasierende, partiell pastose Landschafts- und Marinemalerei, wohl Gemeinschaftswerk von Frederik Hendrik Hendriks, welcher 1861 die Landschaft gemalt haben dürfte und Johan Adolph Rust, welcher 1862 die Schiffe und Boote hinzugefügt haben dürfte, Öl auf achteckigem Keilrahmen, rechts unten ligiert signiert und datiert " F. HHendriks 1861" und links signiert und datiert "J A Rust 1862", alt restauriert, Risse und Druckstellen in der Leinwand sowie Kratzer, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 85 x 130 cm. Künstlerinfo Hendriks: niederländischer Landschaftsmaler und Zeichner (1808 Arnhem bis 1865 Arnhem), ab 1821 Schüler von Hendrik Jan van Amerom (1777-1833) an der Zeichenschule der Kunstoefening in Arnhem, 1831-33 Assistent seines Lehrers Amerom, 1833-36 tätig in Amsterdam, anschließend künstlerisch freischaffend in Arnhem, 1840 Eheschließung mit Hendrika Wilhelmina de Gaaij Fortman und bis 1841 in Amsterdam, 1842 Rückkehr nach Arnhem, 1844-45 in Amsterdam und hier 1845 zum Mitglied der königlichen Akademie ernannt, lebte dann bis 1860 in Oosterbeek bei Arnhem, ab 1860 Leiter der Städtischen Zeichenschule „Kunstoefening“ in Arnhem, beschickte 1836-63 Ausstellungen in Holland [Amsterdam und Den Haag], vertreten auch auf Ausstellungen 1860 und 1862 in Bremen und 1867 in Lübeck, ab 1863 Aufgabe der Malerei wegen angeschlagener Gesundheit, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Info von Pieter van der Kuil zum Künstler, Wurzbach, Scheen, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Immerzeel und Internet. Künstlerinfo Rust: auch Johan Adolf Rust, niederländischer Architektur- und Marinemaler (1828 Amsterdam bis 1915 Amsterdam), studierte an der Akademie in Amsterdam, Schüler seines Onkels Cornelius [Cornelis] Springer, malte vor allem Stadtansichten, Flusslandschaften und Marinestücke, parallel Lehrer an der Ambachtsschool en de Industrieschool der Maatschappij voor de Werkende [dt.: Gewerbeschule und Industrieschule der Gesellschaft für Arbeit] in Amsterdam, ab 1856 Mitglied der Amsterdamer Künstlergesellschaft Arti et Amicitiae [dt.: der Kunst und Freundschaft], beschickte 1846-1903 Kunstausstellungen in Amsterdam, Den Haag und Rotterdam sowie 1855 und 1859 Ausstellungen in Leeuwarden, tätig in Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Scheen und Internet.
Lot-No.: 4076
Limit: 480.00 €
Darstellung der Nymphe mit Siegeskranz im Haar, sinnend den Blick zum Boden gerichtet, in roséfarbenem Gewand, Öl auf Leinwand, stärker craqueliert, kleinere Verluste der Malschicht und unsachgemäße Ausbesserungen, gerahmt, Falzmaße ca. 92 x 62 cm.
Lot-No.: 4077
Limit: 120.00 €
kahle Bäume am Ufer eines Tümpels in abendlicher, stark bewölkter Herbstlandschaft im Dämmerlicht, stimmungsvolle, gering pastose Landschaftsmalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Mahagoniholzplatte, rechts unten signiert und datiert "O. Herschend 1882", rückseitig aufgeheftete neuzeitliche Info zum Gemälde, Craquelure, restauriert, im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 36 x 47 cm. Künstlerinfo: auch Oskar Herschend, dänischer Maler (1853 Landsitz Herschendsgave bei Skanderborg bis 1891 Landsitz Herschendsgave bei Skanderborg), zunächst Lehre zum Maurer, studierte 1870-74 Architektur an der Akademie Kopenhagen, wandte sich dann jedoch zur Landschafts- und Marinemalerei, Studienaufenthalte in Göteborg, Uddevalla und Paris, beschickte 1880-88 die Ausstellungen auf Schloss Charlottenborg in Kopenhagen und 1883-88 vertreten auf der Nordischen Kunstausstellung in Kopenhagen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Weilbach, Karl Madsen "Skagens Malere", Laura Jacobsen "Søllerød, gesehen mit dem Auge eines Malers" und Internet.
