Blick in einen Weinkeller mit verliebtem Paar und zwei Herren am Weinfass, Kopie von A. Mazolleno Venezia, Öl auf Leinwand, um 1900, rückseitig mit Leinwandstempel, in älterem Goldstuckrahmen, dieser mit Fehlstellen, Falzmaße ca. 31 x 26,5 cm.
Lot-No.: 4000
Limit: 120.00 €
Märzenlandschaft mit rastender Hirtenfamilie mit Kleinkind unter einem knorrigen Laubbaum, umgeben von Rindern und Schafen, links im Hintergrund pflügt ein Bauer mit Ochsen vorm Pflug sein Feld, lasierende bzw. gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, 17. Jh., links unten ligiert signiert "JvBent", rückseitig auf dem Keilrahmen appliziertes niederländisches Auktionsetikett "Johannes van der Bent (1650–1690) »Gelukkige familie [dt.: Glückliche Familie]« ...", doubliert, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 55,5 x 52 cm. Künstlerinfo: auch Jan, Johan oder Jean van der Bent, niederländischer Maler (ca. 1650 Amsterdam bis 1690 Amsterdam), eine Schülerschaft bei Adriaen van der Velde und von Philips Wouwerman wird vermutet, beeinflusst von Nicolaes Berchem (1620–1683), tätig in Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Bénézit, Monogrammlexikon Nagler, Houbraken "De groote Schouburgh ...", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie und Internet.
Lot-No.: 4001
Limit: 1200.00 €
abendliche pastorale Landschaft, mit Hirten und seinen Ziegen und Schafen, vor felsiger Landschaft in der Dämmerung, fein lasierende Tiermalerei mit effektvollen Lichtern, hierzu bemerkt Thieme-Becker: "... aber schon bald wird die Darstellung von Hirtenszenen überwiegend, und hierin hat er eine große Meisterschaft erreicht, die schon von seinem Zeitgenossen Cornelis de Bie in Antwerpen 1661 gewürdigt wurde. ...", Öl auf Leinwand, unten ligiert signiert und datiert "NBerch mz 1679", rückseitig diverse alte, teils fragmentarische, unleserliche Etiketten und Annotationen, doubliert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 49 x 65,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Nicolaes Pietersz Berchem, niederländischer Maler, Zeichner und Grafiker (1620 Haarlem bis 1683 Amsterdam), Lehre bei seinem Vater, dem Stilllebenmaler Pieter Claesz, nachfolgend vermutlich Schüler bei Jan van Goyen, Pieter de Grebber und Jan Wils, 1642 Eintritt in die Sankt-Lukasgilde zu Haarlem, nach 1646 auch als Lehrer tätig, unternahm vermutlich einige Italienreisen, vor 1660 kurzzeitig in Amsterdam ansässig, ließ sich 1677 endgültig in Amsterdam nieder, Berchem zählt zu den bekanntesten Vertretern der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jh., Quelle: Thieme-Becker, AKL, Wikipedia und Internet.
Lot-No.: 4002
Limit: 9600.00 €
felsige Ideallandschaft mit Johannes dem Täufer und im Hintergrund Stadt mit Kathedrale an einem See, Kopie nach Dieric Bouts d. Ä "Johannes der Täufer“, das Original befindet sich in der Alten Pinakothek in München, rückseitig Klebezettel und hier handschriftlich "Kop. n. Dirk Bouts "Hl. Johannes der Täufer" Alte Pinakothek München von Heinz Muth, Mchn. 1925", Öl auf Eichentafel, teils bewusste Altersspuren, geringe Erhaltungsmängel, Rahmen im gotischen Stil, gerahmt, Falzmaße ca. 63,5 x 28,5 cm.
