Jäger mit seinem Hund unter hohen Laubbäumen am Waldbach in der Abenddämmerung, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "Elise Foertsch [18]55", rückseitig auf dem Keilrahmen appliziertes Fragment der Todesanzeige "Elise Förtsch - Landschaftsmalerin, Tochter des Red. und Verl. des Würzb. Abendblattes J. B. C. Förtsch in Würzburg. Sie ward geboren zu Würzburg den 20. Januar 1832 und erreichte sonach ein Alter von 24 Jahren, 4 Monaten, 10 Tagen.", Altersspuren, im originalen Spätbiedermeier-Goldstuckrahmen der Zeit, Falzmaße ca. 91 x 71 cm. Künstlerinfo: auch Elise Förtsch, dt. Landschaftsmalerin, Zeichnerin und Kopistin (1832 Würzburg bis 1856 Markt-Erlenbach), Tochter des Redakteurs und Verlegers des 1836-74 existierenden Würzburger Abendblattes J. B. C. Förtsch, beschickte die Ausstellungen des Würzburger Kunstvereins, 1854 in Düsseldorf tätig erwähnt, tätig in Würzburg, Quelle: Todesanzeige und Artikel in Würzburger Abendblatt.
Katalog-Nr.: 3964
Limit: 480,00 €, Zuschlag: 0,00 €
am Bach mit ihrem Nachwuchs liegende Ricke, in idyllischer felsiger Umgebung mit allerlei Wildwuchs, im Hintergrund, im Dunst und Wolken verschwindende Bergkette, zu der Bildauffassung schreibt Thieme-Becker: (nach Studienwanderungen wollte Gauermann als einer der Ersten) "...nicht mehr nur die durch „Staffage“ belebte Vedute malen, die noch seinem Vater als höchstes Kunstideal galt, sondern den lebendigen Naturausschnitt, in dem Landschaft, Mensch u. Tier zum einheitlichen, Kunstganzen verschmelzen sollten.", mit spitzem Pinsel detailreich ausgeführtes Gemälde mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Leinwand und alt doubliert, um 1830-40, links unten signiert "F. Gauermann", dezentes Craquelure und alt retuschiert, in breiter, tief gekehlter vergoldeter Leiste der Zeit gerahmt (mit leichten Erhaltungsmängeln), Falzmaße ca. 53 x 43 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich August Matthäus Gauermann, bedeutender österreichischer Maler, Zeichner und Graphiker (1807 Scheuchenstein/Miesenbach bis 1862 Wien), Sohn des Malers, Zeichners und Kupferstechers Jakob Gauermann (1772-1843), zunächst zum Kaufmann bestimmt, ab 1821 Schüler seines Vaters und seines Bruders Carl Gauermann (1804-1829), 1824-27 Schüler der Wiener Akademie bei Joseph Mössmer und Joseph Rebell, weitestgehend jedoch autodidaktische Ausbildung auf Wanderungen durch die Steiermark, Salzburg und Tirol, beeinflusst durch seine Künstlerfreunde Joseph Höger, Johann Fischbach, Joseph Feid und Anton Hansch, unternahm Studienreisen ins Salzkammergut, nach Dresden und München, ab 1836 Mitglied der Wiener Akademie, 1838 Reise nach Venedig, ab 1840 Mitglied des Münchner Kunstvereins, 1845 Ehrung mit dem Luxemburgischen Orden der Eichenkrone durch König Wilhelm II. der Niederlande, 1848 Ehrenbürger der Stadt Wien und ausgedehnte Studienreise nach Venedig, Padua, Verona, Mailand und Tirol, beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung, 1861 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, tätig in Wien und Miesenbach, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Andresen "Die deutschen Maler-Radirer ...", Wikipedia, Allgemeine Deutsche Biographie, Wurzbach, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3965
Limit: 9800,00 €, Zuschlag: 0,00 €
sommerlicher Blick, vorbei an Wanderern entlang eines Gebirgsbachs mit Brücke, zur dörflichen Kulisse vor steil aufragender Bergkulisse, gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "G. Hampe [18]79", rückseitig auf dem Keilrahmen in Blei schwer lesbar bezeichnet "Süds-Tyrol", Altersspuren, in breiter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 55,5 x 44 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1839 Berlin bis 1902 Berlin?), unternahm Studienreisen nach Griechenland, Italien und Spanien und fand seine Motive vor allem in Thüringen, im Schwarzwald und in der Schweiz, beschickte 1862-70 die Berliner Akademieausstellung, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Bénézit, Saur und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3968