Lot-No.: 4078
Limit: 280.00 €
Kopfbildnis eines nackten Kleinkindes mit andächtig zum Himmel erhobenem Blick, fein lasierende, partiell gering pastose Malerei in kühler Farbigkeit, Öl auf Karton, 19. Jh., unsigniert, rückseitig neuzeitliche Zuschreibung in Blei "Studie v. Ittenbach", Franz von Ittenbach (1813 Königswinter bis 1879 Düsseldorf) schuf um 1840 das Gemälde "Mater Admirabilis" einer sitzenden Madonna mit dem Jesuskind, ein Buch in der Hand haltend, vor Landschaft, welches heute in der Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf verwahrt wird, eine Vorzeichnung Ittenbachs hierzu kam als "Madonna mit dem Buche" um 1870/71 im Mai 2004 bei Lempertz zur Versteigerung, vorliegend möglicherweise Vorstudie Ittenbachs zum Motiv des Jesuskindes, hier im Unterschied zur fertigen Arbeit ohne blondes Haar, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 24 x 19 cm.
Lot-No.: 4079
Limit: 1200.00 €
Halbfigurenbildnis einer jungen Frau mit mehrreihiger Perlenkette im schulterfreien, üppig mit weißer Spitze besetzten Kleid mit rosa Schleife, in der Mode des Biedermeier, der Maler war an der Düsseldorfer Akademie als Landschaftsmaler ausgebildet worden - dennoch schuf er um 1850 ein Familienbildnis mit drei Kindern, möglicherweise ist die Dargestellte seine Ehefrau, die Malerin Gräfin Clementine von Kospoth (1811-1874), die er 1856 heiratete, lasierende, partiell gering pastose Bildnismalerei im Hochoval, Öl auf Leinwand, um 1850, rechts signiert "George Jabin", rückseitig späteres Etikett mit teils ligierter Bezeichnung "NDCKV. No....".Altersspuren, im originalen ovalen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 92 x 71 cm. Künstlerinfo: eigentlich Christian Georg Gottfried Jabin, irrtümlich Karl G. Georg Jabin, dt. Landschaftsmaler (1828 Braunschweig bis 1864 Harzburg), studierte 1850-52 an der Düsseldorfer Akademie bei Johann Wilhelm Schirmer, 1850-53 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", ab 1855 in Ilsenburg, später Übersiedlung nach Bad Harzburg, hier 1856 Eheschließung mit der Malerin Gräfin Clementine von Kospoth, 1857 Studienreise in die Schweiz, 1863 Studienreise nach Norwegen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Braunschweigisches Biographisches Lexikon, Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Allgemeine Deutsche Biographie, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule" und Internet.
Lot-No.: 4080
Limit: 850.00 €
Bildnis-Pendants eines älteren Ehepaars, dabei Herr im weißen Hemd und schwarzen Anzug sowie Frau mit weißer Haube im schwarzen Kleid, lasierende, partiell gering pastose Malerei in zurückhaltender, dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, je rechts signiert "F. Jamrath" und datiert "1881" bzw. "1886", rückseitig auf dem Keilrahmen je neuzeitlich bezeichnet "Johann Friedrich Jamrath 1810-1891), Craquelure, Druckstelle (Herrenportrait) bzw. Fehlstellen in der Leinwand (Damenportrait), etwas restaurierungsbedürftig, schön als Gegenstücke hinter Passepartouts mit hochovalem Ausschnitt gerahmt, Passepartoutausschnitt je ca. 65 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Friedrich Jamrath, dt. Blumen- und Portraitmaler, Porzellanmaler und Hoffotograf des Berliner Hofes (1810 Berlin bis 1891 Berlin), Schüler des Genre-, Historien- und Portraitmalers Johann Gottfried Brücke (1796-1873) in Berlin und um 1832 Schüler des Blumenmalers und Zeichenlehrers am Botanischen Garten Berlin Carl Roethig, beschickte 1826-46 die Berliner Akademieausstellung mit Blumenstücken und Portraits, später Ausbildung zum Fotografen bei Carl Gustav Oehme (1817-1881), 1846 oder 1853 Eröffnung des eigenen Fotografischen Ateliers in Berlin, welches er ab 1858 mit seinem Sohn Theodor Georg Richard Jamrath (1836-1902) unter "Jamrath & Sohn" betrieb, bedeutender Berliner "Carte de Visite"-Hersteller, Ernennung zum preußischen und sachsen-altenburgischen Hoffotografen, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Lemberger "Meisterminiaturen". Neuwirth "Porzellanmalerlexikon", Schidloff und Internet.