Lot-No.: 4003
Limit: 480.00 €
Brustportrait einer herrschaftlich im schwarzen schillernden Seidenleid mit weißen Schleifen und Einsätzen gekleideten jungen Frau im Halbprofil, vor dunklem Grund, besonders auffallend sind die breiten Goldketten, die doppelreihige Perlenkette, der weit ausladende Spitzenkragen und die rote Tulpe im Haar, bei der Dargestellten handelt es sich um die Hofdame der Pfalzgräfin-Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz und ab 1625 Prinzessin von Oranien sowie Gräfin von Nassau Amalie zu Solms-Braunfels (1602 Braunfels bis 1675 den Haag), Anthonis van Dyck (1599–1641) fertigte mehrere Portraits der Gräfin in ähnlichen Posen, vorliegend leicht verkleinerte Kopie nach dem zwischen 1630 und 1632 entstandenen Original, welches heute im Kunsthistorischen Museum Wien verwahrt wird, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, original im prächtigen, ca. 15 cm breiten Gründerzeitgoldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 80 x 64 cm.
Lot-No.: 4004
Limit: 900.00 €
imposante herbstliche skandinavische Gebirgslandschaft, mit eindrucksvoll zwischen Felsen und Gebäuden zu Tale stürzendem Fluss, 1640-44 reiste Allart van Everdingen nach Schweden und Norwegen, die skandinavischen Eindrücke waren zeitlebens prägend für sein künstlerisches Schaffen, so fertigte er auch später in Holland mit Vorliebe norwegische bzw. schwedische Landschaften, deren rauen, mystischen und ungestümen Charakter er meisterlich in düsteren und schweren Farben festzuhalten verstand, die er mit effektvollen Lichtern - wie im vorliegenden Bild bei der Darstellung des Wassers - belebte, Everdingen steht somit in der malerischen Tradition der Zeit und wetteiferte in seinen skandinavischen Motiven mit Jacob van Ruisdael (1628/29-1682) und fand einen Nachahmer in Jacob Coning (1648-1724), fein lasierende Landschaftsmalerei in gedeckter Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, 17. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem jüngeren Keilrahmen frz. bezeichnet "signé en bas à droite Everdingen [dt.: signiert unten rechts Everdingen]" und neuzeitliches Etikett "Allart van Everdingen (1621-1675)", alt doubliert, partiell stärker retuschiert, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 69 x 61 cm. Künstlerinfo: auch Aldert oder Allaert van Everdingen, niederländischer Landschaftsmaler, Aquarellist, Zeichner, Buchdrucker, Radierer und Sammler (1621 Alkmaar bis 1675 Amsterdam), studierte zunächst Theologie, parallel Schüler von Roelant Savery in Utrecht, weitergebildet bei Pieter de Molyn [Molijn] in Haarlem, 1640-44 Studienreise nach Schweden und Norwegen, anschließend Rückkehr nach Holland, ab 1645 Meister und Mitglied der Lukasgilde Haarlem, ab 1651 in Amsterdam tätig, 1657 Bürgerrecht von Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Allgemeine Deutsche Biographie, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Wurzbach und Wikipedia.
Lot-No.: 4005
Limit: 480.00 €
Darstellung Mariens mit dem Jesuskind im Arm, vor dem sich umsichtig umschauenden Josef, in sommerlicher Landschaft, auf der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, fein lasierende Kopie nach dem Original von Carlo Maratta (oder Maratti, 1625 Camerano bis 1713 Rom), welches sich im Musei Capitolini in Rom befindet, Öl auf Leinwand,1. Hälfte 20. Jh., links unten signiert "S. Ferrazzi" und als Kopie nach Maratta "copia C. Maratta" bezeichnet, rückseitig auf der Leinwand, teils unleserlich signiert und Künstleranschrift "Ferrazzi Via Sette 7 Sale 29 Roma", geringe Altersspuren, sehr schön gerahmt, Falzmaße ca. 62,5 x 50 cm. Künstlerinfo: italienischer Maler, Bildhauer und Kopist (1860 oder 1861 Castel Madama bei Tivoli bis 1937 Rom), Vater und Lehrer des Bildhauers und Malers Ferruccio Ferrazzi (1891–1978) und des Malers Riccardo Ferrazzi (1892–1969), genannt "Benvenuto Ferrazzi", zeitweise in Recanati tätig, um 1910 Hausbau in San Lorenzo, tätig in der Via Sette Sale, in der Nähe der Domus Aurea in Rom, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Panzetta "Dizionario degli scultori italiani dell'Ottocento e del primo Novecento" und Internet.