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 0,00 €
wenige Pflanzen zwischen mächtigen Felsbrocken im dämmrigen Licht, skizzenhaft angelegte Naturstudie, Öl auf Leinwand und auf Leinwand kaschiert, Mitte 19. Jh., etwas retuschiert, gerahmt und hier Metallschild "A. Hansch", Falzmaße ca. 30,5 x 51 cm. Künstlerinfo: österr. Landschaftsmaler (1813 Wien bis 1876 Salzburg), Schüler von Joseph Mößmer, 1834 Studienreise in die Steiermark und das Salzkammergut, gefördert von Erzherzog Franz Karl, weitere Studienreisen nach Kärnten, Bayern, Tirol und Italien, 1848 Mitglied der Wiener Akademie, 1868 Mitglied des akademischen Rates, zahlreiche Auszeichnungen und Ankäufe durch das Kaiserhaus, ab 1875 in Salzburg, beschickte neben den Wiener Ausstellungen auch die großen Kunstausstellungen in Berlin, Brüssel, München (Glaspalast), Köln und London, tätig in Wien und Salzburg, Quelle: Thieme-Becker.
Katalog-Nr.: 3969
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 0,00 €
klassizistisches Brustbildnis einer auf einem Fauteuil sitzenden Frau mittleren Alters, im mit Spitzen und Perlen besetzten freizügigen Kleid im Halbprofil, mit Diadem im Haar und einen Brief in der Hand haltend, lasierende Portraitmalerei mit wenigen pastosen Partien, Öl auf Leinwand, Ende 18. Jh., links oben signiert "Heinsius pinxit.", die beiden gleich signierenden Brüder Johann Ernst Heinsius und Johann Julius Heinsius werden in ihren Werken oft verwechselt, allerdings schreibt Walther Scheidig "H. [Johann Julius Heinsius] scheint seine Bildnisse stets auf der Vorderseite zu signieren, meist auch zu datieren. Er signiert ... in der Spätzeit „heinsius“ mit Minuskel-h.", doubliert, Altersspuren, schön im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 65 x 54,5 cm. Künstlerinfo: nannte sich in Frankreich auch Jean Jules Heinsius, dt. Portrait- und Miniaturmaler (1740 Hildburghausen bis 1812 Orléans), jüngerer Bruder des Malers Johann Ernst Heinsius (1731-1794), begleitete 1752 seinen Vater, den Maler Johann Christian Heintz, in die Niederlande, 1767 Mitglied der „Confrérie“ in Den Haag, bis 1779 wechselnde Aufenthalte in Utrecht, Lille, Douai und Rouen, ab 1779 in Paris ansässig und zum "premier peintre de Mesdames [dt.: Erster Maler der Damen]" der Töchter König Ludwig XV. ernannt, nach Ausbruch der Französischen Revolution 1789 Übersiedlung nach Orléans, später zur Kaiserzeit unter Napoleon Bonaparte zeitweise wieder in Paris tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Walther Scheidig in "Deutsche Biographie", Bénezit, Nagler und Internet.
Katalog-Nr.: 3972
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €
zwei Männer zu Pferd, unter knorrigen Laubbäumen in herbstlicher Landschaft, fein mit spitzem Pinsel gering pastos erfasste Malerei, Öl auf parkettierter Holzplatte, Mitte 19. Jh., links unten signiert "J. Hofstra f. [fecit = hat es gemacht]", rückseitig Etikett "Galerie Schöninger ...", Altersspuren, im neueren Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 43 x 37 cm. Künstlerinfo: niederländischer Landschafts- und Genremaler (1805 Sneek bis 1875 Sneek), um 1835 tätig als Malergehilfe, künstlerisch wohl Autodidakt, später verdingte er sich als Polizist, parallel als Kunstmaler tätig, lebte in Sneek, Quelle: Sneeker Nieuwsblad, Scheen und Internet.