Lot-No.: 4081
Limit: 450.00 €
Seeleute an felsiger Küste im Abendrot und auf dem Meer vereinzelte Segelschiffe, leicht pastose Malerei, Öl auf Leinwand, links unten kaum leserlich signiert, doubliert, Craquelure, gerahmt, Falzmaße ca. 30 x 60 cm. Künstlerinfo: engl. Maler (1863–1942), Quelle: Internet.
Lot-No.: 4082
Limit: 240.00 €
dramatische Szene mit vier Kosaken in weiter Steppe, zu Pferd flüchtend, während drei Reiter fest im Sattel sitzen, wird ein Kosak, aus dem Sattel gestürzt, im Steigeisen festhängend von seinem Pferd mitgerissen, pastose Historienmalerei, Öl auf Holzplatte, um 1900, rechts unten undeutlich signiert "M Kreitmaier", Erhaltungsmängel, im prächtigen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 47 x 130 cm. Künstlerinfo: irrtümlich auch Max Kreitmayer bzw. Kreitmaier oder Kreitmeier, dt. Landschafts- und Portraitmaler sowie Radierer (ca. 1862 oder 1863 Oldenburg bis 1938?), Kindheit in Landsberg am Lech, schrieb sich im Januar 1885 an der Münchner Akademie in die Naturklasse ein - trat das Studium jedoch nicht an, studierte ab 1891, schließlich 29-jährig, an der Münchner Akademie bei Prof. Otto Seitz, um 1905 in München tätig, beschickte unter anderem den Münchner Glaspalast, später tätig in Olching, Stadtteil Esting im Landkreis Fürstenfeldbruck, Quelle: Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, Glaspalastkatalog 1905 und Internet.
Lot-No.: 4083
Limit: 200.00 €
Brustbildnis einer jungen Frau in biedermeierlicher Mode, mit braunem Haar, seitlich und auf dem Hinterkopf zu kunstvollen Chignons geformt, im Halbprofil vor braunem Grund, fein lasierende Bildnismalerei im gemalten Hochoval, Öl auf Leinwand, rechts unten an der Kante des Ovals unscheinbar signiert und datiert "Soph. Knauscher 1836", rückseitig auf dem Keilrahmen fragmentarisches Etikett "Künstlersignum: unterhalb der Oval, rechts unten: Soph. Knausche(r) 1836", Altersspuren, im alten Goldstuckrahmen des 19. Jh. mit geweitetem Falz in Zweitverwendung gefasst, Falzmaße ca. 65 x 54,5 cm. Künstlerinfo: geborene Sophie Friederike Knauscher, verehelichte Sophie Schmidt, dt. Portraitmalerin, Miniaturmalerin, Silhouettistin und Lithographin (vor 1830 bis 1863 Nürnberg), Schülerin ihres Vaters, des Schwabacher Stadtmusikus, Spezereihändlers, Musikmeisters, Miniaturmalers, Lithographen und Silhouettenschneiders Johann Leonhard Knauscher (ca. 1780 bis 1835 Ansbach), 1835 erwähnt in München und Aufenthalt im oberbayerischen Oberaudorf bei Rosenheim, 1839 Eheschließung mit dem Maler und Fotografen Georg Schmidt, Mutter des Nürnberger Malers, Zeichners und Bildhauers Georg Schmidt (1847–1922) und des Nürnberger Fotografen Ferdinand Schmidt (1840–1909), Mitglied im Albrecht-Dürer-Verein Nürnberg, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Schidloff, Lemberger "Meisterminiaturen aus fünf Jahrhunderten", Ludwig Sichelstiel in Blog Museen der Stadt Nürnberg "Georg Schmidt -–Neue Blicke auf einen Nürnberger Künstler" vom 15.07.2022 und Internet.