Lot-No.: 4006
Limit: 100.00 €
Ansicht einer Burg auf einem Felsen, an dessen Fuß vorbei ein rauschender Fluss durch eine Steinbrücke fließt, im Vordergrund am Ufer Wäscherinnen und ein Junge mit Käscher neben einem anlandenden Boot, stimmungsvolle, zum Teil mit spitzem Pinsel ausgeführte altmeisterliche Landschaftsimpression, Öl auf Malkarton, wohl 18. Jh., rückseitig signiert oder bezeichnet "Joh. Hoffmann Hofmaler v. Ostheim", geringe Retuschen, Craquelure und etwas reinigungsbedürftig, in späterer, schöner Berliner Leiste, Kartonmaße ca. 22 x 33 cm.
Lot-No.: 4007
Limit: 300.00 €
teils berittene, herrschaftliche Jagdgesellschaft aus Frauen und Männern mit Falken in herbstlicher Landschaft, lasierende Malerei mit wenigen pastosen Partien, Öl auf Holzplatte, Mitte 17. Jh., links unten signiert "A. Klomp", Altersspuren, schön in alter Leiste in Zweitverwendung gerahmt, Falzmaße ca. 59,5 x 84 cm. Künstlerinfo: eigentlich Albert auch Aelbert Janszoon Klomp oder Clomp, niederländischer Landschafts- und Tiermaler sowie Zeichner (1626 Amsterdam bis 1688 Amsterdam), frühe Hinwendung zur Kunst und wohl Schüler von Pieter Codde, malte in der Tradition von Paulus Potter, Adriaen van de Velde sowie Karel Dujardin, tätig in Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Internet.
Lot-No.: 4008
Limit: 2800.00 €
Kopfbildnis eines älteren Mannes mit hoher Stirn, im weißen Hemd und dunkelrotem Samtrock mit Pelzbesatz vor graugrünlichem Grund, das Werksverzeichnis "Anton Raphael Mengs (1728–1779)" von Steffi Roettgen, Band 1, listet auf den Seiten 289–291 mehrere Gemälde auf, die unserem gleichen und das Motiv als Bildnis Ismael Mengs (1688–1765 [sic. – korrekt wäre 1764]) mit einer Entstehung um 1750 erwähnt, zugleich wird im Werksverzeichnis von mehreren bekannten, wohl eigenhändigen Kopien oder Kopien fremder Hand, teils aus dem Werkstatt- oder Familienkreis berichtet (Kopien beigegeben), fein lasierende, partiell etwas pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, doubliert, gerahmt, Falzmaße ca. 51,5 x 44,5 cm. Künstlerinfo: auch Antonio Rafael bzw. Raffaele Mengs, dt. Maler (1728 Aussig [Ústí nad Labem] in Böhmen bis 1779 Rom), Sohn und Schüler des sächsischen Hofmalers Ismael Mengs (1688–1764), 1741–44 mit seiner Schwester Theresa Concordia Maron und seinem Vater Studienaufenthalt in Rom, hier vor allem autodidaktisches Studium der Antiken und der alten Meister wie Raffael und Michelangelo Buonarroti, hier auch Schüler von Marco Benefial und Sebastiano Conca, 1744 Rückkehr nach Dresden, 1745 Ernennung zum sächsischen Hofmaler, 1746–49 erneut in Rom und Schüler der Akademie, hier Eheschließung mit der Römerin Margherita Guazzi, 1749 Rückkehr nach Dresden, 1751–61 Oberhofmaler des sächsischen Hofes unter Friedrich August II. und mit der Ausführung des Hauptaltargemäldes "Himmelfahrt Mariä" für die Katholische Hofkirche beauftragt, 1751 über Venedig