Katalog-Nr.: 3977
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €
spätsommerlicher Blick in sanft bewegte Gebirgslandschaft mit knorrigen Laubbäumen, im Hintergrund ein Kloster auf einem Bergrücken und Reiter am Fluss, unter effektvoll bewölktem Himmel, hierzu bemerkt Bruckmann im Lexikon der Düsseldorfer Malerschule "... Bevorzugt malt er Motive aus der Eifel- und Lahngegend, ... Es überwiegen stimmungsvolle Landschaften und beschauliche Waldansichten. Auf die Verbindung zur Schule Schirmers verweisen nicht nur die Motivwahl und die traditionelle Verwendung von Figurenstaffage und Architekturmotiven, sondern auch die detaillierte Naturschilderung und die kontrastreiche Lichtführung. Wolfgang Müller von Königswinter würdigte seine Bilder als freundlich und ansprechend, da in ihnen »auch die gemüthlichen Seiten des Waldlebens ihre Berechtigung finden« (Müller v. Königswinter 1854). ...", lasierende, partiell gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1840, rechts unten signiert "J. Hülser", Altersspuren, alt gerahmt, Falzmaße ca. 74 x 111,05 cm. Künstlerinfo: irrtümlich auch Hulser, dt. Landschaftsmaler (1816 oder 1817 in Kleinenbroich bis 1850 Düsseldorf), zunächst Ausbildung zum Stuhlmacher, Drechsler und Schreiner, studierte 1832–34 an der Sonntagsschule der Düsseldorfer Akademie bei Ernst Carl Thelott, 1835–36 Schüler der Bauhandwerksklasse von Karl Friedrich Schäffer, 1836 Schüler der Elementarklasse bei Josef Wintergerst, 1837–42 Schüler in der Landschafterklasse von Johann Wilhelm Schirmer, 1840 Projektionslehre in der Architekturklasse bei Rudolf Wiegmann, 1840 Beurlaubung vom Studium zum Zwecke einer Studienreise, beschickte unter anderem 1839 den Leipziger Kunstverein und 1844 die Berliner Akademieausstellung, 1848 Gründungsmitglied des Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Todesnachricht in der "Düsseldorfer Zeitung" und dem "Düsseldorfer Journal und Kreis-Blatt", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Düsseldorfer Adressbuch und Internet.
Katalog-Nr.: 3978
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Bildnis-Pendants eines älteren Ehepaars, dabei Herr im weißen Hemd und schwarzen Anzug sowie Frau mit weißer Haube im schwarzen Kleid, lasierende, partiell gering pastose Malerei in zurückhaltender, dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, je rechts signiert "F. Jamrath" und datiert "1881" bzw. "1886", rückseitig auf dem Keilrahmen je neuzeitlich bezeichnet "Johann Friedrich Jamrath 1810-1891), Craquelure, Druckstelle (Herrenportrait) bzw. Fehlstellen in der Leinwand (Damenportrait), etwas restaurierungsbedürftig, schön als Gegenstücke hinter Passepartouts mit hochovalem Ausschnitt gerahmt, Passepartoutausschnitt je ca. 65 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Friedrich Jamrath, dt. Blumen- und Portraitmaler, Porzellanmaler und Hoffotograf des Berliner Hofes (1810 Berlin bis 1891 Berlin), Schüler des Genre-, Historien- und Portraitmalers Johann Gottfried Brücke (1796-1873) in Berlin und um 1832 Schüler des Blumenmalers und Zeichenlehrers am Botanischen Garten Berlin Carl Roethig, beschickte 1826-46 die Berliner Akademieausstellung mit Blumenstücken und Portraits, später Ausbildung zum Fotografen bei Carl Gustav Oehme (1817-1881), 1846 oder 1853 Eröffnung des eigenen Fotografischen Ateliers in Berlin, welches er ab 1858 mit seinem Sohn Theodor Georg Richard Jamrath (1836-1902) unter "Jamrath & Sohn" betrieb, bedeutender Berliner "Carte de Visite"-Hersteller, Ernennung zum preußischen und sachsen-altenburgischen Hoffotografen, tätig in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Lemberger "Meisterminiaturen". Neuwirth "Porzellanmalerlexikon", Schidloff und Internet.
