Joachim Franz Beich, attr., Sommerabend
felsige mediterrane Sommerlandschaft mit rastenden Wanderern am Fluss, am Fuße angedeuteter antiker Architekturruinen in der Abenddämmerung, pastose Landschaftsmalerei in meist gedeckter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, laut Vorbesitzerangaben wohl Gemälde von Joachim Franz Beich, doubliert, Altersspuren, im Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 48 x 64 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner und Radierer (1665 Ravensburg bis 1748 München), Sohn und Schüler des Karthographen und Malers Daniel Beich, ab 1674 in München, hier künstlerisch gefördert von Wilhelm Beich, erlangte schnell Anerkennung durch den bayerischen Kurfürsten Maximilian II. Emanuel und schuf 1702–04 in dessen Auftrag zwei Monumentalgemälde für das Neue Schloss Schleißheim, wurde hierfür 1704 zum "kurfürstlichen Kammerdiener und Hofmaler" ernannt, 1704–14 Aufenthalt in Rom und Neapel, anschließend zeitweise in Livorno, 1714 Rückkehr nach München, 1718–25 für Kurfürsten Maximilian II. Emanuel als Hofmaler zur Ausgestaltung der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim tätig, erhielt mit dem Tod Maximilian II. Emanuels 1726 keine Aufträge mehr als Hofmaler, schuf in der Folge für Adel und Bürgertum Landschafts- und Genregemälde und arbeitete für bayerische Klöster, unterhielt Freundschaft zu George Desmarées und Cosmas Damian Asam, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", "Neue Deutsche Biographie", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.