und Florenz Rückkehr nach Rom, 1752 Mitglied und 1754 Direktor der Accademia di San Luca, 1755 Ernennung durch Papst Clemens XIII. zum "Cavaliere di speron d’oro [Ritter des Ordens vom Goldenen Sporn]", 1759 Reise nach Neapel, hier entstanden Portraits der Familie und des Königs beider Sizilien, gefördert vom spanischen Diplomaten und Kunstmäzen José Nicolás de Azara, 1761–77 Berufung als Hofmaler an den spanischen Königshof nach Madrid zur Ausmalung des königlichen Palastes, 1769 Beurlaubung wegen gesundheitlicher Probleme und bis 1771 in Florenz und dann bis 1774 in Rom, hier tätig für den Vatikan und Ausmalung der Camera dei Papiri, 1774–76 erneut in Madrid und Förderung des Malers Francisco de Goya, 1777 wieder in Rom, Mitglied der Akademien Venedig, Augsburg, Bologna, Florenz, Rom, Genua und Madrid, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Steffi Röttgen "Winckelmann, Mengs und die deutsche Kunst." und Internet.
Lot-No.: 4009
Limit: 2800.00 €
große feiernde Gesellschaft in der Gaststube, beim Anschneiden eines Bratens, lasierende Genremalerei, Öl auf alt geklebter Holzplatte, wohl 17./18. Jh., unsigniert, rückseitig fragmentarisches Etikett "1876 Miense Molenaer – Fröhliche Bauerngesell...", dazu Auktionsaufkleber und laminierte Angebotsseite des Auktionshauses Schloss Ahlden vom Mai 2023, hier als "Jan Miense Molenaer" angeboten, hier auch Provenienzangabe "Süddeutsche Privatsammlung, ersteigert November 1967 in einer Auktion bei Lempertz, Köln", Altersspuren, sehr schön passend in neuerer Flammleiste gerahmt, Falzmaße ca. 48,5 x 79,5 cm. Künstlerinfo: auch Johan Molenaer, niederländischer Maler und Radierer (ca. 1610 Haarlem bis 1668 Haarlem), Schüler von Frans Hals, beeinflusst von Adriaen van Ostade und Rembrandt van Rijn, 1636 Eheschließung mit der Malerin Judith Leyster, mit der er auch künstlerisch zusammen arbeitete, 1636–47 in Amsterdam ansässig, 1648 Übersiedlung nach Heemstede, 1855 Kauf eines Hauses in Amsterdam und in Haarlem, fortan wechseld in Haarlem und in Amsterdam tätig, bekannt für seine Genrebilder mit Dorfszenen und Motiven aus dem bäuerlichen Leben, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Joseph Eduard Wessely in "Allgemeine Deutsche Biographie", Immerzeel, Wurzbach, Müller-Klunzinger, Seubert, Müller-Singer, Nagler, Bernt, Füssli und Internet.
Lot-No.: 4010
Limit: 2800.00 €
Frau mittleren Alters, in einem Buch lesend, Genremalerei mit schönen Lichteffekten, Öl auf Holz, links unten signiert und datiert "J. Nollekens 1688", geringe Altersspuren, im ca. 12 cm breiten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 23 x 20 cm, Tafelmaße ca. 17 x 15 cm. Künstlerinfo: Jan Baptist Nollekens, flämischer Maler (1665 Antwerpen bis 1720-1740 Roanne), ab 1718 Mitglied der Lukasgilde von Middelburg, nachfolgend in England tätig, es liegen nur spärliche Information über den Künstler vor. Quellen: Wikipedia.