Lot-No.: 4084
Limit: 480.00 €
üppiger Blumenstrauß, unter anderem mit Tulpen, Dahlien und Rosen in irdener Vase vor dunklem Grund, detaillierte Blumenmalerei mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Holztafel, um 1900, rechts unten signiert "L. Krause", minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 34 x 25 cm. Künstlerinfo: dt. Blumenmalerin (1857 Berlin bis 1916), Quelle: Internet.
Lot-No.: 4085
Limit: 500.00 €
Bildnis eines freundlich blickenden Jungen, mit lockigem blonden Haar im Profil, Portraitmalerei mit gekonnter Behandlung der Lichteffekte, Öl auf Leinwand, rechts unten nicht ganz eindeutige Ritzsignatur und datiert "... Krepp (18)85", in Rahmen der Zeit, Falzmaße ca. 39,5 x 32,5 cm.
Lot-No.: 4086
Limit: 800.00 €
kleiner Markt in einem abgelegenen Dorf in der ungarischen Steppe mit gerade aufbrechenden Pferdekutschen, minimal pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1900, links unten signiert "Lanyi, E., geringe Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 12, x 28 cm.
Lot-No.: 4087
Limit: 150.00 €
Blick über die stille Wasserfläche eines von Bergen umgebenen Sees auf ein Städtchen, im Vordergrund Figurenstaffage, mediterrane Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten nicht eindeutig lesbar signiert und datiert "... Leuteritz 1878", geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 64 x 83 cm.
Lot-No.: 4088
Limit: 390.00 €
Frühlingslandschaft mit Fischerboot "Hope Sandwich" auf dem Wasser, sturmzerzausten Kiefern und Fernblick vom verschilften Ufer in weite ebene Landschaft im ersten Grün, mit Schafherde und ackernden Bauern mit Pferd unter dramatisch bewölktem, verregnetem Himmel, pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1900, links unten undeutliche Signaturreste, Craquelure, alt allseitig beschnitten, hinterlegte Fehlstellen in der Leinwand, unten randdoubliert, mehrere Retuschen, kleines Loch in der Leinwand, Randmängel, restaurierungsbedürftig, Maße ca. 87 x 175 cm. Künstlerinfo: englischer Landschaftsmaler und Aquarellist (1849 London bis 1910 London), Mitglied der Londoner Royal Society of Painters in Watercolors [Londoner königliche Aquarellistenvereinigung], auf deren Ausstellungen er vertreten war, beschickte 1871-1910 die Ausstellungen der Royal Academy in London, vertreten mit Aquarellen in den Museen Glasgow und Kapstadt, tätig in London und Studienaufenthalte in Sussex und Kent, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, "The Dictionary of British Artists 1880-1940", Johnson, Wood, Mallalieu und Internet.
Lot-No.: 4089
Limit: 1000.00 €
romantischer Blick in einen Buchenwald, im Vordergrund ein sehr alter bemooster Baumstamm, Öl auf Malkarton, rechts unten monogrammiert, bezeichnet und datiert, rückseitig Gallerieaufkleber Renoir Ltd. Harrowgate England, gerahmt von J. Curtis, datiert 23. May 1885, im gekehlten Rahmen mit Wurzelholzoptik und aufwendig gestuckten floralen, vergoldeten Eck- und Mittelkartuschen, Rahmen etwas trocknungsrissig und mit Altersspuren, im Bild winzigst restaurierungsbedürftig, Falzmaße ca. 26,5 x 45 cm.
Lot-No.: 4090
Limit: 20.00 €
dramatische, spätsommerliche Hochgebirgslandschaft mit Wanderern am Gebirgsbach vor Bauernhof und sturmgebeugten Bäumen sowie steil aufragender Gebirgskulisse in der Dämmerung, lasierende Landschaftsmalerei, Öl auf Papier und Karton, Mitte 19. Jh., rückseitig auf dem Karton Annotation "Mansfeld †" und späteres Etikett "Mannsfeld † Gebirgsldschft. [Gebirgslandschaft]", des Weiteren undeutliche Annotationen und altes Etikett, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 38 x 51 cm. Künstlerinfo: auch Heinrich August Mannsfeld, österreichischer Landschafts-, Portrait- und Genremaler, wohl auch Fotograf (1816 Wien-St. Ulrich bis 1901 Wien), Sohn und Schüler des Kupferstechers Heinrich Josef Mansfeld (1785–1866), studierte ab 1828 an der Akademie der bildenden Künste Wien, beschickte ab 1835 Ausstellungen, 1873 vertreten auf der Wiener Weltausstellung, tätig erwähnt in Wien und Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Wurzbach, Fuchs und Internet.
