Gemälde

Katalog-Nr. 4484

Richard Strebel, "Treue um Treue"

melancholische Szene am Meer, mit trauerndem Schnauzer, am frisch aufgeschütteten Soldatengrab mit Kreuz und Pickelhaube wachend, das Thema beschäftigte den Künstler wiederholt und fand bereits 1920 bei Müller-Singer als "Getreu bis in den Tod" Erwähnung, Richard Strebel verband eine besondere Leidenschaft mit der Hunderasse der Schnauzer, da seine erste Ehefrau Helene Strebel (geb. Simons) unter dem Zwingernamen "Schwabing" Schnauzer züchtete, pastose Malerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Sperrholzplatte, um 1915, links unten signiert "R. Strebel", rückseitig in Blei betitelt „Treue um Treue", Malgrund etwas verzogen, im mit Akanthusranken beschnitzten Rahmen gerahmt, Falzmaße ca. 35 x 26 cm. Künstlerinfo: eigentlich Richard Hermann Strebel, dt. Tiermaler (besonders Hunde), Radierer, Illustrator und Schriftsteller (1861 Veracruz/Mexiko bis 1940 Burghausen), bis 1867 Kindheit in Veracruz, dann in Hamburg, studierte 1879–81 an der Akademie Kassel bei Hermann Knackfuß und Georg Koch, 1881–82 an der Kunstschule und 1883–86 an der Akademie Karlsruhe bei Hermann Baisch und Gustav Schönleber, unternahm Studienreisen nach Holstein, Glücksburg und Neuhaus am Schliersee, ab 1886 in München, später in Pasing bei München und ab 1909 in Gauting ansässig, lieferte Beiträge für die Münchner Zeitschrift "Jugend", 1892 Gründungsmitglied der Münchner "Luitpold-Gruppe", 1919 Übersiedlung von Gauting nach dem Trutzhof/Raitenhaslach bei Burghausen in Oberbayern, Mitglied des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands und der Münchner Künstlergenossenschaft, beschickte unter anderem die Ausstellungen im Glaspalast München, die Große Berliner Kunstausstellung, das Kunsthaus Zürich, die Hamburger Kunsthalle, den Württembergischen Kunstverein Stuttgart sowie Ausstellungen in Halle und Frankfurt am Main, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Müller-Singer, Mülfarth, Schmaling "Künstlerlexikon Hessen-Kassel 1777–2000", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh." und Wikipedia.

Limit:
150,00 €
Zuschlag:
300,00 €

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