Lot-No.: 4011
Limit: 180.00 €
sommerliche Szene mit Jagdhund, neben erlegtem Rebhuhn und Rohrdommel, vor einem Baumstumpf, leicht verkleinerte, gering pastose Kopie nach dem 1747 entstandenen Original im Pariser Louvre "Butor et perdrix gardés par un chien blanc [dt.: Rohrdommel und Rebhuhn, bewacht von einem weißen Hund]"), Inventarnummer 7028, welches hier der "Schule des Jean-Baptiste Oudry" zugeordnet ist, Öl über rotem Bolus auf Leinwand und Spannrahmen, 19. Jh., unsigniert, beigegebene Broschüre "Jean-Baptiste Oudry 1686–1755" des Staatlichen Museums Schwerin mit ähnlichem Motiv, Erhaltungsmängel, Rahmungsreste, Maße ca. 117 x 144 cm. Künstlerinfo: frz. Maler, Zeichner, Radierer, Entwerfer, Illustrator und Patronenzeichner (1686 Paris bis 1755 Beauvais), Sohn und Schüler des Malers und Gemäldehändlers Jacques Oudry, weitergebildet bei Michel Serre und fünf Jahre Atelierschüler des Portraitmalers Nicolas de Largillière, 1708 Meister der St. Lukasgilde, 1714 Assistent und 1717 Professor an der Lukasakademie, 1717 Anwärter und 1719 Mitglied der Académie royale de peinture et de sculpture Paris, schlug 1818 ein Angebot Peter des Großen aus, ihn als Hofmaler nach St. Petersburg zu begleiten, 1724 Ernennung zum Hofmaler Ludwig XV. und königliche Wohnung im Louvre, ab 1725 künstlerischer Direktor und ab 1734 Leiter der Tapisseriemanufaktur in Beauvais/Hauts-de-France, welche unter seinem Vorsitz Weltruhm erlangte, ab 1736 zusätzlich Direktor der Pariser Gobelinmanufaktur, 1739 Assistent und 1743 Professor an der königlichen Akademie, beschickte den Pariser Salon, gefördert und gesammelt von Herzog Christian Ludwig II. von Mecklenburg-Schwerin, dem König von Dänemark und der schwedischen Königin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.
Lot-No.: 4012
Limit: 2600.00 €
Wanderer mit Kiepen und beladenem Esel auf einer Brücke, beim Queren eines in Kaskaden zu Tal fließenden Gebirgsbachs, in bewegter urwüchsiger Sommerlandschaft, gering pastose, teils fein mit spitzem Pinsel festgehaltene Malerei in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf alter Holzplatte, wohl 17. Jh., unsigniert, rückseitig schwarze Siegelwachsreste, diverse teils unleserliche alte Annotationen und jüngere Etiketten, hier unter anderem abweichende Zuschreibungen an Salomon van Ruysdael (auch Ruisdael, 1600 Naarden bis 1760 Haarlem), aber auch an Jacob Salomonszoon van Ruysdael (auch Ruisdael, 1629 Haarlem bis 1681 Haarlem), Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 37 x 29,5 cm.