Lot-No.: 4091
Limit: 180.00 €
geschäftiges Treiben zu Füßen der Säulen von Sankt Marco und Sankt Theodorus, mit Blick über den Canal Grande, auf Dogana di Mare und Santa Maria della Salute, feine, gering pastose Vedutenmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "P. Mucha 1890", geringe Altersspuren, im prächtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 79 x 108,5 cm. Künstlerinfo: dt. Genre-, Veduten- und Landschaftsmaler (1856 Paprocz oder Groß Rauden [Rudy] in Oberschlesien bis unbekannt), studierte an der Berliner Akademie, um 1890 in Venedig, Quelle: Müller-Singer und Internet.
Lot-No.: 4092
Limit: 5600.00 €
dramatische Gewitterstimmung in den Bergen mit Holzfäller der seine Tochter vor dem heranziehenden Unwetter warnt, leicht pastose Genremalerei mit gekonnter Lichtführung, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., rechts unten signiert "M. Müller", Erhaltungsmängel, in Goldstuckleiste mit Messingschild "Müller Moritz 1807 Dresden - 1865 München" gerahmt, Falzmaße ca. 70 x 56,5 cm. Künstlerinfo: genannt Feuermüller, dt. Maler (1807 Dresden bis 1865 München), ab 1821 Studium an der Akademie in Dresden, 1829-30 kurzzeitig in Zittau ansässig, 1868 posthumes Ehrenmitglied der Akademie in Dresden. Quelle: Thieme-Becker, Boetticher und Wikipedia.
Lot-No.: 4093
Limit: 300.00 €
zwei Störche im Nest über blühenden Bäumen und Dorf in gebirgiger Landschaft, pastose Malerei, Öl auf Karton, um 1910, links unten signiert "M. Müller-München", reinigungs- und etwas restaurierungsbedürftig, in Jugendstil-Goldstuckleiste mit stilisierten Seerosen gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 35 cm. Künstlerinfo: genannt Moritz Müller der Jüngere (II.) oder "M. Müller Junior" bzw. "M. Müller-München", dt. Tier- und Jagdmaler (1869 München bis 1934 Dresden-Lausa), Schüler seines Vaters Moritz Gustav Müller (1841-1899), schuf zahlreiche Vorlagen für populäre jagdliche Künstlerpostkarten, tätig in München, später in Bad Weixdorf-Klotzsche/Dresden in Sachsen, Quelle: Boetticher, Künstlerstempel auf Gemälderückseite und Wikipedia.
Lot-No.: 4094
Limit: 150.00 €
sommerliche Landstraße mit Hirten und Schafherde sowie junger Mutter mit ihren Kindern am Gartenzaun, ein zahmes Schaf fütternd, lasierende, partiell gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten signiert "C. Neupert pinx.", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 52,5 x 42,5 cm.