Katalog-Nr.: 3981
Limit: 330,00 €, Zuschlag: 0,00 €
über eine Bogenbrücke führende Landstraße mit Reitern, im Hintergrund flache mediterrane Landschaft unter hellem Himmel, leicht pastose Landschaftsmalerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "C. F. Karthaus (18)93", auf Keilrahmenrückseite Etikett "30071" und Galeriestempel, minimale Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 43 x 63 cm, beigegeben Rechnungskopie der Kunsthandlung J. P. Schneider in Frankfurt am Main aus dem Jahr 1930. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler der Berliner Schule (wohl 1852 Wuppertal bis 1928 Berlin), vorwiegend in Berlin und Potsdam als Landschaftsmaler tätig, Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 3982
Limit: 450,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Darstellung einer spärlich in Schleier gehüllten jungen Dame, beim Bade vor einer Felsengrotte in abendlicher Sommerlandschaft, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, ein als Kopie beigegebenes Foto des Münchner Fotografen Carl Teufel (1845–1912) zeigt Kraut, wohl um 1890, in seinem Münchner Atelier mit einem ähnlichen Sujet auf der Staffelei, rechts unten signiert "J. Krauth [sic.!]", rückseitig auf dem Rahmen alte Annotation "Julius Kraut * 1859–1939 †", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 120,5 x 81 cm. Künstlerinfo: wohl auch Julius Krauth, dt. Portrait- und Genremaler (1859 Barmen bis 1939 Berlin-Charlottenburg), zunächst auf väterlichen Wunsch Ausbildung zum Chemiker, studierte 1879–82 an der Akademie Düsseldorf bei Peter Janssen dem Älteren, Hugo Crola und Heinrich Lauenstein, ab 1883, mit Empfehlung der Düsseldorfer Akademie, Studium an der Münchner Akademie bei Rudolf von Seitz, hier Meisterschüler von bei Otto Seitz und beeinflusst von Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren, 1887 Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereins "Malkasten", 1891 Verleihung des Professorentitels durch Leopold Friedrich I. Franz Nikolaus von Anhalt, um 1888 zunächst freischaffend in Aachen, wo er auch Motive des Teutoburger Waldes festhielt, später wieder in München tätig, hier Mitglied des Münchner Kunstvereins und der Münchner Künstlergenossenschaft, beschickte die Ausstellungen des Münchner Glaspalastes, 1897 Übersiedlung nach Berlin-Grunewald, hier Mitglied im Verein Berliner Künstler und Teilhaber der Instrumenten-Fabrik „Reform“, avancierte zum Portraitisten der gehobenen Gesellschaft, schuf unter anderem Portraits des rumänischen Königs Carol I. und seiner Ehefrau Elisabeth zu Wied, von König Albert I. von Belgien, Kronprinz Wilhelm von Preußen und Kronprinzessin Cecilie zu Mecklenburg, Herzog Carl Eduard Sachsen-Coburg und Gotha, Arnold Böcklin, Reinhold und Oskar Begas sowie Paul von Hindenburg, reiste 1908 als Begleiter des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern nach Rom, beschickte unter anderem die Große Berliner Kunstausstellung, erhielt diverse Ehrungen wie 1906 das Ritterkreuz des Königlich Rumänischen Ordens „Stern von Rumänien“ und 1909 das Ehrenkreuz 3. Klasse der Hohenzollern, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Dressler, "Moderne Kunst in Meister-Holzschnitten", Band 14 (1900), Glaspalastkataloge und Internet.
Katalog-Nr.: 3987
Limit: 360,00 €, Zuschlag: 0,00 €
junge Frau mit aufwendiger Frisur und zartem Teint, ein Nickerchen haltend, mit spitzem Pinsel ausgeführte Portraitmalerei, Öl auf Metall, im linken Bereich nicht eindeutig signiert "Lestycin" oder "Lestyán" (eventuell Janos Lestyan) und datiert "(1)855", Erhaltungsmängel, im Samtpassepartout (mit Erhaltungsmängeln), Passepartoutausschnitt ca. 17,5 x 13,5 cm.
Katalog-Nr.: 3988
Limit: 420,00 €, Zuschlag: 0,00 €
geschäftiges Treiben zu Füßen der Säulen von Sankt Marco und Sankt Theodorus, mit Blick über den Canal Grande, auf Dogana di Mare und Santa Maria della Salute, feine, gering pastose Vedutenmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "P. Mucha 1890", geringe Altersspuren, im prächtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 79 x 108,5 cm. Künstlerinfo: dt. Genre-, Veduten- und Landschaftsmaler (1856 Paprocz oder Groß Rauden [Rudy] in Oberschlesien bis unbekannt), studierte an der Berliner Akademie, um 1890 in Venedig, Quelle: Müller-Singer und Internet.
