Sächsische Künstler

Katalog-Nr. 4124

Walter Helbig, Stehender Mädchenakt

expressiv erfasste Figur vor sommerlich-vegetativer Kulisse, pastose Malerei mit charaktervollem Pinselduktus in kühler Farbigkeit, Öl auf Karton, um 1920, rechts unten geritztes Monogramm "WH", in breiter schwarzer Lackleiste gerahmt, Falzmaße ca. 51 x 34 cm. Künstlerinfo: dt.-schweizerischer Maler und Graphiker (1878 Falkenstein/Vogtland bis 1968 Ascona), Sohn des Falkensteiner Bürgermeisters, 1885 Umzug nach Dresden, studierte ab 1895 an der Akademie Dresden bei Carl Bantzer und Otto Gussmann, Freundschaft zu Otto Mueller, 1897-99 Studienreise nach Italien, hier Kontakt zu Arnold Böcklin und Adolf von Hildebrand, anschließend tätig für Otto Gussmann als Kirchenmaler in Dresden, 1903-05 Betrieb einer gemeinsamen Kunstschule mit Otto Mueller in Dresden-Rockau, 1906-10 in Hamburg, 1910 Übersiedlung in die Schweiz, hier in Weggis mit Oscar Lüthy und Hans Arp Mitbegründer sowie zeitweise Geschäftsführer des "Modernen Bundes", 1911 Mitbegründer der Neuen Sezession Berlin und 1918 der Novembergruppe Berlin, 1916-24 in Zürich tätig, ab 1916 Mitglied der Gesellschaft schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten, 1924 Übersiedlung nach Ascona und Gründung der Künstlervereinigung "Der Große Bär", zu welcher neben Helbig, Ernst Frick, Albert Kohler, Gordon Mallet McCouch, Otto Niemeyer-Holstein, Otto van Rees, Marianne von Werefkin und Richard Seewald gehörten, parallel bis 1933 Atelier in Berlin, 1933-45 als "entartet" verfemt, 1952 Mitglied im Deutschen Künstlerbund, beschickte Ausstellungen in Luzern, Zürich, New York, Berlin, London und Paris, tätig in Ascona im Tessin, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Sikart und Wikipedia.

Limit:
2300,00 €

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