Lot-No.: 4095
Limit: 200.00 €
Halbfigurenbildnis einer jungen Frau in italienischer Tracht im Profil, mit gefalteten Händen sinnend auf einem Stuhl im Interieur sitzend, flott lasierend erfasste Portraitmalerei mit schönem Licht und fein abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, links unten monogrammiert, ortsbezeichnet und datiert "H. Œ. Rom 1867" sowie rechts oben undeutlich signiert und ortsbezeichnet "H. Oehmichen Rom", 1866–67 weilte Oehmichen zu Studienzwecken in Rom und fertigte von der im Bild wiedergegebenen jungen Frau Gemälde, Altersspuren, in jüngerer Goldstuckleiste gefasst, Falzmaße ca. 73,5 x 63,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Adolph Hugo Oehmichen, irrtümlich auch auch Oemichen, dt. Portrait- und Genremaler (1843 Borsdorf bei Leipzig bis 1932 Düsseldorf), Kindheit in Coswig-Brockwitz bei Meißen, erste künstlerische Förderung durch den Zeichenlehrer der Meißener Sonntagsschule Karl Gottlob Köhler, mit dessen Vermittlung ab 1857 Schüler der Zeichen- und Malschule der Königlichen Porzellanmanufaktur Meissen, hier Förderung durch Carl Scheinert, der Oehmichen an die Dresdner Akademie empfahl, 1857–64 Studium an der Dresdner Akademie bei Adolf Ehrhardt und Meisterschüler bei Julius Hübner, 1862 Ehrung mit der kleinen silbernen und 1864 mit der kleinen goldenen Medaille der Dresdner Akademie, Ankauf seines Gemäldes "Segen des Großvaters" durch den sächsischen König, 1866–67 Studienaufenthalt in Rom, 1867 Rückkehr nach Dresden, auf Anraten Hübners, der Oehmiches Talent für die anekdotische Genremalerei erkannte, 1869 Übersiedlung nach Düsseldorf, hier beeinflusst von Ludwig Knaus und maßgeblich von Benjamin Vautier, gänzlich Hinwendung zur Genremalerei, unternahm Studienreisen an den (Ober-)Rhein und die Mosel, nach Schwaben, Westfalen und Hessen, 1871 Eheschließung, in der Folge fand der Maler vielfach die Motive für seine Genremotive im reichen Kindersegen der eigenen Familie, seine Motive wurden vielfach als Xylographien in Zeitschriften wie "Die Gartenlaube" publiziert, 1879 und 1887–1923, oft mit Hermann Sondermann, Aufenthalte in der Willingshäuser und Alsfelder Malerkolonie in der hessischen Schwalm, 1871–1932 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", Mitglied im Verein Düsseldorfer Künstler und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Dressler, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Schmaling "Künstlerlexikon Hessen-Cassel 1777–2010", Müller-Singer, Seubert, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Bantzer "Hessen in der Deutschen Malerei", Wollmann "Die Willingshäuser Malerkolonie und die Malerkolonie Kleinsassen", Jansa, Ries, Schweers, Bénézit und Internet.
Lot-No.: 4096
Limit: 1200.00 €
Blick ins mit Raritäten gefüllte Gewölbe eines alten Schlosses, mit älterem Mann am Tisch, seine Schätze bestaunend, poesievolle, fein mit spitzem Pinsel detailreich festgehaltene Genremalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und ortsbezeichnet "E. Pezenburg München" sowie undeutlich wohl mit "1853" datiert, rückseitig auf dem Keilrahmen und dem Rahmen verblichene, meist unleserliche, fragmentarisch erhaltene Etiketten sowie neuere Etiketten mit Hinweisen des Vorbesitzers zum Erwerb – hier ist als Datierung "1865" angegeben – und Etikett ""E. Pezenburg München", doubliert, Altersspuren, im prächtigen originalen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 57,5 x 46 cm. Künstlerinfo: eigentlich Ernst Friedrich Robert Pezenburg, dt. Genre- und Portraitmaler sowie Fotograf und Illustrator (1820 Gerdauen [Schelesnodoroschny bzw. Железнодорожный] in Preußen bis 1901 Königsberg-Amalienau), Sohn des Kreisgerichtsrats und Hofrats Gottfried Pezenburg in Hohenstein bei Osterode [Ostróda] in Preußen, zunächst 1846–50 Studium an der Akademie Königsberg, studierte ab 1851 an der Münchner Akademie, ca. 1857–62 Weiterbildung in Düsseldorf, hier Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", ab 1862 wieder in Königsberg tätig, 1863 Eheschließung in Königsberg, betrieb als Portraitmaler 1862–76 ein "Photographisches Atelier" in der Münzstraße 30 in Königsberg, später gänzlich Hinwendung zur Portraitmalerei, beschickte 1859–83 die Königsberger Kunstausstellungen, ab 1862 als Mitglied der Johannisloge – genannt "Zum Todtenkopf und Phönix" Königsberg in Preußen geführt, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Ries, "Künstlerlexikon Ostpreußen und Westpreußen", Matrikel der Münchner Akademie, Festschrift zum 125-jährigen Bestehen 1897 der Johannisloge Königsberg, Lexikon der Fotografen, Krüger "Kunstakademie Königsberg 1845–1945" und Internet.