Lot-No.: 4013
Limit: 1200.00 €
buntes Treiben am Brunnen vor antikem, vegetativ überwuchertem Triumphbogen mit Reitern, Planwagen, Wanderern und Rastenden in sommerlicher mediterraner Landschaft mit weitem Blick auf nebelverhangene Berge, vielfigürliche, partiell dünn lasierende Genremalerei, Öl auf Holzplatte, rechts unten signiert "M. SCHOEVAERDTS F.", Altersspuren, im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 33 x 46 cm. Künstlerinfo: bekannt auch unter den Namensvarianten: Mathies, Marten, Michael, Martin oder Mathijs Schoevaerdts, Mathijs Schoevaerts, Mathys Schoevaerts, Matthijs Schoevaerts, Mathias Schoevaert, Mathieu Schoevaerdts, Mathieu Schoewaerdts, flämischer Maler, Zeichner und Kupferstecher (1664 Brüssel bis zwischen 1702 und 1712), ab 1682 Lehre beim Landschaftsmaler Adriaen Frans Boudewijns in Brüssel, beeinflusst zunächst von der Malerei seines Lehrmeisters und Jan Brueghels des Älteren (1568–1625), später von den in Rom lebenden flämischen Malern den "Bamboccianti", 1690 Meister der Brüsseler Lukasgilde und 1692–96 deren Dekan, zeitweise Aufenthalt in der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande und in Paris, versah teilweise die Gemälde von Jaques d‘Arthois und Adriaen Frans Boudewijns mit Figuren, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Nagler, Christiaan Kramm & Johannes Immerzeel Jr. "De levens en werken der Hollandsche en Vlaamsche kunstschilders, beeldhouwers, graveurs en bouwmeesters, ...", Müller-Singer und Internet. Weiterführende Informationen zum Motiv: Die englische Wikipedia schreibt hierzu "... Schoevaerdts ist bekannt für seine Landschaftsmalerei und Genreszenen. Seine Landschaften sind reich an Anekdoten und zeigen fein gemalte Szenen von Bauern auf Reisen, auf See oder bei Jahrmärkten. ... Typisch für all diese Landschaftsdarstellungen ist das idyllische Gefühl von Glück und zeigt die kleinen Figuren in anekdotischen, detailreichen Posen vor dem Hintergrund einer ansprechenden Landschaft oder von Gebäuden. ... Später geriet Schoevaerdts unter den Einfluss der in Rom tätigen niederländischen und flämischen Künstler, bekannt als die Bamboccianti. Er begann daraufhin, Landschaften mit italienischen Häfen und Ruinen zu malen [ohne je in Italien gewesen zu sein]. Die fantasievoll gestalteten Ruinen und Gebäude dieser Landschaften waren oft mit Laubwerk verziert, was ihren Verfall betonte. Diese italienischen Landschaften offenbarten eine zunehmende Tiefe und Feinheit im Farbauftrag. Er malte mit einer hellen, klaren Palette und viele seiner Landschaften zeigen einen stimmungsvollen Sonnenuntergang oder nebelverhangene blaue Berge in der Ferne. ... Schoevaerdts' Landschaften stellten zumeist imaginäre Ansichten dar. ..."
Lot-No.: 4014
Limit: 3800.00 €
Darstellung eines Mannes an der Orgel, über die Schulter blickend, in die Betrachtung einer jungen nackten Frau versunken, die wiederum nur Augen für ihr Schoßhündchen hat, den Hintergrund bildet eine elegante Parklandschaft mit Statuen, Springbrunnen und Zypressenhain, um 1550 schuf Tiziano Vecellio (um 1488 bis 1576) das Motiv "Venus mit Musiker", das Motiv wurde von Tizian bzw. seiner Werkstatt bis etwa 1560 in mehreren Varianten wiederholt, vergleichbare Motive finden sich unter anderem im Museo Nacional del Prado in Madrid, in der Berliner Gemäldegalerie "Alte Meister", im Fitzwilliam-Museum in Cambridge und im Metropolitan-Museum of Arts in New York, die vorliegende Kopie entspricht der im Madrider Prado vorhandenen Version "Venus mit dem Orgelspieler (Prado-Inv. Nr. 420)", gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1900, links unten am Bein des Organisten, abweichend vom Original, bezeichnet "Tiziano V.", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 83 x 143,5 cm.