Katalog-Nr.: 3993
Limit: 4800,00 €, Zuschlag: 0,00 €
sommerliche Seeuferszene mit nacktem Kind, in trauter Zweisamkeit mit einem großen Hund, auf dem Bootssteg, anrührende, poesievolle, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1880, links unten undeutlich signiert "B. Oscar", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 41 x 31,5 cm.
Katalog-Nr.: 3996
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 0,00 €
junge Frau mit langem blonden Haar, gelber Kleidung und blauem Umhang, ihre Hände zum Gebet gefaltet und mit nach oben gerichtetem Blick, die helle Aura um ihr Haupt lässt an eine Heilige denken, Öl auf Leinwand, links unten signiert, bezeichnet und datiert "C. v. Plüskow Ddf. (Düsseldorf) (18)83", Retuschen, gerahmt, Falzmaße ca. 52 x 40 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1863 bis nach 1920), Schüler von Hugo Crola in Düsseldorf, vorwiegend als Portraitist tätig, Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 3997
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Blick ins dämmrige Stallinterieur mit Ziegen und Hahn, lasierende, partiell pastose Tiermalerei in dezenter brauntoniger Farbigkeit und effektvollen Lichtern, Öl auf Leinwand, um 1870, links unten ligiert monogrammiert "LR", rückseitig auf der Leinwand Stempel der 1863 gegründeten Münchner Malutensilienfirma Richard Wurm "Malerleinwand von Richard Wurm München", auf dem Rahmen altes Rahmungsetikett Hamburg, auf dem Rahmen und Keilrahmen diverse Annotationen und zwei getilgte Etiketten, unter anderem auf dem Rahmen in Blei mit "L. Reinhardt" bezeichnet, Altersspuren, schön im alten Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 39 x 49 cm. Künstlerinfo: auch Ludwig Reinhardt, dt. Landschafts- und Tiermaler (1849 Plauen? bis 1870 im Traunsee), ab 1868 künstlerische Ausbildung in Dresden, ab 1869 tätig in München, beeinflusst von Friedrich Voltz, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Siegfried Wichmann "Münchner Landschaftsmaler im 19. Jahrhundert, Meister, Schüler, Themen" und Internet.
Katalog-Nr.: 4001
Limit: 750,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Bauersfrau mit Kiepe, auf Weg unter hohen Laubbäumen, mit Fernblick zur Burg und zum Fluss, pastose romantische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten bezeichnet "D. Schuhfried 1867", rückseitig auf dem Keilrahmen teils unleserlich betitelt "Burg ... a./Rhein", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 42 x 58 cm. Künstlerinfo: auch Dominic Schuhfried, österreichischer Landschafts- und Genremaler (1810 Wien bis 1877 Wien), Sohn des Wiener Porzellanmalers Jakob Schufried (1785-1857, auch Schuhfried, Schulfried oder Schurfried), studierte bis 1829 an der Wiener Akademie, 1838-57 und 1869-71 vertreten auf Ausstellungen, zuerst in der Jahres-Ausstellung bei St. Anna und ab 1852 in den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins, schuf vor allem Motive aus der Gegend um Gutenstein bei Wien, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach "Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich", Müller-Singer, Fuchs und Internet.
Katalog-Nr.: 4011
Limit: 700,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Defregger befasste sich neben Genrethemen auch mit Historienbildern, welche vor allem die Unabhängigkeitsbewegung der Tiroler 1809 mit ihrem Anführer Andreas Hofer (1767-1810) thematisieren, vorliegend das 1883 geschaffene Motiv "Vor dem Aufstand in Tirol 1809", das Originalgemälde wurde 1883 im Münchner Glaspalast ausgestellt und das Motiv fand weite Verbreitung und Popularität durch einen 1884 in der "Gartenlaube" abgebildeten Holzstich des Gemäldes, fein lasierende Kopie, Öl auf Leinwand, um 1910, links unten bezeichnet und signiert "Franz Defregger 1883 - Kop. von L. Schünzel - Dresden", im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 75,5 x 106 cm. Künstlerinfo: Kopist (tätig erwähnt 1911-27), schuf Altmeisterkopien an der Königlichen Gemäldegalerie "Alte Meister" Dresden, lebte in Dresden, Quelle: Visitenkarte und Internet.
