Gemälde

Katalog-Nr. 4151

Hermann Corrodi, Blick zum Vesuv

mediterrane Straßenszene mit Häusern am Golf von Neapel und Blick auf den rauchenden Vesuv, 1873 weilte der Künstler auf Capri, in diesem Zusammenhang dürfte auch die vorliegende, gering pastose, studienhafte Malerei in zurückhaltender Farbigkeit entstanden sein, Öl auf Karton, später auf Hartfaserplatte aufgezogen, wohl 1873, links unten signiert "H. Corrodi", rückseitig bezeichnet "Hermann Corrodi 1844–1905 Roma", geringe Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 29 x 44 cm. Künstlerinfo: eigentlich Hermann David Salomon Corrodi auch Korrodi, Koradi, italienischer Maler, Orientalist, Radierer und Kunstlehrer schweizerischer Abstammung (1844 Frascati/Latium bis 1905 Rom), Sohn und Schüler des Schweizer Malers und Zeichners Salomon Corrodi, studierte ab 1860 zusammen mit seinem Bruder Arnold Corrodi unter anderem bei Alexandre Calame und Alfred van Muyden in Genf, parallel Studienreisen durch Europa, ab 1866 Studium an der Accademia di San Luca in Rom, an der auch sein Vater lehrte, hier Schüler von August Weckesser und Heinrich Franz-Dreber, wohl auch Schüler von Eduardo Rosales y Gallinas, zeitweise beeinflusst von Marià Fortuny, 1868 Studienaufenthalt in Venedig, 1872 Aufenthalt in München, hier beeinflusst von der symbolistischen Malerei Arnold Böcklins, ab 1872 ein Jahr künstlerisch weitergebildet in Paris und Bekanntschaft mit Jean-Louis Gérôme und Ernest Meissonier, von Paris aus Reise nach London, wo er bei Lawrence Alma-Tadema wohnt und Bekanntschaft mit John Everett Millais und Frederic Leighton macht, 1873 auf Capri und in Wien, 1874 Tod des Bruders und zeitweise Aufgabe der Malerei, später sommerliche Aufenthalte in Baden-Baden bzw. Bad Homburg, wo er Kontakte zum europäischen Hochadel wie die Hohenzollern und das britische Königshaus knüpft, im Winter in Rom, unternahm Studienreisen durch Italien, in den nahen Osten (Syrien, Ägypten, Zypern, Palästina und Konstantinopel in der Türkei) und bereiste die Länder des Mittelmeerraumes (Montenegro, Korsika), in den 1880er Jahren Mitglied und Berufung als Professor an die Accademia di San Luca in Rom und ab 1893 deren Ehrenmitglied, ab 1895 Vorstandsmitglied der Società Amatori e Cultori, beschickte die schweizerischen Turnus-Ausstellungen, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Historisches Lexikon der Schweiz, Sikart, Brun, Müller-Singer, Boetticher und Internet.

Limit:
450,00 €

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