Lot-No.: 4015
Limit: 260.00 €
1670–72 schuf der spanische Maler und Bildhauer des Barock, Juan de Valdés Leal (1622 Sevilla bis 1690 Sevilla), zwei Lünetten für den unteren Chor des Hospitals de la Santa Caridad in Sevilla als Memento Mori, die Motive verweisen auf die Banalität alles Irdischen, die Bruderschaft der Nächstenliebe von Sevilla sah ihren Hauptzweck in der Bestattung der Hingerichteten und Bedürftigen der Stadt, im vorliegenden Motiv "In ictu oculi [dt.: Im Bruchteil einer Sekunde]" löscht der Tod eine Kerze – als Zeichen des Erlöschens des Lebenslichts – und triumphiert als Gerippe über Papst und König sowie Wissenschaft und Macht, gering pastose Kopie, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, oben in der Darstellung lateinisch betitelt "In ictu oculi", Altersspuren, im sehr schönen Goldstuckrahmen des 19. Jh. gerahmt, Falzmaße ca. 63 x 45 cm.
Lot-No.: 4016
Limit: 7800.00 €
in seinem Stühlchen sitzendes Kind in heller Kleidung mit Spitzenkragen und Haube, vergnügt den Betrachter anblickend, Kopie nach dem 1627 entstandenen Gemälde "Bildnis der Susanne de Vos, der dritten Tochter des Malers von Cornelis de Vos", Öl auf Leinwand, 19. Jh. Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 62 x 57 cm.
Lot-No.: 4017
Limit: 600.00 €
Brustbild Mariens im Halbprofil, mit demutsvoll gesenktem Blick, ins Gebet vertieft, qualitätvolle, fein lasierende Malerei, Öl auf Kupferplatte, 2. Hälfte 18. Jh., rückseitig ligiert wohl signiert "JGWintter fecit", das ist möglicherweise Johann Georg Wintter (1707 Groningen bis 1770 München) oder dessen Sohn Joseph Georg Wintter (1751 München bis 1789 München), Altersspuren, sehr schön hinter graviertem, vergoldetem Passepartout mit ovalem Bildausschnitt gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 25 x 19,5 cm. Falzmaße ca. 29,5 x 23,5 cm.
Lot-No.: 4018
Limit: 280.00 €
das Bild schildert die biblische Begebenheit aus der Genesis [18,1–15] und berichtet von Abraham, einem der mythischen Erzväter des Volkes Israel der, hier kniend in königlicher Robe und abweichend vom Bibeltext, vor einem festen Haus mit Säulen dargestellt ist – „Abraham saß an seinem Zelt, als drei Engel zu ihm kamen. Er begrüßte sie herzlich und bot ihnen Gastfreundschaft an, bereitete ihnen Speise und Wasser. Während des Mahls verkündeten die Engel, dass Sarah, Abrahams Frau, trotz ihres hohen Alters einen Sohn gebären werde. Sarah, die in der Nähe lauschte, lachte ungläubig über die Nachricht. Die Engel versicherten Abraham, dass nichts für Gott unmöglich sei, und bestätigten, dass seine Nachkommenschaft zahlreich wie die Sterne des Himmels sein werde. ...", im Hintergrund ist die ungläubig lächelnde Sarah zu sehen, im Vordergrund liegt eine Messingschüssel nebst Handtuch für die von Abraham angebotene Fußwaschung der Gäste und im Mittelgrund haben sich die drei Engel zum Mahl an einen gedeckten Tisch in weiter sommerlicher Landschaft niedergelassen, lasierende, partiell gering pastose religiöse Genremalerei des Barock, Öl auf Holzplatte, wohl 1. Hälfte 17. Jh., unsigniert, rückseitig undeutbare alte Annotationen und Spuren einer ehemaligen Parkettierung, die nun einer Rissarmierung mittels Holzstücken gewichen ist, ein nahezu identisches Gemälde "Abraham und die Engel" wird dem flämischen Barockmaler Antoon [Anthonis] Sallaert (1594–1650) zugeschrieben, rückseitig Katalogauszug und Etikett des Auktionshauses Lempertz, welches das Gemälde in seiner Auktion am 15.05.2010 an Thomas Willeboirts, genannt Bosschaert (1613 oder 1614 Bergen op Zoom bis 1654 Antwerpen) zuschrieb, rückseitig (etwas links und unterhalb der Mitte in einem etwas helleren Bereich) will der Vorbesitzer Reste eines alten Brandzeichens der Antwerpener Maltafelmacher erkannt haben (vergleiche beigefügte Kopien), Altersspuren, im alten handgeschnitzten Barockrahmen gefasst, Falzmaße ca. 75 x 106 cm.