Lot-No.: 4097
Limit: 900.00 €
Kopfbildnis des selbstbewusst zum Bildbetrachter blickenden Künstler, im Anzug mit weißen Stehkragen, fein lasierende akademische Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, rechts oben signiert und datiert "K. Pochwalski 1905", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlich bezeichnet "Ich Prof. Pochwalski", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 55,5 x 43 cm. Künstlerinfo: auch Kazimierz Teofil Pochwalscy, polnischer Bildnis-, Landschafts- und Genremaler (1855 Krakau bis 1940 Krakau), entstammt einer alteingesessenen Krakauer Künstlerfamilie, Sohn und Schüler des Malers und Konservators Józef Kasper Pochwalski (1816–1875), studierte 1871–78 an der Kunsthochschule Krakau bei Jan Matejko, studierte 1878–85 an der Münchner Akademie bei Sándor (Alexander) Wagner und Otto Seitz, unternahm 1883–84 eine Studienreise nach Paris, hier beeinflusst von Léon Bonnat, unternahm ferner Studienreisen nach Italien mit Aufenthalt in Rom, nach Griechenland, in die Türkei und nach Ägypten, 1885–93 in Krakau freischaffend, Direktor der Krakauer Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste, ab 1892 in Wien freischaffend, 1893–1918 Berufung als Professor für Historienmalerei an die Wiener Kunstakademie, zum Hofrat ernannt, beschickte zahlreiche Ausstellungen wie 1900 die Weltausstellung in Paris und den Pariser Salon, erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem den Orden der Eisernen Krone 3. Klasse und Erhebung zum „Ritter von“, 1921 noch in Wien erwähnt, nach 1921 wieder in Krakau freischaffend, um 1930 in Warschau, portraitierte unter anderem mehrfach Kaiser Franz Josef und 1914 den Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este, Mitglied der Wiener Secession und der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Müller-Singer, Ries, Bénézit, Dressler und Internet.
Lot-No.: 4098
Limit: 1000.00 €
Blick in eine urwüchsige bayerische Bauernküche mit großem Küchenherd unterm Fenster, auf dem eine junge, Zither spielende Maid Platz genommen hat und einem jungen, händchenhaltenden Liebespaar in Tracht nebst Dackel, auf der Ofenbank ein Ständchen spielt, das Gemälde besticht durch seine positive poetische Gestimmtheit und die vielen liebevollen Details, so ist der Raum mit vielen heute historischen Küchenutensilien dekoriert und in anheimelndes Licht getaucht, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1890, rechts oben signiert und ortsbezeichnet "E. Rau München", rückseitig auf dem Keilrahmen Stempel "Schweitzer Gallery 958 Madison Avenue New York, N. Y. 10021", doubliert, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 80 x 68,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Carl (Karl) Emil Rau, dt. Illustrator, Portrait- und Genremaler (1858 Dresden bis 1937 München), zunächst zur Übernahme des Familienbetriebs der Dresdner "Lithographischen Anstalt J. H. G. Rau und Sohn" und zum Lithographen bestimmt, erste künstlerische Anleitungen durch seinen Vater, den Hoflithographen Carl Emil Heinrich Rau, studierte 1875–79 an der Akademie Dresden ab 1877 bei Leon Pohle und 1878–79 bei Ferdinand Wilhelm Pauwels, ab 1879 an der Münchner Akademie bei Carl Theodor von Piloty, Wilhelm von Lindenschmit den Jüngeren und Alexander Wagner, ab 1883 freiberuflich in München tätig, beeinflusst vom Defregger-Kreis, arbeitete als Illustrator für die Zeitschriften „Jugendlust“, "Gartenlaube" und „Fliegende Blätter“, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, der „Geselligen Vereinigung bildender Künstler Münchens“ und des Reichsverbands Bildender Künstler Deutschlands, beschickte den Münchner Glaspalast, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Bénézit, Müller-Singer, Info Cornelia Oelwein und Werner Merkl sowie Wikipedia.
Lot-No.: 4099
Limit: 4000.00 €