Katalog-Nr.: 4012
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Bildnis eines Herrn in mittleren Jahren im schwarzen Anzug, mit üppigem rotbraunen Bart und schütterem Haupthaar, dazu Gegenstück einer etwa gleichaltrigen Frau mit schwarzer Spitzenhaube überm gescheitelten grauen Haar, Goldschmuck und schwarzer hochgeschlossener Bluse, fein mit spitzem Pinsel lasierend festgehaltene Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, je rechts bzw. links signiert und datiert "L. Wagner 1875", Altersspuren, sehr schön als Pendants in Goldstuckrahmen mit Passepartouts und ovalem Bildausschnitt, Falzmaße ca. je 37 x 30,5 cm.
Katalog-Nr.: 4018
Limit: 450,00 €, Zuschlag: 0,00 €
über einen aus einer engen Schlucht kommenden Gebirgsbach führende Brücke, im Hintergrund vom Schnee bedeckte Berge unter locker bewölktem Himmel, Öl auf Leinwand und auf Karton kaschiert, rechts unten datiert "14.6.(18)90", auf der Rückseite Zuschreibung "Prof. Wille Schweiz", leichte Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 33 x 24 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich Gustav August Julius Philipp Rudolf von Wille, dt. Landschaftsmaler und Lithograph (1860 Weimar bis 1941 Düsseldorf), ab 1863 Kindheit in Düsseldorf, studierte 1879–82 an der Akademie Düsseldorf unter anderem bei Andreas Müller, Heinrich Lauenstein und Peter Janssen dem Älteren, unternahm Studienreisen durch Deutschland (Thüringen, Eifel, Harz, Sieg, Mittelrhein, Hessen, Lahn und Schwarzwald), nach Norwegen und an die italienische Riviera, ab 1886 Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten, ab 1899 Sommerwohnsitz in der Eifel, 1900–05 und 1908–11 in Reifferscheid, 1905–07 in Kall-Dalbenden, 1911 Erwerb der Burg Kerpen als Sommerwohnsitz, vertreten unter anderem in den Museen in Berlin, Köln, Düsseldorf, Krefeld, Düren, Aachen, Bonn und Stuttgart, 1908 Erwerb des Gemäldes "Die blaue Blume" durch Kaiser Wilhelm II., 1910 Verleihung des Professorentitels, 1911 Begegnung mit Kaiser Wilhelm II. und Ehrung mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse, Mitglied der Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler und zeitweise Vorstand des Künstlervereins Malkasten Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Müller-Singer, Jansa, Ries, Brauskiepe, Boetticher, Dressler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4019
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Brustbildnis eines älteren grauhaarigen, sinnenden Mannes im hoch geschlossenen dunklen Mantel mit goldenem Orden (mit Darstellung einer Heiligen) über der Knopfleiste im Halbprofil nach rechts, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Zoll p. 1805", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliche Annotationen "Franz Joseph Zoll 1770-1833 - signiert unten links, datiert 1805", geringe Craquelure, doubliert, alt restauriert, in alter Goldleiste in Zweitverwendung gerahmt (Erhaltungsmängel), Falzmaße ca. 68,5 x 53,5 cm. Künstlerinfo: ursprünglich Franz Joseph Soll, Portrait-, Historien- und Kirchenmaler (1770 Möhringen an der Donau bis 1833 München), entstammt der badischen Künstlerfamilie Soll, Sohn und Schüler des Bildhauers und Fürstlich Fürstenbergischen Hof- und Theatermalers Conrad Soll (später: Zoll), 1784-86 Weiterbildung und Mitarbeit bei seinem Onkel Franz Joseph Soll in Trostberg bei Traunstein, anschließend Weiterbildung bei Johann Jakob Dorner dem Älteren (1741-1813) und Joseph Hauber (1766-1834) in München, dann freischaffend als Portraitmaler, zeitweise tätig für den Hohenzollerschen Hof in Sigmaringen, ab 1802 Hofmaler der Fürsten zu Fürstenberg, ansässig in Freiburg im Breisgau, hier Unterricht in Ästhetik durch den Philosophen und Dichter Johann Georg Jacobi, hier auch Bekanntschaft mit Anton Karl Freiherr von Baden und mit dessen Unterstützung 1802 Studienreise nach Paris und danach zwei Jahre nach Wien, betrieb hier anatomische Studien, über München Rückreise nach Karlsruhe, wo er Bildnisse des Kurfürsten Karl Friedrich von Baden malte, dessen Enkel und Nachfolger ihn 1812-13 einen Aufenthalt in Rom ermöglichte, anschließend freischaffend in Möhringen und Karlsruhe, 1821-25 Berufung durch Großherzog Ludwig als Zeichenlehrer und Professor an die Universität Freiburg, ab 1825 Lehrer an der Bauschule von Friedrich Weinbrenner, 1830 Inspektor und 1831 Direktor der Gemäldesammlung Mannheim, starb auf einer Reise in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Mülfarth, Füßli, Nagler, Boetticher, Noack "Das Deutschtum in Rom" und Internet.