Lot-No.: 4019
Limit: 3800.00 €
Darstellung der am Oktavtag nach Weihnachten stattgefundenen Zeremonie, wobei Maria das Jesuskind auf einem Tisch hält, weiterhin sind Josef, der Mohel (Beschneider), Simeon und Anna anwesend, religiöse Malerei im Stil des 16.–17. Jh., Öl auf Holztafel, 19. Jh., rückseitig auf Holztafel (wohl Zweitverwendung) bezeichnet "H. Schaeuffelein" und Siegel, Erhaltungsmängel, im vergoldeten und punzierten Rahmen, Tafelmaße ca. 24 x 16,5 cm, Falzmaße ca. 24,5 x 20 cm.
Lot-No.: 4020
Limit: 390.00 €
Maria mit dem Jesuskind sowie zwei Frauen mit Stoffbinde und Krug, vermutlich Szene nach der Beschneidung, Öl auf Leinwand und doubliert, 17.–18. Jh., leichte Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 44,5 x 57,5 cm.
Lot-No.: 4021
Limit: 390.00 €
Ausschnittkopie des ca. 1527-28 entstandenen Gemäldes "Madonna des Heiligen Hieronymus" von Antonio da Correggio (1489 Correggio bis 1534 Correggio), welches ursprünglich für die Kapelle San Antonio in Parma geschaffen wurde und heute in der Galleria nazionale di Parma verwahrt wird, das Gemälde wird auch "Der Tag" genannt und gilt als Pendant zum ungleich berühmteren, um 1522-30 entstandenen Gemälde "Die Heilige Nacht", welches in der Dresdner Galerie "Alte Meister" zu finden ist, das vorliegende Motiv wurde für die Kopie allseitig reduziert, links war ehedem der namensgebende Hieronymus zu sehen, jetzt begrenzt das Gemälde auf der linken Seite ein Buch haltender Engel, rechts daneben ist Maria mit dem Jesuskind im Schoß dargestellt und schließlich rechts die Heilige Maria Magdalena zu Füßen Jesu, der im Originalgemälde rechts neben Maria Magdalena zu sehende Johannes der Täufer fehlt in der Kopie ebenfalls, Maria thront unter einem in der Kopie nur angedeuteten Baldachin vor lichter Landschaft, lasierende bzw. gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, wohl 18./19. Jh., unsigniert, geringe Craquelure, partiell farbschwundrissig, doubliert, großflächig retuschiert, sehr schön in brauner Lackleiste um 1900 gerahmt, Falzmaße ca. 94,5 x 80,5 cm.
Lot-No.: 4022
Limit: 750.00 €
Bildnis des nach oben blickenden Jesus mit Dornenkrone, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Holztafel (in Zweitverwendung), wohl 19. Jh., geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 22 x 18 cm.
Lot-No.: 4023
Limit: 200.00 €
Christus, umgeben von seinen Peinigern, als er zu trauernden Frauen am Wegesrand spricht „Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder!“, religiöse Malerei in warmer Farbigkeit, Öl auf Leinwand und auf Holztafel kaschiert, 18.–19. Jh., Erhaltungsmängel, in schmaler Berliner Leiste gerahmt (mit Verlusten), Falzmaße ca. 25,5 x 33 cm.
Lot-No.: 4024
Limit: 80.00 €