Katalog-Nr.: 4020
Limit: 220,00 €, Zuschlag: 0,00 €
der junge Jesus mit weißem Gewand und Kreuz in seiner rechten Hand, mit seinem Fuß und dem Kreuz einen Drachen niederdrückend, angesiedelt ist die Szene in einer weiten, leicht hügeligen Landschaft, unter der Darstellung der Sinnspruch "In hoc signo vincens" (In diesem Zeichen wirst du siegen), mit spitzem Pinsel ausgeführte religiöse Malerei mit Einflüssen der Nazarener, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, auf Keilrahmenrückseite Stempel "Zimmermann Auktionen/Paradiesgasse 55/6008 Frankfurt/Main..." sowie die handschriftlichen Nummern "198/132" und "22/44", Craquelure, ansprechend im vergoldeten und goldbronzierten Rahmen mit Rundbogen im oberen Bereich gerahmt (mit Retuschen), Bildausschnitt max. ca. 25 x 12,5 cm, beigegeben Kopie einer Begutachtung von Helmut Zimmermann aus 6/1995, welcher das Gemälde "in der Art des Malers und Zeichners – Julius Schnorr von Carolsfeld" sieht, sowie Kaufbeleg.
Katalog-Nr.: 4022
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 0,00 €
die trauernde Mutter Gottes, Maria, mit ihrem toten Sohn Jesus im Schoß, am Fuße des Kreuzes auf Golgatha, mit Jesu Lieblingsjünger Johannes, welcher die Dornenkrone hält und Maria Magdalena mit den drei Kreuznägeln vor lichtem Goldgrund, gering pastose präraffaelitische Malerei, Öl und Goldbronze auf Kupfertafel, 2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 62 x 40,5 cm.
Katalog-Nr.: 4023
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Halbfigurenbildnis des Monarchen aus dem Hause Wittelsbach (1811 München bis 1864 München) von 1848-64 König von Bayern, lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 65,5 x 53,5 cm.
Katalog-Nr.: 4024
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Liebespaar in altertümlicher Tracht auf sonniger Waldlichtung sinnend in die Betrachtung gotisch anmutender Ruinen versunken, poesievolle, lasierende, teils gering pastose Genremalerei in warmtoniger Farbigkeit und schönem Licht, Öl auf Karton, 19. Jh., rechts unten nachträglich bezeichnet "Th. James-Johnson", rückseitig älterer Zettel mit meist unleserlicher Beschriftung und späterer Annotation "James Johnson", auf dem Rahmen altes Londoner Rahmungsetikett "... A. Johnson ... 58, Westbourne Grove ... Bayswater. W. ...", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 33 x 25,5 cm.
Katalog-Nr.: 4027
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 0,00 €
dunkel gekleidete Personen und Pferd auf zugefrorenem See, vor mit Rundtürmen flankiertem Tor einer Befestigungsanlage, unter dramatisch bewölktem Himmel, lasierende Genremalerei in der Tradition der alten Niederländer, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, im alten Rahmen um 1810 in Zweitverwendung mit geweitetem Falz gefasst, Falzmaße ca. 38 x 30,5 cm, Bildausschnitt ca. 36 x 29 cm.
Katalog-Nr.: 4028
Limit: 650,00 €, Zuschlag: 0,00 €